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 Betreff des Beitrags: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Mo 12. Nov 2007, 01:49 
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Die Arme hinter dem Rücken verschränkt aufrecht und langsamen Schrittes gehend, suchte sich Conan seinen Weg durch den Wald den er in letzter Zeit des öfteren aufzusuchen pflegte. Sein Ziel war der Rastplatz der auf einem höheren Plato mitten im Wald lag wo er oft seine Abende verbrachte bevor er sich dazu zwang wieder in die Stadt zu gehen. Um ihn herum war es ruhig und er schien nicht zu ahnen das er beobachtet wurde.
Langsam schritt er den Abhang hinauf zum Rastplatz. Dort angekommen sah er sich um und überzeugte sich das er alleine war. Er ging daraufhin zu einem Baum nahm sein Schwert ab und lehnt ihn an den selben. Dann wanderte sein Blick in die Nacht hinaus über den Wald.
Von hinten schlicht sich eine weitere Gestallt herran. Lange wartete sie dann brach sie die Stille.

"Hätte nicht gedacht das es dir hier oben gefällt. Der große Bruder allein, Stark und unabhängig. Genau das Bild das du immer einnehmen wolltest nichtwahr?"

Conan zeigte keinerlei Regung und nach einigen Augenblicken lies er sich zu einer Antwort herab.

"Was wäre an einem solchen Bild falsch?"

"Ja das ist deine Art. Keine klaren Antworten immer Gegenfragen stellen und wenn es geht darf der Sarkassmus nicht fehlen."

"Indem du mich Krittisierst wirst du keine Punkte bei mir machen das solltest du wissen. Was willst du?"

"Adraine wollte mir kein Geld geben."

Leise lachte Conan, seinem Bruder immernoch den Rücken zugewannt.

"Was gibts da zu lachen?!"

"Ich wusste ganz genau das es wieder darum geht."

"Du hast ihm geschrieben nichtwahr? Weist du eigentlich wie schwierig es war nach Athkatla zu kommen? Für nichts!!"

Aufrecht stehend die Arme hinter dem Rücken verschränkt sah Conan immernoch in die Ferne. Nur der Mondschein machten seine Konturen sichtbar.

"Du glaubst doch nicht ernsthaft ich lasse zu das du die letzten überbleibsel unserer Familie verkaufst?"

"Von welchen Überresten sprichst du?! Das halb vermoderte Haus? Oder die ungepflegten Habseligkeiten unserer Eltern? Nein Conan das sind keine Überreste mehr und wenn du denkst du könntest da noch etwas retten irrst du!"

"Ich bin noch da."

"Womit wir wieder bei deinem Perfekten Bild der Unabhängigkeit sind. Wie schwach und vorhersehbar du doch bist. Und du bist immernoch allein. Bemüht in die Fußstapfen unseres Vaters zu tretten gingst du zum Millitär, kaufst dir ein Haus gründest eine Familie. Und genau wie bei ihm ist dieser Traum gescheitert. Deinen Rang verloren. Die Frau totund so hast du nurnoch deine Tochter und innerlich verzerst du dich nach Zuwendung und lenkst von deiner Einsamkeit ab indem du kalt bist und deinen Freunden mit harten Worten begegnest. Es frisst dich innerlich auf allein zu sein es macht dich fertig Abends in ein Haus zu kommen das in völliger Dunkelheit liegt und indem niemand auf dich wartet!"

"Was weist du schon? Wie ich leide?"

"Ja ich bin ja nur der kleine Bruder."

"Man sagte mir heute du wärest wie ich? Nur jünger."

"Du hast mit dieser Kahri gesprochen nicht? Scheint dich recht gut zu kennen."

"Hast du recht treffend festgestellt. Es scheint."

"Richtig du bist ja auch so enorm geheimnissvoll richtig zum fürchten. Ich glaube sie kennt dich wirklich."

"Du hast dir vermutlich nur die mühe gemacht allein mit ihr über mich zu reden mh?"

"Dieser Janald schien recht beschäftigt in der tat und ansonsten scheinst du niemanden mehr zu haben."

Keine Antwort.

"Ich hätte genausogut mit dem Baum neben dir reden können. Wie geht es Ino?"

"Du hast dir ihren Namen gemerkt ich bin beeindruckt. Aber danke der Nachfrage ihr geht es gut."

"Ich brauche Gold Conan"

"Da wären wir wieder beim Thema. Vermutlich hast du wiedermal nur das was du grade am Leib trägst und um das Leben eines erfolgreichen Abenteurers zu führen brauchst du die nötigen Mittel die du von mir allerdings nicht bekommen wirst wie du dir vermutlich schon gedacht hast."

Wärend er sprach hatte Conan nicht bemerkt wie sich sein Bruder von hinten näherte. Er Packte Conan an der Schulter und riss ihn herum.

"Das Gold ist nicht allein dein Eigentum! Ein Teil gehört mir und das weist du!"

Conan schlug die Hand seines Bruders mit der linken von seiner Schulter und gab ihm mit der rechten einen Faustschlag ins Gesicht.

"Wenn ich wüsste das du mit Gold umgehen kannst würdest du welches bekommen!"

Sein Bruder wischte sich das Blut das nun aus einem Mundwinkel lief mit dem Handrücken weg.

"Der gewisse hang zur Gewaltberreitschaft mh? Darf nicht fehlen hast du immer gesagt. Zumindest in der Beziehung habe ich von dir gelernt!"

Kurzerhand stieß er Conan seine Stirn ins Gesicht. Conan taumelte gegen den Baum fing sich aber schnell wieder.

"Bis dann Conan.....ich denke ich werde noch etwas bleiben. Eben habe ich den Spaß wiedergefunden der mir solange gefehlt hatte."

Die Gestallt seines Bruder verschwand in der Dunkelheit. Und wieder war Conan allein.

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Killinger hat geschrieben:
„Ich bitte vielmals um Entschuldigung."

Dehmütig senkte er sein Haupt.


Markus (Factor I)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Mi 5. Dez 2007, 16:39 
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Am späten Vormittag.

Flinken Fußes hüpfte die kleine Ino die Treppen die zum oberen Stockwerk von Helmers Hof führten hinab und stürtzte hastig zum Kaminfeuer.

"Essen?"

Bethsabets Helmer die Frau des Bauern drehte sich um mit einem Dampfenden Topf in den Armen.

"Die Kleinste ich gleichzeitig auch die gierigste" Sie lächelte leicht und trug den Topf zum Tisch hinüber.

"Ich hab eben Hunga!"

"Und lässt dann wieder die hälfte stehen."

