Waldelfen

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==Einleitung==
Waldelfen gehören als junges und selbstsicheres Volk, das die alten elfischen Waldlande stark hält, zu den zahlreichsten der faerûnischen Elfen. Als Erben der zweiten Generation der Elfennationen sehen Waldelfen ihre Reiche als natürliche Nachfolger von Ländern wie Eaerlann und Cormanthyr. Während die alten Imperien sich mit Stärke und Stolz ausweiteten, hoffen die Reiche der Waldelfen durch Mitgefühl und Bescheidenheit zu wachsen. Waldelfen sehen ihre Heimatlande nicht als einen von Faerûn abgetrennten Bereich - sie verstehen besser als ihre Vettern, dass, zum Guten oder zum Bösen, ihr Schicksal mit dem der Menschen, Zwerge und Halblinge um sich herum verknüpft ist.<br>
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Dieses Volk ist auch als Kupferelfen oder Sylvanelfen bekannt und hat kupferne Haut mit grüben oder braunem Stich sowie braune, grüne oder haselnussbraune Augen. Ihr Haar ist gemeinhin braun oder schwarz, zuweilen aber auch blond oder kupferrot. Waldelfen präferieren es sich in einfache Kleidung zu hüllen, ähnlich wie die Mondelfen, aber nicht ganz so farbenfroh. Sie bevorzugen Tuniken und Kleider einfachen Schnittes, die von gemeinen Stickereien in natürlichem Design betont werden.<br>
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Waldelfen, auch Kupferelfen oder Or-tel-quessir genannt, gehören in Faerûn zu den verbreitetsten elfischen Völkern. Sie verstehen sich als Hüter der alten Waldlande, die nach den Kronkriegen zurückblieben, und sehen ihre Gemeinschaften nicht als etwas vom übrigen Faerûn Getrenntes, sondern als Teil der Welt um sie herum. Statt auf Ausdehnung und Herrschaft setzen Waldelfen traditionell auf Nähe zur Natur, Bescheidenheit und ein Leben in enger Nachbarschaft zu anderen Völkern.<br>
Sie haben insbesondere Lederrüstungen gerne und tragen häufig liebevoll verzierte und verarbeitete, selbst wenn sie sich nicht bedroht sehen. Sie sind ein bescheidenes Volk und werten ihre Erscheinung nur selten mit Juwelen oder ähnlichen Accessoires auf.<br>
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Waldelfen sind meist an kupferfarbener oder lohfarbener Haut sowie an grünen, braunen oder haselnussbraunen Augen zu erkennen; ihr Haar ist in der Regel schwarz oder braun, gelegentlich aber auch blond oder kupferrot. Sie tragen bevorzugt schlichte Kleidung in Naturtönen und Lederrüstung, selbst dann, wenn sie sich nicht unmittelbar bedroht fühlen. In Größe und Statur entsprechen sie grob anderen Elfen, wirken jedoch oft etwas kräftiger gebaut.<br>
Waldelfen sind so groß gewachsen wie die meisten anderen faerûnischen Elfen, aber bulliger.
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==Volkseigenschaften==
 
==Volkseigenschaften==
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==Geschichte==
 
