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 Betreff des Beitrags: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Mo 9. Feb 2009, 02:43 
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Registriert: Fr 12. Okt 2007, 15:23
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"Es hat sich viel geändert seit ich weg bin" hatte er laut vor sich her gesagt, als etwas an seinem Bein entlangstrich.
Er kniete sich hinunter und kraulte den, durch Revierkämpfe gezeichneten Kater im Nacken derweil er die Nachtluft tief einsog.

Jemand in der Stadt hatte ihm berichtet die Druiden seien verschwunden. Und hier war er nun.
Er hatte die Nacht hindurch die Wälder durchstreift aber den Zugang zum Hain nicht finden können. Oder hatte ihn seine Beobachtungsgabe verlassen und er hatte den Hain durchquert...tatsächlich verlassen und der Natur zurückgegeben?! Hinter dem Bärenfelsen hatte er ein Lager finden können das darauf deutete das Rithleen hier ihr zuhause hatte.

Aber sowohl Bärenfelsen als auch Rithleens bleibe schienen verlassen.
Er seufzte derweil er dem Kater einen Streifen Dörrfleisch feil bot, und dieser damit im Dickicht verschwand.
Kurzerhand begann er damit zwei Notizen zu schreiben und platzierte sie, durch kleine Lederröhrchen geschützt die man zur Übermittlung von Nachrichten durch Tierfbegleiter benutzte, an Rithleens Bienenstock und am Bärenfelsen.

"Die halbe Eiche wünscht mit den Wäldern zu sprechen. Schickt mir Nachricht wo ich euch finde"

Dann band er seine Bettrolle vom Gürtel und machte es sich in einer Höhle neben einem Häufchen Eichenlaub bequem. Morgen würde ein weiterer Tag sein und vielleicht würde ihm das Tageslicht helfen den Hain zu finden.

Die Wälder hatten sich verändert. Nur wenige Punkte bildeten einen Sinn.
Ungewöhnlich schien ihm die Umgebung. Aber das traf die richtigen Worte auch nicht wirklich.

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***Ein Eichenbaum zur Hälfte kahl, zur anderen begrünt.***
Denn das Leben wirft seine Schatten. Manche nur mit Dunkelheit, andere um die Wanderer unter Ihnen, in der Hitze des Tages zu kühlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Di 10. Feb 2009, 08:31 
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Registriert: Sa 13. Okt 2007, 20:40
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Die Elfe fand am, noch in der Wintereruhe verharrenden, Bienenstock ein Lederröllchen gebunden, welchen am Tage zuvor noch nicht da war - es wäre ihr aufgefallen. Sie wendete dieses zwischen ihren schmalen Fingern, roch kurz daran. "sie riechen nach Mensch und nach Tier..." sagte sie leise zu sich. Aber sie ließ es ungeöffnet hängen, schließlich gab es für sie keinen Grund, warum ausgerechnet sie der Empfänger dieser Botschaft sein sollte.

Als sie dann hinauf zum Felsen stieg, sah sie wieder ein solchen Röllchen. Eine Weile überlegte sie, schien für und wider gegeneinander abzuwägen. Schließlich öffnete sie das Röllchen, ein schmal zusammengerölltes Stück Pergament glitt heraus. Lange hatte sie keine menschlichen Schriften mehr gelesen, aber da es nur wenige Worte waren, konnte sie diese entziffern.

Die halbe Eiche... was damit wohl gemeint war? Wie dem auch sei, wenn die Nachricht von jemandem war, der in den Wäldern umherstreift, würde sie früher oder später auf ihn treffen - soviel ist sicher.

Sie hinterließ das Röllchen wieder genau so, wie sie es vorgefunden hatte. Dann nahm sie ihre Sachen auf und schritt dem erwachenden Tag entgegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Di 10. Feb 2009, 11:09 
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Bei Tagesanbruch saß er am Feuer und genoss einen frisch aufgegossenen Tee. Es war kalt, aber trocken. Ein wundervoller Morgen dessen Erwachen einen sonnigen Tag versprach.
Die Nacht war ruhig gewesen. Einzig der Kater der am Vortag mit dem von ihm beschenkten Dörrfleisch im Dickicht verschwunden war, hatte sich des Nachts zu ihm gesellt, und sich in einiger Entfernung zu seinem Schlafplatz auf einem Kissen nahe des Feuers zusammengerollt und schien sofort eingeschlafen zu sein.

Einige Zeit später war das Feuer gelöscht und alles so von ihm verlassen worden, wie er es vorgefunden hatte. Sein Weg führte ihn tiefer in die Wälder. Es war leicht für ihn seine Spuren vom Vortag zu erkennen, obgleich er sich vorsichtig bewegt hatte.
Doch die Natur in dieser Gegend war unberührt und jeder geknickte Ast und jeder Tritt auf dem herhabgefallenen Laub wirkten unwirklich und stachen förmlich in das Auge eines geübten Waldgängers.
Der Tag löste sein Versprechen ein und nur ein kalter, leichter Wind strafte den strahlenden Sonnenschein lügen, das es noch immer Winter war.

Ein leichter Trittweg der einige Zeit nicht mehr begangen sein musste führte ihn zu einer Lichtung die er nur allzu gut kannte. "Der heilige Wald" murmelte er erfreut zu sich selbst. Endlich wieder etwas Vertrautes.
Aber auch dort war unverkennbar zu sehen dass die vielen heiligen Orte die sich dort befanden, lange nicht besucht worden waren. Bedächtig schritt er die vielen Schreine ab die errichtet worden waren und Gedanken der Vergangenheit verdrängten die aktuelle Umgebung und die Wahrnehmung.
Dann erreichte er die alte Eiche. Den Ort in Gedenken an Silvanus.

Er stockte. Nur schemenhaft machte er eine Person aus die vor dem Stamm stand und förmlich damit verschmolzen zu sein schien. Eine Druidin stand dort. Er konnte nicht sagen wie lange sie ihn schon beobachtet hatte.
Kurzerhand schob er seine Kapuze nach hinten und ging langsam auf den mächtigen Baum zu. Die Druidin mit braunem Haar und in schlichter Kleidung ließ in ohne Regung gewähren.
Valandil hatte sie zuvor noch nie gesehen, zumindest erinnerte er sich nicht an das markante Gesicht der Frau.

"Ich bin Valandil Felagund, ein Freund der hiesigen Druiden...ich....*er wurde unsicher*...allerdings kann ich den Zugang zum Hain nicht finden, könntet ihr mir helfen?"

Die Druidin stand einfach nur da, legte nur leicht den Kopf schief und betrachtete Ihn mit regungslosen Gesichtszügen. Dann ging ihr Blick plötzlich an ihm vorbei in ein nahe liegendes Dickicht.
Es knackte und Valandil fuhr herum. Nichts.....

Als er sich der Frau wieder zuwendete, war sie verschwunden, geräuschlos und ohne Spuren.
Er beschloss zu rasten und ließ sich, gelehnt an den Stamm der Eiche nieder, stopfte seine Pfeife.
Die Ruhe und die Energie dieses heiligen Ortes würden ihn ein wenig zur Ruhe kommen lassen.

So saß er lange dort, schmauchte sein Pfeifenkraut und hing alten Erinnerungen nach.