"Zweiviertelhälften!"

Die kleine suchte sich im ganzen Raum einen Haufen Dicker Kissen zusammen die sie nun alle gleichzeitig in den Armen trug. Dabei ging sie Schlangenlinien und schlug hacken um die oberen Kissen nicht hinunterfallen zu lassen. Schließlich erreichte sie die Sitzbank und begann die Kissen darauf zu Stapeln.

"Dann fertig?" Meinte Beth als sie schmunzelnd dabei zusah wie Ino ihren Sitzplatz herrichtete.

"Gleich gleich"

Als Ino damit fertig war die Sitzkissen zu einem bequemen Haufen zusammenzustapeln nahm sie auf dem selben Platz.
Während Beth den dampfenden Topf auf den Tisch stellte öffnete sich die Eingangstür und ein mit ein mit einer Lederrüstung bekleideter Mann betrat den Raum. Ino schenkte dem Mann keine große Beachtung denn es war normal das irgendwelche Menschen hier her kamen und so widmete sie sich der Dampfenden Schüssel die auf dem Tisch vor ihr seinen Platz fand.
Der Mann trat näher als Beth sich ihm zuwandte.

„Einen Wunderschönen guten Tag Frau...Helmer nehme ich an? Ja natürlich wer denn sonst eine dumme Frage verzeiht.“ Überfiel er Beth regelrecht während er seinen Schritt beschleunigte.

„Äh ja....das heißt nein...ich meine ihr braucht ni...“

„ Nein nein nein ihr werdet bestimmt ständig mit solchen Fragen gelöchert ob ihr dieser und jener seid und so weiter und ich weiß natürlich das ihr vermutlich schwer beschäftigt seid“

Wild gestikulierend unterstrich er seinen Satz mit mehreren verschiedenen Handbewegungen und Beteuerungen die Beth eigentlich mehr und mehr zu verwirren schienen.

„Äh ja...nein wie....wir wollten gerade Ess....“

„Essen! Ja natürlich unverzichtbar besonders für die kleinen Gäste die ihr hier ja auch zu haben scheint“ Sein Blick fiel dabei auf Ino die gerade dabei war einen viel zu großen Löffel mit viel zuviel Suppe in ihren viel zu kleinen Mund zu schieben was zur Folge hatte das ein grossteil daneben lief.

„Ähm ja...richtig...nun...was woll....“

„Ahja ich merke schon ihr seid keine Frau der Worte sondern der Taten also kommen wir gleich zu meinem begehr...ääh ja genau Herr Conan schickt mich....da er euch ja bestimmt gesagt hat das er für längere Zeit auf reisen sein wird...fragte er ob ich mich nicht um Ino kümmern will und in meiner Großherzigkeit habe ich natürlich sooooofort zugestimmt.“ Der Mann lächelte breit.

„Öh ja...“ Beth sah sich in diesem moment hilfesuchend nach ihrem Mann um der aber gerade nicht zu gegen war und so blieb ihr nichts anderes über als auf die Worte des Mannes einzugehen.

„Also Herr Amraphendt sagte zwar das jemand kommen würde aber er sprach von einer Fra...“

„Ja ja genau richtig ich schätze mal er hat umdisponiert aber ich kann euch schon verstehen werde würde schon irgendeinem dahergelaufenem niemand ein Kind anvertrauen....moment wo hab ich’s denn“

Der Mann kramte in seiner Tasche herum und zog schließlich einen Ring hervor den er Beth dann auch präsentierte.
Der Ring trug das Symbol Helms. Beth nahm den Ring jedoch genauer in Augenschein betrachtete ihn von allen Seiten und sagte dann.

„Ja das ist Herrn Conans Ri...“

„In der tat in der tat....und siehe da unsere kleine Heldin ist auch schon fertig mit dem Essen vortrefflich einfach vortrefflich.“

Ino legte tatsächlich gerade ihren Löffel beiseite und versuchte mit einem ihrer Sitzkissen eine Suppenpfütze die sich auf dem Tisch gebildet hatte aufzusaugen, als sich jedoch der Mann an Beth vorbei auf sie zu bewegte erschrak sie verlor das Gleichgewicht und fiel in einer Lawine aus Kissen rücklings zu Boden. Nachdem sie sich aus dem Haufen hervorgewühlt hatte erkannte sie ein Paar Stiefel die vor ihr aufragten. Langsam glitt ihre Blick an ihnen nach oben und dann sah sie den Mann der sie von oben herab anlächelte. Daraufhin wurde sie rot und grinste breit.

„Das war Absicht!! Pure Absicht sogar!! Absichtiger geht es gar nicht“

Der Mann ging in die Hocke und tippte ihr auf die Nase.

„Natürlich. Ich glaube wir zwei werden eine menge Spaß miteinander haben“

„Jaa??“ Bei dem Wort spaß gingen Ino immer die Augen auf. Spaß war so etwas wie ein Zauberwort für sie wenn andere Kinder auf Süßigkeiten reagierten wie ein wie Insekten auf Licht so reagierte Ino allein auf die Aussicht auf Spaß wie ein Haufen Ameisen auf Honig.

„Ganz bestimmt besonders wenn der hier dabei ist“ Aus den tiefen weiten seiner Tasche erschien eine aus Holz geschnitzte Figur die einen gerüsteten Ritter auf einem Pferd darstellte.

„Boar!! Danke!“ Sie griff nach dem Holzreiter und der Mann erhob sich wieder.

„Na dann...zieh dich an wir gehen. Wo steht ihr Gepäck Frau Helmer? Ahja dort drüben genau“ Schnell aber nicht überhastet ging er auf einen gepackten Rucksack zu aus dessen Tasche eine Holzpuppe ragte.

„Äh öh ja nein hal....“

„Vielen dank für eure Mühen...hier nehmt.“ Im vorbeigehen schnippte er ihr eine Münze zu...Ino wartete schon an der Tür.

„Ich kann es kaum erwarten den hier Kahri zu zeigen!!“ Ino wedelte mit dem Holzreiter herum.

„Das glaub ich gern...komm“ Der Mann hob Ino hoch setzte die auf seine Schultern und öffnete die Tür.

„Nochmals recht schönen dank Frau Helmer Tymoras Segen möge euch begleiten.“

„Ja aber...hey...wie heisst ihr eig....!“

Die Tür schlug hinter den beiden zu und Beth stand allein im Raum in ihrer einen Hand eine Goldmünze in der anderen Hand den Ring.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Mi 5. Dez 2007, 19:30 
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Kahri wachte mit Kopfschmerzen auf. Es war weniger der Rotwein, sondern die absonderliche kleine Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte, das ihre Familie ein weiteres Mal auseinandergerissen worden war und das die Nacht, wie auch die Nächte davor, in denen sie sich nicht damit beschäftigt hatte die Existenz ihrer eigenen Sache zu hinterfragen, keine Antwort brachte, warum das so war.

