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 Betreff des Beitrags: Erinnerungen an die Zukunft
BeitragVerfasst: Di 15. Jul 2008, 01:12 
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Langsam schritt die Halbelfe durch die „Hallen“ deren Mauern aus Reihen von alten mächtigen Bäumen bestanden. Der Wind strich über ihr Gesicht und lies die geplatzten Lippen brennen. Schmerzlich verzog die Frau das Gesicht und strich sich durch das Blonde leicht rot schimmernde Haar. Für einige Herzschläge blieb sie stehen und blickte an sich herunter. Das grüne Kettenhemd war bedeckt mit Schlamm, Blut und Dingen von denen sie nicht einmal genau wissen wollte was sie nun wirklich waren.

Wenige Schritte nur noch trennten sie von ihrem Ziel. Die blauen Augen legten sich auf das fallende Wasser das ihr den Eintritt zu verwehren schien. Die länglichen aber runden Ohren zuckten angestrengt doch sie konnte kein Geräusch vernehmen. Die mächtigen fallenden Wassermassen hinterließen keinen Ton.

Langsam griff sie zu ihrem Gürtel und löste eine Blockflöte von ihm. Ihre Finger strichen über die Legierung aus Kupfer und Nickel und leise seufzte sie. Vorsichtig führte sie ihre Lippen an das Instrument, ein leichtes ziehen durchzog diese, und begann eine Melodie zu spielen. Man sagte sich dieses Lied hatte eine besondere Geschichte doch noch nie hatte Vater Ihr verraten was es wirklich damit auf sich hatte.

Beeindruckt blickte sie auf das Wasser das seinen Lauf verlangsamte und nicht mehr als einen seidenen Vorhang bildete. Unsicher schritt sie voran und schloss die Augen. Nichts zog sie nach unten doch spürte sie das etwas geschah. Ein leichtes kribbeln durchzog ihren Leib als sie die Augen öffnete. All der Dreck und das Blut fiel von ihrem Leib. Deswegen war sie gekommen...Jedoch nicht um Ihren Körper zu reinigen. Sondern Ihren Geist

Sie hasste...Und sie wusste das es falsch war. Sie wusste das es alles pervertierte wofür sie gekämpft hatte, wofür sie Blut vergossen hatte.

Langsam schritt sie durch die hell erleuchtet Höhle und erst jetzt fiel Ihr auf das sie trocken war. Nicht weiter darüber nachdenken hielt sie auf eines der unzähligen Regale zu. Vorbei an Rüstungen an prächtigen Ständen. Vorbei an Waffen und Skulpturen die die Ereignisse der letzten Jahrzehnte wieder spiegelten. Wahllos griff sie zu einem der Bücher die er geschrieben hatte und öffnete eine der Seiten. Ihre Augen flogen über die Zeilen von denen sie hoffte erfahren zu können wie er es solang geschafft hatte.


„Dort liegt sie nun. Ihr Atem geht ruhig und auch Stille scheint es besser zu gehen. Doch Ich frage Mich was Sie träumt. Welch Art Ihr Schlaf ist. Ich könnte Mich selbst ohrfeigen das Ich an Ihr zweifle. Ich , gerade Ich sollte Ihr bei stehen. Jedoch Ihre Taten stellen Mich immer wieder vor härtere Prüfungen als all die Teufel und Dämonen dennen Ich in Meinem Leben begegnet bin. Erneut hat Sie sich von Unvernunft leiten lassen. Bedrohte einen Mann und Ich fürchtete Sie will Ihn töten. Und wofür? Für nichts, für ein wenig falschen Stolz.

Aber wenn Ich in den Spiegel blicke frage Ich Mich wer Ich bin das Ich über Sie zu urteilen wage. Ich an dessen Händen wohl mehr Blut klebt als Ihre Finger jemals berühren werden. Ich kann nicht mehr zählen wie viele Leben Ich bereits beendet habe. Ich kann nicht einmal sagen wie viele Rassen es waren. Gibt es auf Faerûn noch ein Volk das Ich nicht bekämpft habe?

