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Zu einer unbekannten Zeit, irgendwann, an einem unbekannten Ort, irgendwo.
Er wusste nicht wie lang er ihr gefolgt war. Er folgte dem Duft von Lavendel, denn um zu sehen war es zu neblig. Er hatte garnicht bemerkt, wie der Wald langsam im Nebel versank. Er war nur hinter ihr her. Am Rande der Sträucher fand er sie wieder. Auch im Nebel konnte er ihre Konturen wohl erkennen. Der zierliche, jungfräuliche Körper lag vor seinen Augen, ein grünes Kleid trennte ihn von seiner Sinnesfreude. Ruhig lag sie dort, regte sich nicht. Ihr tiefer Atem regte ihren Körper. In dem lieblichen Gesicht regte sich das grüne Augenpaar. Mit Glanz blickten sie an ihrem Häscher empor.
Das Herz pochte zum bersten als er sich näherte. Seine Sinne tauchten völlig in die von Begierde geschwängerte Luft. Sie erinnerte ihn an... Da klang ihre Stimme, wie ein Frühlingshauch an sein Ohr, hieß ihn zu warten. Er stand. Sie versprach ein Geschenk, das er nicht erhalten würde, erriet er was es sei. Die Verwirrung vermischte sich mit seiner Begierde. Ein Kuss, er wollte einen Kuss. Das Lächeln der Maid ließ sein seine Knie erweichen. Das pulsierende Blut hämmerte in seiner Brust. Der Hauch gebot ihm seine Augen zu schließen und er schloss sie. Ihre Augen leuchteten als das Mädchen sich erhob. Der Frühling hatte sein Mal an ihrem Kleid hinterlassen. Die blassen Lippen näherten sich den seinen, berührten ihn zärtlich. Die Zeit stand still. Sein Blut wallte. Er ertrug es nicht länger. Seine Gedanken rasten. Sie zerissen bereits ihr Kleid. Sie gruben sich tief in ihr Fleisch. Sie gaben sie der Wollust preis, hielten sie fest und ließen nicht von ihr ab bis sie den letzten erstickten Schrei hören ehe sie leblos zusammen sank.
Die Lippen entzogen sich. Einen Augenblick rang er um die Herrschaft seines Leibes. Er riss den Arm hervor. Er fühlte wie weich sie war. Ein Schrei entfloh dem Wald, als der Widerstand gebrochen wurde. Er erstarrte in der Dunkelheit, als er das grüne Feuer in ihren Augen sah. Ein erfülltes Keuchen entwich ihren Lippen, ihr Körper bäumte sich auf. Das Blut auf ihrem Kleid wurde Zeuge. Der Schmerz riss ihn zurück in die Wirklichkeit. Unnachgiebiger Schmerz. Er schrie ein letztes Mal. Entsetzte Augen folgten dem Blut auf ihrem Kleid, bis zu dem Arm der am Boden lag. Panisch rasten sie hinauf. Sie starrten in das unnachgiebige Lächeln. Sein Verstand wurde geflutet mit dem Wahnsinn den er dort sah. Ein triefendes Axtblatt in ihrer Hand. Der Schmerz zwang ihn in die Knie. Er hielt sich den Stumpf. Er beugte sich vor. Er brachte keinen Laut hervor. Die Last lag schwer auf seinen Schultern. Sein Kopf sank. Der Stahl blitzte unter dem Mondlicht. Seine Sinne überwältigt. Gefangen in einem Traum. Eine jede Nacht aufs Neue. Die Worte brannten in seinem Geist.
"Erinnerst du dich an Luise?"
_________________ You know why I never loose at chess? I have a secret move - I knock over the board! - The Doctor Portraits für Fira, Faeanshalee, Talyth und Sonata
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