Das Bad und ein Kamm brachten nicht wirklich Erleichterung über ihr Äußeres, dass in den Tagen der letzten Woche mehr gelitten hatte, als ihr lieb war. Wie schnell sich dieser neue Körper, in all seiner Perfektion doch verbrauchte.

Die glänzenden Augen waren noch immer rabenschwarz. Nur mühsam gaben sie ihr Äußeres im Spiegel wieder. Ein paar Augenblicke noch, nur noch ein paar Atemzüge, die Kontrolle bedeuteten und das dunkle Vermächtnis in ihr legte sich schlafen. Es hatte die Nacht bekommen, so wie es viele Nächte einforderte aber der heutige Tag und viele, die nun noch folgen würden, gehörten dem Menschen, der immer noch irgendwo in dieser Hülle vegetierte.

Der gestrige Abend war ruhmreich gewesen, auch wenn das kurze spöttelnde Grinsen, das sie ihrem Spiegelbild entgegenwarf, ihren eigenen Gedankengängen nicht folgen konnte. Niemand der Anwesenden hatte bemerkt, das sie das drohende Kalkül in dem Augenblick verloren hatte, als sich ihre Stimme überschlug. Die Dunkle in ihr forderte den Platz ein, den Kahri ihr selbst zugewiesen hatte. Ihr war es egal gewesen, was Flinn fühlte oder wo Leomars Beweggründe lagen, hier zu bleiben.
Sie war weniger parteiisch, weniger von Gefühlen bewegt, als sie selbst. Für sie gab es kein anderes Leben, keine Hingabe an Emotionen, die in anderer Augen vielleicht als ein Art Egoismus dargestellt worden. Egoismus, den man Flinn vorgeworfen hatte, weil er anders als sie, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort eine Entscheidung getroffen hatte. Eine Entscheidung für seine Gefühle, für sein Privatleben, eine Entscheidung gegen die Aufgabe.

Kahri hatte dereinst die Dunkle in ihr entscheiden lassen, den Weg des Krieges gewählt, nicht den der blauen kühlen Augen im Schatten, die sie dem Wahnsinn anheim fallen lies, weil das Leben aller anderen wichtiger gewesen war, als ihr Eigenes.

Ihre schlanken Finger wanderten über den beschlagenen Spiegel. Komm schon Mädchen, da ist noch Hoffnung, da ist immer Hoffnung.

...
...
...

Die Sonne war noch nicht lange am Himmel, da sie das Frankys mit ihren gepackten Sachen verließ, eine Nebelschwade aus Atem in den Himmel verflüchtigte und sich auf den Weg zu Helmers machte. Der Begriff einer Mutter, dem sie so lange abwehrend gegenübergestanden hatte, drängte sich in das Bild einer winterlichen Landschaft, in dem ein kleines Mädchen, das ihr ähnelte, einen Mann aus Schnee baute und ihren Namen schrie, um Lob einzufordern.

Es hatte eine Zeit gegeben, da sie sich, wie wohl jede Frau in Rivin und anders wo gewünscht hatte, das sie ein eigenes Kind bekam. Einen Erben, dem sie die Geschichte ihrer eigenen Existenz weitergeben konnte. Der jugendliche Leichtsinn herauszufinden, ob ihr Erbe weitergeben werden kann, ob in ihrem Schoss ein neue Dunkle heranwachsen würde oder ob das Schicksal, nur ein einziges Mal in ihre Richtung gewunken hatte.

Ino war nicht ihre Tochter, auch wenn es Augenblicke gegeben hatte, da sie es hätte werden können, da alle Schranken und Weichen gestellt gewesen waren. Die Welt dreht sich weiter. Sie hört nie auf damit.

Ihre durch die Kälte geröteten Finger klopften auf die massive Türe und es dauerte nicht lange, da sich Schritte näherten.

Der Kopf einer älteren Frau mit braunem Haar, durch das sich inzwischen schon einige weiße Strähnen geschlichen hatte, öffnete mit freundlichem Blick und sah Kahri fragend an.

„Mein Name ist Kahri. Ich bin hier, um Ino abzuholen.“

Es gibt diesen winzigen Moment in einem Augenpaar, diesen winzigen Wimpernschlag, der keinerlei Worte brauchte, um etwas begreiflich zu machen. Deshalb war es auch beiläufig, in welche Worte die Frau an der Türe abdriftete. Alles was Kahri verstand, war die Beschreibung des Mannes, der Ino abgeholt hatte, der Ring, seine Kleidung, die Art, wie er sprach.
Sie verzichtete auf die Entschuldigungen, auf das Bestürzen, mit dem die Frau ihren eigenen Fehler einzusehen gedachte. Als sie sich abwandte, den Ring in ihren Fingern drehte, den die Frau ihr gegeben hatte und in den Himmel blickte, waren die grünen Pupillen verschwunden und Kahri verstand, das auch der Mensch in ihr verschwinden würde und nur wiederkehren würde, wenn der andere Mensch, der ihr soviel bedeutete, wie kaum sonst jemand auf der Welt, unversehrt wieder an ihrer Seite wäre.

Es war ein Fehler...es ist immer ein Fehler, ein Fehler, den schon Devon machte. Es gab wenige Punkte auf ihrer Seele, die schutzlos waren und einfach nur reagierten...

und dummerweise waren die, die diese Punkte erwischten, bewusst oder unbewusst, .... nur noch Beute.

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"...All das ist noch nicht einmal eine Generation her, wieso wiederholt sich alles?"

"Weil das Vergessen einfacher ist, als das Ertragen des Erfahrenen, weil falsche Sicherheit wichtiger ist, als stetige Vorsicht, denn siehe Wölfe sind unter die Lämmer gekommen aber sie jagen nicht, deshalb hält man sie für Hunde."


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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: So 20. Jan 2008, 04:12 
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Man könnte fast meinen ich bekäme nicht genug von diesem ganzen Ärger.

Du bist eben keiner von den Leuten die den ganzen Tag in einer Taverne sitzen und Bier trinken.

Nein?

Schau dich an wieder sitzt du alleine hier und interessieren tut sich keiner für deine Belange!

Ich habe keine Belange.

Ja das könnte der springe Punkt sein. Der Grund deines Problems.

