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| Ein Bad und ein Schriftstück https://www.rivin.de/forumRO/viewtopic.php?f=25&t=8729 |
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| Autor: | Necrobaw [ Do 3. Apr 2014, 23:31 ] |
| Betreff des Beitrags: | Ein Bad und ein Schriftstück |
Sie genoss den Luxus, keine Frage. Wie lange war es wohl her, dass sie so ausgiebig und heiss baden konnte...? Einhundert Jahre...? Schwer zu sagen, wenn man nicht einmal genau wusste, wie alt man war, und wie lange was her war. In jedem Fall war es verdammt lange her. Aber man konnte eben nicht alles haben. Und nun konnte sie es daher um so besser genießen... denn wer weiß, ob nicht direkt wieder einhundert Jahre vergehen würden, bis sie wieder dazu kommen würde, ein heisses, sauberes Bad in Sicherheit zu genießen...? Wobei Sicherheit natürlich Ansichtssache war. Konnte sie ihren neuen Verbündeten trauen? Konnte sie irgendwem trauen? Wahrscheinlich nicht wirklich. Aber dennoch, dies war der wohl angenehmste Abend seit extrem langer Zeit. Sie räkelte sich regelrecht im heissen Wasser, und betrachtete dabei die verschlungenen Linien, die sich über ihre Beine, ihren Unterleib, ihren Oberkörper, ihre Arme wunden. Dürr hatten sie sie genannt... pah! Sie war eben nicht so fett wie diese Menschenfrauen. Und überhaupt, diese ganzen Rundungen, auf die sie alle so stolz waren, nur hinderlich im Unterreich... Doch hatte sie ja noch eine andere Pflicht zu erfüllen... einen Text verfassen. Einen Text über etwas, von dem sie eigentlich fast nur Gerüchte gehört hatte, aber nungut, sicherlich mehr, als diese Menschen darüber wussten. Und so machte sie sich daran zu verfassen, worum man sie gebeten hatte. Der Text selbst war nicht besonders wissenschaftlich gehalten, man könnte meinen, dass einfach nur aufgeschrieben wurde, was ihr gerade einfiel... dabei fällt auf, dass es sehr ungelenk wirkte, als ob die Schreiberin sehr lange nichts mehr geschrieben hatte... Code: Drow, welche das Auge verehren, sind meist ziemlich wahnsinnig. Fanatisch und opferungswütig, sind sie immer auf der Suche nach neuen Opfern, die sie ihrem Gott darbringen können. Das Auge verschlingt alles, ohne zu unterscheiden, ob es Feind oder Freund war. Wobei es dem Auge am liebsten ist, wenn es freiwillig passiert, also sich jemand freiwillig opfert. Wer auch immer so blöd sein soll, um das zu machen.
Meistens sind diese Drow Aussenseiter. Eigentlich fast immer. Also, Ausgestossene, die ausserhalb der Gesellschaft sich aufhalten, Einsiedler im Unterreich und sowas alles... wobei es Gerüchte, leise Gerüchte gibt, dass sie sich zusammenschließen, und anderorts ganze Städte beherrschen... aber das kann ich bisher nicht bestätigen. Die Priester sind meist männlich, denn welche Frau würde sich schon von der Dunklen Mutter abwenden, nur um den Schleim anzubeten und ausgestossen zu werden... anstatt Schlangenpeitschen nutzen sie Tentakelstäbe, welche verschiedenste Wirkungen haben sollen, von Lähmung über Verbrennungen und Verätzungen bis hin zu einfachen, sofortigen Tod. Als Verbündete sind neben Schleimen und Gallertwürfeln noch Seiler zu nennen, Kreaturen, die an Stalakmiten erinnern, mit Tentakeln, die bei Berührung alle Kraft rauben können, so wie widernatürliche Kreaturen aus fernen Ebenen, oder den Tiefen des Unterreichs. Symbole wie das Auge, Schleime, das Verschlingen, Säure, der Feuertod, all dies weist auf sie hin, ebenso wie die Farben Purpur und Grün. Ach ja, und gerüchtemäßig gibt es so etwas wie Doppelgänger aus Schleim, die ebenso dem Auge dienen. |
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| Autor: | Necrobaw [ Do 10. Apr 2014, 22:18 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Ein Bad und ein Schriftstück |
Ein weiches Bett, so weich und... nunja, vor allem eben weich. Es war wirklich einladend. Besonders, wenn man bedachte, dass sie die letzten Jahrzehnte auf hartem Steinboden verbracht hatte... nicht einmal eben war jener gewesen. Ja, da war so ein Bett nun wirklich überaus verlockend. Natürlich war es nicht so, dass Rauvyl so schlief, wie es diese Menschen taten... nein, wie viele ihres Volkes hatte sie die Kunst der Reverie gemeistert. Ein echter Vorteil, wenn man nicht schlafen musste... insbesondere, wenn man alleine im Unterreich ruhen musste. Dennoch, in einem weichen Bett zu meditieren war schon etwas anderes, als auf hartem, unebenen Steinboden... Mittlerweile war sie aus ihrem heißen Bad getreten, und tropfte nur noch ein wenig ihr Zimmer voll mit dem nicht mehr wirklich warmen Wasser, und betrachtete nachdenklich abwechselnd das Schriftstück und das Bett. Hatte sie noch etwas vergessen, war noch etwas hinzuzufügen...? Seufzend schüttelte sie den Kopf, nahm sich eine der Decken... und hüllte ihre bloße Haut darin ein, nur um sich dann doch unter dem Bett, auf dem harten Boden niederzulassen. Manche Gewohnheiten waren schwer abzulegen. |
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