Man verurteilt Sie weil sie in einem Anflug von Zorn einige Menschen mit einer Wolke aus Gas vernichtete. Doch...Darf Ich Sie verurteilen? Was würden alle jene denken wenn Sie wüssten was Ich vor beinahe einem halben Jahrzehnt getan habe? Würde sie glauben können das Amrûn Morgentau Kinder getötet hat weil Er es für notwendig hielt dies zu tun? Würden Sie Mir noch in die Augen blicken können? Ja, Ich habe Mich beim dritten mal gegen Meine Verbündeten gestellt. Doch bringt dies jene zurück die Ich zuvor getötet habe? Nein, das tut es wohl nicht. Und selbst als Ich Meine Stimme erhob tat Ich dies nicht in voller Überzeugung. Es waren ja nur Orks. Als Ich Monate später aus Garumns Schlucht, begleitet vom mächtigen Dröhnen eines Kriegshorns, wieder Richtung Heimat ging konnte Ich nicht glauben das man wirklich Frieden mit den Schweinsgesichter geschlossen hatte. Sie würden sich doch eh nie ändern.

Heute muss Ich beinahe darüber lachen wie Ironisch dies ist. Ich dessen größtes Vorbild ein Dunkelelf, ein Drow, ist weigerte Mich zu akzeptieren das auch Orks gute Pfade beschreiten können.

Und doch habe Ich erkannt das Sie zu Bekämpfen in den Zeiten des Krieges nicht falsch war. Und dennoch war es auch richtig Frieden mit Ihnen zu schließen. Hätten wir uns Ihnen nicht entgegen gestellt wäre es nie zu diesem Frieden gekommen. Und hätte Ihr König Sie nicht vereint und gegen die Silbermarken in den Krieg geführt wären Sie niemals zur Zivilisation gekommen.

Aber Ich habe akzeptiert was Ich tat, Ich habe meine Fehler erkannt und hoffe auch in Zukunft erkennen zu können worin Meine Fehler liegen. Den Gut sind Wir nicht durch die Dinge die Wir einst taten. Nein, Gut sind Wir durch unsere Ziele. Ja, Ich habe erkannt das man nach etwas streben muss um in dieser Welt etwas zu erreichen. Da fallen mir folgende Worte ein:

Zitat:
Das ist Leben für mich; sich stets selbst verbessern,
die Welt zu einem besseren Ort machen
oder das Leben derer, die man liebt, bereichern zu wollen,
ist der Schlüssel zu diesem flüchtigsten aller Ziele
dem Gefühl, etwas geleistet zu haben.
Einige erreichen das, indem sie Ordnung und Sicherheit oder ein Zuhause schaffen.
Andere,darunter viele Zwerge, erreichen es, indem sie
Wohlstand anhäufen oder einen hinreißenden Gegenstand herstellen.

Ich benutze meine Krummsäbel.


Ja...Ich bin jemand der Seine Ziele verwirklicht indem Er kämpft. Ich stelle Mich jenen deren Wege Ich als falsch erachte entgegen, und ja Ich töte auch. Aber Ich habe erkannt das dies nun mal Mein Pfad ist. Und es wird der Pfad sein auf den Mein Leben einst enden wird.

Es tut mir Leid Mein Engel. Ich werde Dir keinen kleinen Hof bieten können. Ich werde Mich nie zur Ruhe setzten. Und Ich bete zu Meiner Herrin das der Tag kommt da Ich den Mut habe Dir dies offen zu sagen.

Ich bin ein Mörder, ein Held, ein Dieb und ein Heiliger.

Letzendlich ist es bedeutungslos wie man Mich nennt. Den nicht Ich werde entscheiden wie die Geschichte auf Mich herab blicken wird. Aber Ich kann versuchen sie so zu formen wie Ich sie für das beste halte.

Ich wünsche Mir jedoch eines. Lass Mich erkennen wann die Zeit ist zu kämpfen und führe Meinen Arm mit Kraft und stärke in diesen Zeiten, lass Mich aber auch sehen wann es notwendig ist zu Verhandeln. Ich glaube Ich habe heute beides recht gut erkennen können.


Amrûn Morgentau

Dawn betrachtet die Zeilen. Sie musste lächeln wie sprunghaft er seine Gedanken schweifen lies. Wie sollte sie hieraus etwas lernen können? War die Antwort irgendwo versteckt? Oder gab es gar keine Antwort? War die Antwort womöglich das eine Person sich immer im Wandel befand? Ja, man konnte niemanden einfach so in ein Gerüst zwingen. Sie war nun jedoch begierig darauf zu erfahren was genau an diesem Tag geschehen war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erinnerungen an die Zukunft
BeitragVerfasst: Mo 22. Feb 2010, 15:58 
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Eine andere Halbelfe wanderte im Schutz der Dunkelheit die Waldwege entlang. Sie wollte nicht sprechen über das was sie soeben gesehen hatte. Sie musste es selbst zunächst realisieren und begreifen ehe sie irgendwem etwas davon erzählen würde.