Du könntest den Leuten einen Grund geben sich für dich zu Interessieren.

Ein paar schwarzer Handschuhe flogen neben die Füße die auf einem niedrigem Tisch lagen.

Bin ich neuerdings Künstler und unterhalte mich selbst?

Du bist einfach nicht von Interesse.

Leg keinen Wert auf diese "Bekanntschaften" sie haben doch nur ein nicken für dich übrig und wenn du zurückdenkst haben sie dir auch nur Schmerz berreitet und versucht dir Dinge einzureden! Ergreife selbst initiative!

Stille......

Du bist 3 Tage zurück in der Stadt inzwischen hatten die Leute andere Probleme mit denen es sich zu befassen gilt.

Meine Probleme?

Offensichtlich nicht der einzige der dich ansprach war kaum mehr wert als der Dreck unter deinen Stiefeln. Folgst du dem Dreck?

Bescheidenheit und Zurückhaltung sind wichtig.

Lass dir nichts zu Kopf steigen.

Ja lass du dir doch nichts zu Kopf steigen du brauchst nur zuhören wie sie auf der Straße reden das ist mehr ihr Bereich! Sie reden und reden sprechen von Zusammenhalt man könnte fast meinen sie würden soetwas wie Loyalität kennen!

Flinn geht es nicht anders.

Flinn lässt es über sich ergehen er resigniert fast nurnoch hat nichtmehr die Energie sich aufzuraffen!

Energie die dir auch fehlt. Du sitz hier und seid deiner Rückkehr nimmst du jeden morgen dein Schwert und gehst aber du bist nicht mit dem Kopf bei der sache. Deine Waffe ist nurnoch zu einem bedeutungslosem Ding geworden. Deine Pflichten sind angeblich noch die gleichen doch nimmst du sie nichtmehr war. Du hast dir gesagt du wärest immernoch ein Wächter.

Spielfigur! Wie ein Schwert das man nichtmehr braucht weil man ein neues bekommen hat! Dadraussen läuft genug Dreck herum der es verdient hätte zu Fallen. Zum Ruhme Helms!

Stille......

Soweit ist es noch nicht gekommen.

Du vegetierst dahin.

Ein verfluchter Schatten deiner selbst!!

Nur ein Schatten.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Fr 1. Feb 2008, 19:06 
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Während draußen ein Gewitter tobte und schwere Regentropfen gegen die Fenster des gefallenen Abenteurers schlugen öffnete sich im Oberen Stockwerk eine der Zimmertüren, wenn auch nur einen Spalt breit. Durch eines der Fenster fiel etwas Mondlicht in den Flur und so hätte ein Beobachter sofern einer da gewesen wäre den Kopf eines kleinen Mädchens mit schwarzem langem Haar gesehen das sich im Gang umsah.

„Keiner da...“ flüsterte sie und öffnete die Tür etwas mehr.

„Und du glaubst das ist eine gute Idee?“ kam eine zweite leisere Stimme aus dem Zimmer.

„Ich habe nur gute Ideen“

Das Schwarzhaarige Mädchen namens Ino schlicht auf Zehenspitzen hinaus auf den Gang dicht gefolgt von einem zweiten Mädchen das ungefähr im gleichen Alter zu sein schien allerdings dennoch ein Stückchen kleiner war als Ino und deren Haar etwas Heller war.

„Ich weis immer noch nicht warum wir das machen müssen...“ Meinte das andere Mädchen deren Name Serena lautete.

„Muss ich es dir noch mal erklären??? Wenn es draussen Blitz und Donnert kommt in der Nacht das Keksmonster und wenn wir dann keine Kekse haben Frisst es unsere Ohren auf!“

„Hmm na gut aber wir müssen ganz ganz viel Still sein sonst Wecken wir Papa auf“

„Ach dein Papa würde nicht mal hören wenn ein Orp auf den Kopf fallen würde“

„Das heisst Ork“

„Was?“

„Das heisst Ohoork“ wiederholte Serena geduldig. „Und außer dem hört mein Papa sogar die Ameisen im Wald!“

„Nicht so laut!“

„Du bist doch so laut du dumme Kuh!“ meinte Serena beleidigt.

„Selber dumme Kuh“ gab Ino zurück woraufhin Serena noch etwas antworten wollte es aber dann doch bleiben lies.

Schliesslich setzten sie ihren Weg zur Treppe hin fort und stiegen vorsichtig und leise die Stufen zum Schankraum hinunter. Unten angekommen sahen sie das im Lagerraum noch Licht brannte denn ein leichter Lichtschein viel durch den Türschlitz am Boden ausserdem hörten sie das sich hinter der Tür jemand unterhielt.

„Mein Papa ist noch wach?“ meinte Serena verwundert.

„Ich glaube eher das ist mein Papa der schläft nie!“ meinte Ino stolz.

„Na wenn das dein Papa ist gehen wir lieber wieder....das letzte Mal als er mich hier unten erwischt hat sagte er, er hängt mich mit dem Kopf nach unten über den Kamin wenn ich noch mal herumschleiche.“ Gab Serena etwas unsicher zurück.

„Iwo nun sind wir hier und holen uns die Kekse!“

„Nicht so laut Ino!“

„Du bist doch so laut du blöde Ziege!“

„Selber blöde Ziege!“

„Sei Still wir müssen jetzt an die Keksdose.“ Meinte Ino bestimmend.

„Und wie willst du da rauf kommen?“ gab Serena kichernd zurück. „Da kommst du doch nie rauf“ Und sie deutete hinauf auf die Theke die rechts die Küche vom Schankraum abgrenste.

„Du setzt dich auf meine Schultern und holst dir die Dose“

„Und das geht?“ zweifelte Serena während sie Ino ansah.

„Klar geht das wenn du dich nicht wieder so doof anstellst“

„Ich stelle mich nicht Doof an!“ Scheinbar motiviert von Inos Behauptung trat Serena näher und Ino ging in die Hocke. Dann setzte sie sich auf Inos Schulter.
Schwankend stand da nun der kleine Turm bestehend aus zwei kleinen Mädchen und wie die beiden jetzt feststellten wäre es vielleicht klüger gewesen Serena ein paar Meter näher an der Keksdose auf Ino Schultern zu lassen denn jetzt Taumelten und schwankten die beiden durch die halbe Küche in weiten Schlangenlinien auf ihr Ziel zu.

„Du bist viel zu schwer“ beschwerte sich Ino leise.

„Ich finds toll“ gab Serena grinsend von sich und Streckte ihre Hände nach vorne aus in Richtung der immer näherkommenden Keksdose.