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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Sa 14. Feb 2009, 21:31 
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Registriert: Sa 13. Okt 2007, 20:40
Beiträge: 137
Veränderung lag über dem Wald. Die Luft, welche die Bäume atmeten, die Wasser der Quellen, welche aus dem Boden gluckern, die Stimmen der Tiere, sie alle zeugen von einem Wandel, der über den Zirkel der Jahreszeiten hinausgeht. Sie legte den Kopf in den Nacken, schloss die Augen - die Sonnenstrahlen, welche zwischen den Bäumen hindurch fielen waren warm, kräftig, mutmachend.
Das Amulett um ihren Hals war noch ungewohnt. Sie als ein 'Teil' einer Gruppe, einer Gemeinschaft gar? Ist sie damals nicht losgezogen, um genau das hinter sich zu lassen? Doch es war ihre Entscheidung, nicht die eines anderen, nicht angeborenes Schicksal.
Doch welchen Platz wird sie in diesem Bund finden? Valandil hofft, dass sie Wege finden kann, mehr über den Aufenthaltsort der Ork-Armeen herauszufinden. Sie beißt sich auf die Unterlippe. Tatsächlich aber weiß sie gar nichts, nicht einmal, wen sie fragen kann... ihr Blick ging nach Südwesten – nein, das war unmöglich. Ihr Blick ging nach Südosten – sie atmete tief durch. Auch wenn sie es nicht will, es ihr gar zuwider scheint... sie wird nach Everlina gehen und nach Rat suchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Mo 2. Mär 2009, 21:43 
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Registriert: Fr 12. Okt 2007, 15:23
Beiträge: 75
((((Ich liebe dieses Stück Musik...und es passt so unglaublich gut. Leider auf der Tube nur in der kurzen Fassung. Das 14 Minuten Medley ist ein Killer)))
Now playing: http://www.youtube.com/watch?v=vlP49A8kXyE


Er hockte zwischen zwei Bäumen und spähte auf den Trampelpfad der zum Pass der Trollborken führte.
Seit einigen Tagen war dies nun eine der strategischen Stellen die er auserkoren hatte und an der er sich seitdem für 2 Stunden auf Posten begab. Orkgruppen nahmen diesen Weg nur allzu oft wie er es in den letzten Tagen ausmachen konnte. Das Lager lag also nahe des Passes. Heute wollte er allerdings etwas anderes an diesem Ort. Er wollte einer der Gruppen auflauern und sehr direkte Fragen stellen.

Sein Köcher lag am Boden, vor ihm...schräg über einen Ast ihm zugewandt.
Ein leichter Nieselregen tauchte den Wald in eine gespenstische Atmosphäre und spielte mit dem Licht des Mondes das hier und dort seinen Weg durch die winterliche Baumlandschaft bis zum Waldboden suchte.
Seinen Umhang hatte er zusammengerollt neben den mächtigen Stamm des Baumes zu seiner Linken gelegt denn er würde keine Zeit haben sich mit losem Kleidungswerk auseinander setzen zu wollen.

Die Spähertrupps bestanden meistens aus 3 oder 4 Orks. Noch beim Frühstück auf dem Weg zu diesem Platz hatte er still zu Silvanus gebetet, er möge es heute nur drei sein lassen.
Er war angespannt wie er dort verharrte. Sei gut eineinhalb Stunden hatte er Position bezogen und beobachtete die Umgebung, lauschte... und mit jeder verstrichenen Minute spannte sich sein Körper immer mehr. Der Jagdinstinkt begann ihn langsam und mit jeder verstrichenen Minute zu erobern...zu übermannen. Zu Anfang hatte er das Wetter verflucht, als im die Rinnsale aus dem voll gesogenen Haar über die Wangen liefen. Doch nun spürte er den Regen kaum noch, außer das er ihn innerlich verfluchte weil er die Sicht schwierig machte.

Dann endlich vernahm er die schweren Schritte auf dem Waldboden und das leise Schmatzen des durchgeweichten Bodens. Der Regen hat auch etwas gutes, dachte er leise, aber laut ausgesprochen zu sich selbst.
Dann kamen sie die ersehnten Schatten in sein rechtes Blickfeld. Die drei hünenhaften Gestalten waren alles andere als Vorsichtig und unterhielten sich laut miteinander. "Orks...endlich", entfuhr es Valandil lauter und seine Muskeln spannten sich als er den ersten Pfeil, langsam...einem Ritual gleich aus dem Köcher zog, ihn auflegte und die Kerbe mit Zeigefinger und Daumen in die Sehne führte.
Einen Augenblick schienen seine Finger das Ende der Pfeils an der Sehne zu streicheln bevor sie in einer fließenden Bewegung griffen und die Sehne langsam spannten derweil er den Bogen hob.

Sein Blick lag auf dem Weg und er zählte die Schritte, die schmatzenden Stimmen des Waldbodens die ihm zuflüsterten. „...3......2*...er spannte durch und hielt den Atem an. Die letzten Beiden Schritte schienen wie eine Ewigkeit zu weilen...bis ein leises Zähneknirschen und ein darauf folgendes surren anzeigten das die Ruhe des Waldes nun gestört würde.

Sein Blick visierte den Hals des vordersten Orks an, als der Pfeil den Bogen verlassen hatte. Das leise Pfeifen durchschnitt die Stille und der getroffene Ork sackte auf dem Fleck auf dem er stand zusammen und hielt sich die Kehle. Blitzschnell glitt ein weiterer Pfeil aus dem Köcher und der Bogen spannte sich. Die Hölle allerdings war bereits losgebrochen.
Die beiden verbliebenen Orks riefen sich laute Anweisungen zu als sie im Zickzack in seine Richtung rannten. den Schild schützend zur Flanke geneigt und mit gezogener Waffe. Allerdings verrieten ihre Worte das sie zwar die Richtung kannten aus der der Pfeil gekommen war, ihn aber noch nicht entdeckt hatten. Ein grinsen legte sich für den Bruchteil einer Sekunde auf Valandil Gesicht als er die Worte verstand und spannte den Bogen abermals...noch immer in der Hocke hinter seiner Deckung im Dickicht.

"Dann nutze ich den Vorteil den ich habe und überrasche sie" sagte er laut vor sich her als er mit gespanntem Bogen, ruckartig aus der Hocke hochschnellte, den linken der Orks offenkundig dabei im Blick.
Das Überraschungsmoment tat seine Wirkung. Beide Orks hatten die ruckartige Bewegung wahrgenommen und ihn entdeckt und mehr noch...hatte der Ork zu seiner Linken bemerkt dass der gespannte Bogen in seine Richtung wies. Er duckte sich hinter seinen Schild und schlug noch wildere Haken auf ihn zu, zwischen den Bäumen hindurch.

Regungslos wartete Valandil...spürte nicht den Zug der schwer an seinem angewinkelten Arm zog. Wie in einer Trance verklärte sich sein Blick außerhalb dessen, was er sehen wollte...der Ork, der wild und geduckt auf ihn zustieb. Dann trat die Chance ein auf die sein Blick gewartet hatte denn der Ork stolperte über eine Wurzel und für einen kurzen Moment senkte sich der Schild um das Gleichgewicht zu halten.

...ein sirren........dann viel der Ork Kopfüber, wie ein gefällter Baum mit dem Gesicht in den Waldboden.

Valandil lies den Bogen fallen und sprang einige Schritte zurück derweil er die Schwerter zog. Sein Blick auf das Gestrüpp gerichtet das vor einigen Augenblicken noch sein Versteck war.
Einen Moment später sprang eine Gestalt laut krachend durch eben jenes Unterholz, Schwert und Schild bereit. Der Ork blieb abrupt stehen und betrachtete den Waldläufer. Seine fahrt endete so abrupt das der aufgescheuchte Waldboden der die Fahrt minderte bis zu Valandil vor die Füße geschleudert wurde. Beide Figuren, durch den Nieselregen durchnässt begannen einem Tanz, gleich unwirklichen in der nebeligen Kulisse der Trollborken. Sie umkreisten sich und schätzten sich ab.

Das fahle Mondlicht bahnte sich, wie gewollt durch die reihen der Bäume und hielt inne, genau auf dem Platz der beiden Kämpfer, als ein endlos erscheinender wolkenloser Himmel den Nieselregen mit einem Mal zu verabschieden schien. *Selune sei Dank* schrie Valandil in der Sprache der Elfen in die Nacht hinaus bevor er mit schnellen Schritten bei dem Ork war und sein Langschwert von Rechts schwer auf den relflexartig gehobenen Schild krachen lies, derweil sein Kurzschwert versuchte neben dem Schild in die Brust der Orks zu fahren.
Der Ork schnaubte nur laut als sein grobschlächtiges Schwert seinen Streich zur Seite ablenkte. Orkisch raunzte ihm der Ork in seiner eigenen Sprache entgegen "halbe Eiche" zu, während er einige hüpfende Schritte zurück machte und sich schüttelte. Die nassen verklebten Haare des Ork schleuderten dabei unwirklich wirkende Tropfen durch den, durch das Mondlicht beschienenen Abstand zwischen ihm und dem Ork. Glitzernd wie Diamanten.

