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| Kleine Füße in der Nacht... Der Weg in die Schatten. https://www.rivin.de/forumRO/viewtopic.php?f=25&t=1048 |
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| Autor: | gorc86 [ Di 13. Mai 2008, 11:58 ] |
| Betreff des Beitrags: | Kleine Füße in der Nacht... Der Weg in die Schatten. |
Kleine Schritte treiben die winzige Gestalt voran, vorsichtig einen Fuß vor den Anderen setzend tapst sie durch das gleißende Licht der Abenddämmerung, die Rechte in einen blutüberströmten Fetzen gehüllt. Sein Blick legt sich für einige Herzschläge auf den Platz, welcher sich vor Ihm niederlegt. Ganz so wie eine Dirne in einem Freudenhaus wenn man Ihr ein paar Kupferlinge zusteckt. Schmutzige Gedanken machen sind in dem kleinen Schädel mit den spitzen Ohren breit, die Brauen ziehen sich zusammen, die Mundwinkel heben sich zu einem Grinsen. Gedanken, für deren Umsetzung er wohl mit mehr als einem Finger bezahlen würde. Eine seichte Briese lässt einen übel riechenden Gestank von fauligen Krabben, muffigem Holz und abgestandener Jauche in Seine Nasenlöcher kriechen und lässt Ihn sein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Schlurfend bewegen sich die in Lumpen gestopften Füßchen vorwärts, Fünfzehn fingertiefe Pfützen lassen beinahe sein gesamtes Unterbein verschwinden, das ungenaue Pflaster lässt Ihn hin und wieder straucheln. Als die Briese für einen Moment auffrischt hält er inne. Mit einem kindlichen Lächeln auf den Lippen hebt er den Blick und lässt sich sein Gesicht streicheln. Mit jedem Moment des Verharrens scheint der Schatten mehr und mehr das Licht zu verdrängen und das zuvor kindliche Lächeln weicht im Zwielicht zu einem hämischen Grinsen... |
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| Autor: | gorc86 [ Di 13. Mai 2008, 19:25 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Kleine Füße in der Nacht... Der Weg in die Schatten. |
... Dunkle Wolken ziehen sich über dem Winzling zusammen und lassen die Finsternis noch schneller als zuvor hereinbrechen. Der Wind treibt den düsteren Schleier direkt über dem Hafen zusammen, fercht ihn mit aller Gewalt ein, lässt die Fensterläden hart auf und wieder zuschlagen, nur um das gleiche Spiel von neuem zu beginnen. Ein dumpfer Schlag ertönt, nicht einmal die finsterste Kriegstrommel vermag solch ein Geräusch hervor zu bringen. Weitere Schläge folgen, als die massigen Wellen gegen die Kaimauer donnern. Ein Orkan, der dem Blutrausch eines Berserkers in nichts nachsteht. Doch wie hart die Kreatur den Stahl auch in das Fleisch treiben mag, der Gewalt der Stürme und Finsternis wird er nie gewachsen sein. Grinsend, die Augen geschlossen lässt sich der kleine Kerl das salzige Wasser aus dem Meer und das süße Wasser aus den Wolken ins Gesicht peitschen. Das Haupt gen Himmel gehoben wehen sowohl die triefenden Haare als auch die sackleinenartige Kleidung wie eine Fahne im Wind, die knöchrigen Arme umschlingen einen Laternenmast, ganz so als wollte er verhindern wie ein Fetzen davon gefegt zu werden. Als der Jüngling seine Augen öffnet, wird ihm ein herliches Schauspiel geboten. Menschen verkriechen sich wie Ratten in ihre Löcher, bringen ihre Habe in Sicherheit. Mit lautem Gelächter löst er sich schließlich vom Mast um sich selbst in das dreckigste aller Rattenlöcher zurück zu ziehen und seinem Ziel ein Stück weit näher zu kommen... |
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