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Isamu hielt seine nächste Frage so lange zurück, wie er konnte, aber sehr lange war es nicht: "Es ... es sieht aus wie ein fliegender Ast, nicht wahr?" "Hrm, warum fragst du, wenn du es doch selber weißt". "Ich weiß es aber doch nicht, ich sage nur, es sieht aus wie ein fliegender Ast." Beide verstummten, als der "fliegende Ast" sich von seinem Platz auf einem der Steine erhob und völlig ruhig zum nächsten flog. Das Es sah wirklich aus wie ein Ast: langezogen, etwa so lange wie Isamu, und es hatte schillernde Flügel an den Seiten. Dazu flog es anders als Vögel nicht in Kreisen oder mit weit schlagenden Flügeln, sondern völlig ruhig und seine Flügel bewegten sich so schnell, dass es den beiden Fuchsgeschwistern in den Augen wehtat, wenn sie dem Flügelschlag zu folgen suchten.
"Aber, wie kann ein Ast fliegen? Sie hängen an den Bäumen und manche fallen runter und wenn man nicht aufpasst, mir auf den Kopf." Wieder so eine Frage ihres Bruders, auf den Amaya als große Schwester eine Antwort haben sollte: " Nun ....... " "Ja, warum?" "Nerv nicht ..... also .... der Ast hat Flügel und was Flügel hat, kann fliegen. Das weiß doch jeder!"
Stimmt, das wusste jeder. Was Flügel hat, kann fliegen. Also auch ein Ast, der ... eben Flügel hat. Isamu nickte innerlich. Die große weite Welt war doch nicht so seltsam wie es auf den ersten Blick erschien.
Die große Libelle flog in diesem Moment in den grünen und warmen Nimmerwald zurück.
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