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Die Suche - Eine Geschichte von Macht, Göttern, Teufeln, Dämonen, Gier, Menschlichkeit, Wahnsinn, Leid und Euphorie.
Prolog.
Eine Bühne, errichtet für eine Rede, verhüllt durch einen schwarzen Vorhang. Ein neues Gesicht hat beschlossen sich endlich der versammelten Riviner Gemeinde vorzustellen.
Der Vorhang lüftet sich. Alles ist dunkel. Ein Scheinwerfer aktiviert sich und erleuchtet das Zentrum.
Es ist leer.
Nun sind kleine tapsige Schritte zu hören, welche von Rechts die Bühne betreten. Im Lichtkegel wird eine Kreatur sichtbar, nicht größer als ein Kind und gehüllt in Kleidung, die den Großteil des Körpers verdeckt, als wolle es sich vor der Welt verbergen. In den Händen hält das Wesen einige Zettel mit der vorbereiteten Rede.
"Ich....." Es wirft einen starren Blick in die Masse. "Ich........ähm....." Sein Blick wandert zwischen dem Publikum und dem Papier hin und her, immer hektischer werdend. "Ich......ähm.......................wir....." Die blanke Panik ergreift das kleine Wesen. Vor lauter Furcht bricht es in Tränen aus, wirft de Zettel weg, und rennt weinend nach links hinter die Bühne, in die Sicherheit der Verborgenheit.
"Bitte verzeiht meinem kleinen Freund..." Ein sehr großer und dürrer Mann betritt die Bühne von Rechts, lachend und mit tänzelnden Schritten. Seine kleidung ist vornehm, eng anliegend und äußerst bunt, wie sein zerzaustes Haar, in welches stellenweise bunte Perlen und Federn eingeflochten sind. Seine Gesichtszüge sind spitz wie seine Schuhe. Abgerunded wird dieses Erscheinungsbild durch seinen auf der einen Seite Rosanen und bis zur anderen Seite ins Blauviolett übergehenden Melonenhut. "...er ist ein wenig schüchtern. Wenn sie nun erlauben, dass wir uns Vorstellen" Er verbeugt sich untertänigst vor dem Publikum, als plötzlich ein weiterer die Bühne ebenfalls von rechts betritt. Groß, imposant, furchteinflößend. Ein dämonisches Wesen mit Hörnen, feurigem Atem, blutrote Haut, muskulös, hoch wie zwei Männer und ebenso breit. Der Dämon : "Ist dieses Theater dem niedern Fußvolk gegenüber wirklich von Nöten? Das ist bloß eine Verschwendung unserer wertvollen Zeit. Außerdem gibt es auch andere, eindrucksvollere Möglichkeiten unsere Überlegenheit zu demonstrieren." Der große Mann (Immernoch mit einem breiten Grinsen im Gesicht) : "Sei doch nicht immer so unhöflich, du ungebildeter Haufen Biomasse! Das Mindeste was wir tun können ist, uns wenigstens vorzustellen. Und was verstehst du schon von darstellender Kunst. Dieses Stück ist eine großartige Inszenierung unserer Persönlichkeit, ein wahres Meisterwerk." Gleichgültig den Worten des Mannes gegenüber Formt der Dämon einen Säurepfeil und durchbohrt dessen Körper, woraufhin er tot zur Seite fällt. Die Leiche des Mannes wegschiebend tritt der Dämon in den Lichtkegel und beginnt zu sprechen. "Genug der Höflichkeiten..... Hört, Unwürdige! Euch wird Heute die große Ehre zuteil uns dienen zu dürfen." Urplötzlich berstet der massige Körper in einen Regen aus Fleisch und Blut. Der große Mann erhebt sich vom Boden, das erste Mal weicht das Lächeln in seinem Gesicht dem Zorn. Der große Mann : "DAS.. WAR.. NICHT.. NETT!" Den Pfeil aus seiner Brust ziehend geht der Mann zum intakten und lebendigen Kopf des Dämons, welcher im Lichtkegel liegt und legt ihn beiseite. Nun ergreift er wieder das Wort, erneut grinsend. "Da nun sämtliche Zwistigkeiten und Störenfriede beseitigt sind, möchte ich nun endlich zur langangestrebten Vorstellung kommen.." Sein Blick wandert über die Bühne. "oh.. ich vergaß. Wir sind noch garnicht vollzählig. So sagt mir Brüder, wo sind die letzten beiden?" "Sie stehen doch neben dir." Erwiederte der Dämon "Da habe ich euch doch glatt übersehen. Unsichtbar wie immer, was?" Niemand antwortet. "Und was ist mit dir?" Er schaut auf den voller Furcht in der Ecke kauernden. "Willst du dich nicht auch unseren ehrenwerten Gästen präsentieren? Sie sind schon alle so gespannt, dich kennenzulernen. Deine Familie ist doch hier, du bist in Sicherheit." Endlich schaut der kleine Kerl aus seinem Versteck hervor und nach kurzem Zögern nickt er dem Mann zu. Erst vorsichtig und dann immer schneller Läuft er in dessen tröstende Arme. "Da wir nun alle vollzählig in Ruhe und Frieden Hier versammelt sind, ist es nun an der Zeit.." "Wieso das alles?" Unterbricht ihn der Kleine. "Ich verstehe es einfach nicht. Wir sind Sterbliche unter Sterblichen. Irgendwann werden wir alle hier