„Du bist ja auch eine blöde Ziege“ murmelte Ino leise vor sich hin.

Schritt für Schritt kamen sie näher und Serena konnte schon fast nach dem Deckel der Dose greifen da erkannte sie schräg hinter der Keksdose eine Obstschale in der einige Äpfel Thronten. Serenas Augen begannen zu funkeln.

„Was dauert denn da oben solange?“ flüsterte Ino aufgeregt.

„Das sind Äpfel!“ meinte Serena begeistert und ihre Hände die schon auf dem Weg zum Deckel der Dose änderten ihren Kurs und glitten an ihr vorbei zur Obstschale wo sie einen Apfel umklammerten, dabei stieß sie versehentlich mit einem Ellenbogen an die Keksdose die daraufhin bedrohlich im Kreis umherschlingerte.

„Pass doch auf du doofes Huhn!“ fuhr Ino sie von unten her an woraufhin Serena sich für die bedrohlich schaukelnde Keksdose die dem Rand der Theke entgegen taumelte nicht mehr zu interessieren schien und nach unten sah.

„Selber doofes Huhn! Da sind Äpfel die sind gesund!“ meinte Serena in einem Tonfall der ihrer Meinung nach wohl alles zu erklären schien.

Dann....fiel die Keksdose.

Das klirren der auf dem Boden zersplitternden Dose durchbrach die Stille des Schankraums und ein Keks rollte gegen die Tür des Lagers indem Licht brannte aber keine Stimmen mehr zu hören waren.

„Toll Serena....“

Ino und die auf ihr sitzende Serena sahen nun zur Tür wo sie Schritte vernahmen.

„Dein Papa hängt uns jetzt bestimmt über dem Kamin auf....“ Piepste Serena die den Apfel fest umklammert hielt und an sich drückte.

Ino hingegen wurde immer bleicher. „Oder er tunkt dich in den Fluss...“ meinte sie schliesslich.

„Mich?!“ Gab Serena entrüstet zurück „Warum den mi....“
Dann öffnete sich die Tür langsam und Serena stieß einen schrillen Schrei aus als sie dann das Gleichgewicht verlor und vornüber auf den Boden fiel und Ino mit nach unten riss. Schneller als sie jedoch gefallen waren rappelten sie sich wieder auf und sahen sich um. Dann liefen sie wie Wild umher nach einem Versteck suchend. Serena verkroch sich schliesslich hinter einem Fass und Ino folgte natürlich. Hinter dem Fass gab es allerdings nicht genug Platz für zwei und Serena stieß Ino aus dem Versteck.

„Du hast das Schwert!“ meinte sie Panisch.

„Feiges Huhn!“ Beschimpfte Ino sie als durch die Tür eine Hochgewachsene Gestallt trat. Ino konnte nicht viel erkennen denn das Licht im Rücken des Mannes lies das Gesicht in Schatten jedoch hatte sie keinen Zweifel das der Blick des Mannes auf ihr ruhte.
Ohne zu zögern riss Ino ihr Holzschwert hervor das in einem Seil steckte das sie sich umgebunden hatte und richtete die Spitze auf den Mann.

„Verteige dich!“ Gab sie wenig überzeugend von sich.

„Ich glaube nicht das er etwas Backen will.“ Meinte Serenas Stimme vom Fass her.

„Was?“

„Es heisst VerteiDIge“ Ino.

„Oh ääh na gut „ Sie sah den Mann der sich bisher nicht weiter bewegt hatte an.

„Also pass auf dich auf!“

„Das ist bestimmt das Keksmonster und es Frisst gleich unseren Ohren!“ Meinte Serena ängstlich hinter ihrem Fass.

„Solltet du nicht im Bett liegen?“ Meinte die dunkle Stimme des Mannes in der Tür.

„Äh....nein?“ Antwortete Ino vorsichtig.

„Das stimmt doch gar nicht!“ meinte wieder Serena.

Der Kopf des Mannes schien sich etwas zu drehen und Ino wusste sofort das der Blick auf die Kaputte Keksdose am Boden fiel.

„Kekse“ Stellte die Gestallt fest.

„Ja?..u...und?“

„Und ein Apfel!“ rief Serena und eine kleine Hand mit einem Apfel stieg hinter dem Fass Empor.

„Dein Vater wird es nicht gern sehen wenn du so spät noch was bist.“ Meinte der Mann.

„Sagst du es Papa?!“

Die Gestallt lachte nur leise ging wieder durch die Tür und schloss diese hinter sich.
Ino hingegen stand mit ihrem Holzschwert in der Hand im Dunkeln.

„Ist er weg?“ flüsterte Serena die weiterhin hinter dem Fass versteckt blieb.

„Bestimmt....komm wir gehen bevor er wiederkommt“

„Wer war das überhaupt?“

„Ich weis nicht...."

Dann herrschte Ruhe. Die Reste der Keksdose war am nächsten Morgen verschwunden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Fr 23. Mai 2008, 20:56 
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In den frühen Morgenstunden war im gefallenen Abenteurer noch alles ruhig....oder naja....sagen wir fast alles.
Zwei der Bewohnerinnen dieses Hauses waren schon früh wach und gingen ihren kleinen Geschäften nach.

"Und du bist dir ganz wirklich richtig sicher das das funktioniert?"

"Ganz total furchtbar wirklich richtig sicher"

Ino und Serena waren schon recht früh hinunter in die Küche gegangen um die nötigen Utensilien für ihr Vorhaben zu sammeln.

"U....und wenn die Vampirfrau ga.... gar nicht schläft?"

"Dann saugt sie uns leer" Ino nickte selbstsicher und war offensichtlich der Meinung, dass sie gerade etwas sehr kluges gesagt hatte. Ein stilles Gruseln überkam Serena bevor sie dann erwiderte: "Ich glaube nicht, dass das mit dem Wasser funktioniert...."

"Das ist aber ganz besonders wichtig, dass du glaubst, dass es funktioniert!"

Serena war grade dabei den großen Putzeimer der unten in der Küche stand und der mit schmutzigen und fürchterlich stinkendem Putzwasser gefüllt war in Richtung der Treppe zu schieben.

"Das verstehe ich nicht....." murrte Serena die sich sichtlich abmühte den Eimer vor sich herzuschieben während Ino daneben stand und Serenas Tun fachmännisch überwachte.

"Ich sags dir nochmal...Walindor hat mir alles über Vampire erzählt und wie man sie verscheucht. Man braucht dazu ganz dringend Heiliges Wasser."

"Heiliges Wasser?" fragt Serena die kaum vorwärts kam mit dem Eimer und sichtlich angeekelt war von dessen Inhalt"

"Was heisst Heilig?"

