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Die schwarze Katze - Ereignisse um und mit Firali Ama'Eilsha
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Autor:  1w6_alisha [ Fr 19. Jun 2009, 23:24 ]
Betreff des Beitrags:  Die schwarze Katze - Ereignisse um und mit Firali Ama'Eilsha

Pfade und Entscheidungen

Immer wieder versucht sie, vergebens Luft zu bekommen. Ihre Lunge ist zugeschnürt. Die Augen brennen, denn die Aschelandschaft um sie herum weht immer neue Wogen aus Staub und Schwefel durch die Luft. Wälder brennen, Seen und Flüsse scheinen zu kochen. Ein weiterer, zerstörerischer Blitz entkommt aus dem schwarzen Himmel und wird gefolgt von einem tiefen Grollen, das Berge zum einstürzen zwingt. Ihr Körper wird zu schwer, sie kniet bereits, doch nun ist sie gezwungen, sich zu legen, denn ihre Arme haben keine Kraft mehr.
Entsetzt blickt sie ein letztes Mal durch ihre Augen und nimmt nur verschwommen die Umrisse der brennenden Welt war. Dann wird es ruhig um sie herum.

Firali erwacht.

Schnell wird ihr bewusst, dass alles nur ein Traum war. Wieder einmal war sie gezwungen, diese Erfahrung des Schlafes zu durchleben. Eine Krankheit, die schon lange Jahre zurück liegt, quält auch jetzt noch ihre junge Seele. Ihre Augen sind feucht. Firali bemerkt, dass sie auf ihrem Umhang gebettet liegt und diesen mit der rechten Hand fest im Griff hat. Erschrocken löst sie ihre Hand vom Umhang.
Dann erblickt sie ihn. Er, der die ganze Nacht über sie wachte. Wie dankbar sie ihm ist, doch schämt sie sich zugleich, als Teil des alten Volkes gezwungen zu sein, hilflos diese Alpträume ertragen zu müssen. Sie mustert ihn aufmerksam, da er mit dem Rücken zu ihr steht. Ob er ihr Erwachen bemerkt hat? Sie verweilt regungslos. Das Wenige, dass sie über ihren Beschützer weiß, reicht kaum für ein Urteil. Der einsame Wolf, wie er sich selbst nennt, ist innerlich entzweit. Kalt ist sein Äußeres, und kalt auch das, was er sagt. Doch Worte sind beim alten Volk nie so wichtig gewesen, wie die Taten. Und die sprechen für ihn. Seine Aufgabe ist klar. Er beschützt sein Volk und sich.

Doch wie wird sich Firali einbringen in diese Gemeinschaft? Will sie überhaupt verweilen? Warum sind da so viel Schatten, die sie nicht deuten kann?
Alle Hoffnungen, ihren langen Freund und Lebensretter wieder zu finden, scheinen vergebens. Finley Flinkfuss, dieser Halbling aus eben dem Holz geschnitzt, dass ihn dieses Mal wohl endgültig in Schwierigkeiten gebracht hat, ist verschwunden. Und er bleibt es wohl auch. Karu hat sicherlich recht, wenn er ihm ein schlimmes Schicksal zuspricht. Diese Gegend ist rau, und sogar bedroht.

Wie auch immer sich Firali entscheiden wird, ihre Möglichkeiten führen in eine schwierige Zukunft. Aber die Beweggründe Erevan Ileseres, ihres Gottes, waren immer schon undurchsichtig. Auch dieses Mal ist es nicht anders verlaufen, als die langen Jahre zuvor. Woher also diese Ungeduld; warum plötzlich diese Zweifel? Keine Antwort. Noch nicht! Es ist zu früh.


Firali schließt ihre Augen wieder, behütet von Karu Ha’bael, dem einsamen Wolf, ruht die schwarze Katze weiter; diesen Augenblick der Stille genießend.

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