"Du hast also von mir gehört" entgegnete Valandil in der Sprache, des mit Muskeln bepackten Hünen.
"Jeder von uns kennt euch Felagund. Alle Clans kennen euren Namen und wir werden euch zur Strecke bringen. Hassbringer. Ihr tötet um euren Hunger zu stillen...Brintharke habt ihr vielleicht niedergestreckt. Aber ihr werdet uns niemals besiegen" Wie giftige Pfeile verließen die Worte die Lippen des Orks, der Kurz darauf begann vorzudrängen und mit schweren Hieben auf die immer wieder verteidigend Wirkenden Schwertpositionen des Waldläufers zu drängen.

Valandil wich unter den Hieben zurück und seine Gedanken überschlugen sich als er den Namen Brintharke hörte...

Das Mondlicht schien den Tanz der beiden Männer zu beleuchten und folgte Ork und Waldläufer bei ihrem tödlichen Tanz durch die winterliche Landschaft........

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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Mo 2. Mär 2009, 22:12 
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Registriert: Fr 12. Okt 2007, 15:23
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unwirklich anmutend tanzten die beiden Gestalten durch das Unterholz. Der ork drang dabei immer wieder und wieder auf den Waldläufer ein der gelegentlich versuchte mit einer Parade die Deckung seines Gegenüber zu durchbrechen.
Selune schien dieses Schauspiel mit all ihrer Güte auszuleuchten und schenkte dem Waldläufer das wenige Licht der er brauchte um diesen Angriffen überhaupt Stand zu halten.

Aber in Valandil gingen andere Dinge vor, derweil er nur reflexartig die Angriffe des orks abzuwehren schien.
Seine geweckte Vergangenheit flüsterte ihm von alten Wunden.....

Er schritt ein Mal mehr durch das Tor der Trollborken und verschloss es sorgfältig wieder. Er sah die Bilder wie in einem Traum.....derweil die Geräusche der aufeinander treffenden Schwerter immer leiser wurden. Sein Blick gab seine Erinnerungen preis und sein Verstand bemächtigte sich seiner Gefühle derweil sein Körper in der Wirklichkeit um sein Leben kämpfte......


An der ersten Eiche, direkt hinter dem Tor legte er seine Handflächen auf den mächtigen Stamm und fuhr zärtlich mit dem Finger durch die Mulden der Rinde.
Er ging in sich und konzentrierte sich auf seine Werte, seine Überzeugung und seine Liebe zu allem Lebenden.
So wie Silvanus ihn bislang begleitete hatte, erkannte er auch dieses Mal die Notwendigkeit in der stillen Bitte des Waldläufers.

Ein grünliches Glühen formte sich zwischen den Handflächen Valandils und die Energie schien aus der Krone des Baumes den Stamm hinab zu kriechen und sich auf ihn zu übertragen.
Er verweilte regungslos und mit geschlossenen Augen, bis das warme glühen schwächer wurde und kleine Berührungen seinen Körper trafen und seine Haare streiften, dann blickte er hinauf , den Stamm entlang, in die Krone des Königs der Wälder.
Ein leises "Diola" entfuhr ihm als er sah, das die Eiche ihr Winterkleid auf ihn herabregnen liess und eine unglaubliche, fast magische Kraft ihn zu durchströmen schien (1).
Nocheinmal strich er über den mächtigen Stamm und verschwand tiefer in die Trollborkenwälder.
Er würde nun beenden, was ihn über eine halbe Ewigkeit verfolgt hatte und er spürte die Kraft in sich zurückkehren.
Eine Energie die er lange verloren geglaubt hatte.

"Brintharke, ich bin hier" rief Valandil mit fester Stimme, genau an der Stelle an der Elor mit einer Gruppe Abenteurer seinen treuen Waffenbruder und engsten Freund Ereandir aufgeknüft gefunden hatte. Das letzte Opfer einer Flucht vor einer Notwendigkeit.
Sein Ruf hallte von den Bäumen wieder und ein leichter Wind hob an und sang in den Ästen, sprach ihm Stärke und Mut zu.
Eine Weile verging und die Handflächen Valandils begannen zu schwitzen, so sehr, das er sie einige Male an seinem Umhang abreiben mußte.Wo war dieser Teufel, Halb Dämon, halb Ork?
Die Antwort liess ihn nur eine kurze Zeit in dieser Ungewissheit als sich schwere Schritte aus dem Norden näherten und schemenhaft, eine monströse und breitschultrige Gestalt zwischen zwei Bäumen hervortrat.

"Ich bin hier Waldläufer" grollte ihm der Hüne entgegen, den gefürchteten Kriegshammer ausladent in seiner rechten Hand.
Das Kurzschwert würde ihm nicht nützen, auch wenn der Kampf mit zwei Waffen seine spezialität war. Er schnallte den kleinen Schild vom Gürtel und band ihn an seinen linken Unterarm, legte den Umhang und das Kurzschwert zur Seite. Noch bevor Brintharke bis auf 20 Schritt heran war.
Er konnte den Atem des Tanarukk deutlich sehen und dachte darann das ihm der Geruch der ihm entgegenschlug, ewig in Erinnerung bleiben würde, sollte er das hier jemals überleben.

"Bringen wir es zu Ende ohne viele Worte zu verschwenden. Wir werden keine Basis für ein Gespräch finden, ausser den Hass, die Rachelust und die Verachtung die du in dir trägst" Die Ruhe mit der Valandil dem Tanarukk bei diesen Worten begegnete schienen seinen Gegner zu verunsichern, ja fast schon in Rage zu versetzen denn er bellte ihm grollend und hasserfüllte orkische Worte entgegen und sein Atem ging schneller.

"Meine Lücke, da ist sie" schoss es Valandil still durch den Kopf. Das ist das worauf ich mich besinnen muss wenn ich diesen Feind besiegen will. Meine Ruhe, meine offenen Augen und mein offenes Herz. "Er wird es niemals bekommen denn er hatte es bereits lang genug und der Preis ist mir zu hoch. Bei weitem zu hoch.”
Ohne eine Vorwarnung trat der Hüne vor ihn und schwang den übergrossen Kriegshammer und liess ihn herab sausen.
Elegant und flink wich Valandil diesem Schlag aus.

"Er ist nicht schnell und auch nicht sonderlich gewandt bei dem was er tut" dachte der Waldläufer als er ihm fast schon fordernd die Kante seines kleinen Schild in die Nierengegend rammte und mit einem federleicht wirkenden Satz ausser Reichweite des tanarukk war, bevor dieser den Hammer wieder in eine Angriffsposition heben konnte. “Aber ich darf ihn nicht unterschätzen”
Das Glühen purer Wut begann in den Augen Brintharkes zu glühen als er ihm den Blick von der Seite her zuwendete.

"Du bist tot, du warst es bereits als ich begann dich zu jagen. Du hättest lieber für mich arbeiten sollen, als für deine Werte" schrie ihm der Tiefling aus dem schwarzen Herzen des Orks entgegen.

"Nein, nicht tot. erst jetzt habe ich erkannt das die Angst mein Leben zu verlieren nicht das ist, was ich bin. Es ist die Kraft die ich aus all dem schöpfe das ich liebe und dessen Verlust mir mehr Schmerzen bereiten würde als dich endlich niederzustrecken"antwortete Valandil mit der gleichen Gelassenheit und Ruhe wie zuvor.
Der Hüne stürmte abermals mit einem hasserfüllten Schrei auf ihn zu. Das verwunderte ihn nicht, hatte er doch damit gerechnet. Nicht aber mit dem Schachzug den Brintharke nun ausführte.

