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| Eine lange Suche nach dem Weg zurück... https://www.rivin.de/forumRO/viewtopic.php?f=25&t=6796 |
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| Autor: | Fezairin [ So 19. Feb 2012, 19:30 ] |
| Betreff des Beitrags: | Eine lange Suche nach dem Weg zurück... |
"Metallscheiben... Ich brauche mehr Metallscheiben...", dachte Nyaran, während er den eitrigen Huf eines Pferdes öffnete. Der Ackergaul war seit Tagen lahm, aber Nyaran liess den Eiter auslaufen. Er sah sich einige Male um, ob ihm einer der Knechte etwa zuschaute, dann sprach er einen Segen Angharrads über die Hufe. Die Wunde schloss sich schnell und das Pferd drehte ihm den Kopf zu, stuppste ihn sanft und leckte ihm den Hals. "Braver Junge...", sagte Nyardan beruhigend und tätschelte den Hals des Pferdes. Einige Minuten später besah er sich die Münzen in seiner Hand. Ein paar Kupferstücke und eine Silbermünze. Das würde nichtmal für eine Flasche Wein reichen, in der Steinstadt. Seufzend kehrte er zurück in den Wald. Ein leises Gezeter lies ihn wissen, dass Searos ebenfalls von der Jagd zurück gekehrt war. Mit einem Seufzen sah Nyaran zum Dachs, der ein Kaninchen vor ihm abwarf. Seine blutige Schnauze und geblähter Bauch zeigten, dass er bereits gespeist hatte. "Ich glaube, mein Freund, du hattest heute mehr Glück als ich, Searos." Der Dachs legte sich neben dem brennenden Feuer ab und schlief zustimmend ein. Nyaran begann das Kaninchen zu zerlegen. Dieser ganze Ort war so fremd für ihn wie der Elfenhof. Warum musste ausgerechnet er ausgesandt werden Valandor zu finden? Valandor sollte Fezairins Verschwinden aufklären und hatte dies zum Teil getan. Allerdings ohne Fezairin zurück zu bringen, wofür Nyaran sehr dankbar war, denn Fezairin war in seinen Augen nichts weiter als ein glorifizierter Mörder. Valandor hingegen... Aufgewachsen im Verbotenen Hain, war sein Bruder dennoch immer stark im Glauben an Angharradh gewesen. Er hatte viel erreicht hier, an diesem Ort, der ihm fremd war. Der Zwergenherrscher selbst schmiedete ihm ein Schwert, das ihre Freundschaft bekundete. "Wo in dieser Öde bist du, Valandor?", fragte sich Nyaran zum hundersten Mal. "Hat Ethlenn recht? Bist du mit einer Frau fort? Oder bist du über das Meer." Er zerteilte das Kaninchen und begann langsam einen Eintopf zu kochen. Er konnte nicht zurück, ohne Nachrichten. |
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| Autor: | Fezairin [ Do 23. Feb 2012, 21:04 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Eine lange Suche nach dem Weg zurück... |
Dies ist NICHT Allgemeinwissen... (Dies ist die Übersetzung des "Liedes der Dandariel" auch bekannt als "Die Ballade des Verlorenen Hauses" von Queris von Khaarsis. Man sagt, das Original sei bei weitem düsterer und jeder Dandariel hat seine eigene Strophe in ihm. Das Original wird nicht öffentlich gesungen. Die Übersetzung entstand in der Wartezeit auf die Endschlacht in der Halbebene Khaarsis, wo Fezairin Dandariel es Queris beibrachte, wissend, dass sein Tod nahe war. Man sagt Queris habe später das Wissen weitergegeben, doch auch von Fezairins Taten berichtet und wie er als einer der Verteidiger starb, die den Flüchtlingen Zeit verschafften, durch das Tor zu entkommen.) Höre von den Dandariels, Verlor'ner Familie Kind. Einst stolz und machtvoll waren sie, wie Blätter nun im Wind. Wo einst man ihr Zuhause sah, So stark in seiner Pracht, die goldenen Häfen von Nyrmidon. Versanken in ewiger Nacht. Wo einst Gelächter schallte hell sind nun die Hallen leer. Und wo die Barden Lieder sangen singt heute nur das Meer. Rasch war ihr Zorn in alter Zeit. Schnell funkelte die Klinge. Und unter Sternenbanner fiel Manch Drache, Ork, gar Binge. Doch nichts ist ewig in der Welt und alles hat ein Ende. Die Knochen unsrer Erde selbst sie barsten und brachten die Wende. Uralte Feinde erkannten die Chance - so lange auf Rache aus. Sie zogen gegen das sterbende Land zu morden in Tücke das Haus. Geschwächt durch die Schlacht versagt Erdmagie, so lange der Insel Schutz. Zu den Schiffen die Dandariels fliehn denn gebrochen ist nun ihr Trutz. Viele Jahre verstreut ziehen sie durch die Lande, die Elfen ein Heim. Und alles was von Nyrmidon blieb sind Geschichten, Gesang und Reim. --- Eines Tages dann erschall der Ruf Noch einmal des Banners der Sterne. Und alle Dandariels folgen getreu egal wie weit in der Ferne. So sprach Fürst Tyralan zu ihnen: "Mein Volk unser Land ist gebrochen! Doch mehr ist Familie als Gold und Ruhm. Ist gemeinsames Blut, Fleisch und Knochen!" "Ist die Ehre die in den Herzen lebt, durch sie sind wir ewig gebunden. Dort ist die Heimat, die unser ist, und ein Land das nie wird geschunden." "Dort weht das Banner, das kündet uns, von Dandariels tapferer Treue. Und unter ihm - für immer vereint - sollen kämpfen wir ohne Reue." "Wir sollen kein neues Land begehren, nichts gleicht dem, das ist verloren. Unser Land soll in unserer Seele sein auch für jene die noch nicht geboren." "Unser Feind soll all das Böse sein, das das Elfenvolk bedroht. Unsere Freunde alle die aufrecht sind. Und wir helfen, sind sie in Not." "So geht in die Welt, dies ist mein Befehl, und sind fünfzig Winter vergangen, treffen hier am Felsen wieder wir uns. Höret weiter und kennt kein Bangen!" "Nie vergessen soll jemals sein, wer mit unserem Namen stirbt. Sein Name lebt weiter in unserm Gesang solange die Welt nicht verdirbt." Und so zogen sie fort, verlorenes Kind, weit in die Reiche hinaus. Ihren Freunden als Kameraden treu ihren Feinden ein ewiger Graus. Einer von uns bist du - oh Kind - und dein Name wird nie vergessen. Doch wie man sich deiner erinnern wird wird an deinen Taten bemessen. Nachsatz: Historische Vermutungen über die Dandariels Ob es eine Insel Nyrmidon je gab, oder ob es eine Metapher für eine Art gelobtes Land oder ein Ideal ist, sei dahingestellt. Fest steht, es gibt die Dandariels. Von einigen werden sie zum Adel gerechnet, für andere gelten sie als Vagabunden. Und es besteht kein Zweifel daran, dass nicht jeder Dandariel ein gutes Herz hat. Einige waren ausgezeichnete Mörder und Diebe. Jedoch gibt es Gerüchte, dass sie sich immer noch alle fünzig Winter treffen. Wo der legendäre Felsen sein mag, weiss niemand genau. Ausser vielleicht den Familienmitgliedern. Und dieselben Gerüchte besagen, jeder Dandariel ist dort willkommen. Egal,ob gesuchter Mörder oder Ehrenmann. |
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