==Geschichte==
  
Waldelfen sind die jüngste Ergänzung der verschiedenen Elfenunterrassen Faerûns, obgleich die Geschichte ihrer Zivilisation weiterhin die der meisten anderen Völker Torils überschattet. Sie haben zudem die ungewöhnliche Differenzierung (die von Kupferelfen häufig als Ehre angesehen wird), dass sie das einzige Elfenvolk sind, das wirklich in Faerûn beheimatet ist. Die ersten Kupferelfen erschienen nicht auf einen Schlag. Ihr Volk vereinte sich langsam über den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte nach dem letzten Kronkrieg, indem es etliche der älteren Elfenarten vermischte.<br>
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Waldelfen sind die jüngste der faerûnischen Elfenunterrassen, zugleich aber in einem besonderen Sinn die ursprünglichsten: Sie gelten als einheimisch in Faerûn und gehen auf Elfen zurück, die nach den Kronkriegen ihre tiefen Waldsiedlungen nicht aufgaben. Aus diesen zurückgezogenen, eng verbundenen Gemeinschaften, die sich weiter von Hochmagie und vom alten imperialen Denken entfernten, entwickelte sich im Lauf der Zeit die eigene Kultur der Waldelfen.<br><br>
Die Kronkriege brachten die meisten großen Nationen der Ersten Blüte zu Fall. In den Nachwehen dieser schrecklichen Kriege blieben tausende von Elfen beraubt und obdachlos. Familien wurden auseinandergerissen und Jahrhunderte lang (eine Zeit, die den Elfen als die Wandernden Jahre bekannt ist) lebten diese Elfen das einfache Leben von Nomaden. Einige faerûnische Elfen wichen in ihre angestammten Heimat zurück und begannen einen Neuanfang, aber in weit geringerem Maßstab, was die zweite Generation der Elfennationen einläutete. Doch eine signifikante Anzahl von Elfen verspürte niemals das Bedürfnis dies zu tuen. Diese Elfen (vor allem Mond-, Sonnen- und Grünelfen) schworen ihr Volk niemals wieder von innerem Zwist auseinander driften zu lassen und zogen sich in die tiefsten Waldgebiete zurück, um Zuflucht vor dem Wahn der Welt zu finden.<br>
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Im östlichen Hochwald gründeten Waldelfen um 4700 DR das Reich Earlann, das später auch als Eaerlann bekannt wurde. Dort kamen sie mit den Zwergen von Delzoun in Kontakt und unterrichteten später die Netherese in Magie; eine Entscheidung, die sich als verhängnisvoll erweisen sollte, als Netheril nach der Entdeckung der Netherrollen zu einer Macht aufstieg, die ihre elfischen Förderer bald überragte. Nach dem Zusammenbruch Netherils nahmen die Waldelfen viele Flüchtlinge in Ascalhorn auf; 882 DR scheiterte dort eine massenhafte Beschwörung von Teufeln, und wenig später fiel auch Earlann selbst an ein Orkheer. Danach entstand kein neues großes Waldelfenreich mehr, und die Waldelfen blieben bei ihren bestehenden Waldgebieten und kleinen, verborgenen Siedlungen.
Im Gegensatz zu den Grünelfen verfielen diese selbst Exilierten nicht in Barbarei. Stattdessen bildeten sie eng verknüpfte Gemeinschaften, die in Kontakt mit anderen, gleichgesinnten Elfengemeinden blieben, die in anderen Wäldern verborgen waren. Über die Zeit hinweg wuchsen diese zurückgezogen lebenden Elfen enger an die natürliche Welt und entfremdeten sich von der Hochmagie und den uralten Legenden, die die Elfen aus ihrer ersten Heimat mitgebracht hatten. So wurden sie eine neue Unterrasse, abgesondert von ihren Artgenossen: die Waldelfen.<br>
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Während die Sonnenelfen und Mondelfen Reiche wie Immerdar und Evereska nach den Kronkriegen gründeten, war das uralte Eaerlann das Großreich der Waldlefen - ein Reich, das im östlichen Hochwald etwa -4.700 TZ gegründet wurde. Die Elfen Eaerlanns traten mit anderen jungen Imperien des Nordens in friedliche Handelsbeziehungen und Diplomatie, so dass sie sich kurz nach seiner Etablierung -3.900 TZ mit dem Zwergenreich Delzoun anfreundeten und die frühen Nesserer um -3.830 TZ in Magie unterwiesen.<br>
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Das Menschenreich Nesseril überschattete bald darauf seine elfischen Nachbarn, gewann an kriegerischer und magischer Macht in alarmierender Geschwindigkeit. Im Jahre -3.533 entdecken die Nesserer die Nesserrollen in den Ruinen Aryvandaars und schöpften begierig eine Magie aus, die so mächtig und schrecklich gewesen war, dass selbst die Sonnenelfen der Ersten Blüte es nicht gewagt hatten sie anzuwenden. Jahrhunderte lang strebten die Waldelfen Eaerlanns danach insgeheim den Stolz und Expansionismus der Nesserer unter Kontrolle zu halten, doch zerstörten sich die Nesserer im Jahre -339 TZ selbst, als Karsus nach Göttlichkeit suchte und stattdessen katastrophale Zerstörung über sein Volk brachte. Die Elfen Eaerlanns nahmen viele nesserische Überlebende auf und erlaubten ihnen in der Stadt Ascalhorn zu siedeln.<br>
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Die Elfen und Menschen des Nordens lebten eine Zeit in Frieden miteinander, doch war auch Ascalhorn dazu verdammt der Torheit von Magiern zu Opfer zu fallen. Unvorsichtige Beschwörungen von mächtigen Unholden führte zu einem raschen, schrecklichen Überfall von einer Armee Teufel, die die stolze Stadt im Jahre 882 TZ stürzten. Diesmal überlebte Eaerlann nicht die Zerstörung seines benachbarten Menschenreiches. Da Eaerlann bereits zutiefst geschwächt war von einem Jahr von Kämpfen gegen wilde Orkhorden, fiel es kurz nachdem Ascalhorn zur Höllentorfeste geworden war.<br>
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In den Jahren seit dem Fall Eaerlanns haben die Waldelfen kein Großreich mehr errichtet, sondern sich dafür entschieden auf Verborgenheit und Wachsamkeit zu vertrauen, statt auf Burgen und Städte. Obgleich sie den Ruf des Elfenrückzugs spürten, antworteten die Waldelfen nicht. Mit dem Ende des Rückzugs treten die Waldelfen aus ihren geheimen Heimstätten in den tiefen der faerûnischen Waldgebiete als starkes und selbstsicheres Volk hervor, dessen Vorsicht von Mitgefühl vergütet wird. Die Waldelfen des Hochwaldes träumen davon das alte Eaerlann wieder zu errichten, doch diesmal wird ihr Reich ein Reich von zurückgezogenen Dörfern und wachsamen Forstleuten sein, keins von ummauerten Städten und stolzen Kriegern.
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==Anschauungen==
 
