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Pulver und Kanonenrauch
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Seite 1 von 1

Autor:  Samy [ Do 27. Nov 2008, 13:58 ]
Betreff des Beitrags:  Pulver und Kanonenrauch

Die Brieftaube hatte einen langen Weg zurückgelegt bis die endlich das gesuchte Schiff erreichte und erschöpft landen konnte. Die Windige Braut lag etwas drei Seemeilen vor den Klippen der Schwertküste und machte sehr langsame Fahrt die Küste entlang gen Norden.

Kaum war die geflügelte Botin gelandet, nahm einer der Seeleute sie an seine Hände während ein zweiter die Nachricht von ihrem Bein abband. Sofort wurde die Nachricht gen Achtern zum Steuer und zum Kapitän gebracht.

Kpt. Bes Cor Marak stand an der Rehling und blickte durch ein Fernglas gen Osten hinüber zu den weißen Klippen, die das Meer vom Land scharf wie ein Messer trennten. Ihr Steuermann Ismael nahm die Nachricht an, rollte sie auf und begann sie zu lesen. Jedes Wort verdunkelte mehr und mehr seinen Gesichtsausruck.

„Nachricht von unseren Kontaktleuten in Rivin, Kpt. Die Piraten der Inseln haben die Orks in den Hafen gebracht, Hafen und ein großer Teil der Altstadt sind in Feindeshand.
Und diese Bastarde blockieren mit ihren Schiffen den Hafenzugang von Seeseite, nichts kommt mehr hinein oder hinaus.“

Bes suchte weiterhin durch das Fernglas die Klippen nach einen Hinweis auf Kassars Hafen Felssturz ab ..... und ihrem gekaperten Schiff, der Windsbraut, unter Kpt. Selkit.

„Kpt?“

„Ich hab es gehört, Ismael.“ „Was sollen wir nun tun?“ „Normalerweise wäre mir das Kaff völlig egal und es wäre das beste mit den Schiffen das sinkende Nest zu verlassen.“
Ismal schielte nach rechts zu Mahbel und Alae: „Aber die Windsbraut fehlt, Sir.“

„Und genau daher müssen wir bleiben und ihnen in den Arsch treten. Es ist eine persönliche Sache geworden ..... erst der Anschlag auf Mahabel, nun das Kapern meines Schiffes!“

„Was sind eure Befehle?“ „Steht in der Nachricht etwas davon, ob es Schiffe noch aus dem Hafen schafften?“ „Aye, die Rivins Stolz des Hauses Silberstern ... ein Schiff von Haus Mendel, die Tesflamm, ..... und ein unabhängiges Handelsschiff, die Südstern. Alle drei fahren gen Westen zu den Mondscheininseln, wie es scheint.“

Bes nahm das Fernglas herab und klappte es zusammen. „Das heißt diese drei, wir und schätzungsweise 3-4 weitere Schiffe, die auf See waren. Nicht viel, aber es muss reichen.“

„Was habt ihr vor?“

„Alae, können deine Boten die verstreuten Schiffe finden und ihnen eine Nachricht zukommen lassen?“ „Aye, Kpt. Das können sie.“ Alae grinste breit.

„Gut, dann folgende Botschaft an alle noch freien Schiffe Rivins: sie sollen Kurs nehmen auf die Nebelinsel und uns dort treffen.“
Alae nickte und lief hinunter auf das Hauptdeck.

„Mahabel, sende eine Nachricht an unsere Kontaktleute mit der Taube zurück, sobald sie sich erholt hat. Verschlüsselter Wortlaut: wir sammeln die .... Flotte ... und brauchen die Hilfe der Fischer und die Reste der Schmuggler aus puerto morto. Sie sollen ihre Leute sammeln und sich bereit halten.“
Mahabel nickte.

„Sind wir denn genug?“ Ismael trat neben Bes und blickte unsicher hinaus auf die weite See.

„Nein, aber dir Nebelinsel liegt über den Außenposten von Alaes Volk. Außerdem ... wer weiß, vielleicht kommt noch Hilfe aus unerwarteter Richtung.“
Ismael kannte Bes zu gut um zu wissen, dass sich hier Nachfragen nicht rentierte.

Bes blickte wieder zu den Klippen im Osten. „Tut mir leid, Nada. Aber du und die Windsbraut werden noch ein wenig warten müssen.

Kurs süd-südwest! Segel setzen, volle Fahrt!“ Bewegung kam in die Freibeuter.

Ismale stand bereits wieder am Ruder: „Aye, Kurs zur Nebelinsel, isla de niebla .... schati el dabab!“

Die Segel der Windigen Braut wurden gesetzt und das Schiff pflückte immer mehr Fahrt aufnehmend eine Wellenschneise um sich beim Wenden.
Alae stand an der Rehling und rief fremde Worte zu einer Gruppe von Delphinen, die das Schiff begleitet hatten. Die Wasserbewohner antworteten mit Sprüngen und stoben in alle vier Himmelsrichtungen davon.

