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Eine Nacht im Freien
Langsam aber sicher begann Ralthus Gefallen an Rivin zu finden. Auch wenn die Stadt nicht an die Perle der Schwertküste heran reicht so versprüht sie doch ihren eigenen wahnsinnigen Charme. Verrückte Magier, fanatische Milizen, blauäugige Weltverbesserer und vor allem sympathische Menschen waren die markanten Eigenarten Rivins die Ralthus im Kopf herumschwirren wenn er an die kleine Stadt am Schlängelnden Fluss denkt.
Doch Heute Abend würde er in den Glanz Tiefwassers zurück kehren. Ein Geschäftsfreund seines Vaters hatte zum Bankett geladen und Ralthus konnte und wollte die Einladung nicht ablehnen. Im Gegenteil, er hatte sich sogar schon alles für einen Pompösen Auftritt zurecht gelegt, der neue Teleport Zauber war eine echte Bereicherung.
Er legte seine feine Robe an, verstaute seinen Reisegrimoire und begann sich zu Konzentrieren. Langsam streckte er seinen Geist aus um die Stränge des Gewebes zu manipulieren. Behutsam und Kunstvoll verformte er es und gab seinem Willen Gestalt, die gesamte Zeit das Bild des Festsaals vor Augen denn er bis her nur einmal flüchtig gesehen hatte. Die Matrix begann sich zu formen und der Zauber gewann an Kraft, dann ein kurzes Prickeln und eine Kurze Taubheit als die Magie sich entfaltete.
Dunkelheit und Stille empfing Ralthus. Nicht das Raunen von überraschten Gästen, nicht das Spiel der Kapelle und nicht der Geruch der köstlichen Speisen. Langsam gewöhnten sich seine Augen an die Dunkelheit und er konnte die Umgebung wahrnehmen. Er stand auf einem Hügel welcher mit hüfthohen Gras bewachsen war, an seinem Fuß schlängelte sich ein kleiner Bach entlang und in einiger Entfernung konnte man die dunkle Mauer eines Waldes erkennen.
Ralthus streicht sich über seinen Bart und stellte fest das er keinen blassen Schimmer hatte wo er gelandet war. Einen zweiten Teleport Zauber hatte er nicht vorbereitet und so wird er wohl die Nacht im freien Verbringen müssen.
Langsam verflog die nachdenkliche Miene und machte einem Schmunzeln Platz. Die Herrin der Mysterin wurde ihrem Namen wieder einmal gerecht und beim Nächsten Besuch im Tymora Schrein sollte die Spende wohl etwas größer ausfallen.
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