==Anschauungen==
  
Waldelfen sind ruhig, gelassen und schwerlich zu überraschen. Ihre Geduld ist legendär. Sie sind eins mit der Natur und fühlen sich in Gebieten großer Zivilisation nicht wohl. Sie haben den Drang verloren zu bauen und die Natur durch Mauern und Paläste zu ersetzen. Selbst die Städte, die von ihren Elfenvettern erbaut werden, sind in Augen von Waldelfen töricht. Sie sind zu der Überzeugung gelangt, dass Gebäude aus Stein für die Natur vergänglich sind und mit der Zeit die Wälder zurückkehren werden, um die größten aller Städte zu überwachsen. Andere Völker interpretieren diese Haltung als fatalistisch oder herablassend, weshalb Waldelfen es als schwer empfinden sich mit irgendwem zu verstehen, der kein Waldelf ist.
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Waldelfen gelten als ruhig, beherrscht und schwer aus der Fassung zu bringen. Ihre Geduld ist sprichwörtlich, doch ihre Sicht auf Städte und Festungen ist nüchtern: Sie betrachten solche Bauwerke als vergänglich und erwarten, dass die Natur sie irgendwann zurückerobert. Deshalb wirken sie auf andere Völker mitunter distanziert oder herablassend, auch wenn ihr eigenes Selbstbild eher von Bescheidenheit und Naturverbundenheit geprägt ist.
  
 
===Waldelfische Rollen===
 
===Waldelfische Rollen===
  
Von allen Elfenvölkern hegen Kupferelfen die geringste Faszination für arkane Magie. Sie verstehen seine Macht und eine gewisse Zahl ihres Volkes studiert seine Mysterien, doch ist der Kunstgriff arkaner Überlieferung schlicht ein weiterer Weg Herrschaft über die natürliche Ordnung der Dinge auszudrücken und Waldelfen sehen es in diesem Licht. Waldelfen geben exzellente Kämpfer, Waldläufer und Schurken ab, da sie auf ihre natürliche Stärke und Schnelligkeit setzen, um Herausforderungen zu meistern. Waldelfen aus besonders abgelegenen Wäldern werden manchmal Barbaren. Kleriker sind einigermaßen selten unter diesem Volk, doch sind Druiden dafür sehr üblich und zählen zu den prominentesten Zauberwirkern des Volkes<br>
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Waldelfen zeigen wenig Neigung zu arkaner Magie; sie begegnen ihr eher mit Skepsis als mit Faszination. Wenn sie sich auf magische Wege einlassen, geschieht das häufiger über Druidik als über das Studium von Zaubern und Büchern. Entsprechend sind unter Waldelfen vor allem Kämpfer, Waldläufer und Schurken verbreitet, während Druiden einen besonders hohen Stellenwert einnehmen. Aus abgelegenen Regionen stammen auch manchmal Barbaren; Kleriker sind vergleichsweise selten, aber nicht unbekannt. Zu den möglichen Prestigeklassen gehören unter anderem Arkane Bogenschützen, Hierophanten und Harfner Kundschafter.
'''Bevorzugte Klasse:''' Waldelfen sind meisterhafte Jäger und die meisten Trainieren genug, um zumindest eine Stufe Waldläufer aufzuwarten. Zu ihren Erzfeinden zählen normalerweise Orks, Gnolle, Externare (Berührte) und andere wilde Rassen, die in der nähe der traditionellen Heimat der Waldelfen verweilen.<br>
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'''Prestigeklassen:''' Wenn Waldelfen sich dazu entschließen eine Prestigeklasse zu bekleiden, werden sie zumeist vom Arkanen Bogenschützen oder Hierophanten angezogen. Wie die Mondelfen sind auch Waldelfen den Harfnern und allem, wofür sie stehen, wohlgesinnt, so dass sie häufig Harfnerkundschafter werden. Wenige Waldelfen werden Zaubersänger oder Klingsänger.
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==Waldelfische Gesellschaft==
 