Noch im Lauf täuschte der Tanarukk einen Angriff von rechts an, drehte sich aber plötzlich um die eigene Achse und liess den Kriegshammer auf seine Schildseite zulaufen.
Der Treffer gegen den Schild hatte solch eine Wucht, das Valandil nurnoch den ungeheuren Schmerz zu spüren schien als er fast 10 Schritt weit mit dem Rücken gegen einen Baum geschleudert wurde. Der Arm mit dem angebundenen Schild lag ungewöhnlich verdreht im Schoß des Waldläufers, der versuchte bei Besinnung zu bleiben und die Schwärze seines Blicks wieder zu klären.
Er hörte, wie die schweren Schritte, begleitet von einem tiefen und verhöhnenden Gelächter begleitet, immer näher kamen.
"Hoffnung ist meine Macht" stammelte Valandil mit aller Kraft, als er bereits den letzten Schlag des Hünen erwartete.

Den schwarzen und grazilen Schatten der Brintharke von der rechten Seite her anfiel und den Hünen zur Seite riss konnte Valandil nicht sehen.
Er vernahm nur das Fluchen des Tanarukk und ein Fauchen das etwas entfachte, wie ein Feuer das ihm die Kälte nahm und ihn mit neuer Energie füllte.
Wie durch eine besondere Magie klärte sich sein Blick und er sah wie ein lange verschollene Freundin mit einem energischen Fauchen und gespanntem Körper, einige Schritte vor Brintharke saß. Zum Sprung bereit, aber eigentlich mehr fordernd als unvorsichtig.
Der Hüne würde sie mit einem Schlag töten, jetzt wo ihn kein Überraschungsmoment mehr davon abhielt unvorsichtig zu sein.
Doch scheinbar wollte seine alte Freundin genau das. Zeit schinden.
"Bei Silvanus, wie habe ich dich an meiner Seite vermisst" dachte Valandil laut, als er sich mit dem Rücken am Stamm des Baumes hoch schob. Er stand wieder, dank der Hilfe einer Freundin die scheinbar niemals verschollen war.
Der Schildarm war nicht zu gebrauchen und hing leblos an der linken Seite herab. Doch Valandil hatte Hoffnung. Er hatte eine Idee.

Er deutete seiner Gefährtin abzulassen und spracht abermal mit unbeirrter Ruhe. "Du siehst das ich weiß wofür ich kämpfe. Keine Flucht mehr vor jemandem der Gold aufwendet um mich nieder zu strecken. Meine Ziele sind nicht mit Gold aufzuwiegen"
Der Tanarukk drehte sich ruckartig zu ihm um und liess den Kriegshammer von oben herabsausen. Ein mal, nocheinmal....und ein drittes und viertes Mal.
Jeder Schlag ging ins Leere und Grub den Kopf des Hammers bei jedem Schlag tiefer in den Waldboden. Und bei jeder gelenken Bewegung mit der Valandil jedem einzelnen Schlag entkahm, konzentriierte er sich darauf die Kraftreserven des Hünen einzuschätze.

Dann plötzlich, stemmte sich der Tanarukk hoch und hielt beide Arme ausladend zu Seite. Valandil konnte nicht deuten was der Dämon in diesem Muskelberg vor hatte. Nicht einmal die geringste Ahnung, so überraschend wie der Tanarukk in seiner Kapfwut inne hielt.
Ein einziges orkisches Wort entfuhr dem Anführer des Hammers mit einem breiten und diabolischen Grinsen.

Ein sirren............war alles was Valandil noch vernahm und seine reflexartige Bewegung war mehr aus seiner Natur heraus, als eine gewollte Reaktion auf den herannahenden Pfeil der sich dicht über seinem Herzen in die Schulter borte. Schmerzen explodierten.
Valandil sank in die Knie und verweilte einen Augenblick mit gesenktem Kopf um den Schmerz abklingen zu lassen. Der Augenblick dauerte ebensolang wie das höhnische Lachen desjenigen, der ihm das Herz aus der Brust reissen wollte. Als Rache für seinen Bruder den er und seine Waffenbrüder vor vielen Zehntagen zur Strecke gebracht hatten.

"Unfaire Mittel sind nicht das, was einen zum Ziel führt Brintharke" sprach Valandil, wieder so ruhig wie die Male zuvor, als er den Blick auf den Pfeil gerichtet den Schaft abbrach und ihn dem Tanarukk provokativ vor die Füße zu werfen schien.
"Jetzt wird du spüren welche Kraft mich treibt" sprach Valandil, sein Blick entschlossen, dem des Hünen begegnent.
Brintharke zeigte Anzeichen von Angst, die aber nur einen Augenschlag später in Raserei umschlug. Er schien all seine Dämonische Energie darauf verwenden zu wollen ihn mit dem Kriegshammer zu zertrümmern, den er nun abermals mit beiden Händen hielt.
Valandil wußte nur zu gut, das sein Gegner alle Kraft in diesen Schlag legen würde. Sein Atem ging jedoch ruhig. Er hatte einen Plan und wenn alles gut ging, würde seine letzte Reserve ausreichen dies ein für alle mal zu beenden.Einen weiteren Versuch gab es nicht.

Dann brach der Dämön los und rannte mit erhobener Waffe auf ihn zu und einige Schritte vor dem Waldläufer wurde die Abwärtzbewegung des Hammers klar.
Valandil ging einen Schritt zur Seite so das der Schlag sich tief in den Waldboden grub. Tiefer als die Male zurvor. Der Tanarukk, der Valandil eigentlich um drei Kopflängen überragte, stand verdutzt und gebeugt als Valandil das rechte Bein hob und dem Tanarukk mit aller verbliebenen Kraft, abwärts in den Nacken rammte. Brintharke ging flach und benommen zu Boden.

Mit einer fast schon ausgezehrt anmutenden Bewegung und ohne zu zögern war valandil über ihm und stiess mit dem verbliebenen, gesunden Arm und dem Gewicht seines Körpers den Haarspalter in durch den Rücken in die Herzgegend.
Ein kurzes Aufbäumen noch. Dann lag der Hüne still.
Valandil schnappte nach Luft als er das Schwert einhändig aus dem toten Körper zog und sich darauf stützte. Keine Ruhe.
Im gleichen Augenblick zischte ein weitere Pfeil an ihm vorbei. Glück?
Er wußte es nicht. Was er wußte war, das er keinem weiteren Gegner entgegen treten konnte. Gleich ob fähig oder nicht.
Er rannte....

Er wußte nicht wie lange er gelaufen war, doch die Sonne stand bereits hoch, als er an einen Baum gelehnt zur Ruhe kommen wollte und sich umsah. Keine Verfolger, keine Schritte. Nur das beruhigende Rauschen des Blätterdaches des großen Baumes an dem er lehnte war zu hören.
Wie das Lied der Eiche und ein bekanntes Gesicht, das Gesicht seines Mentors erschien vor seinen Augen, bevor er entgültig und ausgezehrt die Besinnung verlor.
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Zuletzt geändert von Valandil Felagund am Sa 3. Aug 2013, 02:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2009, 21:23 
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.....und so wie sich vor seinen Augen die Welt um ihn herum verdunkelt, so schnell riss ihn das das klirren der aufeinander treffenden Schwerter der beiden Kämpfer wieder aus seinem Traum und sein Blick war wach wie zu beginn dieses Rage-Traums der ihn befallen hatte.

Die Müdigkeit machte sich langsam bemerkbar als er immer und immer wieder die Schwertschläge und Attacken des Orks abwehrte. Er hatte kein Zeitgefühl dafür, wie lange er diesen Tanz mir dem Ork schon vollführte. Das einzige was er bemerkte war, dass sie beide bereits ein gutes Stück tiefer in den Wald vorgedrungen waren, weg von dem Weg und der Position an der er dem kleinen Trupp aufgelauert hatte. Lange würde er diesen Kraftakt nicht mehr durchhalten. Er brauchte einige Atemzüge Zeit um einen Plan zu fassen.

