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| Autor: | Goran [ Di 5. Apr 2011, 19:09 ] |
| Betreff des Beitrags: | Unzulänglichkeiten |
Dieses Tagebuch liegt für gewöhnlich im Wachhaus Rivins in der Truhe, die mit dem Namen Chen Da'Loon versehen ist. Dem Rat des Tormtar und jetzt auch Kameraden in der Garde folgend, werde ich mich in meinen Äußerungen bezüglich der Unzulänglichkeiten dieser westlichen Landen zurückhalten. Dabei soll mir dieses Buch helfen, in dem ich all jene schrecklichen Defizite notieren werde, die mir hier in Rivin auffallen. So mag ich damit beginnen, dass die Architektur bei mir zu Hause in Mulhorand die hiesige nicht nur in Kunstfertigkeit sondern auch in den verwendeten Materialien und der schlichten Sorgfältigkeit bei Weitem übertrifft. So bestehen hier die Mauern der Häuser aus achtlos gestapelten Steinen, die um den Mangel zu verbergen mit Lehm und Dreck verputzt sind. Die Straßen sind schief und wellig angelegt und von Gartenarchitektur hat in diesen Breiten noch nie jemand etwas gehört. Ich vermisse meine Heimat. Die Menschen fürwahr spiegeln diesen primitiven Baustil in ihren Charakteren wieder. Nicht nur streben manche nach dem nicht existenten Glück und erdreisten sich sogar, dies als Beruf zu bezeichnen, auch werden Gardisten am hellichten Tag überfallen und trauen sich in bestimmte Viertel dieser Stadt grundsätzlich nicht mehr hinein. Dieses Land leidet unter einer verkommenen Moral und der Geißel des Bösen. Der einzige kleine Lichtblick ist die Erkenntnis, dass arkane Magie unter strikte Kontrolle gestellt werden muss und dennoch verpassen die Führenden in diesem Punkt diesen Frevel an den Göttern in Gänze auszumerzen. Nun ich werde mich den hiesigen Gesetzen beugen, so ist es meine Pflicht als Gotteskrieger und nun auch als Gardist. Doch ich werde ein wachsames Auge auf all jene Individuen halten, die da glauben sie könnten mit ihren dunklen Machenschaften durch die Maschen des Gesetzes schlüpfen. |
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| Autor: | Goran [ Mi 6. Apr 2011, 06:28 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Unzulänglichkeiten |
Aufgeblasene, wichtigtuerische Korporalin aus dem Süden. Sie bezeichnete mich tatsächlich als arrogant und Schlimmeres. Meiner Ehrlichkeit hatte sie nur Spott zu entgegnen. Ich würde keinen Erfolg haben, wenn ich meine angeblich so falschen Ansichten über diese Landen nur unterdrücken und nicht gänzlich ablegen würde. Falsche Ansichten? Belegte Erfahrung! Und was weiß sie schon, was ich als Erfolg verbuche. Noch weiß ich nicht, ob sie wahrlich so einfältig ist, oder sie mich provozierte, um mich zu testen, ob ich meinen Zorn im Zaume halten kann. Wie wenig sie über Anhur weiß. Ich bin der Sturm entfesselt auf dem Schlachtfeld nicht in einer Diskussion über belanglose Überempfindlichkeiten der hiesigen Bevölkerung wenn man Dinge beim Namen nennt. Die Menschen hier sind so fehlgeleitet in ihrem Charakter. Es wäre eine Lebensaufgabe sie alle zu läutern. Einzig der Zwerg scheint mir in gewissen Punkten recht vernünftig. In ihm habe ich vermutlich einen Verbündeten gegen die arkane Magie. Ansonsten verlief mein erster Tag den Erwartungen entsprechend. Ruhig und angefüllt mit fast schon erheiternden Fehltritten der hier Lebenden. Wie kann eine Stadt nur so unorganisiert sein. In zwei Stunden am Marktplatz fuhr ein und derselbe Karren drei Mal vorbei, als würde er nicht wissen wohin und woher. Diesen Eindruck machen unglaublich viele Passanten. Es fehlt an Ordnung und Disziplin in der Bevölkerung. Werte wie diese scheinen in diesen Landen keinen Stellenwert inne zu haben. Ich bin gespannt, welche Absonderlichkeiten mich die nächsten Tage erwarten. |
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| Autor: | Goran [ Sa 9. Apr 2011, 11:05 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Unzulänglichkeiten |
Wieder so ein potentieller Frevler als Vorgesetzten. Ein Feldwebel diesmal. Eröffnete mir mitten in der Patrollie, er würde auch über arkane Magie gebieten. Als ob ich in dem Moment hätte umdrehen und zurückreiten können. Zugleich ist er Helmit, wohl damit auch ein Kleriker. Wenigstens gibt ihm das einen moralischen Kompaß für die Ausübung seines arkanen Makels. Zugegebenermaßen, kann ich diesen Feldwebel irgendwie sogar leiden, denn er scheint recht vernünftige Ansichten zu haben, was in diesen Landen ja auffällig selten der Fall ist. Unsere Patrollie führte zu einem Vorposten. Eine Ruine nunmehr. Als ich sie erblickte, war dies nur ein weiterer Beweis für die Unzulänglichkeiten der westlichen Länder und ihrer Bewohner. Die sogenannten Mauern waren nur eher dürftig ausgebessert (und dieser Begriff ist deutlich beschönigend). Das was von den Mauern übrig war zeugte nicht von einem militärischen Vorposten sondern eher von einem umfriedeten Garten. Tore gab es gar nicht, es klafften lediglich große Lücken. Das Schlimmste jedoch war die Lage des Vorpostens. Mitten in einem breiten Tal und direkt neben einem Fluss, hinter dem ein Wald begann. Die Möglichkeiten der Umzingelung und Belagerung waren mannigfaltig, wenn man den Vorposten nicht einfach umgehen wollte, entweder durch das Tal, offen und dem Vorposten zum Hohn, oder verdeckt durch den Wald. Man muss schon von Glück sprechen, dass es tatsächlich den ein oder anderen Menschen in dieser Gegend gibt der wenigstens etwas taktischen Verständnis aufbringt, da der neue Aussenposten wohl erstens deutlich näher an der Stadt (und damit leichter zu versorgen) und auf wesentlich günstigerem Gelände gebaut wird. Ich bin jedoch gespannt welche gravierenden taktischen Fehlentscheidungen beim Bau dieses neuen Vorpostens getätigt werden. Wenigstens weiß ich seit der Patrollie mit dem Feldwebel, dass Anhur mich wohl wegen der Untoten und Trolle hier her entsandte. Diese Gegend scheint noch sehr wild und unbefriedet. Ein guter Ort für einen Gotteskrieger wie mich. |
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