((((Ich liebe dieses Stück Musik...und es passt so unglaublich gut. Leider auf der Tube nur in der kurzen Fassung. Das 14 Minuten Medley ist ein Killer)))
Now playing:
http://www.youtube.com/watch?v=vlP49A8kXyEEr hockte zwischen zwei Bäumen und spähte auf den Trampelpfad der zum Pass der Trollborken führte.
Seit einigen Tagen war dies nun eine der strategischen Stellen die er auserkoren hatte und an der er sich seitdem für 2 Stunden auf Posten begab. Orkgruppen nahmen diesen Weg nur allzu oft wie er es in den letzten Tagen ausmachen konnte. Das Lager lag also nahe des Passes. Heute wollte er allerdings etwas anderes an diesem Ort. Er wollte einer der Gruppen auflauern und sehr direkte Fragen stellen.
Sein Köcher lag am Boden, vor ihm...schräg über einen Ast ihm zugewandt.
Ein leichter Nieselregen tauchte den Wald in eine gespenstische Atmosphäre und spielte mit dem Licht des Mondes das hier und dort seinen Weg durch die winterliche Baumlandschaft bis zum Waldboden suchte.
Seinen Umhang hatte er zusammengerollt neben den mächtigen Stamm des Baumes zu seiner Linken gelegt denn er würde keine Zeit haben sich mit losem Kleidungswerk auseinander setzen zu wollen.
Die Spähertrupps bestanden meistens aus 3 oder 4 Orks. Noch beim Frühstück auf dem Weg zu diesem Platz hatte er still zu Silvanus gebetet, er möge es heute nur drei sein lassen.
Er war angespannt wie er dort verharrte. Sei gut eineinhalb Stunden hatte er Position bezogen und beobachtete die Umgebung, lauschte... und mit jeder verstrichenen Minute spannte sich sein Körper immer mehr. Der Jagdinstinkt begann ihn langsam und mit jeder verstrichenen Minute zu erobern...zu übermannen. Zu Anfang hatte er das Wetter verflucht, als im die Rinnsale aus dem voll gesogenen Haar über die Wangen liefen. Doch nun spürte er den Regen kaum noch, außer das er ihn innerlich verfluchte weil er die Sicht schwierig machte.
Dann endlich vernahm er die schweren Schritte auf dem Waldboden und das leise Schmatzen des durchgeweichten Bodens. Der Regen hat auch etwas gutes, dachte er leise, aber laut ausgesprochen zu sich selbst.
Dann kamen sie die ersehnten Schatten in sein rechtes Blickfeld. Die drei hünenhaften Gestalten waren alles andere als Vorsichtig und unterhielten sich laut miteinander. "Orks...endlich", entfuhr es Valandil lauter und seine Muskeln spannten sich als er den ersten Pfeil, langsam...einem Ritual gleich aus dem Köcher zog, ihn auflegte und die Kerbe mit Zeigefinger und Daumen in die Sehne führte.
Einen Augenblick schienen seine Finger das Ende der Pfeils an der Sehne zu streicheln bevor sie in einer fließenden Bewegung griffen und die Sehne langsam spannten derweil er den Bogen hob.
Sein Blick lag auf dem Weg und er zählte die Schritte, die schmatzenden Stimmen des Waldbodens die ihm zuflüsterten. „...3......2*...er spannte durch und hielt den Atem an. Die letzten Beiden Schritte schienen wie eine Ewigkeit zu weilen...bis ein leises Zähneknirschen und ein darauf folgendes surren anzeigten das die Ruhe des Waldes nun gestört würde.
Sein Blick visierte den Hals des vordersten Orks an, als der Pfeil den Bogen verlassen hatte. Das leise Pfeifen durchschnitt die Stille und der getroffene Ork sackte auf dem Fleck auf dem er stand zusammen und hielt sich die Kehle. Blitzschnell glitt ein weiterer Pfeil aus dem Köcher und der Bogen spannte sich. Die Hölle allerdings war bereits losgebrochen.
Die beiden verbliebenen Orks riefen sich laute Anweisungen zu als sie im Zickzack in seine Richtung rannten. den Schild schützend zur Flanke geneigt und mit gezogener Waffe. Allerdings verrieten ihre Worte das sie zwar die Richtung kannten aus der der Pfeil gekommen war, ihn aber noch nicht entdeckt hatten. Ein grinsen legte sich für den Bruchteil einer Sekunde auf Valandil Gesicht als er die Worte verstand und spannte den Bogen abermals...noch immer in der Hocke hinter seiner Deckung im Dickicht.