Den nächsten, von oben heranlaufenden Schwertschlag des Orks blockte er mit Haarspalter, dem treuen Langschwert. Feine Funken stieben, als die Kling über die des Gegners schabte. Dann drehte der Waldläufer den Griff der Klinge ein wenig zur Seite und die Schneides des gegnerischen Schwertes klemmte zischen Schneide und dem geschwungenen Handschutz-Ausläufer des Schwertgriffs.
Beide Kontrahenten versuchten einander durch Druck aus dem Gleichgewicht zu bringen als Valandil urplötzlich seinen Rechten Fuß hochschnellen liess und im gleichen Augenblick die Klinge des orks wieder frei gab. Der Tritt tat seine Wirkung und der Hüne taumelte keuchend einige Schritte zurück, ohne den Waldläufer aus den Augen zu lassen.

Das waren die wenigen Atemzüge die nötig waren. Mit schnellem Blickrichtungswechsel und einem Blick über die Schulter hatte er seinen Entschluß gefasst. Er ging vorsichtig einige Schritte zurück. Langsam und geduckt. Er wollte seinem Gegner weiss machen das seine Kräfte erschöpft waren als er sich rücklings gegen den Stamm eines mächtigen Baumes lehnte und beide Arme schlaff herunter hingen liess.

Der Ork fiel darauf herein. Mit erhobener Waffe und vorgestrecktem Schild stapfte er näher. Ein lichtes grinsen und ein stechender Blick der unter den nassen, strähnigen Hahren vervorlugte liessen hoffen das er den Fehler machen würde den der Waldläufer erhoffte. Dann plötzlich trat der Ork zwei Schritte zur Seite und liess sein Schwert mit voller Wucht von der Seite her auf den Hals des scheinbar ermüdeten Mannes heransausen.
Valandil liess sich am Stamm herabgleiten derweil der Schwerthieb sich tief in den Baumstamm frass. Er zog beide Beine an und rammte sie dem Hünen in den Magen. Der Treffer hatte durch den Halt des Baumes in seinem Rücken eine solche Wucht das der Ork einige Schritte zurück flog um mit erhobenen Armen in den weichen, durchnässten Waldboden zu fallen. Das Schwert des Orks steckte noch immer im Stamm und nur der Schild des Hünen war noch das einzige, das ihn vor dem nahenden Angriff des Waldläufers schützen konnte. Doch bevor der Orkkrieger die Situation erfassen konnte war Valandil bereits über ihm und hieb ihm den Schwertknauf krachend ins Gesicht. Regungslos blieb der Ork am Boden liegen. Schwärze hatte ihn in das Reich der Besinnungslosigkeit geholt.

Al er erwachte saß er gefesselt und mit dem Rücken zu einem Baumstamm. In einiger Entfernung prasselte ein Feuer und Valandil saß mit dem Rücken zu ihm auf einem Baumstamm und schmauchte seine Pfeife. Der Ork prüfte wie fest die fesseln waren und das leise knarren der festgezurrten Stricke pahrte sich mit dem prassend des Feuers.

"Due bis wach...ich dachte schon fast ich hätte dich getötet" erklang die Stimme des Waldläufers, in der eigenen Sprache des Orks. Sein orkisch war zwar nicht das beste, aber der gefesselte Krieger würde sehr wohl verstehen was er sagte.
"Was willst du?" bellte der Ork, der nurn angestrengter versuchte sich der Fesseln zu erwehren.
"Ich will mich ein wenig mit dir unterhalten...mehr nicht....und dann lasse ich dich laufen" entgegnete er ihm, als er langsam aufstand und eine dampfende Schale zu seinem Gefangenen hinüber trug, sich niederkniete und sie ihm an die Lippen hielt. Der Sud roch belebend und nach einer kurzen Weile des Wiederstandes trank der Ork. Ein nicht zu deutendes Lächeln des Waldläufers empfing ihn als er die Schale ganz geleert hatte....

....der Mond zog seine Bahn und verkündete das baldige Ende der Nacht, als seine strahlen gespenstisch den Platz ausleuchteten an den Valandil sein Opfer geschleppt hatte um das Lager aufzuschlagen. Der Ork hing schwer in seinen Fesseln, den Kopf tief auf seine Brust geneigt, derweil Valandil am Feuer saß uns einige flüchtige Zeichnungen auf eine Karte brachte die er kurz darauf zusammen rollte.
Das tödliche Wahrheitsserum hatte seinen Dienst getan und es wurde Zeit den Streitern Rivins und den anderen die sich der Gefahr durch die orks stellen wollten, zur Seite zu stehen.

Er rief ein leises raunen in den Wald und ein schlanker Körper einer Nachtkatze trat leise hinter ihn und rieb kurz den Kopf an seiner Seite.
"Bring das nach Nebelwald mein Schatten"...flüsterte er leise als er dem Tier das lederne Röllchen um den Hals band, indem er die Karte verstaut hatte.

Kurz darauf verschwand die Großkatze in den umliegenden Schatten und Valandil machte sich ebenfalls auf, löschte das feuer und verliess den ort, tiefer in die Trollborken.
Er wollte zu einem besonderen Platz seiner Vergangenheit und dort auf die Ankunft der Streiter der halben Eiche warten. Eine Hütte in der er lange gelegen hatte, bei einer alten Frau der er niemals danken konnte, das sie ihn vor dem Tod bewahrt hatte.....

....der Mond schien ihn auf seinem Weg zu begleiten. Zur Hütte der alten Kräuterfrau.

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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2009, 21:05 
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Der Marsch war lang und führte Ihn tief in die trollborken hinein. Dann endlich, als er eine Weile brauchte um ein undurchdringliches Dickicht zu umgehen, stand er auf dem freien Platz vor der kleinen Hütte. Das Haus der Kräuterfrau hob sich nicht sonderlich vom tristen Hintergrund des Waldes ab der noch einige Tage davon entfernt war, aus seinem Winterschlaf zu erwachen.

Er begann ohne umschweife Holz für die verwitterte, aber gut sichtbare Feuerstelle zu sammeln und wenig später liess er sich nieder und lauschte dem Wald und dem Prasseln, während er seine Pfeife in den Mundwinkel steckte und anschmauchte.
"Es ist lange her, das du hier warst Waldläufer"...flüsterte er sich selbst zu, derweil sein Blick sich noch einmal seiner Umgebung gewahr wurde.......

Er schlug die Augen auf und sah, gebettet auf das Kopfkissen gerade noch, wie die Türe zu der kleinen Kammer geschlossen wurde, leise und vorsichtig......
Ihm schien es als würde er aus einer Betäubung erwachen, Sein Blick war verschwommen und klärte sich nur sehr langsam, wärend das freundliche und doch recht dunkle Kerzenlicht im Raum ihm dabei auf angenehme Weise half. Wäre es taghell gewesen, er hätte seine Augen vor Schmerz vor dem Licht sicher wieder geschlossen.

Wieder hatte er die Frau die ihn versorgte nicht erkennen dürfen und wiedereinmal war ihm danach, nach ihr zu rufen um sich zu bedanken, für all das was sie tat.
Sollte er rufen um sich mit ihr zu unterhalten? Jetzt wo er erwacht war?
Die Wunden in ihm und jene, die ihn schmerzlich an die Geschehnisse der letzten Monate erinnerten hielten ihn wie schon einige Male zuvor davon ab sich bemerkbar zu machen.
Und nochetwas hielt ihn davon ab zu rufen. Die möglichen Fragen warum sie ihn so zerschunden und halb tot in den Wäldern gefunden hatte.
Er brauchte mehr Zeit für seine Gedanken, die ihn bedrängten und die Fetzen seiner Vergangenheit umher wehten, wie einen ungeordneten Blatthaufen Papier. Eine Geschichte die es zu sortieren galt, bevor man sie lesen und verstehen konnte.
Es schien ihn von einem vergangenen Erlebnis zum nächsten zu reissen und doch ging es irgendwie zwei Schritt vor und mit einem Schulterblick einen zurück.
Aber war nicht genau dies das Ziel eines Lebens, der Werdegang alles Lebenden?
Die Vergangenheit neu wahrzunehmen, so wie Gegenden die er immer wieder gerne durchwanderte weil er bei jedem Mal das er sie durchquerte immerwieder Dinge entdecken konnte, die ihm zuvor scheinbar verborgen geblieben waren.
Er dachte an den Hain und an die Elfen, die Zwerge und an die Stadt.
Die Ungewissheit darüber, ob sein Sieg über Brintharke sie vor schwererem Übel hatte bewahren können schien sich schwer auf seine Brust zu legen als ihm in den Sinn kam, wie gnadenlos diese Horde in den Nebelwäldern und den umliegenden Gebieten gewütete hatte.
Das er derjenige war der aus dem letzten Gefecht als Sieger hervorgegeangen war, verschaffte zumindest eine kleine Hoffnung darauf das sich die Horde in Angst geflüchtete hatte nachdem ihr Anfürhrer getötet worden war. Aber es war nicht mehr als eine große Ungewissheit
„Was mich trägt ist Hoffnung“ dachte er laut und der Klang seiner stimme lies ihn zusammenzucken.
„Kehlig und trocken wie das Knarren einer alten Eiche Felagund“ kroch es rauh aus ihm heraus.