==Waldelfische Gesellschaft==
  
Waldelfen leben im Einklang mit der Natur und nutzen, was natürlich vorkommt, um sich zu schützen und zu verteidigen. Sie sind keine Nomaden und beanspruchen weite Territorien in den tiefsten Waldgebieten Faerûns. Einige Waldelfen entscheiden sich dazu ohne Häuser, Ausstattung und jeglichen Besitz, den sie nicht mit sich tragen können, auszukommen und nutzen die hohen Äste großer Bäume oder natürliche Höhlen in ihren Wurzeln als Unterschlupf und Vorratslager. Die meisten Waldelfen bevorzugen es stattdessen in kleinen Dörfern von permanenten Häusern aus natürlichem Feldgestein und liebevoll geschnitztem Holz zu wohnen, die so umsichtig mit der natürlichen Wildnis verschmilzt, dass ein menschlicher Jäger vielleicht durch das Zentrum eines Waldelfen Dorfes läuft und nicht einmal bemerkt, wo er gerade hindurch ging.<br>
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Waldelfen leben nicht nomadisch, sondern beanspruchen weitläufige Waldgebiete als ihren Lebensraum. Ihre Siedlungen sind klein, gut verborgen und meist in ältere, erfahrene Gemeinschaften gegliedert, die von Ältestenräten geführt werden; diese werden häufig von örtlichen Druiden beraten, die auch die Verbindung zwischen einzelnen Dörfern stärken. Ihre Häuser bestehen oft aus Naturstein oder sorgfältig verarbeitetem Holz, mitunter leben Waldelfen sogar in Baumkronen oder natürlichen Höhlen. Viele halten den Eingriff in die Landschaft so gering wie möglich und sind hervorragende Handwerker, besonders bei Bögen, Pfeilen und Lederarbeiten.
Waldelfen halten an einer Tradition von Führung durch ihre Ältesten und erfahrensten Druiden fest, obwohl die meisten Dörfer einen Ältesten Rat bilden, ausgewählt aus den weisesten und versiertesten Elfen jeder Familie, um das Tagesgeschäft abzuwickeln. Die druidische Hierarchie dient dazu Waldelfen unterschiedlicher Dörfer zu einen und alle Waldelfen eines bestimmten Waldes zu ein gemeinsames Reich zusammenzuschweißen. Die Druiden erdreisten sich nicht dazu den Ältesten zu sagen wie sie ein Dorf zu führen haben, aber die Ältesten messen allgemein allem, was ein Druide zu sagen weiß, große Bedeutung bei.<br>
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Waldelfen tuen sich bei der Jagd hervor. Sie verbringen viel ihrer Zeit damit durch ihr ausgewähltes Territorium auf der Suche nach Nahrung oder Eindringlingen in ihr Reich zu pirschen. Den Rest ihrer Zeit verbringen sie damit unter den Zweigen umher zu tollen — in diesem Belang sind sie den Mond- und Wildelfen sehr ähnlich. Mit dem Ende des Rückzugs kommen Waldelfen rasch wieder in Kontakt mit der zivilisierten Welt. Obwohl sie zurückhaltend darin sind andere in ihr Land einzulassen, verstehen Waldelfen, dass sich Zeiten ändern. Wenn sie als Volk überleben wollen, ist es vielleicht auch für die Kupferelfen an der Zeit sich zu verändern.
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Waldelfen jagen regelmäßig und verbringen viel Zeit in den Wäldern ihres Reviers. Haustiere halten sie nicht so häufig wie andere Völker; stattdessen verbinden sie sich oft eng mit der lokalen Tierwelt. Besonders geschätzt werden Großkatzen wie Berglöwen, Pumas und Leoparden, außerdem fühlen sich Waldelfen den intelligenten Rieseneulen verbunden, die ihnen im Gegenzug als Späher dienen können.
  
 
==Sprache und Bildung==
 
==Sprache und Bildung==
  
Alle Waldelfen sprechen Elfisch, die Handelssprache und die Sprache ihrer Heimatregion, falls vorhanden. Der durchschnittliche Waldelf hat weder das Interesse noch das Engagement, das erforderlich ist, um andere Sprachen zu lernen. Jene, die es doch aufbringen, lernen Chondathan, Drakonisch, Gnomisch, Goblin, Gnollisch und Sylvan.<br>
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Waldelfen sprechen in der Regel Elfisch und Gemeinsprache; in ihren Heimatgebieten ist außerdem Wildelfisch verbreitet. Lesen und Schreiben beherrschen Waldelfen grundsätzlich, abgesehen von vielen Barbaren unter ihnen.
Alle Waldelfencharaktere können lesen und schreiben, abgesehen von ihren Barbaren.
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==Waldelfische Magie und Wissen==
 
==Waldelfische Magie und Wissen==
  
Unter Waldelfen findet Magie seinen wahrsten Ausdruck in der Macht, die ein Druide der natürlichen Welt entlockt. Die Magie der Magier ist suspekt — all die Zeit zwischen dicken Wälzern scheidet den Zauberwirker von der umgebenden Welt — und Kleriker müssen ferne Götter um Hilfe anrufen. Im Kontrast dazu nutzen Druiden die Macht, um den Wald zu beschützen und zu pflegen, und Waldelfen sind pragmatisch genug, um Magie nach seinem Endergebnis zu beurteilen.
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Bei Waldelfen genießt vor allem die Macht der Naturmagie Ansehen. Zauberwirker, die sich weit von der natürlichen Welt entfernen, werden eher skeptisch betrachtet, während Druiden als die glaubwürdigsten Hüter der magischen Ordnung gelten. Arkanwirker sind unter Waldelfen dennoch nicht unbekannt, doch besitzt das Volk keine ausgeprägte eigene arkan-magische Tradition.
  
 
===Zauber und Zaubern===
 
===Zauber und Zaubern===
  
Wenngleich Waldelfen so magisch sind wie andere Elfenvölker, haben sie ihr Interesse an arkaner Magie zum Großteil aufgegeben. Die meisten waldelfischen Zauberwirker sind Druiden und Waldläufer und obwohl waldelfische Barden, Hexenmeister und Magier keineswegs unbekannt sind, haben sie keine eigene spezifische, magische Tradition entwickelt.
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Waldelfen haben grundsätzlich Zugang zu elfenmagischen Traditionen, doch hat sich ihr Interesse an der arkanen Zauberei im Lauf ihrer Geschichte deutlich abgeschwächt. Unter ihren Zauberwirkern sind Druiden besonders häufig; daneben kommen auch Barden, Zauberer und andere arkan Begabte vor, jedoch ohne eine eigenständige, volkstypische Schule der Magie.
  