Bes stand neben dem Ruder und lachte als sie die Gischt im Gesicht spürte. Nein, keine Unsterblichkeit hätte ihr dies bieten können: „Blut und Seelen für Valkur!“

Autor:  Samy [ Mi 17. Dez 2008, 18:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Pulver und Kanonenrauch

Alles bereit machen .....

Kpt. Bes blickte in die Runde der Freiwilligen. Sie boten einen ebenso erbärmlichen Anblick wie die zerfallenen Reste hier im Inneren des Leuchtturms der Nebelinsel.
Ein zusammengewürfelter Haufen, der über das Schicksal Rivins mitentscheiden sollte.

Bes spukte den Kautabak auf den Boden. Ja, das passte endlich zu diesem Kaff von Stadt.

„Also gut, alle herhören. Wie ihr wisst sperren die Piraten der Inseln den Zugang zu Rivins Hafen. Selbst wenn die Städter den Hafen wieder einnehmen können, so kann weder Verstärkung nach Rivin gelangen noch ist die Gefahr einer neuen Anlandung von Orks gebannt .... solange nicht die Schiffe dieser Bastarde dort sind, wo sie hingehören ..... auf dem Grund des Meeres.

Wir haben mit meiner Windigen Braut drei Schiffe, mehr nicht. Wir haben keine Ausrüstung für einen Krieg, keinen Proviant für längere Zeit und keine Möglichkeit, nahe genug für eine Enteraktion an die Linie der Piratenschiffe ran zu kommen.

Das waren die positiven Nachrichten. Nun zum netten Teil.“

Bes deutete auf einen Punkt der Karte auf dem halb zerbrochenen Tisch um den sie alle sich drängten.

„Dies ist der Feurige Berg, der gebel aswan. Eine kleine Vulkaninsel auf halbem Weg zwischen hier und den Orlumbor-Inseln. Dort befindet sich das Lager der Piraten. Dort werden die gekaperten Waren des Grafenbündnisses umgeschlagen und über den geheimen Hafen Felsturz in die Borken geschafft.
Dort werden die Orks ausgerüstet und auf die Landungsschiffe getrieben, die Rivins erobern sollen.
Und dort finden wir den selbsternannten Gouverneur der Insel. In seinem Portolanbuch stehen die Flaggencodes der Piraten, mit denen wir nahe genug an die Blockadelinie kommen, um sie zu versenken. Und bestimmt ist dort auch die Lage von Felssturz vermerkt.

Ich werde mit dem Rest unserer Streitmacht und den drei Schiffen vor der Insel kreuzen und die dort liegenden Schiffe auf uns ziehen. Sie sind beladen mit dem, was wir an Ausrüstung brauchen.
Wenn die Schiffe uns folgen, werdet ihr auf der Insel landen und das Buch des Gouverneurs erbeuten. Wie ist eure Sache. Ihr seid völlig auf euch alleine gestellt. Kampf gegen eine Übermacht an Piraten und vielleicht Orks, Täuschung und List .... was immer nötig ist.

Findet diesen Gouverneur, Jakobus Spätzle .... findet sein Portolanbuch mit den Codes. Wenn ihr es habt, rudert auf die See zurück und gebt das Zeichen. Scheitert ihr .... sehen wir uns alle in der Hölle der Tiefe wieder.

Haben wir es .... wird es Zeit für eine Schlacht.“

Autor:  Samy [ Mo 22. Dez 2008, 09:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Pulver und Kanonenrauch

((Text folgt))

Autor:  Samy [ Mo 9. Mär 2009, 11:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Pulver und Kanonenrauch

Felssturz, morgen des letzten Tages

Hoch erheben sich die kreideweißen Klippen aus dem blauen Ozean, hoch empor bis in das blau des Himmels.
Eine Flottille mehrerer Schiffe nähert sich einer bestimmten Stelle der Klippe. Sie tragen die Banner der Orlumbor-Piraten und geben die vereinbarten Signale.
Verstärkung für Kassars Armee.

Auf den Klippen werden die Signale beantwortet und die Ogerantreiber lassen ihre metallenen Peitschen auf die Rücken der magisch gezähmten Trolle niederschlagen. Die großen Ungetüme stemmen sich in den Boden und bewegen ohne Murren die riesigen Seilwinden.

Über ein Dutzend dieser Winden spannen ihre magisch verstärkten Seile aus Spinnenfäden, beginnen sie aufzurollen während Goblins in den Winden umher eilen und alles mit Wasser gegen die Reibungshitze kühlen.

