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 Betreff des Beitrags: [OOC] Eure Texte ...
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 11:33 
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... zur Schlacht und drum herum sind hier willkommen und gewünscht ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: [OOC] Eure Texte ...
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 11:45 
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Registriert: Mo 10. Sep 2007, 19:13
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...aus Engelsreigen - der Vortrupp -

Ersticke die Zweifel, all jene, die ich habe...

Die Fahne der Feder berührte nur kurz ihre Wange, als sie den Pfeil, aus der bis zum Zerreißen gespannten Sehne entließ. Das melodische Surren übertönte für einen Augenblick die Schreie und den Schlachtenlärm, der um sie herum tobte und der so viel Wahnsinn bereithielt, dass jemand anderes als sie, dazu bewegt hätte, sich um zudrehen und einfach wegzulaufen.

Ein schemenhafter Umriss löste sich vor ihr und sprang ihr mit einer Kraft entgegen, die nur Hass und abgrundtiefe Wut mit sich bringen können. Blutverschmierte Hauer blitzten im fahlen Licht der Schlachtfeuer auf. Der Ork drehte eine gewaltige Streitaxt über seinem Schädel.

Ihre Hand, aufgeschlitzt vom vielen Gebrauch der Sehnen und nur notdürftig von den Heilern verbunden, griff zielsicher in ihren Köcher. Eine Bewegung, die sie heute Abend schon fast an die hundertmal getan hatte...kein Wunder also..., dass ihre Hand ins Leere fischte.

Sein Geruch trieb ihr Tränen in die Augen. Sie stellte einen Fuß nach vorne, um dem heran fliegenden Ork ansatzweise die Stirn bieten zu können und hielt den Kurzbogen quer vor sich, um die brachiale Wucht, welche die Axt mit sich bringen würde, zumindest im Ansatz auffangen zu können.

Mach mir ein Ende... ich fürchte mich nicht...

Sie hörte ein Surren, dann tauchte die Klinge eines gewaltigen Schwertes neben ihr auf, schnitt kraftvoll durch die Luft und fing den heran fliegenden Ork mit einer Leichtigkeit ab, welcher der Grünhaut ein überraschtes und dann erstickendes Geräusch entlockte. Sein hässlicher Kopf wurde vom Rumpf getrennt, flog an ihr vorbei und kullerte über den nassen zertrampelten Boden. Der brachiale Körper des Orkkriegers folgte nur Augenblicke später. Blut spritzte in ihr Gesicht.

Der Mann, der den Ork im Sprung gefällt hatte, trug die Uniform der Garde, soweit man das noch erkennen konnte unter dem chaotischen Geflecht zahlreicher Wunden und dem glänzenden Rot auf den sonst silbernen Ketten seiner Rüstung. Er hielt sich nicht lange mit der Bogenschützin auf, sondern drehte sich und stürmte in die Schlachtreihe zurück.

Diese sonderbare Stille, die sich über ihre Schultern legte, wie ein wärmender Mantel – war er Vorbote, ähnlich wie die Raben, die über den Toten kreisten? Nur gedämpft kamen die Geräusche der Schlacht an ihr Ohr. Die Rufe der mutigen Krieger, die Todesschreie der Gefällten auf beiden Seiten, der Regen, der wieder einsetzte.

Der Köcher zeigte gähnende Leere, somit war der Bogen in ihren Händen nutzlos geworden. Sie drehte sich um und lies ihren Blick über die Schlacht gleiten. Hinter ihr intonierten die Kleriker einen Heilungszauber nach dem anderen und kümmerten um den nicht weniger werdenden Strom an Verletzten, die ihnen auf den Lazaretthügel gebracht wurden. Vor und neben sich tobten Nahkämpfer um jeden Zentimeter Platz. Die Armeen Kassars konnten... sie durften nicht gewinnen.

So patriotisch Kahri?

Der Todesschrei eines Trolls hallte durch die Luft, als zahllose Fackeln und Brandpfeile auf ihn niedergingen und ihn seiner regenerativen Kräfte beraubten. Eine Horde Goblins massakrierte einen unvorsichtigen Krieger am äußersten Ende der linken Flanke und hielten triumphierenden und mit schnarrenden Lauten seine Kopfhaut in den Himmel, bis auch sie von einem Hagel verbündeter Pfeile niedergestreckt wurden. Sie ging in die Hocke.

Gleichzeitig schulterte sie die sinnlos gewordene Waffe und fischte mit den Fingern nach dem Knauf einer anderen. Die dünne Klinge sang von unsichtbaren Kräften bewegt durch die nass kalte Luft. Kein Blut war auf dem makellosen Stahl zu sehen.