Hoffnung........
Sie war es auch die ihn damals in diese Stadt an der Schwertküste führte als es darum ging seinen Vater zu finden. Alles was er damals allerdings noch finden konnte waren die Habseeligkeiten seines alten Herrn. Rache trieb seinen Vater damals und Unvorsichtigkeit und Überheblichkeite hatten ihn damals gerichtet.
Er versuchte sich das Gesicht seines Vaters vorzustellen aber es gelang ihm nicht. Zu jung war er damals gewesen als er ihn zu den Elfen seiner Heimatwälder brachte. Obgleich sein Mentor und Ziehvater, ihm mehr als einmal über seinen Vater erzählt hatte und über die Ähnlichkeit die er er selbst in seinen Gesichtszügen trug.
Er sah sich fast schon hastig um als ihn der Gedanke an das Schwert seines Vaters überkam. Das einzige das ihm als Erinnerung geblieben war.

Erleichtert atmete er aus als er das Langeschwert an der gegenüberliegenden Wand hängen sah.
Die Schwertscheide aus schlichtem schwarzen Rindsleder verbarg die wunderbar gearbeitete Schneide des Schwertes. So wunderschön sie war, soviel orkisches Blut hatte sie bereits getrunken. Sein Blick glitt die Scheide hinauf zum Knauf des Griffes,
zu der in Bernstein eingefassten Haarsträne am Ende des lederumflochtenen Schwertgriffes.
Am liebsten hätte er es nun von der Wand genommen und aus seiner Hülle befreit. „Haarspalter, mein treuer und kalter Freund“ seufzte er leise als ihn all die Erinnerungen überkamen.

Er setzte sich vorsichtig auf und atmete tief durch, bevor ihn ein stechender Schmerz in der Herzgegend daran erinnerte das er noch lange Zeit haben würde diese Person kennen zu lernen die ihn pflegte und nochmehr Zeit würde vergehen bevor er das Schwert wieder gürten könnte. Irgendetwas schien seine unbekannte Heilerin davon abzuhalten sich ihm zu zeigen denn bislang war er jedes Mal erwacht, wenn sie bereits wieder gegangen war. Wie oft schon? Darann erinnerte er sich nicht so recht. Manches mal kam es ihm wie ein kurzer Wachtraum vor. Ein anderes Mal verbrachte er lange Zeit damit seinen Gedanken nachzuhängen und sich an dem stets bereitgestellten Essen und Trinken zu erfreuen. Nichts absonderliches oder außergewöhnliches. Brot, Früchte und Suppe.
Aber der Geschmack der Speisen war so intensiv, das er sich mehr als ein Mal ertappte ein verhaltenes „köstlich“ laut auszusprechen. Ob sie es gehört hatte wußte er nicht.

Er kannte viele Bewohner in den Wäldern die fern ab der üblichen Wege ein Leben in Einsamkeit führten. Wenn sie eine solche Frau war, eine Einsiedlerin, wunderte es ihn umso mehr das sie ihn aufgenommen hatte. Für gewöhnlich lebten diese Einsiedler in einer Abgeschiedenheit die niemanden duldete ausser sich selbst und dem wenigen das sie umgab.
Der Duft dieser Frau, der deutlich aus dem heilenden Geruch der zum trocknen aufgehängten Kräuter heraus stach war ihm unbekannt und doch in gewisser Weise vertraut. Er war sich jedoch sicher das es keine alte Bekannte war und er hatte wahrlich bereits viele Nachtunterkünfte aus reiner Freundschaft erhalten. Niemals zuvor war er sich so sicher, die Person niemals zuvor gesehen, bzw. Ihr begegnet zu sein.
Dieses Haus war etwas besonderes und gleichzeitig etwas beruhigendes, so klein die Kammer war in der er lag.
Nicht einmal die Gärten Everlinas hatten ihm die Möglichkeit beschert sich so sehr mit sich selbst beschäftigen zu können, seine Gedanken zu ordnen, mit dem Blick in eine Zukunft die sich aus seiner Vergangenheit formte jeh mehr er die Gedankenfetzen der vergangenen Monate zusammenzufügen vermochte.
Wer er selbst war wusste er nun, mehr denn je, als er sachte über die Schulterpartie strich, an der der Pfeil des Orks beinahe sein Herz durchbohrt hatte um seinem Leben ein rasches Ende zu setzen. Seine Energiequelle und das was ihn seit jeher schützte, so wie der Mythal Everlina schützte. Oder die Druiden des Hain`s, die in ihrer Liebe zur Natur das schützten was ihr Herz ihnen nahe legte. All dies war pure Energie die unfreiwillig allen zuteil wurde.

Er dachte an die Worte Sirions der ihm mehr als ein Mal versucht hatte zu erklären wie man sich das Netz der Magie vorstellen müsse aus der ein Magier seine Zauber schöpfte. Er selbst mochte keine Magie, gerade dann wenn sie auf ihn selbst angewendet wurde und sei es nur zum Schutz. Aber er verstand nun.....

Das alles machte diese Magie aus, das Geflecht des Netzes. Ohne all diese Hingebung und den Kampf um die schützenswerten Dinge würde der Zauber der Welt vergehen. Niemand würde schöpfen können aus der Energie des Lebens, ohn die Liebe die er in seinem Herzen trug. Necromant oder Magier, weder Mörder noch Gardist, weder Druide noch Dunkeldruide konnten sich dem entziehen. In stillen Stunden der Zweisamkeit zum Beispiel, würden sie alle aus dem gleichen Becken trinken.
Jeder Schlag eines Herzen in Liebe, füllte dieses Becken auf, aus dem das Leben und der Wille zu Leben seine Kraft ergoss.

Wieder sah er sich, aufrecht sitzend, in der kleinen Kammer um und bemerkte einen Teller mit frischem Brot, einer dampfenden Brühe und einigen geschälten und mundgerecht geschnittenen Früchten.
Ein Lächeln umspielte seinen Mund als er in Erwartung der Köstlichkeiten etwas schwerfällig die Schale mit der frisch duftenden Brühe zur Hand nahm und einige kleine Schlucke nahm.

„Es gibt Zeit nachzudenken und es gibt Zeit dem Körper das zuzuführen, dass einen am Leben hält“ entfuhr es ihm leise, bevor er einen weiteren Schluck aus der Schale nahm und mit geschlossenen Augen den Weg der energiespendenden Flüssigkeit verfolgte die sich ihren Weg durch seinen Körper suchte, wie das Wasser durch die Wurzeln eines Baumes hinauf in sein Blätterdach.
Nachdem er den Teller geleert, und auf den kleinen Tisch neben seinem Lager zurück gestellt hatte, rutschte er behaglich wieder tiefer in das weiche Kissen.