Das Meer unten beginnt zu schäumen, Holzkonstruktionen brechen aus den blauen Fluten empor. Stück für Stück erhebt sich Kassars geheimer Hafen empor, taucht auf aus dem Schwertmeer, wird Schritt für Schritt emporgehievt.

Plattformen und Treppen werden von oben herabgelassen, treffen sich schließlich mit dem aufgetauchten Hafenkais. Sofort klettern wie Ameisen die Mannschaften nach unten, bereiten alles für die Ankunft der Verstärkung vor. Mensch, Orks, Goblins, Duergar.

Die ersten der Schiffe landen an, Planken werden gelegt und das Piratenpack beginnt nach Felssturz zu strömen. Üble Gesellen, der Abschaum der Schwertküste. Zusammengerottet aus allen Völkern.

Das Führungsschiff verlassen nur zwei Gestalten, ein Mensch und ein Hin. Sie werden am Kai vom Hafenmeister erwartet:
„Ihr kommt spät, Piratenpack. Wenn ihr euch nicht beeilt, gibt es keine Hackarbeit mehr für euch .... aber um harte Arbeit drückt ihr euch ja eh immer.“

Die beiden Gestalten stoppen vor dem Meister und seinen Wachen. Der Hin pafft seine Pfeife und schaut eher desinteressiert umher, der Mensch neben ihn hat sich in einen blauen Umhang mit Seidensaum gehüllt und trägt auf seinem gesenkten Haupt einen so großen sembischen Federhut, dass man sein Gesicht nicht erkennen kann:
„Ich komme immer zur richtigen Zeit.“ war die trockene Antwort der Gestalt.

Das „Wenn sie denn überhaupt kommt“ des Hin Meroim neben ihr war kaum zu hören.

Der Hafenmeister lacht, blickt dann zur gerade anlandenden Flotte:
„Ein schöner zusammengewürfelter Haufen. Gekaperte Handelsschiffe, Barken ... und was ist euer Schiff? Eine Art calishitischer Dhouw?“

Einer seiner Leute flüstert ihm etwas ins Ohr und der Hafenmeister grinst noch breiter:
„Das ist die berühmte Windige Braut? Ihr habt sie Cor Marak weggenommen? Ist das Miststück endlich bei Umberlees Titten! Oder habt ihr sie auf einem Riff gestrandet gefunden und das Weib und ihre Bastarde sind elendig verreckt dort? Es gibt doch keine Riffe die diese Hurentochter auslässt hörte ich.“

Seine Leute stimmen in sein Lachen mit ein.

In diesem Moment kommt es am Nachbarkai zu einem Tumult. Einer der Hafenleute hatte einem der Piraten die Kapuze runtergezogen und rief etwas von Wasser-Elfen. Im nächsten Moment fiel er mit aufgeschnittener Kehle hinab ins blaue Wasser unter dem Kai.

Der Hafenmeister dreht sich zum Tumult, versucht zu erkennen was los war. Immer gab es nur Streit mir diesem Piratenpack!
Der Mann neben ihn krümmt sich und stürzt röchelnd zu Boden. Die spitze Pfeife Meroims in der Magengegend.

Der Hafenmeister hört ein Klickgeräusch vom verhüllten Menschen neben sich, dreht sich .. und blickt in den Lauf einer Rauchpulverpistole .... und in Bes wütend blitzende Augen:
„Kein Riff auslässt, ja?“

Der Schuss hallt über den Hafen und das Meer hinweg, bis hoch zu den Klippen. Der nun kopflose Körper des Hafenmeisters fiel auf die Planken.
Ein weiterer Schuss fiel, Kämpfe flammten überall auf den Kais auf.

Knurrend schielt Bes zum Hin neben ihr: „Du hast dich wieder vorgedrängt.“
Meroim zieht seine Klingen: „Vielleicht wirst du als, Kpt.“

Bes läßt die Pistole fallen, wirft den Umhang ab und reißt sich den scheußlichen Hut runter. Dann zieht auch sie ihre Klinge und die Axt:

„Das werden wir ja sehen ..... Blut und Seelen für Valkur!!!“

...

Die Oger und Mannschaften oben auf der Klippe brauchten derweil eine Moment die Lage zu erkennen, dann begannen sie ihre Geschütze mit Steinen zu laden.
Dieser Angriff würde schnell beendet werden.

...

Mahabel stand am Bug eines der weiter zurückgebliebenen Schiffe und blickte zum Treiben am Klippenrand.
Dann hob sie ihre Hand und weckte in ihre Feuermacht. Das war das Signal.

Mahabel riss die Hand wieder runter: „FEUER!“

Das Dutzend Schiffskatapulte, Feuerkanonen und Rauchpulverkanonen donnerte los. Und ebenso eröffneten die Handvoll lantanischer Gnomenscharfschützen in den Krähennestern der schon gelandeten Schiffe ihr gezieltes Feuer

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