Miraden von schattenhaften Spinnweben lösten sich aus dem Nichts in ihrem Rücken und spannen sich um ihren bebenden Körper. Nur wenige Augenblicke später implodierte der im blutigen Gras hockende Körper in einem Geflecht aus Staub und grauen Schlieren und war einfach verschwunden.
In der Welt, die sie nun betrat, ungesehen von den anderen Kämpfenden und vielleicht nur erahnt von manchem Sterbenden war ein jeder, ob nun Freund oder Feind nur ein parteiloser Schatten, ohne Kontur, ohne Inhalt. Die Kraft ihrer Gedanken teleportierte sie erst nach links, dann nach rechts. Sie machte in nur einem Wimpernschlag genug Boden gut, dass sie im Rücken des nächsten heran preschenden Orkstrupps stand und den Wald hinter sich hatte.

Sie blieb in der unwirklichen Welt, die ihr Schutz brachte. Die Spitze ihrer Klinge hob sich und blieb nur wenige Millimeter vor dem frei liegenden Nacken der Grünhaut vor ihr stehen. Erst die Späher, geräuschlos und schnell, dann die Krieger. Die Spitze der Klinge löste sich aus der Schattenwelt, doch der verräterische Mond offenbarte ihren Glanz nicht und so schnitt sie mit einem einzigen gezielten Kraftakt in das Fleisch der stinkenden Grünhaut und trat an der Kehle wieder aus. Mit einem Gurgeln sackte er zur Seite weg und hinterließ Fontänen roten Blutes. Sie ergötzte sich nicht an seinem Tod und war schon weiter, als seine zerschnittenen Stimmbändern den Todeskampf begannen.

Ws galt noch vier weitere auszuschalten.

...vier von Tausenden...

_________________
"...All das ist noch nicht einmal eine Generation her, wieso wiederholt sich alles?"

"Weil das Vergessen einfacher ist, als das Ertragen des Erfahrenen, weil falsche Sicherheit wichtiger ist, als stetige Vorsicht, denn siehe Wölfe sind unter die Lämmer gekommen aber sie jagen nicht, deshalb hält man sie für Hunde."


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 Betreff des Beitrags: Re: [OOC] Eure Texte ...
BeitragVerfasst: Mi 11. Mär 2009, 18:50 
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Wohnort: Bremen
Erschöpft legte Liliane das Arztbesteck wieder auf das Tablett und wischt sich die blutigen Hände an dem Kittel ab. Müde rieb sie sich über die Augen und ließ den Blick durch das Zelt schweifen. Ein Heiler war auf seinen Stuhl eingeschlafen, die anderen schliefen schon in ihrem Zelt nur draußen hörte man die heiteren Gespräche der Feen und Liliane wünschte sich so sehr das sie diese Heiterkeit in diesem Schrecken doch bewahren könnte. Langsam erhob sie sich und trat aus dem Zelt, über die Berge zogen sich wie finger die ersten rötlichen Sonnenstrahlen der Morgensonne und tauchten das Lazarett in ein verklärtes Zwiellicht. Mißtrauisch erhob sie die Augen in den Himmel und die vereinzelten Wolken. Seit dem Angriff der Wyvern schaute sie oft hinauf ängstlich jeden vorbei fliegen schatten musternt. Bald würden die verletzten wieder erwachen und ihr stöhnen und ihre schreie würde sich wieder zu einer Kakaphonie des leids über den lager erheben. Der Weihrauch überdeckte schon lange nicht mehr den Blut und Kot Gestank des Lagers. Das Lazarett lief gut aber es war wie die Essenz des Krieges. Das Destillat der Schlacht. Hier sammelte sich das Grauen und der Schrecken und nur wenige ertrugen den Wahnsinn der hier ausgebreitet lag. Sie wischte sich unwohl über die Stirn. Welches Recht hatten sie diesen Preis von den Soldaten und Verletzten zu verlangen?
Liliane lehnte sich müde mit der Schulter an den Pfahl des Zeltes und beobachtete die Feen, wie sie zwischen den Verletzten umher tanzten und ab und an sich niederbeugten vergnügt kicherten und sich die wunden schlossen. Trotz der widerstreitenden gefühle die Liliane den feen gegenüber empfand dankte sie von herzen Ilmater das sie ihr beistanden.