In einer Tonschüssel auf dem Ofen dampfte scheinbar ein Kräutersud dessen Schwaden über den Rand der Schale krochen und sich in faszinierend wirkenden Windungen im Raum verflüchtigte um einen wohltuenden Duft zu verbreiten.
Jeh länger er dem Schauspiel der Schwaden folgte, desto schläfriger wurde er. Der Wind in seinen Gedanken schien sich langsam zu legen und mit jedem Gedanken der zu Boden sank, erstarb ein Stück mehr Gegenwehr gegen den nötigen Schlaf.

Sorgte die Frau vielleicht auf diesem Weg dafür, dass er sie nicht sehen konnte und sie seine Wunden versorgen konnte ohne das er es bemerkte?
Draussen begann der Wald bereits ein weiteres Mal das Lied der Nacht zu singen und bevor er sich auf diese Frage eine Antwort geben konnte, war er bereits wieder tief und fest eingeschlafen.....

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Zuletzt geändert von Valandil Felagund am Sa 3. Aug 2013, 02:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: ...eine Eiche, halb begrünt und halb entlaubt
BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 22:00 
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Die Nebel vergangener Geschehnisse lichteten sich und das leise Raunen der Wälder und das Prasseln des Feuers durchbrachen die innere Stille.
Valandils Blick ruhte auf dem Feuer, dass mit kleinen Zungen das Holz umspielte. Dann und wann entlud sich Feuchtigkeit die im Holz eingeschlossen war in einem kleinen Knall und feine Funken wurden durch den Auftrieb der Hitze in den Nachthimmel gehoben.
Kaum merklich legte sich seine rechte Hand an den Schwertknauf unter seinem Umhang, derweil die linke die Pfeife aus dem Mundwinkel zog und er einen dünnen Rauchfaden auf das Lagerfeuer blies. Dann sprach er ruhig, abwarten und doch unter einer gewissen körperlichen Anspannung und in der Sprache des elfischen Volkes....

"Eine Eiche....."

Ein leises Rascheln rechts von ihm, ein Stück ab der Richtung erklang, bevor fünf, in Umhänge gehüllte Gestalten zwischen den Bäumen hervortraten und in den Kreis des Feuerscheins traten.

"zur Hälfte begrünt, zur anderen kahl, Valandil Felagund" ertönte es gelassen und fast zeitgleich aus allen fünf Mündern der Männer.

"Wieviele habt ihr auftun können Haalen?" als seine Hand vom Schwertgriff abliess und er sich langsam aufrichtete um die Ankömmlinge zu begrüßen.
"Etwa drei Dutzend, Herz der Eiche" sprach der vorderste der Männer, auf dessen leisen Pfiff hin mehr als 30 Männer zwischen den Bäumen hervortraten und einen Ring um die Wärme spendende Feuerstelle bildeten.
Mit einer fliessenden Handbewegung und einigen wortlosen Gesten deutete er vieren der Waldläufer die Gegend zu sichern.

"Setzt euch. Die Männer sollen ausruhen....wir haben viel zu besprechen"
Er deutete den fünf Männern die die Lichtung zuerst betreten hatten am Feuer platz zu nehmen, derweil die anderen geschäftig dabei waren sich auf ein Nachlager einzurichten.
Decken wurden ausgebreitet und weitere Feuerstellen errichtet.
Nur wenige Augenblicke später war aus dem leeren Platz vor der verfallenen Hütte der Kräuterfrau ein Lager errichtet worden.
Für fremde Augen ungewöhnlich, würde es aussehen...denn selten sah man so viele Waldläufer auf einem Platz beisammen.
Valandil liess sich wieder am Feuer nieder, als sich die anderen fünf gesetzt hatten.

"Ihr wisst warum ich euch gerufen habe. Dunkle Schatten bedrohen die Stadt und die umliegenden Gegenden. Orks, Riesen und entartete, monströse Kreaturen durchstreifen die Wäldern. Die halbe Eiche wird ihren Teil dazu beitragen diese Gefahr ein wenig....kontrollierbarer zu machen!" sprach er, als er mit einem Stock eine Karte in den Waldboden zeichnete.

Ich will 6 Gruppen, links und rechts der Flanken zum Pass der Trollborken. Zurückgezogen...wir werden nicht angreifen, sondern ihnen lediglich die Seiten frei halten und Spähtrupps und Flankenangriffe davon abhalten zur Hauptstreitmacht zu stossen. Kontinuierliche Kontrolle der Flanken. Keine Gruppe...kein orkischer Waldläufer, nichtmal eine Maus darf hinter unsere Linien schlüpfen! Seid Schatten...seid Bäume...seid unsichtbar für Freund und Feind".

Die fünf Waldläufer nickten bei seinen Worten und studierten die feinen Linien im Waldboden eingehend, bevor einer von ihnen auf die verfallene Hütte deutete die hinter Valandil empor ragte.
"Erzähl uns von diesem Platz Waldherz...und von der Nacht, die wir nur von den Feuern in Nebelwald her kennen."
Das klappern und die Geschäftigkeit der lagernden Waldläufer im Lager schien abruppt zur Ruhe zu kommen als diese, fast fordernde Frage an ihn gestellt wurde. Aus allen richtungen rückten die Waldläufer, gehüllt in ihre Decken , mit rauchenden Pfeifen oder mit geschäftiger Tätigkeit ihre Klingen zu wetzen näher um das Feuer.

Einen Augenblick schwieg Valandil bevor er kleine Kringel in die Luft entliess. "Wohl denn....ihr sollt erfahren warum ihr hier seid. Und ihr sollt erfahren warum ich euch bitte euer Blut und euer Leben aufs SPiel zu setzen in diesem Teil der Länder"...entgegenete er nickend.

Dann begann er zu erzählen...derweil sein Blick zur verfallenen Hütte ging...um danach wieder auf dem Feuer zu verweilen. Er berichtete von seinem Kampf mit dem Tanarruck und seinem Erwachen in dieser Hütte, derweil seine Pfeifenspitze gestikulierende Gemälde in den Nachthimmel malte und feine Rauchschwaden sie unterstrichen.......


Valandil schlug die Augen auf und erkannte den Lärm der von draußen hereindrang schnell als Kampflärm.
Wie die Male zuvor als er in der spärlich beleuchteten Hütte erwachte, klärte sich sein Blick wie unter dem Einfluss eines betäubenden Mittels nur sehr langsam.
"Beweg dich oder du tust es vielleicht nie mehr" entfuhr es ihm laut als er draußen schallende und fluchende Brocken orkischer Sprache vernahm.
Er schüttelte kurz den Kopf als wolle er die Schleier vor seinen Augen vertreiben und saß mit einem Ruck auf der Bettkante und stand einen Augenschlag später mit zittrigen Beinen an der gegenüberliegenden Wand.
Dann vernahm er den markerschütternden Schrei einer Frau und im selben Augenblick splitterte das Schloss der Türe durch einen wuchtigen, schweren Schlag, schlug gegen die Wand und blieb verkeilt in dieser Position.

"Silvanus steh mir bei" rief Valandil mit kehliger und rauer Stimme als er Haarspalter aus der Scheide zog, die immer noch an ihrem Haken an der gegenüberliegenden Wand gehangen hatte und drehte sich kampfbereit, wenn auch wacklig zur offenen Tür.
Der Ork griff nicht an, sondern stand, den Hammer locker aus dem Handgelenk drehend in der Türe und sprach ihn an.

"Kommen halbe Eiche. "Er" will dich lebend also du nicht wehren. Ich sollen bringen, er nicht gesagt ohne Wunden. Nur lebend" sprach der Ork in ruhigem Tonfall, gerade so als wäre er sich sicher das Valandil bewusst war das er kaum eine Chance hatte.
Valandil stand da, nur leicht bekleidet in einem langen weißen Bettgewand und hielt Haarspalter in der rechten Hand. Die Spitze der Waffe auf den Ork zeigend.
Eine weile standen sich die beiden schweigend und scheinbar abwartend gegenüber. Während der Ork die Zeit wohl als Denkpause deutete die Waffe niederzulegen hatte Valandil selbige genutzt um seine Umgebung zu erfassen und die wenigen Sekunden dazu zu nutzen sicherer auf den Beinen zu stehen nach der langen Bettlegrigkeit.