Als die Priesterin im Turm der Magier erwähnte, dass Silbrigmond zerstört wurde, schlugen die Erinnerungen gnadenlos auf sie ein. Sie senkte für Momente das Haupt und ihre Lider, um den Schmerz hinter ihrem silbrig-weißen Haar zu verbergen, der damit einherging. Denn sie hatte mehr von dem gesehen als es ihr selbst bewusst gewesen war. Ein Teil einer Geschichte, der ihr jetzt wieder in den Sinn kam.


Trauer und Elend

Irgendwo anders auf dieser Welt lag ein Brief aus Silbrigmond in zwei zierlichen Händen. Die Bardin hatte ihre Tochter mit den anderen Kindern zum Spielen geschickt. Freunde waren bei ihnen und auch Stille hatte oft ein wachsames Auge auf sie.

Sie ahnte nichts Gutes, denn der Umschlag fühle sich seltsam schwer an. Dennoch brach sie das Siegel, welches eine Triangel mit drei Sternen zeigte, das Symbol Liiras. Die junge Frau las die Zeilen – mehrmals und dennoch war ihr als würden sich bestimmte in Herz und Seele einbrennen. Die anderen schien sie zu überlesen. Das gewohnte Leuchten in ihren Augen verblasste, schwand dabei zusehends.

Sei gegrüßt liebe Schwester,

…welche Ironie ist es, dass ich als Freudenbringerin nun Überbringerin trauriger Nachrichten bin. Wie gern würde ich jetzt bei dir sein, dich in die Arme schließen und dir Trost spenden. Denn mir ist bewusst, dass man manche Dinge nicht schonend ausrichten kann. Ganz gleich in welche Worte man es kleidet, die Botschaft bleibt die gleiche….

... die Schlacht war lang und mag auch noch immer andauern. Es gab viele Opfer. Unter ihnen auch Laer. Seine letzten Worte und Gedanken galten dir und Luarhyl. Er wollte, dass dein Geschenk den Weg zu euch zurück findet….

Friede sei mit euch, Freude und Zuversicht, ganz gleich welches Leid uns alle noch erwarten mag.

~Myriana Lelwani~


Die Leserin fiel in sich zusammen. Viele Tränen flossen in den folgenden Stunden und durchweichten das Pergament. Dennoch blieb die Hoffnung, dass Laer den Weg nach Arvandor gefunden haben möge. Sie würde ihn immer in liebender Erinnerung halten. Sein Andenken trug ihrer beider Tochter nun um ihren Hals. Ein Mondstein, dessen Bild man nur bei bestimmtem Lichteinfall sehen mochte, ähnlich einem Hologramm. Wie durch ein Wunder war auch die silberne Kette unbeschädigt geblieben.

Trotzdem das kleine Halbelfen-Mädchen ihren Vater nicht so nahe kannte wie andere Kinder ihre Eltern, war eine gewisse Trauer von nun an ihr ständiger Begleiter. So klein sie für ihr Alter schon immer gewesen war und so scheinbar unbekümmert, so konnte man ihr auch selten etwas vormachen. Dies sah man vor allem in den Momenten, in denen sie ihre Mutter aus heiterem Himmel umarmte.

Jene wiederum blieb stark für sie und andere. Nach einer Weile lächelte sie wieder, doch ihr Herz weinte… nicht nur um ihre eigenen Verluste, sondern aus Mitgefühl über das Leid das die Welt ertragen musste. Noch heute hallten die Worte anderer teilweise in ihrer Erinnerung wider „Du hast kein Ermessen…“.
Und sehr wohl hatte sie es. Nur wollte niemand auf ihre Warnungen hören, ob sie offen oder subtil waren. Sie hatte geahnt, was geschehen mochte, wenn niemand einlenkte und etwas tun würde. „Was sollte eine kleine Bardin schon wissen?“, dachten sich viele. Barden schreiben ihre Lieder und erzählen viele Geschichten, wenn der Tag lang war. Sie unterhielten die Leute. Doch begriff manch einer nicht, dass den ihren irgendwo ein Funke Wahrheit innewohnte. Denn das, vor dem sie gewarnt hatte, war eingetroffen.

Sturheit, Ignoranz und Machtgier hatten nicht nur Rivin und Silbrigmond fallen, sondern auch den Rest der Welt langsam und qualvoll sterben lassen. Doch sie würde weiter kämpfen solange nur der kleinste Funke Hoffnung besteht - auf ihre Art.