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Das Krachen am Tor nahm immer mehr zu, die Regentropfen peitschen Liliane hart ins gesicht und fühlten sich fast wie kleine Nadelstiche auf der haut an. Nur gedämpft nahm Liliane die gellenden Rufe Nurehs war, die den Abtransport der Verletzten organisierte und Alarm schlug.
"Wir müssen ihnen nur die Zeit erkaufen die sie brauchen um fliehen zu können Männer!" ihre stimme hallte laut am Tor zu den erschreckend wenigen Verteidigern. Sie würden nicht lange standhalten dachte Liliane bitter und sie versuchte dennoch die Angst des nahenden Todes nieder zu kämpfen "Ilmater steht uns in dieser Stunde bei! Reckt die Schwerter und Schilde in die Höhe! Wir werden noch heute zeigen aus welchen Stahl wir sind! Haltet stand!" sie hoffte das sie ihrer stimme genug festigkeit verleihen konnte. Die Feen schienen keine Angst zu haben und kurz fragte sich Liliane ob Feen soetwas wie Angst überhaupt kennen. Sie wünschte sich das sie so wäre wie die Feen... so fremd in diesem Schrecken.
Wieder krachte das Tor bedrohlich. "Speerträger vor! Lasst die Bastarde in ihren Tod rennen!" sie rannte zum Tor und hob keuchend den Sperrbalken ab, sollten sie auf keinen widerstand treffen würden die Feinde in die Speeren rennen und sie könnten nach dem ersten Ansturm wieder das Tor verrammeln. "Armbrustschützen hinter die Wälle!" Das schreien gab ihr kraft und die Männer folgten ihren Befehlen ohne zu zögern. So jung waren sie... soviel Angst war in ihre Gesichter, sie wünschte sich sie könnte ihnen diese nehmen.
Plötzlich wurden die tore aus den Angeln gerissen und holzsplittern schoßen durch die Luft. Zwei Rasender Oger stürmter in wilder Raserei auf sie zu! Liliane blieb die Luft weg und für einen Herzschlag senkte sie ensetzt die Waffe... wie sollten sie gegen solche kraft bestehen. "Für Rivin und Ilmater! Erkauft uns die Zeit die wir brauchen!" Ihr stimme hörte sich seltsam an... so fest und ohne Angst so vollkommen anders als sie sich fühlte. Die Speere schlugen die Oger mit ihren langen Armen und keule einfach, wie ein windstoß die grashalme, zur seite. Entstzensschreie und Schmerzenskreische erklangen. Einer der Oger taumelte als eine Fee ihm tänzelnt ihren Speer in die hüfte rammte, jetzt war ihre Chance... "Feuer!" die armbrustbolzen schnitten durch die luft und flogen dicht an Liliane vorbei und schlugen in die brust des Ogers. Heulend brüllte er auf und für ein paar herzschläge dachte Liliane er würde nicht fallen, doch dann sprudelte Blut aus der riesigen Fratze und er stürzte zu boden.
Sie hob den Schild und stürmte auf den Oger zu. während sie über den boden schlitterte und beinahe ausrutschte und die riesige keule über ihr hinweg rauschte kam sie sich so vor als würde sie diesem kampf nur zu sehen. sie fragte sich warum sie hier warum... warum diese verrückte den oger angriff anstatt der angst nachzugeben und einfach davon zu stürzen...
sie rollte sich zur seite und hieb mit schreiender wut gegen das knie des oger und die wucht des aufpralls prellte ihr die waffe fast aus der hand und entlockte dem Scheusal lediglich ein niederträchtiges schnauben. sie ließ das schild los... und verfluchte sich für die dummheit es angelegt zu haben... was wolte sie gegen einen oger mit einem schild?
der oger machte einen großen schritt auf sie zu, überall lagen die toten mit leeren entsetzen gesichtern. Sie fasste ihren streitkolben fester und starrte dem Ungeheuer entgegen. Sie wünschte sich von wieder in Rivin zu sein. Irgendwo in Sicherheit nur nicht hier... nicht jetzt. "Ilmater.... " ihre Stimme war ein leises flüstern aber es gab ihr kraft, trotzig hob sie ihren Streitkolben und stierte dem Scheusal entgegen das sich zeit ließ zu ihr zu kommen. "Wenn ich schon sterbe... dann zumindest aufrecht. Rückzug Männer!" sie brüllte so laut sie konnte aber es waren nur noch wenige die ihrem befehl folgen leisten konnte, die feen zerrten die verletzten hinauf während der Oger die riesigen keule anhob. Liliane ließ sich auf die knie fallen und ihre haar tanzten im wind der vorbeisausende keule und traf sie ein schlug der ihr die Luft aus den lungen preßte und sie weit zurückflog.
Der Schmerz war unerträglich. benommen blinzelte sie und hustete krampfhaft nach luft schnappend. ihre glieder fühlten sich an wären sie nur noch brei. Japsend vor schmerzen blickte sie auf. der Oger stand seltsam still über ihr, die keule weit über den Kopf erhoben und wie in zeitlupe kippe er nach hinten. verwunderte und gequält richtete sie langsam auf und schaut hinauf. Elfen! Endlich waren sie gekommen! Sie winkte jubelnd zu ihnen hinauf, den Schmerz vergessend. Sie waren gekommen!

_________________
"Mit der Spitze meiner Zunge hob ich unzählige Gräber aus,
Das Tischlein deckt sich jede Nacht mit Dir, der Erde Leichenschmaus,
In mir wächst eine Hölle, rabenschwarz und scharlachrot:
Ich beherrsche eine Sprache, und ihr Name lautet "Tod"."


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