"Das hat was mit Religion zu tun" Ino nickte altklug.
"Mein Papa hat mir erklärt wie das geht.....bei Religion geht es um Glauben."

"Und das heißt??"

"Das heißt wenn wir ganz fest glauben, dass es funktioniert wird das Wasser heilig und vertreibt die Vampirfrau!"

Mit etwas zweifelndem Gesichtsausdruck erwiderte Serena. "Wenn du das sagst."

Endlich war Serena an der Treppe angekommen und stellte sich auf die erste Stufe wo sie dann den Griff des Eimers mit beiden Händen umklammerte und den Eimer mühsam auf die erste Stufe hinauf zog.

"Und warum das Putzwasser?"

"Das ist zur Absicherung damit die Vampirfrau sogar vom Gestinke vertrieben wird!"

"Man.....ich wünschte mein Papa würde mir auch soviel erzählen....du bist richtig klug!"

Mittlerweile war Serena mit dem Eimer bei der dritten Stufe angelangt.

"....aber deshalb kannst du mir doch trozdem helfen!!!"

"Geht nicht." erwiderte Ino schlicht.

"Das sagst du immer!"

"Ja aber diesmal muss ich die Kapuze tragen!"

Ino zog die schwarze Kapuze ihres Vaters über in der ihr Kopf komplett verschwand und mit der sie kaum etwas zu sehen schien denn der Rand der Kapuze reichte ihr bis hinunter zum Mund.

"Ist die denn wichtig?"

Ino stieß empört Luft aus und hob den Rand der Kapuze etwas an um Serena anklagend anzusehen.

"Geheime Sachen macht man immer mit mindestens einer Kapuze!! Ich habe sogar gehört das es Leute gibt die bei ganz besonders Geheimen Sachen 2 oder 3 Kapuzen tragen!!"

Serena seufzte schwer und zog den Eimer die letzte Stufe hinauf..

„Und du bist dir auch sicher das sie eine Vampirfrau ist?“

Ino wartete oben bereits auf sie und erwiderte nur während sie ihre kleinen Fäuste in die Hüften stemmte.

„Sie hat ganz lange Eckzähne! Und jetzt hör mit deiner Fragerei auf!“

„Hm naaa schön....und jetzt??“

„Jetzt sind wir erst mal leise sonst wecken wir noch jemanden auf! Komm.“

Ino schritt mit der Kapuze auf dem Kopf voran zu einem der beiden Gästezimmer indem Tianara wohnte während Serena hinter ihr den Eimer schob zog und an ihm zerrte.

„Du warst auch schon mal schneller!“ flüsterte Ino erregt in Serenas Richtung.

„Ich habs ja gleich....“

Während Serena verzweifelt an dem Eimer zerrte öffnete Ino leise die Zimmertür die nicht abgeschlossen war. Sie lugte durch die Tür und spähte in das Zimmer dahinter das in Dunkelheit lag.

“Dann mal los“

Ino packte mit an und gemeinsam schleppten sie den Putzeimer in das Zimmer.

„Such du die Stiefel ich verteile inzwischen etwas davon im Zimmer.“ Raunte Ino Serena zu die dann kurz zusammenzuckte als Tianara sich zur Seite wälzte jedoch weiterschlief.

„Und nicht vergessen....ganz fest glauben!“ Nach dieser Ermahnung griff Ino in einen kleinen Beutel und holte eine noch kleinere Gießkanne heraus die sie dann mit dem stinkenden Putzwasser befüllte. Unterdessen schlich Serena um das Bett herum und suchte nach den Stiefeln die Tianara neben dem Bett abgestellt hatte.

„Wenn es nicht klappt bist du schuld!“ meinte Ino zu Serena während sie mit der Gießkanne das Wasser im Zimmer verteilte und die Möbel damit besprenkelte.

„Pscht!!“ Dann tauchte Serena die Stiefel in den Putzeimer und viele kleine aufsteigende Luftblasen verrieten ihr das sich der Stiefel langsam aber sicher mit dem ekligen Gemisch aus dem Eimer füllte. Das Selbe machte sie mit dem anderen Stiefel. Während Serena die Stiefel wieder auf ihren alten Platz stellte griff Ino sich den nun leichter gewordenen Eimer, öffnete den Kleiderschrank und kippte den Rest des Wassers dort hinein.

„Hoffentlich klappt das....ich will nicht ausgesaugt werden...“ meinte Serena missmutig.

„Glauben Serena ganz fest glauben!“

Nachdem die beiden zufrieden ihr Werk betrachteten verließen sie das Zimmer wieder......
.....draußen ging gerade die Sonne auf.

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BeitragVerfasst: Sa 14. Jun 2008, 14:30 
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Vor genau 17 Jahren weit Südlich jenseits der Wolkengipfel begann die Geschichte eines jungen Mannes, der in späteren Jahren vielleicht keine große aber immerhin eine nicht völlig unwesentliche Rolle in einer kleinen Handelsstadt an der Schwerküste spielen sollte.
Seine Herkunft war vielleicht nur jenen bekannt, die in seinem engeren Freundeskreis eine einen Platz gefunden hatten, doch was in seinen jungen Jahren um ihn geschah, was seinen Charakter formte und wie es seine Anfänge nahm soll hier erzählt werden.
Viele Geschichten wenn es auch die weniger beliebten sind enden mit dem Tot und so ist es vielleicht mehr oder weniger ungewöhnlich das diese mit ihm begann.

In einer Regnerischen nach auf dem Friedhof der Stadt Athkatla weichten die schweren Regentropfen die der Himmel preis gab den Erdboden auf und bearbeiteten die Grabsteine die Reihe der Toten zeugten. In einem abgelegenem Teil des Friedhofs im Schatten eines Baumes stand ein 14 Jahre alter Junge der auf dem besten Wege war ein Mann zu werden. Langes Schwarzes Haar reichte ihm bis zu den schmächtigen Schultern. Über sein blasses Gesicht rannen die Regentropfen und seine Arme die nicht von Kraft zu zeugen schienen lies er lustlos hängen und sein Blick schien er auf einen ganz bestimmten Grabstein gerichtet zu haben. Völlige Stille umgab ihn nur der Regen war zu hören.
Seid Stunden verharrte er schon unter diesem Baum an diesem Grab. Er stand hier seid Beginn der Beerdigungszeremonie und blieb auch dann noch stehen als der Priester seinen letzten Segen sprach. Seine Gedanken kreisten um die beiden verstorbenen deren Leblose Überreste nun in einem Hölzernen Sarg tief unter seinen Füßen in der Erde ruhten.
Hatte er es verdient? Warum mussten sie ihn nur so früh verlassen warum liesen sie ihn allein mit einem kleineren Bruder, in der Obhut eines Mannes der schon immer dem Alkohol mehr verschrieben gewesen war als seinen Herren.
Vor kaum 3 Tagen war es passiert.