Und so… begann ein immer größer werdender Teil von Sarina Lelwani zu sterben von diesem Tage an.

Als sich Luarhyl einen Moment nur unbeobachtet fühlte, zog sie ihr Symbol unter ihrer dunklen Jagdkleidung hervor. Ein melancholisches Lächeln stahl sich auf ihre Züge. Sie wusste nun, woher es kam.

Noch immer wusste sie nicht, wer genau ihre Eltern waren und was sie taten. Doch sie lebten beide mit dem gleichen Bestreben, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Die Liebe blieb bis zum finsteren Ende. Nur der Tod hatte sie getrennt und nicht sich scheidende Ansichten oder gar der Kampf gegeneinander. Sie hatten beide ein Opfer gebracht und so mochte vielleicht auch sie eines bringen.
Sie erreichte schließlich einen weiten ebenen Platz, der noch leicht mit Schnee bedeckt war. Hierhin hatte es sie also gerufen. Sie erkannte die Statue und inzwischen stand der Mond hoch am Himmel. Ihr Gebet war wie so oft ein gefühlvoller, wortloser Gesang, doch formten sich die Worte in Gedanken:

Manchmal mag es uns erscheinen,
dass das Leben, grausam kahl
ist, doch möcht ich es leben
weiß ich, dass ich, wenn auch fahl

Leuchten muss in meinem Leben.
Stetig mich der Nacht ergeben.
Muss mich grämen ihrer nicht
Werde sein im Dunkeln Licht

Sich noch einmal vergewissernd sah sie sich um, ehe sie Stunden später ihren Weg fortsetzte. Noch immer wollte sie wissen, was geschehen war, was all diese Zerstörung und das Elend mit sich brachte. Doch sie hatte nun etwas, das ihr Sicherheit und mehr Entschlossenheit gab bei dem was sie tat. Es war Gewissheit, und sei sie noch so bitter und so verschwindend klein.

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Sara Abendstern - Die häuslichste Bardin Rivins
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 Betreff des Beitrags: Re: Erinnerungen an die Zukunft
BeitragVerfasst: So 28. Mär 2010, 12:01 
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Was hier und jetzt geschah....

Zwischen Licht und Dunkelheit

Dunkelheit umfing die Gruppe, als sie das Stadttor durchschritt. Sogleich waren Augen und Ohren auf sie gerichtet, wo sie nicht einmal wussten, ob sie am Ziel waren. Alles war fremd… und doch so vertraut, sie alle konnten sich nicht erinnern, schon einmal hier gewesen zu sein. Überhaupt gab es im Moment nur sehr oberflächliche Erinnerungen.

Bereits die ersten Stunden warfen Fragen auf. Die nächsten Tage waren nicht besser. Die Stadt erschien der Halbelfe selbst an freundlicheren Tagen kalt und finster. Hier und dort hatte sie selbst Augen und Ohren bemerkt, die auf sie gerichtet waren. Sie konnte nicht erklären, warum, doch verhießen sie ihr nichts Gutes. Sie schienen ihr bei Zeiten zu folgen. Sie ging ihre Wege zumeist allein. Schnell war ihr bewusst, würde man sie und ihre Freunde zu oft zusammen sehen, würde man zu sehr auf sie aufmerksam. So blieb ihr des Nachts nur das Licht des Mondes und Luarhyl wusste, SIE war mit ihr. Sie war im Grunde nicht allein. Doch es gab noch so vieles, das eine Antwort verlangte. Ihr ständiger Begleiter war ein Gefühl der Trauer und eine gewisse Leere. Irgendetwas hatte sie verloren ehe sie hier herkam. Doch was es war, konnte sie nicht sagen. Doch es war ihre feste Entscheidung, es wieder zu finden. So kam es zu ersten Gesprächen in den Straßen.

Manche Personen sprachen mit ihr, erzählten bereitwillig Dinge über die Stadt. Es hatte wohl bereits einige Kämpfe hier gegeben. Und nicht für wenige davon waren Magier verantwortlich. Solche Magier, die die Stadt zerstören oder erobern wollten. Doch war bei diesen Gesprächen allgegenwärtig dieses Gefühl des Misstrauens, selbst wenn sie es sich nicht anmerken lies. Irgendetwas sagte ihr, sie könne zuhören, sollte aber ihnen nicht zu viel von sich erzählen. Die Tage vergingen und manche Fragen wurden nicht direkt beantwortet, aber es gab zumindest nun Möglichkeiten, Antworten zu finden. Was hatte es mit all diesen Ereignissen und Personen auf sich? Bei einigen fiel ihr etwas ein, wenn sie sie sah oder wenn sie etwas sagten. Doch woher hatte sie dieses plötzliche Wissen in solchen Momenten? War es eine Erinnerung, die jemand gelöscht hatte oder eine Art Einflüsterung?

