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 Betreff des Beitrags: Im Lichtkreis der blauen Flamme
BeitragVerfasst: Mi 12. Dez 2007, 13:14 
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Registriert: Do 11. Okt 2007, 13:33
Beiträge: 58
Im Lichtkreis der blauen Flamme...
Gedanken und persönliche Notizen einer Priesterin

"Die Welt mag voller Mysterien sein, doch die Größten sind das Leben und die Götter selbst"
- Zitat: unbekannt -


Himmel und Hölle
Sie hatte zuvor noch nie jemanden gesehen, der ebenso von den Ebenen berührt war. Und hier traf sie gleich drei davon. Interesanterweise alle weiblich. Mochte das Geschlecht bei solchen Berührungen schon festgelegt sein? Dabei hatte sich Aeryna insgeheim sich irgendwann einen ebenso göttlich berührten und statlichen Mann gewünscht, in den sie sich verlieben konnte und der sie wahrhaft verstand.

Die eine Dame aus ihren Begegnungen bezeichnete sich selbst als "kleiner Stern" und war wie sie eine sogennante Aasimar. Daran gab es keinen Zweifel. Sie strahlte Ruhe und Weisheit aus, vor welcher sie selbst nur beschämt den Kopf neigen konnte. Diese andere Aasimar war offenbar den Sternen zugetan. Gar mochte man bei ihrer silbrig flitternder Hautfarbe wirklich annehmen, sie sein ein kleines Stück eines Sterns. Sie bezeichnete Aeryna ebenso als "kleinen Stern", wodurch Aeryna nur noch egriffener war.
Es war ein Gefühl der Gemeinsamkeit, als wenn sie einer älteren Cousine begegnet wäre die sie lange nicht gesehen hatte und sie als unerfahrenes Mädchen gütig an die Hand nahm. Fast als wären sie ein eigenes Volk, jenseits der Vollblütigen Menschen.
Es hatte etwas "richtiges".

Bei den anderen zwei Begegnungen handelte es sich um Tieflinge. Dämonen oder Teufelsblut floss zu einem Anteil durch ihre Adern. Aeryna lernte besonders Tianara etwas kennen. Alle Befürchtungen die Aeryna hegte, lösten sich in Wohlgefallen auf. Weder keimte in der Tiefling Wut auf, noch reagierte Aerynas Innerstes im Extremen.
Es war aber sehr seltsam mit ihr. Irgendwie hatte Aeryna das Gefühl, dass eine Barriere zwischen ihnen stand. Sie konnten wohl zusammenarbeiten, ohne sich anzufeinden und vielleicht würde sich ihre Beziehung einen Stand erreichen auf dem man davon sprechen könnte, dass man wohlwollend zueinander steht. Doch auch wenn die Barriere keine undurchdringliche Mauer war, mochte sie sich irgendwann an einem Punkt bemerkbar machen.

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Wissen ist das einzige Gut, das sich mehrt wenn man es teilt
- Zitat eines vergessenen Oghma-Priesters -


Zuletzt geändert von BlackWolf am Mi 12. Dez 2007, 17:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Lichtkreis der blauen Flamme
BeitragVerfasst: Mi 12. Dez 2007, 17:37 
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Registriert: Do 11. Okt 2007, 13:33
Beiträge: 58
K(l)eine Predigt

Amelie hatte Aeryna Mut gemacht und gezeigt, dass der Tempel nicht vollkommen verloren war. Er existierte immernoch, für diejenigen die zu sehen vermochten. Der Platz war noch immer Heilig und ein Ort des Glaubens.
Keine Mauern oder blitzender Pomp machte einen Tempel oder Schrein aus, sondern das Herz.
All die Priester und Gläubigen waren es, die einem Ort Seele gaben.
Man hatte die Außenhülle zerstört, doch die Seele war unangetastet. Sie musste erstarken ohne diesen Panzer, um sich zu wehren gegen die Einflüsse von außen. Nun wurde die Seele der Gemeinschaft geprüft, wie weit das Vertrauen in die Dame und dem Glauben lag.

Tage später las Aeryna in ihren Aufzechnungen eine Geschichte über einen wenig bekannten, aber großen Magier der niemals in seinem Leben aufgab um irgendwann doch die Kunst zu erlernen.
Sein Beispiel wollte sie als Inspiration nehmen um eine kleine Predigt zu halten. Sie erwartete niemand außer jenen die hartgesotten genug, oder von der Wärme Mystras berührt waren.
Vier vielleicht fünf Zuhörer, mehr wären es nicht geworden. Sie hätte jedoch ihren Gefühlen ausdruck verleihen können.
Alles war in der Besten Ordnung gewesen, bis Treben mit seinem "Fest" anfing.
Sie hatte damals, als sie gerade erst zwei oder drei Tage in der Stadt war, ihm zugesagt zu helfen, ohne wirklich zu verstehen was er vorhatte. Zehntage kamen und gingen ohne, dass etwas geschah. Nun aber war dies wieder aktuell geworden, als er hörte was sie vorhatte. Zauber gegen Kälte wollten sie nun entwickeln oder Rituale abhalten...dabei wollte Aeryna doch nur ihre Worte hinaustragen und nicht Nesseril neu erschaffen. Eine Spendensammlung war nötig für den Wiederaufbau, aber jetzt, so plötzlich?

Man müsste Leute einladen, Würdenträger und Adlige. Davon hatte er noch nichts getan! Man müsste für gutes Klima sorgen und die Feier abhalten wenn es draußen warm ist. Man sollte es auch wirklich als Feier durchführen, und weniger als Gottesdienst. Denn alein durch Glaubensworte wird kaum gespendet, so naiv Aeryna dann doch nicht. Man müsste den Leuten etwas bieten. Ein Magiewirkerduell!
Auch warum sollte man Leute heilen, wenn es ihr doch nur um die paar Worte ging? Auf diesem Fest könnte man es sicher anbieten, doch in einem Gottesdienst der Mystra? Sie waren Mystragläubige und bei aller Herzensgüte keine Ilmaterjünger die jedem sofort Heilung anboten, wenn sich jemand in den Finger schnitt.

Er würde auch bestimmt ihren Text zerreisen und meinen das sie das nicht sagen dürfte, da sie vorhatte von etwas Hoffnung zu reden und den Leuten Mut zu machen und vor allem auch dem Antlitz Mystras wieder nahe zu bringen damit sie wieder entdecken sollten, die Magie auch zu lieben anstatt sie als lebloses Werkzeug zu betrachten.
Und nein, laut ihm müsse er reden und Amelie, und sie als neue Priesterin würde eben auch etwas sagen.
Warum lies er sie nicht einfach machen was sie für richtig hielt?
Warum musste er sich wieder einmischen?
War er am Ende neidisch darauf, das sie ein Kleinigkeit sagen wollte?
Dabei war er magisch betrachtet mächtiger als sie, und alles was sie hatte waren Worte und ihren Glauben. Nichtmal das durfte sie nutzen wie sie wollte, wenn es nach ihm ginge.

Und das schmerzte sie.
Das stach tief.

Aeryna vergrub sich am späteren Abend in ihre Decke, die Füße angezogen und sich klein machend. Sie dachte an ihre Eltern die sie nie kennenlernte, sie dachte an ihre Pflegeeltern. Auch dachte sie an ihre Mentorin, die ihr fasst wie eine wohlwollende Tante war und sie in den Schoss der Kirche gebettet hatte.
Am Rande dachte sie auch an Neftarie, die andere Aasimar der Sterne und an Amelie, die es offenbar gut mit ihr meinte sie aber auch forderte.

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- Zitat eines vergessenen Oghma-Priesters -


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