 
==Waldelfische Götter==
 
==Waldelfische Götter==
  
Waldelfen verehren die Seldarine, doch hegen sie einen besonderen Respekt und Ehrfurcht für die uralten Waldkräfte Faerûns, Silvanus und Mielikki. Unter den Seldarine achten Waldelfen besonders Solonor Thelandira, den Großen Schützen, und Rillifane Rallathil, den Blätterfürsten. Solonor, als Gottheit des Bogenschießens und der Jagd, wird als besonderer Patron der Waldelfen angesehen und vor einem Kampf wird ein Waldelf häufig seinen Namen anrufen.
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Waldelfen verehren die Seldarine, haben aber zugleich eine besondere Beziehung zu Gottheiten, die die Wildnis schützen. Dazu gehören insbesondere Silvanus und Mielikki; unter den elfischen Göttern genießen Solonor Thelandira und Rillifane Rallathil besonderes Ansehen. Solonor gilt vielen Waldelfen als wichtiger Schutzpatron der Jagd und des Bogenschießens.
  
 
==Beziehungen zu anderen Völkern==
 
==Beziehungen zu anderen Völkern==
  
In den fünfhundert Jahren seit dem Fall Eaerlanns sind die Waldelfen von den meisten anderen Völkern Faerûns vergessen worden. Nur jene Menschen und Zwerge, die im Norden beheimatet sind und mit den Grenzen des Hochwaldes vertraut, haben Kupferelfen gesehen und selbst dann trafen sich vermutlich einen einsamen Jäger oder Waldläufer. Obschon Waldelfen sich tief in verbotene Wäldern zurückziehen und daher für ihre Nachbarn unzugänglich sind, zählen sie ironischerweise zu den mitfühligeren und verständnisvolleren Elfenvölkern. Wie Mondelfen akzeptieren sie die Macht der Menschheit und streben danach mit ihren menschlichen Nachbarn zusammenzuleben und ihre Ausbreitung zu leiten, statt nach Wegen zu suchen die menschenbewohnten Länder in ihrem Tuen zu hindern oder sie einzuschüchtern.<br>
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Waldelfen verstehen sich im Allgemeinen gut mit anderen Völkern Faerûns, auch wenn sie ihre eigenen Artgenossen bevorzugen. Mit Menschen und Zwergen arbeiten sie häufig gut zusammen, ebenso mit Gnomen und Halblingen; selbst Halborks werden von ihnen eher geduldet als viele andere Elfen es tun würden. Besonders eng ist ihre historische Verbindung zu den Schildzwergen von Ammarindar. Ihr stärkster Widerwille gilt dagegen Orks und Gnollen, vor allem wegen der Verwüstungen, die solche Raubzüge in ihren Wäldern anrichten.
Waldelfen haben eine lange Geschichte der Zusammenarbeit mit Schildzwergen, deren Reich Ammarindar viele Jahrhunderte an der Seite ihres eigenen Reiches Eaerlann im Tal des Delimbiyr stand. Dementsprechend sind sie den meisten anderen Zwergen ebenfalls wohlgesinnt. Gnome und Halblinge werden beide als Freunde und potentielle Verbündete begrüßt. Dem entgegen haben Waldelfen einen besonders kalten Platz in ihren Herzen für Kreaturen wie Orks und Gnolle reserviert, die Äxte, Feuer und Massaker in die Wälder, die die Waldelfen geschworen haben zu erhalten, bringen.
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==Waldelfische Ausrüstung==
 
==Waldelfische Ausrüstung==
  
Waldelfen arbeiten nicht oft mit Metall, aber das liegt nicht an dem Mangel ihrer Fertigkeit oder Wissen darüber. Es ist eher so, dass sie einfach kein Interesse hegen mit Metall zu arbeiten. Sie präferieren es ihre Waffen aus Holz und Stein zu fertigen.
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Waldelfen arbeiten zwar mit Metall, zeigen daran aber wenig besonderes Interesse. Bevorzugt fertigen sie Waffen und Ausrüstung aus Holz, Stein und Leder an. Ihre Lederrüstungen werden häufig so gefärbt und verarbeitet, dass sie sich gut in die Umgebung einfügen und im Wald zusätzlichen Schutz bieten.
  