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Platin

Einige Ereignisse und Begegnungen hatten sie zutiefst verwundert. Wie konnte es sein, dass man Götter des Zorns und der Unterdrückung offen anbeten durfte? Sollte man den Mut des Zwerges, der sich allein mit ihren Anbetern anlegen wollte, bewundern oder ihn töricht nennen? Es ist immer ein schmaler Grat zwischen Mut und Torheit. Einige Schaulustige hatten sich versammelt. Zwei von ihnen wollten auf Gians Frage ihren Namen nicht sagen. Waren es schlicht verschlossene Personen oder hatten sie etwas zu verbergen?

Es mochte gut sein, etwas über die Stadt und ihre Bewohner zu erfahren. Doch blieb ihr Blick auf die wenigen guten Ratschläge und Hinweise, die sie bekommen hatten, immer wachsam. Es geschah das Alltägliche in einer Stadt. Karren fuhren vorbei und Passanten kreuzten ihre Wege. Manche Bewohner der Stadt schienen offen, ihr mit gewisser Neugier zu begegnen. Doch wenn sie sprachen, waren sie so hoffnungslos. Es schien als wären sie der Meinung, man könnte Ereignisse nicht abwenden, die Welt nicht ändern. Es sei nur ein Herauszögern von dem, was vorbestimmt ist und man sollte es hinnehmen.
Andere wiederum sah sie ihrem täglichen Aufgaben nachgehen. Sie waren pflichtbewusst und hilfsbereit.

Doch viele von jenen, die sie angetroffen hatte, hatten etwas an sich, das sie warnte. Wieder war es da…. Ein Gefühl, ihnen nicht zu trauen und nicht zu viel preiszugeben. Wenn sie besonders aufmerksam war, wurde das deutlich, was ihren Freunden und ihr vorausgesagt wurde:

Sie sah einen Schimmer von Platin…

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 Betreff des Beitrags: Re: Erinnerungen an die Zukunft
BeitragVerfasst: Sa 15. Mai 2010, 21:35 
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Irgendwo In Silbrigmond ... Irgendwann

Zitat:
Bedeckt eure Himmel, Götter,
Mit Wolkendunst
Und übet, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen euch und Bergeshöhn;
Müsst mir meine Erde
Doch lassen stehn
Und meine Hütte, die Ihr nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Ihr mich beneidet.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wusste, wo aus noch ein,
Kehrt ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Der Schlafenden da droben?

Ich euch ehren? Wofür?
Habt Ihr die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Habt Ihr die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und eure?

Wähntet Ihr etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blütenträume reiften?

Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und euer nicht zu achten,
Wie ich!

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 Betreff des Beitrags: Re: Erinnerungen an die Zukunft
BeitragVerfasst: Do 3. Jun 2010, 11:08 
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Irgendwo im Umland von Rivin liegt seid Wochen ein Mann im Fieberwahn darnieder. Niemand kennt ihn hier, niemand diejenigen, mit denen er ankam und die ihn hier zur Obhut ließen.

Feuernarben bedecken sein Gesicht, Krämpfe durchzucken deinen geschundenen Körper und Alpträume quälen seinen Geist.

Fieberwahn .....

... der Große Saal ... allein in der Mitte der Halle .... berobte Gestalten ohne Gesichter, die Gericht halten über ihn ...

..." ... seid ihr verantwortlich für den Verlust des Flaggschiffes unserer Flotte .... den Tod vieler .... die Niederlage gegen die Heerscharren der untoten Krieger unserer Feinde ....

... Feuer ...

... die Planken des Schiffes erbeben als die arkanen Kanonen ihre Schüsse abgeben ....

... "Kpt, die Untoten sind auf den unteren Decks ... sie müssen mit den Flüchtlingen an Bord gekommen sein .... sie haben eines der Transportschiffe mit Flüchtlingen am Boden überrannt und dann direkt in den Hanger gesteuert!"

... Schreie ...

... die brennende letzte Elfdenstadt ...

... dunkle Wolken aus untoten Kreaturen, die sich über den Horizont schieben, hervorquellen aus dem Herz eines dunklen Sandsturms ... die Macht des Dunklen Empires ...