Dann brach er los und stand einen Schritt später neben dem Ofen auf dem wie viele Male zuvor die Schale stand in der der scheinbar betörende Kräutersud köchelte.
Mit der linken Hand und einer leichten Drehung schleuderte er dem Ork die Tonschale entgegen und als der heiße Sud dem Ork in das Gesicht klatschte und ihn aufschreien ließ, griff Valandil mit einer fließenden Bewegung mit beiden Händen zum Schwertgriff und rannte wie eine Ramme auf den Ork zu.
Die Schneide bohrte sich in die linke Brust des Orks der ohne einen weiteren Laut und mit weit aufgerissenen Augen in die Knie brach und nach hinten kippte als Valandil den linken Fuß gegen den muskulösen Körper stemmte um seine Klinge zu befreien.
"Silvanus hilf mir" kam es ihm leise über die Lippen als er mit einem großen Satz über den Ork hinweg ins freie sprang und sich unter einem festen Stand und ausladender Waffe umsah was ihn erwartete.
Er stand vor einem großen Lagerfeuer neben dem eine gekrümmte Gestalt lag. Eine Frau in einer übel zugerichteten Lederrüstung. Unter ihr hatte sich der Boden bereits rot eingefärbt und das nachtfeuchte Gras schien durch den Mond beleuchtet rot zu schimmern.
In einiger Entfernung, etwa fünf bis 10 Schritt vom Feuer entfernt standen 6 Orks.
Valandils Sinne funktionierten hervorragend, gerade so als hätte ihm der kühle Wind und die Nachtluft den Verstand wieder eingehaucht. Die Benommenheit die ihn innerhalb der Hütte scheinbar gefangen gehalten hatte war wie weggeblasen.
Zu seiner rechten standen drei Orks beieinander die er durch sein Erscheinen sichtlich verunsichert hatte. Hatten sie doch wohl erwartet das ihr orkischer Mitstreiter Valandil eher über der Schulter tragen würde.

Kurzentschlossen ließ Valandil diese Chance nicht verstreichen, grub sein Schwert in die Feuerstelle und schleuderte den drei verdattert drein schauenden Orks einen wahren Glutregen entgegen. Mit schmerzerfüllten Schreien ließen sie die Waffen fallen und rieben sich über Arme, Gesicht und durch die Augen.

"Ein Atemzug Zeit" dachte Valandil bei sich als er sich mit einer recht ruhig anmutenden Bewegung den drei Orks zuwandte die zur linken Seite des Feuers gestanden hatten und denen allesamt, durch diesen unerwarteten Überraschungsangriff so etwas wie Verwunderung ins Gesicht geschrieben stand.
Dann brach er ohne Vorwarnung los, griff einen Brennenden und handlich wirkenden Holzscheit der durch seine Attacke nun neben dem Feuer lag und sprang den drei verdattert dreinschauenden Orks entgegen.
Einer der Drei sprang zur Seite, stolperte über einen Baumschnitt der wohl als Sitzgelegenheit dort abgelegt war und schlug ungelenk und hart, mit in den Himmel gehobenen Armen auf den Boden auf. "Glück im Unglück" schoss es Valandil durch den Kopf als der Ork anders als er es erwartet hatte keuchend am Boden blieb. Den zweiten Baumschnitt auf den der Ork in Höhe der Nierengegend aufgeschlagen war, hatte er nicht bemerkt.
Viel zu sehr war er wieder bereits damit beschäftigt zu vollenden was er angedacht hatte.

Hinter ihm brüllten immer noch die drei anderen Orks unter Schmerzen und rieben sich, die durch die Glut erblindeten Augen.
Valandil unterdessen war bereits mit einem Ausfallschritt zu dem am nächst gelegenen Ork herangetreten und stieß ihm den brennenden Holzscheit ins Gesicht.
Ein lächeln umspielte Valandils Lippen und seine Augen schienen unter dem Licht des Mondes fast schon zu glühen als sein Plan so ganz ohne viele Fehler und unbekannter Variablen zu funktionieren schien.

Dann fluchte er ein lautes, elfisches "verhasste Brut" als er das, vom Mondlicht bewirkte Blitzen aus dem Augenwinkel bemerkte.
Der dritte Ork hatte zum Schlag mit seine Axt ausgeholt die nun eine Abwärtsbewegung zeichnete die den Waldläufer in der Mitte hätte spalten können.
Wie aus einer inneren Reflexbewegung heraus holte Valandils Schwertarm von links aus und lief knapp dagegen, bevor die Schneide der Axt seinen Kopf erreicht hatte. Ein wahrer Funkenflug schien den Raum zwischen beiden Gegner für einen Augenschlag zu erhellen als sich die Waffen trafen und die Axt eine Hand breit neben Valandil vorbeizischte.

Wut stieg in dem Waldläufer auf als er sich gehen ließ und auf den Ork eindrosch der ihn um Haaresbreite fast niedergestreckt hatte. Er drängte mit schweren Schwertschlägen auf ihn ein und sein Gegner wich unter jedem Schlag immer weiter zurück, strauchelte und lag mit ausgestreckten Armen auf dem Rücken. Sein Blick traf den des Waldläufers, der die Waffe, mit beiden Händen hielt und zum vernichtenden Stich gehoben hatte als die Stimme einer Frau ertönte...............

"Halt ein Jungchen. Ich habe dich nicht hierher gebracht damit du Blut vergießt" tönte es ruhig und gelassen an sein Ohr.
Der Ork atmete tief aus, blieb dennoch liegen als Valandil sich umdrehte, in die Richtung aus der die Stimme kam die ihm irgendwie vertraut erschien.

"Ich kenne dich alte Frau" entgegnete er ruhig und sichtlich verwirrt als er das Schwert sinken ließ und einige Schritte auf die Gestalt zuging die vor ihm stand. Sie war alt und ihr Gesicht knorrig wie die Rinde eines Baumes. Sie war ihm dennoch vertraut und für einige Wimpernschläge formten sich Bilder vor seinem inneren Auge. Das Gesicht dieser Frau, über ihn gebeugt,.......der Blick in Baumwipfel und das Schaukeln einer Trage...zu seinen Füßen an den Griffen der Trage wieder diese Frau.

"Ich brachte dich hierher Valandil" entgegnete sie mit einem süffisanten Lächeln und deutete ihm mit der einlandenden Bewegung ihrer rechten Hand, näher zu kommen.
Dann explodierten Sterne vor den Augen des Waldläufers, als ihn ein schwerer Gegenstand am Hinterkopf traf und zu Boden sackte.
Als er gegen den Weg in die Besinnungslosigkeit ankämpfte roch er die feuchte Erde förmlich und schaute unter Anstrengungen zu Füßen der alten Frau auf.

Doch dort stand keine Alte Frau die lachend auf ihn herabsah, sondern eine, durch das Mondlicht gespenstisch beleuchtete Gestalt, deren Tentakel sich wie dünne Schatten durch das Dunkel schlängelten.

.....das letzte das Valandil zu spüren schien, bevor ihn die Nacht seiner Gedanken umfing waren zwei Pranken die unter seine Achseln griffen und ihn hoch hoben......., ein einziges Wort das dem Waldläufer noch entfuhr "Schinder"...... und ein verhöhnendes Lachen.
Kein ausgesprochenes Lachen, sondern in seinen Gedanken.


.....Am nächsten Morgen, kurz vor Tagesanbruch kahm Bewegung in die Männer. Sechs gruppen bildeten sich rasch um kurz darauf, gewappnet und mit ernsten Mienen in alle Himmelsrichtungen zu verschwinden.

"Niemand soll wissen das wir die Flanken sichern....wir werden die Schatten sein die niemand erkennt. Weder Freund noch Feind....Und ich will euch alle lebend an diesen Platz zurück kehren sehen"...waren die Befehle Valandils, bevor die Männer aufbrachen.
Aus weiter Ferne hörte man bereits die trommeln vom Pass her, durch die Wälder rollen.....

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