"Dann nutze ich den Vorteil den ich habe und überrasche sie" sagte er laut vor sich her als er mit gespanntem Bogen, ruckartig aus der Hocke hochschnellte, den linken der Orks offenkundig dabei im Blick.
Das Überraschungsmoment tat seine Wirkung. Beide Orks hatten die ruckartige Bewegung wahrgenommen und ihn entdeckt und mehr noch...hatte der Ork zu seiner Linken bemerkt dass der gespannte Bogen in seine Richtung wies. Er duckte sich hinter seinen Schild und schlug noch wildere Haken auf ihn zu, zwischen den Bäumen hindurch.
Regungslos wartete Valandil...spürte nicht den Zug der schwer an seinem angewinkelten Arm zog. Wie in einer Trance verklärte sich sein Blick außerhalb dessen, was er sehen wollte...der Ork, der wild und geduckt auf ihn zustieb. Dann trat die Chance ein auf die sein Blick gewartet hatte denn der Ork stolperte über eine Wurzel und für einen kurzen Moment senkte sich der Schild um das Gleichgewicht zu halten.
...ein sirren........dann viel der Ork Kopfüber, wie ein gefällter Baum mit dem Gesicht in den Waldboden.
Valandil lies den Bogen fallen und sprang einige Schritte zurück derweil er die Schwerter zog. Sein Blick auf das Gestrüpp gerichtet das vor einigen Augenblicken noch sein Versteck war.
Einen Moment später sprang eine Gestalt laut krachend durch eben jenes Unterholz, Schwert und Schild bereit. Der Ork blieb abrupt stehen und betrachtete den Waldläufer. Seine fahrt endete so abrupt das der aufgescheuchte Waldboden der die Fahrt minderte bis zu Valandil vor die Füße geschleudert wurde. Beide Figuren, durch den Nieselregen durchnässt begannen einem Tanz, gleich unwirklichen in der nebeligen Kulisse der Trollborken. Sie umkreisten sich und schätzten sich ab.
Das fahle Mondlicht bahnte sich, wie gewollt durch die reihen der Bäume und hielt inne, genau auf dem Platz der beiden Kämpfer, als ein endlos erscheinender wolkenloser Himmel den Nieselregen mit einem Mal zu verabschieden schien. *Selune sei Dank* schrie Valandil in der Sprache der Elfen in die Nacht hinaus bevor er mit schnellen Schritten bei dem Ork war und sein Langschwert von Rechts schwer auf den relflexartig gehobenen Schild krachen lies, derweil sein Kurzschwert versuchte neben dem Schild in die Brust der Orks zu fahren.
Der Ork schnaubte nur laut als sein grobschlächtiges Schwert seinen Streich zur Seite ablenkte. Orkisch raunzte ihm der Ork in seiner eigenen Sprache entgegen "halbe Eiche" zu, während er einige hüpfende Schritte zurück machte und sich schüttelte. Die nassen verklebten Haare des Ork schleuderten dabei unwirklich wirkende Tropfen durch den, durch das Mondlicht beschienenen Abstand zwischen ihm und dem Ork. Glitzernd wie Diamanten.
"Du hast also von mir gehört" entgegnete Valandil in der Sprache, des mit Muskeln bepackten Hünen.
"Jeder von uns kennt euch Felagund. Alle Clans kennen euren Namen und wir werden euch zur Strecke bringen. Hassbringer. Ihr tötet um euren Hunger zu stillen...Brintharke habt ihr vielleicht niedergestreckt. Aber ihr werdet uns niemals besiegen" Wie giftige Pfeile verließen die Worte die Lippen des Orks, der Kurz darauf begann vorzudrängen und mit schweren Hieben auf die immer wieder verteidigend Wirkenden Schwertpositionen des Waldläufers zu drängen.
Valandil wich unter den Hieben zurück und seine Gedanken überschlugen sich als er den Namen Brintharke hörte...
Das Mondlicht schien den Tanz der beiden Männer zu beleuchten und folgte Ork und Waldläufer bei ihrem tödlichen Tanz durch die winterliche Landschaft........