... „Feuer auf Deck 3“ ....
(Yula blickt vom Fuß der Treppe zum anderen Ende der Halle zurück. Er steht noch dort an der Feuermaschine ... die Untoten brechen zwischen ihnen durch die Planken, ziehen Flüchtende und Matrosen nach unten in den grausamen Tod. Sie werden alle überrennen, niemand wird hier entkommen wenn nicht ... er blickt zu ihr, seine Lippen bewegen sich ohne dass sie es hören kann ... er streckt den Arm aus und löst die Sicherungsarmierung für die Feuerglut .... "NEIN!" ... ein letzter Blick, dann verzehrt das Höllenfeuer ihn ... und die Armee an Untoten hier und auf dem Decks darunter)

.... „Sie dürfen das Herz des Schiffes nicht erreichen!“
(Sari beugt sich über den toten Körper eines Jungen. Die tobenden Kämpfe um sie herum nimmt sie nicht mehr wahr. „Du Idiot ..warum bist du zurückgerannt ind Feuer ... in der Schachtel war doch nur mein Mittagessen!“)

... „Sir, wir haben die Hälfte unserer Kampfschiffe verloren.“
„Gebt den anderen Befehl unserer Flotte zu folgen, sie sollen sich retten.“ „Negativ, wenn wir die Flotte erreichen, dann die Untoten auch .... wir drehen ab und fliegen in das Herz der Finsternis ... wir wollen so viele von diesen Bastarden mitnehmen!“

... eine Handvoll Elfenschiffe auf dem Meer, so wenige konnten dem Inferno entkommen ...

... Kämpfe auf dem Brückendeck ... die untoten Wyvern brechen die Hüllenpanzerung auf und dringen ein ...

... eine Handvoll Menschen- und Elfenkrieger auf einem Hügel, umringt von der Armee der Untoten ... keine Hoffnung ... ein Elf in silberner Rüstung blickt nach oben ... eine unausgesprochene Bitte ... Feuerglut nimmt ihnen allen das Leben, damit es nicht geraubt werden kann ...


... er zieht seine Klinge als die Türe zur Brücke zerbersten ... Metall schneidet Knochen und faulendes Fleisch ... sind es schon die eigenen Leute? ...

... das Schiff erzittert als hätte ein Riese mit seiner Faust es getroffen ... es dreht sich und das Knirschen und Kreischen klingt wieder wie der Todesschrei einer großen Kreatur ...

... der letze Befehl ...

... „Dreht das Schiff in den Sturm.“ ...

... so steuert das sterbende Schiff ins Herz der Finsternis, gibt im Tode den wenigen Elfenschiffen und dem Rest der Flotte Zeit zu entkommen ...

„Aus dem Licht ... in die Finsternis!“

... es war alles eine Falle, in diesem Moment wird ihre Heimat selbst angegriffen, zu weit entfernt um es zu verhindern ...

... Feuer überzieht den Himmel ... vernichtet was schon tot und noch lebend ....

...

... Wieder in der Großen Halle ...

... die Stadt hinter den hohen Fensterbögen trägt noch die Spuren der Verwüstung ... die Kadaver riesiger Schiffe liegen zwischen den zertrümmerten Gebäuden ...

.. „daher werdet ihr, Kapitän .... hiermit zu lebenslanger Haft verurteilt.“

... Proteste, Rufe ....

„... desweiteren wird der Rat der freien Völker hiermit aufgelöst!
Das Büro für Innere Sicherheit und die Staatalchemisten werden von nun an mit eiserner Faust für die Freiheit unserer Heimat Sorge tragen.
Es muss sein!
Zum Überleben eines der letzen freien Reiche Faeruns!“

...

... In einem dunklen Loch ...

.... „Eure Strafe wird reduziert, wenn ihr uns endlich sagt, was wir wissen wollen, REDET!“

... Schweigen ....

... „Wo sind die Überreste der „Rivin“? Was geschah dort in der Finsternis???“

... Schweigen ...

Was bedeutet „Rivin“?


((die vollständige Geschichte gibt es ein andermal. Einige Anregungen entnommen aus dem Anime „Last Exile“))


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 Betreff des Beitrags: Re: Erinnerungen an die Zukunft
BeitragVerfasst: So 12. Sep 2010, 15:58 
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Zitat:
Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
"Rivin, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch den Göttern, zu dennen wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Sie haben uns geäfft, gefoppt und genarrt -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Fürsten, dem Fürsten der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschießen läßt -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch der falschen Heimatstadt,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -
Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht -
Altrivin, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!"

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