 
===Waffen und Rüstung===
 
===Waffen und Rüstung===
 
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Waldelfen sind Meister im Herstellen von Rüstzeug und Waffen. Besonders gern fertigen sie Bögen aller Art an, Armbrüste jedoch nicht. Darüber hinaus haben sie eine Reihe von Spezialpfeilen entwickelt, darunter Pfeile mit größerer Reichweite sowie solche, die als Signalvorrichtungen dienen.<br>
Waldelfen sind Meister darin Rüstzeug und Waffen herzustellen. Insbesondere haben sie einen Hang dazu Bogen aller Art herzustellen (aber keine Armbrüste). Waldelfen haben zudem eine breite Palette von Spezialpfeilen entwickelt, darunter Pfeile, die weiter als normal fliegen oder als Signalvorrichtungen dienen.<br>
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Diese Pfeile werden Besucherinnen und Besuchern gewöhnlich nicht verkauft, da Geld aus der Außenwelt in ihrer Gesellschaft nur wenig Bedeutung hat; Verbündeten werden sie jedoch mitunter als Geschenke überlassen. Ein großer Teil waldelfischer Pfeile gelangt überhaupt erst in Umlauf, nachdem er auf Eindringlinge abgeschossen wurde. Bogner anderer Völker haben es schwer, diese Fertigkeiten nachzuahmen, und tun sich mit den waldelfischen Spezialpfeilen entsprechend schwer.<br>
Diese Pfeile werden allgemein nicht an Besucher verkauft, da Waldelfen wenig Nutzen für Geld aus der Außenwelt in ihrer Gesellschaft haben, doch geben sie diese Pfeile häufig an Verbündete als Geschenk weiter. Natürlich findet der Großteil von waldelfischen Pfeilen seinen Weg in die Welt, nachdem er auf Eindringlinge verschossen wurde. Jeder Bogner, der nicht von Waldelfen unterrichtet wurde, erleidet ein Malus von 4 auf alle Handwerkswürfe, um diese Spezialpfeile herzustellen.<br>
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Waldelfen verstehen es außerdem, ihre Lederrüstungen in genau den Grün- und Brauntönen zu färben, die sich dem Laubwerk ihres Waldes anpassen. Tragen sie im Heimwald eine entsprechend getarnte Rüstung, erhalten sie einen +4 Umstandsbonus auf Versteckenwürfe.
Waldelfen sind erfahren darin ihre Lederrüstungen in den exakten Schattierungen von Grün und Braun zu färben, die das umgebende Blattwerk aufweist. Wenn sie in ihrem Heimwald sind, erhalten Waldelfen, deren Rüstungen mit der Tarnfarbe behandelt wurde, einen +4 Umstandsbonus auf Versteckenwürfe.
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===Tiere und Haustiere===
 
===Tiere und Haustiere===
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Waldelfen fühlen sich unter den Geschöpfen des Waldes ganz selbstverständlich zu Hause und knüpfen oft enge Bindungen an die dort lebende Tierwelt. Sie halten Tiere nicht unbedingt im üblichen Sinn als Haustiere, sondern teilen mit ihnen vielmehr denselben Lebensraum.<br>
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Besonders geschätzt werden Großkatzen wie Berglöwen, Pumas und Leoparden. Auch zu Rieseneulen pflegen Waldelfen eine besondere Beziehung: Diese intelligenten Geschöpfe dienen ihnen häufig als Vorpostenspäher, während die Waldelfen sie im Gegenzug in gefährlichen Zeiten beschützen.
  
Waldelfen sind mit den anderen Geschöpfen der Wälder völlig zu Hause und verbünden sich häufig mit jedem, das in der Region lebt. Sie halten sie sich nicht zwangsweise als Haustiere, sondern teilen stattdessen zufällig dasselbe Territorium. Ihre geschätzten Tiergefährten sind verschiedene Großkatzen, insbesondere Berglöwen, Pumas und Leoparden. Waldelfen pflegen auch ein verwandtschaftliches Verhältnis zu Rieseneulen, einige der einzigen intelligenten Geschöpfe, bei denen sie sich völlig behaglich fühlen. Die zwei Gruppen leben meist in Harmonie, wobei die Eulen den Elfen als Vorstoßspäher dienen und die Elfen den Eulen in gefährlichen Zeiten als Beschützer.
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==Quellen==
  
==Quellen==
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* Races of Faerûn
  
* Races of Faerûn, S. 45 - 47
 
 
[[Kategorie:Elfen]]
 
[[Kategorie:Elfen]]

Aktuelle Version vom 30. April 2026, 17:36 Uhr

Waldelfen

Zweitname Sy'Tel'Quessir
Kupferelfen
Sylvanelfen
Heimatregion Die Tallande, das Große Tal, der Hochwald, der Norden, Tethyr, die Westlichen Herzlande
Größe ♂ 152 cm bis 198 cm
♀ 140 cm bis 185 cm
Gewicht ♂ 47 kg bis 118 kg
♀ 38 kg bis 109 kg
Lebensspanne meist bis zu 700 Jahre und länger
Hautfarbe Kupfern mit grünem oder braunem Stich
Haarfarbe Schwarz, Blond, Braun, Kupferrot
Augenfarbe Grün, Braun, Haselnussbraun
Merkmale körperlich stark, naturalistisch
Bevorzugte Klasse Waldläufer
Sprache Elfisch, die Handelssprache, Heimatregion
Zweitsprachen Condathan, Drakonisch, Gnomisch, Goblin, Gnollisch, Sylvan
Häufige Gesinnung
RG NG CG
RN N CN
RB NB CB

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Einleitung

Waldelfen, auch Kupferelfen oder Or-tel-quessir genannt, gehören in Faerûn zu den verbreitetsten elfischen Völkern. Sie verstehen sich als Hüter der alten Waldlande, die nach den Kronkriegen zurückblieben, und sehen ihre Gemeinschaften nicht als etwas vom übrigen Faerûn Getrenntes, sondern als Teil der Welt um sie herum. Statt auf Ausdehnung und Herrschaft setzen Waldelfen traditionell auf Nähe zur Natur, Bescheidenheit und ein Leben in enger Nachbarschaft zu anderen Völkern.
Waldelfen sind meist an kupferfarbener oder lohfarbener Haut sowie an grünen, braunen oder haselnussbraunen Augen zu erkennen; ihr Haar ist in der Regel schwarz oder braun, gelegentlich aber auch blond oder kupferrot. Sie tragen bevorzugt schlichte Kleidung in Naturtönen und Lederrüstung, selbst dann, wenn sie sich nicht unmittelbar bedroht fühlen. In Größe und Statur entsprechen sie grob anderen Elfen, wirken jedoch oft etwas kräftiger gebaut.