Es war früher Morgen. Ein Heller Lichtstrahl fiel durch einen Spalt in den Vorhängen am Fenster und trafen Conans Gesicht. Er lag keine 10 Minuten Wach als von unten die Rufe seiner Mutter erklangen. „Steh auf Conan!! Wenn du dein Frühstück nicht willst bekommt es Soran und vor heute Mittag wirst du nichtsmehr kriegen!!“
Conan wusste das dies keine leere „Drohung“ war und so überwand er sich und schwang sich aus dem Bett. Die ersten Schritte an jenem Morgen führten ihn zum Fenster wo er ruckartig die Vorhänge aufzog und vom Licht geblendet seine Augen schloss. Schnell wandte er sich dem Schrank zu, riss ihn auf und zog ein rotes Kleidungsstück hervor das mit schwarzen ineinander verschlungenen Mustern überzogen war.
Das Zimmer indem er lebte war nicht besonders groß aber es reichte für eine Person. An Einer der Wände neben der Tür Stand der Kleiderschrank und daneben war eine kleine Kommode zu erkennen über der an der Wand ein kleiner Spiegel hing und auf der eine Wasser gefüllte Schale stand.
Schnell und gründlich wusch sich Conan das Gesicht und eilte schließlich zur Tür um diese zu öffnen und als die Tür im ersten Moment keine Anstallten machte den Weg hinaus auf den Flur frei zu machen, war er mehr oder minder überrascht. Er zog kräftiger und diesmal flog die Tür regelrecht auf und dahinter erkannte er das breit grinsende Gesicht seines kleinen Bruders der ihm dann die Zunge rausstreckte und rief. „Wenn du mit der Tür schon Probleme hast warts nur ab bis du dich an der Treppe versuchen musst!“
Man konnte Conan einiges nachsagen, was man vielleicht als Eigenschaft bezeichnen würde die es lohnt sich abzugewöhnen und eine davon war das er mit seinem kleinen Bruder noch weniger geduld hatte als es eigentlich üblich war, wenn man einen kleinen Bruder hatte.
Er hob die Arme um Soran in den Schwitzkasten zu nehmen, doch dieser war schon im Flur verschwunden und so hetzte Conan ihm nach, oder er versuchte es vielmehr denn als er einen halben Schritt zur Tür hinaus war blockierte irgendetwas seine Beine. Und während er vorn über fiel und nachdachte wie oft er nun schon auf den Trick mit dem Stolperdraht reingefallen war sah er nur noch den Hinterkopf seines Bruder über die Treppe nach unten verschwinden.
Während er sich die Stirn rieb mit der er an die Kante einer Kommode gedonnert war, ging er gemächlich in Richtung Treppe auf der eine Menge Zeug herumlag. Spielzeug Bücher und Pergamentblätter Säumten die Seiten der sich nach unten windenden Treppe, was Conan nicht daran hinderte den Weg nach unten zu beschreiten.. Die zweite Stufe bereitete ihm noch weniger Probleme als die erste und als er einen Fuß auf die dritte setzte dämmerte ihm schon das hier irgendetwas nicht Stimme. Sein Fuß gelangte bei der vierten Stufe an auf der ein Buch lag und unter dem Buch lag offensichtlich noch irgendetwas. Etwas rundes und kleines.
Es dauerte nicht lange bis der Fuß seinen halt verlor und Conan vorn über die Treppe hinab rollte und erst zum erliegen kam als er mit der rechten Seite gegen die Offen stehende Tür am Ende der Treppe Stieß. Vor schmerz stöhnend richtete sich Conan etwas auf und ging in die Knie während er sich mit einer Hand die Seite hielt.
Noch ehe er sich dazu entscheiden konnte aufzustehen wurde Conan jedoch von einer kräftigen Hand am Kragen gepackt und auf die Beine gezogen.
„Nicht lange mit solchen Kleinigkeiten aufhalten du weist das dein Vater das nicht gerne sieht.“ Conan erkannte augenblicklich die Stimme Adrain’s dem Knecht der Familie.
„Er kommt gleich also mach schnell.“ Adraine nickte zur Tür. „Ist gut Adraine“ gab Conan geknickt zurück immer noch sauer das er diesen Morgen bereits zweimal auf seinen Bruder hereingefallen war. Die kleine gedrungene aber doch recht kräftige gestallt Adraines ging an ihm vorbei durch die Tür und Conan folgte.
Die Tür durch die Conan und Adraine den Raum betraten befand sich links neben dem großen Kamin, diesem gegenüber war die Eingangstüre flankiert von zwei großen Fenster durch die das helle Morgenlicht ohne Probleme den Weg in das innere des Zimmers fand und den Raum somit hell erleuchtete. An der Wand auf der anderen des Raumes stand ein gedeckter Tisch mit 5 Stühlen. Zwei jeweils an einer Längsseite und ein etwas großerer mit Armlehnen versehener Stuhl am Kopf des Tisches während das andere ende an der Wand stand. Auf einem der Längsstühle saß Soran der gerade dabei war ein Stück draht aufzuwickeln. Aus einer Tür die auf der anderen Seite des Kamins in den Raum führte kam dann Conans Mutter.
Soreya war eine große schlanke Frau mit langem seid glänzendem Schwarzen Haar und großen graublau strahlenden Augen. Sie lächelte immer. Conan kannte sie gar nicht anders denn wenn sie einmal nicht lächelte so hatte sie einen gütigen aufmunternden Blick der einem das Herz erwärmte und einem zeigte das diese Frau jemand war den man einfach nicht hassen konnte. Sie trug ein langes Dunkelblaues Kleid und war gerade dabei sich eine Reisetasche umzuhängen.

Als Tochter eines mittelständischen Schneiders war sie immer recht bescheiden gewesen und Arbeit gewohnt. Im jungen alter von 19 Jahren lernte sie dann Corfan kennen einen Jungen Novizen der stets bestrebt gewesen war seine Kraft Helm hinzugeben und seinem Willen gerecht zu werden. Als Soreya 23 wurde, wurde Conan geboren und die beiden Heirateten und kaum 2 Jahre später wurde Conans Bruder Soran geboren. Seid her lebten sie als Familie unter einem Dach und führten ein Leben in dem es ihnen an nichts fehlte.

