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Die Priesterin mit langem, blonden Haar und einer bandagierten rechten Hand verkündet in der Stadt Rivin. Auch in Schrift sind ihre Worte hinterlegt.
Lasst mich euch von einem Freund erzählen, der Zeit meines Lebens an meiner Seite wandelt. Ein Freund, der mir Wärme spendet, Licht und Trost in der Finsternis. Mystra und die Magie sind meine ständigen Begleiter. Die Magie ist mein Freund, meine Liebe, mein Schild und mein strahlendes Schwert!
Diejenigen unter Euch, die nicht ihre Zauber durch das Gewebe führen seien erbeten sich nun nicht abzuwenden. Ihr werdet Euch fühlen, als wäre die Magie etwas fremdes für Euch, ein fernes Licht im Nebel das Euch unbehaglich erscheint. Doch lasst Euch gesagt sein, dass dem nicht so ist. Die Magie berührt einen jeden von Euch. Den einen häufiger als den anderen, fürwahr, doch kaum ein Riviner hat ihre Wirkung noch nicht gesehen.
Den einen ist sie bekannt als die wundersame Kraft, die Priester erwirken. Die angenehme Wärme, die Krankheit und Blindheit nimmt oder das helle Licht das Euch den Pfad weist. Doch nein, ich erdreiste nicht die Behauptung aufzustellen, all diese Wunder fänden ihren Ursprung in Mystra selbst und nicht in allen Göttern des Pantheons! Doch ist es Mystra, die bewacht was uns Sterblichen ermöglicht die Magie durch unsere Körper fließen zu lassen - Das Gewebe. Das Gewebe sind die unsichtbaren Fäden, die sich durch diese gesamte Welt erstrecken und uns erlaubt die Zauber zu empfangen. Daher verdient sie unseren Respekt als Hüterin des Gewebes.
Anderen ist die Magie bekannt als zerstörerische Kraft, die in den Händen von Mächtigen genutzt wird, die bereits versucht haben diese Stadt in die Knie zu zwingen. Diese Mächtigen wurden in den Bann düsterer Götter gezogen und doch erlaubte Mystra es ihnen ihre Macht anzuwenden. Warum gestattet sie das und warum verbietet sie es ihnen nicht? Würde sie einem jeden die Macht entziehen, der sich nicht ihrem Willen beugt, wäre sie nicht eine gebieterische Tyrannin? Würde sie Euch nicht aufzwingen, was Ihr für Richtig und was für Falsch erachten müsst? Würde sie Euch nicht der Freiheit berauben Euer eigenes Schicksal zu ergreifen, Eure eigenen Entscheidungen zu fällen und Euer Leben selbst zu bestimmen? Die Freiheit der Magie ist der Garant der Freiheit für uns alle!
Ihr habt erlebt, das wir uns jedem dieser Angriffe erfolgreich erwehrt haben. Mystra hat uns auch die Fähigkeit gewährt ihre Gabe zu nutzen um uns von denen zu befreien, die unsere freiheitliche Lebensweise bedrohen. Ihre Gunst gilt allen, die die Magie zum Wohl der Gemeinschaft gebrauchen. Wer hat noch nicht die Legenden der Sieben Schwestern, von Khelben Schwarzstab oder Elminster von Schattental gehört? Sie alle sind Zauberer, die sich dem Schutz der Freiheit verschrieben haben und sie sind bei weitem nicht die einzigen.
Vor langer Zeit versuchte der Erzmagier Karsus die Magie zu nutzen um sich selbst zum Avatar der Magie zu machen. In seiner Arroganz erkannte er nicht, das er dadurch Mystril all ihrer Macht berauben würde, die notwendig war um das Gewebe aufrecht zu erhalten. Wäre sein Versuch von Erfolg gekrönt gewesen, so hätte er diese Welt für immer der Magie beraubt. Mystril wollte den Gedanken an eine Welt ohne ihr Geschenk nicht ertragen und gab ihr Leben dafür, dass in der Welt fortan Magie existieren möge.
Mystra erhob sich aus ihrer Asche und erhob strenge Regeln für den Zugang zur Magie. Seit jener Zeit erfordert es ausgiebiges Studium der Magie um ihre Kraft freizusetzen. Aus diesem Grund gibt es nunmehr nur Wenige, die diesen steinigen Pfad auf sich nehmen um zu großer Fertigkeit zu gelangen. Dadurch sollen sie Demut und Respekt vor dem großen Geschenk erhalten, das Mystra uns allen zu Teil werden lässt.
Während der Zeit der Sorgen, die Reiferen unter Euch mögen sich noch an diese Zeit erinnern, bezwang die sterbliche Magierin Mitternacht wahrhaftig den Tod über der Stadt Tiefwasser. Sie bezwang Myrkul in seinem sterblichen Körper und beendet damit die Herrschaft des Grauens im Nachleben und erhob sich damit zur neuen Göttin Mystra. Nicht mehr müsst ihr fürchten, die Gebeine Eurer Verwandten würden erweckt und gegen Euch gerichtet, weil Ihr einem anderen Patron die Treue schwört.
Für all diese Taten verdienen Mystra und ihr Werk mindestens unseren Respekt!
Doch Magie existiert nicht nur um den Magiern als Machtinstrument zu dienen. Auch zahllose kleine Möglichkeiten existieren um die Magie zu nutzen. Sie stehen all jenen offen, die einen wachen Verstand besitzen. Mystras Gunst erwächst nicht aus der Macht der Zauber, die man zu entfesseln im Stande ist sondern aus der Liebe die man ihrem Wirken entgegen bringt. Ihr mögt glauben, dass es Euch nicht offen steht Magie zu wirken, doch das ist nicht richtig. Wendet Euch an Mystra und ihre Anhänger und lasst Euch verzaubern.
Doch hütet Euch vor dem Wirken Shars, die versucht die Magie an sich zu reißen um Euch die Freiheit zu nehmen!
_________________ You know why I never loose at chess? I have a secret move - I knock over the board! - The Doctor Portraits für Fira, Faeanshalee, Talyth und Sonata
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