[Bearbeiten] Volkseigenschaften

  • Veränderung der Attribute: +2 Stärke, +2 Geschicklichkeit, -2 Intelligenz, -2 Konstitution.
  • Widerstandskraft gegen Bezauberung: Immunität gegen magische Schlafeffekte, +2 Volksbonus auf Rettungswürfe gegen Verzauberungseffekte und -zauber.
  • Umgang mit Waffen (Elf): Elfen erhalten Umgang mit Kriegswaffen-Talente für Langschwert, Rapier, Langbogen und Kurzbogen (inkl. Komposit-Varianten) als Bonustalente.
  • Scharfe Sinne: +2 Volksbonus auf Lauschen-, Suchen- und Entdeckenwürfe. Ein Elf, der bis zu 1,5 Meter von einem Geheimnis oder einer Geheimtür entlanggeht, bekommt einen Suchenwurf, um das Geheimnis zu entdecken, so als hätte er bewusst danach gesucht.
  • Dämmersicht: Elfen sehen doppelt soweit wie es ein Mensch bei Zwielicht, in der Dämmerung, bei Kerzenlicht oder ähnlichen Helligkeitsbedingungen vermag.

[Bearbeiten] Geschichte

Waldelfen sind die jüngste der faerûnischen Elfenunterrassen, zugleich aber in einem besonderen Sinn die ursprünglichsten: Sie gelten als einheimisch in Faerûn und gehen auf Elfen zurück, die nach den Kronkriegen ihre tiefen Waldsiedlungen nicht aufgaben. Aus diesen zurückgezogenen, eng verbundenen Gemeinschaften, die sich weiter von Hochmagie und vom alten imperialen Denken entfernten, entwickelte sich im Lauf der Zeit die eigene Kultur der Waldelfen.

Im östlichen Hochwald gründeten Waldelfen um 4700 DR das Reich Earlann, das später auch als Eaerlann bekannt wurde. Dort kamen sie mit den Zwergen von Delzoun in Kontakt und unterrichteten später die Netherese in Magie; eine Entscheidung, die sich als verhängnisvoll erweisen sollte, als Netheril nach der Entdeckung der Netherrollen zu einer Macht aufstieg, die ihre elfischen Förderer bald überragte. Nach dem Zusammenbruch Netherils nahmen die Waldelfen viele Flüchtlinge in Ascalhorn auf; 882 DR scheiterte dort eine massenhafte Beschwörung von Teufeln, und wenig später fiel auch Earlann selbst an ein Orkheer. Danach entstand kein neues großes Waldelfenreich mehr, und die Waldelfen blieben bei ihren bestehenden Waldgebieten und kleinen, verborgenen Siedlungen.

[Bearbeiten] Anschauungen

Waldelfen gelten als ruhig, beherrscht und schwer aus der Fassung zu bringen. Ihre Geduld ist sprichwörtlich, doch ihre Sicht auf Städte und Festungen ist nüchtern: Sie betrachten solche Bauwerke als vergänglich und erwarten, dass die Natur sie irgendwann zurückerobert. Deshalb wirken sie auf andere Völker mitunter distanziert oder herablassend, auch wenn ihr eigenes Selbstbild eher von Bescheidenheit und Naturverbundenheit geprägt ist.

[Bearbeiten] Waldelfische Rollen

Waldelfen zeigen wenig Neigung zu arkaner Magie; sie begegnen ihr eher mit Skepsis als mit Faszination. Wenn sie sich auf magische Wege einlassen, geschieht das häufiger über Druidik als über das Studium von Zaubern und Büchern. Entsprechend sind unter Waldelfen vor allem Kämpfer, Waldläufer und Schurken verbreitet, während Druiden einen besonders hohen Stellenwert einnehmen. Aus abgelegenen Regionen stammen auch manchmal Barbaren; Kleriker sind vergleichsweise selten, aber nicht unbekannt. Zu den möglichen Prestigeklassen gehören unter anderem Arkane Bogenschützen, Hierophanten und Harfner Kundschafter.

[Bearbeiten] Waldelfische Gesellschaft

Waldelfen leben nicht nomadisch, sondern beanspruchen weitläufige Waldgebiete als ihren Lebensraum. Ihre Siedlungen sind klein, gut verborgen und meist in ältere, erfahrene Gemeinschaften gegliedert, die von Ältestenräten geführt werden; diese werden häufig von örtlichen Druiden beraten, die auch die Verbindung zwischen einzelnen Dörfern stärken. Ihre Häuser bestehen oft aus Naturstein oder sorgfältig verarbeitetem Holz, mitunter leben Waldelfen sogar in Baumkronen oder natürlichen Höhlen. Viele halten den Eingriff in die Landschaft so gering wie möglich und sind hervorragende Handwerker, besonders bei Bögen, Pfeilen und Lederarbeiten.

Waldelfen jagen regelmäßig und verbringen viel Zeit in den Wäldern ihres Reviers. Haustiere halten sie nicht so häufig wie andere Völker; stattdessen verbinden sie sich oft eng mit der lokalen Tierwelt. Besonders geschätzt werden Großkatzen wie Berglöwen, Pumas und Leoparden, außerdem fühlen sich Waldelfen den intelligenten Rieseneulen verbunden, die ihnen im Gegenzug als Späher dienen können.