nichtmehr sein und unsere Namen, Taten und Geschichten der Zeit und dem Vegessen, dem unausweichlichen Nichts zum Opfer fallen. Wir alle werden sterben, vergehen und dann vergessen werden, ohne das unsere Existenz von irgendeiner Bedeutung für diese Welt gewesen wäre. Wir alle enden im Nichts. Wir könnten uns doch einfach zu Boden legen und auf das Unaufhaltbare warten." Der Dämon ergreift das Wort und antwortet ruhig "Kleiner, wir sind keine bloßen Sterblichen. Wir sind zu höherem bestimmt. WIR sind ein GOTT, über die einfachen Massen erhaben und bestimmt über sie zu herrschen. Unsere Taten, Namen und Geschichten werden nie vergessen, sondern für alle Zeit bekannt und gefürchtet." Der Mann schreitet ein "Ihr beide scheint zu vergessen. ICH bin die dominante macht dieses Geistes. In den Grenzen unseres Körpers ist mein Wort gesetz. Ihr habt zu gehorchen." Die Silhouette eines sechsten Wesens ist schwach im Hintergrund zu erkennen. Kaum wahrnehmbar flüstert es die Worte "So glaubt er zumindest." Der Große Mann fährt fort. "Nun sollte endgültig alles geklärt sein. Sie sind bestimmt schon begierig darauf zu erfahren, wer wir denn nun sind. Der junge Herr zu meiner Rechten trägt den Namen Zweifel. Der Holzkopf zu meiner Linken ist mehr oder minder bekannt als Hybris. Und zu meiner Wenigkeit, ich bin der Edelmann, Wahnsinn Wulfhard Ann-Marie von Sinnen. Was die beiden Gutesten betrifft, die sie nicht sehen können, wenn sie doch unsichtbar sind macht eine Vorstellung doch ohnehinn keinen Sinn. oh.. ein Reim. Das war es auch schon wieder mit unserer netten kleinen Vorstellung. So fällt der Vorhang dann wohl. Doch seien Sie unbesorgt, falls ihnen dieses alberne Theater gefallen hat, wir kommen wieder..vieleicht, oder auch nicht."
Der Vorhang senkt sich wieder.
Anmerkungen: Auch wenn diese Geschichte hier möglicherweise im Falschen bereich gelandet ist, war es dennoch notwendig. Ich bin viel zu schüchtern um endlich mal den ersten Schritt zu wagen und musste deswegen erstmal den Kopf klar bekommen.
Wieviel Gewalt ist eigentlich in diesem Forum erlaubt? Ich habe versucht mich im Teil mit den Tötungen zurückzuhalten, ohne dass die Stilmittel verloren gehen.
Wer sich nun über Scheinwerfer und durchgeknallte Typen wundern, die sich einfach gegenseitig umbringen und dann wieder aufstehen, als sei nichts gewesen, dem sei gesagt, dass es sich hierbei nicht etwa um ein real stattgefundenes Ereigniss handelt, sondern, wie einige von euch sicher bereits Vermuten, um eine abstrakte Darstellung der Persönlichkeit eines der Charaktere, die ich mir für Rivin ausgedacht habe.
Nun zu der egentlichen Vorstellung: Ich verfolge Rivin jetzt schon seit über einem Jahr und wollte schon die ganze zeit mitspielen. Aufgrund meiner Schüchternheit konnte ich mich jedoch nie dazu durchringen. Heute hat mir jedoch der Wahnsinn einen kräftigen Tritt in den Hintern gegeben und mich dazu gezwungen entgegen aller Ängste mich einfach mal hier im Forum anzumelden. Und hier bin ich nun. Ich habe mich bevor ich mir diese Geschichte gerade aus den Fingern gesaugt habe genauso gefühlt wie Zweifel.
Ich habe schon etwas Rollenspielerfahrung, auch aus verschiedenen Bereichen (Forenrollenspiel, PCRollenspiel...) bin allerdings auch widerum kein Profi.
In dieser langen Zeit habe ich mir einige Charakterkonzepte ausgedacht, aber keines ist so durchdacht und komplex wie das des Tiefling Hexers, den ich oben Präsentiert habe. Wobei das Theaterstück jedoch nicht seine wahre Persönlichkeit darstellt, sondern lediglich was man als Außenstehender, der mit ihm interagiert mitbekommt, auch wenn es allerdings nicht sonderlich gut geschrieben ist. Dieses Konzept hat im Laufe der Zeit schon einige Wandlungen durhgemacht, von gutmütiger Hexer/Schurke über Dämonenjäger bis hin zum Belagerungsschmied war alles dabei. Dennoch gefällt er mir so am besten, wie er jetzt ist, weitaus vielschichtiger als seine Vorgänger.
Sollten bereits genug/ zu viele Hexer vorhanden sein auf Rivin könnte ich auch auf einen anderen Charakter ausweichen.
Wie dem auch sei, ich freue mich schon auf viele Stunden guten Rollenspiels mit euch.
_________________ Spielaccountname: Argo Charaktere: Vico Bennen - Abenteuerlustig, naiv und nicht die hellste Birne im Kronleuchter Lejon Sonnenherz - Gutmütig, tapfer und äußerst devot
Zuletzt geändert von Argo am Mi 28. Nov 2012, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
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