[Bearbeiten] Sprache und Bildung

Waldelfen sprechen in der Regel Elfisch und Gemeinsprache; in ihren Heimatgebieten ist außerdem Wildelfisch verbreitet. Lesen und Schreiben beherrschen Waldelfen grundsätzlich, abgesehen von vielen Barbaren unter ihnen.

[Bearbeiten] Waldelfische Magie und Wissen

Bei Waldelfen genießt vor allem die Macht der Naturmagie Ansehen. Zauberwirker, die sich weit von der natürlichen Welt entfernen, werden eher skeptisch betrachtet, während Druiden als die glaubwürdigsten Hüter der magischen Ordnung gelten. Arkanwirker sind unter Waldelfen dennoch nicht unbekannt, doch besitzt das Volk keine ausgeprägte eigene arkan-magische Tradition.

[Bearbeiten] Zauber und Zaubern

Waldelfen haben grundsätzlich Zugang zu elfenmagischen Traditionen, doch hat sich ihr Interesse an der arkanen Zauberei im Lauf ihrer Geschichte deutlich abgeschwächt. Unter ihren Zauberwirkern sind Druiden besonders häufig; daneben kommen auch Barden, Zauberer und andere arkan Begabte vor, jedoch ohne eine eigenständige, volkstypische Schule der Magie.

[Bearbeiten] Waldelfische Götter

Waldelfen verehren die Seldarine, haben aber zugleich eine besondere Beziehung zu Gottheiten, die die Wildnis schützen. Dazu gehören insbesondere Silvanus und Mielikki; unter den elfischen Göttern genießen Solonor Thelandira und Rillifane Rallathil besonderes Ansehen. Solonor gilt vielen Waldelfen als wichtiger Schutzpatron der Jagd und des Bogenschießens.

[Bearbeiten] Beziehungen zu anderen Völkern

Waldelfen verstehen sich im Allgemeinen gut mit anderen Völkern Faerûns, auch wenn sie ihre eigenen Artgenossen bevorzugen. Mit Menschen und Zwergen arbeiten sie häufig gut zusammen, ebenso mit Gnomen und Halblingen; selbst Halborks werden von ihnen eher geduldet als viele andere Elfen es tun würden. Besonders eng ist ihre historische Verbindung zu den Schildzwergen von Ammarindar. Ihr stärkster Widerwille gilt dagegen Orks und Gnollen, vor allem wegen der Verwüstungen, die solche Raubzüge in ihren Wäldern anrichten.

[Bearbeiten] Waldelfische Ausrüstung

Waldelfen arbeiten zwar mit Metall, zeigen daran aber wenig besonderes Interesse. Bevorzugt fertigen sie Waffen und Ausrüstung aus Holz, Stein und Leder an. Ihre Lederrüstungen werden häufig so gefärbt und verarbeitet, dass sie sich gut in die Umgebung einfügen und im Wald zusätzlichen Schutz bieten.

[Bearbeiten] Waffen und Rüstung

Waldelfen sind Meister im Herstellen von Rüstzeug und Waffen. Besonders gern fertigen sie Bögen aller Art an, Armbrüste jedoch nicht. Darüber hinaus haben sie eine Reihe von Spezialpfeilen entwickelt, darunter Pfeile mit größerer Reichweite sowie solche, die als Signalvorrichtungen dienen.
Diese Pfeile werden Besucherinnen und Besuchern gewöhnlich nicht verkauft, da Geld aus der Außenwelt in ihrer Gesellschaft nur wenig Bedeutung hat; Verbündeten werden sie jedoch mitunter als Geschenke überlassen. Ein großer Teil waldelfischer Pfeile gelangt überhaupt erst in Umlauf, nachdem er auf Eindringlinge abgeschossen wurde. Bogner anderer Völker haben es schwer, diese Fertigkeiten nachzuahmen, und tun sich mit den waldelfischen Spezialpfeilen entsprechend schwer.
Waldelfen verstehen es außerdem, ihre Lederrüstungen in genau den Grün- und Brauntönen zu färben, die sich dem Laubwerk ihres Waldes anpassen. Tragen sie im Heimwald eine entsprechend getarnte Rüstung, erhalten sie einen +4 Umstandsbonus auf Versteckenwürfe.

[Bearbeiten] Tiere und Haustiere

Waldelfen fühlen sich unter den Geschöpfen des Waldes ganz selbstverständlich zu Hause und knüpfen oft enge Bindungen an die dort lebende Tierwelt. Sie halten Tiere nicht unbedingt im üblichen Sinn als Haustiere, sondern teilen mit ihnen vielmehr denselben Lebensraum.
Besonders geschätzt werden Großkatzen wie Berglöwen, Pumas und Leoparden. Auch zu Rieseneulen pflegen Waldelfen eine besondere Beziehung: Diese intelligenten Geschöpfe dienen ihnen häufig als Vorpostenspäher, während die Waldelfen sie im Gegenzug in gefährlichen Zeiten beschützen.

[Bearbeiten] Quellen

  • Races of Faerûn
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