„Wenn dein Vater erfährt das du schon wieder verschlafen hast wird er glauben du beherzigst die Dinge die er die beibringt nicht.“ Sie blickte ihn gespielt streng an, doch Conan nahm diese Bemerkung doch recht ernst. „Sagst du es ihm?“ Aus Sorans Richtung war ein leises Kichern zu hören doch Conan achtete nicht darauf. „Niemals“ Sie lächelte. „Das fällt doch nur wieder auf mich zurück. Dein Frühstück habe ich eingepackt.“ Nun sah Conan zu seinem Bruder hinüber der breit grinsend da saß. Soreya folgte seinem Blick. „Und Soran wird ebenfalls Still sein.“ Sorans grinsen fiel in sich zusammen und er nickte nur stumm.
„Wir werden heute zu den Clavens hinausfahren und dein Vater und ich haben entschieden euch dieses mal mitzunehmen. Dein Vater hat ohnehin so wenig Zeit und deswegen werden wir ein paar Tage bei Dirth verbringen.“
Conan konnte die Überraschung über diesen Entschluss nicht verbergen denn es war selten das er und Soran die Stadt verlassen durften und noch seltener war es das sie Dirth besuchten.
Dirth Claven war ein Bauer und ehemaliger Soldat der Stadt der Conans Familie Väterlicher seids stets treue Dienste erwiesen hat.
„Dirth ist heute zufällig in der Stadt und wir werden mit ihm zusammen gehen.“ Sie lächelte erneut und sprach dann begeistert. „Das werden die schönsten Tage die wir seid langem hatten.“ Conan freute sich ebenfalls denn sein Vater war meist im Dienst seines Ordens oder der Stadt unterwechs und fand selten Zeit für ihn und seinen Bruder. Doch Conan störte das nicht denn er hatte schon früh gelernt das die Aufgabe die sein Vater wahrnahm wichtig war.
„Eure Sachen habe ich bereits gestern gepackt. Gegessen wird auf dem Weg dorthin....ich hoffe euer Vater kommt ba...“ Die Eingangstüre öffnete sich und mit einem weiteren Schwall an Sonnenlicht betrat ein in ein Kettenhemd gekleideter Mann das Zimmer. Conans Vater Corfan war groß und kräftig gebaut. Er hatte kurzes und ebenfalls schwarzes Haar und war als durchaus ansehnlich zu bezeichnen was wohl einer der Gründe gewesen war weshalb Soreya und nun er eine Familie hatten. An seiner Seite trug er einen Anderthalbhänder der eigentlich recht schlicht wirkte. Auf dem Goldfarbenem Schwertknauf war ein Kunstvolles A graviert und auf dem Zentrum der Parrierstange prangte das Familienwappen der Amraphendts. Der rechte Panzerhandschuh als Symbohl für Helm dem die Familie seid Generationen Diente, geschlossen um den selben Anderthalbhänder auf dem dieses Wappen prangte. Er stellte die Familie Amraphendt da und sollte zu verstehen geben das sie im Namen Helms Handelten.
Es war eine wertvolle Waffe die in Conans Familie stets an den nächsten weitergegeben wurde und irgendwann sollte es Conans Waffe sein.
Soran sprang von seinem Stuhl und ging genau wie Conan auf Corfan zu und bezogen vor ihm Aufstellung. „Ah ihr seid fertig?“ beide nickten. „Hervorragend dann können wir ja gehen sobald Dirth hier ist.“ Er sah sich um. „Wo ist eure Mutter?“ Soreya hatte den Raum für einige Augenblicke verlassen, doch betrat sie in diesem Moment wieder das Zimmer und sah ihren Mann lächelnd entgegen. „Da bist du ja wir haben schon auf dich gewartet.“ Sie trat zu ihm und gab ihm einen Kuss. „Gehen wir?“ Man konnte ihr ansehen das sie es kaum erwarten konnte dem Treiben der Stadt zu entfliehen. Corfan nickte. „Conan? Hol Geron aus dem Stall wir brechen auf.“ Conan setzte sich nach draussen ist Bewegung. „Ist gut...“ „Warum darf Conan Geron holen?!“ rief der nun völlig entrüstete Soran. „Weil du ein kleiner mieser stinkender.....“ begann Conan der innehielt und sich zu seinem Bruder umdrehte, doch dann wurde er von seinem Vater unterbrochen. „Weil Soran auf dem Weg zu Dirths Hof auf ihm sitzen darf.“ Conan sah seinen Vater ein paar Sekundenlang an und ging dann wütend nach draussen. „Soran darf dies Soran darf das, Soran darf auf Geron Reiten, Soran kriegt dein Frühstück....“ murmelte er vorsich hin während er zu Geron ging. Geron war ein brauner Hengst der in einem kleinen Schuppen auf dem Hinterhof festgebunden war. Er war ein gutes Pferd wenn man mal davon absah das Conan damit nicht reiten durfte. Als er den Hof betrat wurde er zu seiner Überraschung bereits erwartet.
„Hat er dich schon wieder zum Pferdeholen geschickt?“ Conan erkannte Dirth der Geron an einem Zügel hielt und ihn gerade aus dem Schuppen hinausführte. Dirth war ein kleiner stämmiger Man mit langem blondem Haar und einem gutmütigen wenn auch vom Krieg gezeichnetem Gesicht. Er trug einen Lederwams sowie eine Axt auf seinem Rücken.
„Ja....“ antwortete Conan knapp der Dirth nun die Zügel abnahm.
„Mach dir nichts draus, Soran ist noch zu jung um den Weg zu Fuß zurücklegen zu können.“
Dirth lächelte ihm aufmunternd zu. „Und nun schau nicht drein wie ein schlecht gelaunter Ork.“
Zusammen gingen sie vor das Haus wo Soreya, Corfan und Soran bereits warteten Sie begrüßten sich gegenseitig und Corfan hob Soran hinauf auf Geron. Troz der Art wie sein Vater ihn behandelte bewunderte Conan ihn über alle maßen und er wusste auch das er das nur tat um ihn auf das Leben das ihn erwartete vorzubereiten. Soreya ging neben Dirth der Geron an den Zügeln führte, Conan hingegen ging neben seinem Vater ein paar Schritte voraus. Sie verließen die Stadt durch das Tor und nahmen die Straße Richtung Osten.
Gegen Mittag erreichten sie gutgelaunt einen Straßenabschnitt zu dessen rechten ein kleines Waldstück die Landschaft zierte und zu dessen linken eine hohe Felswand das Bild bestimmte. Soreya war guter Dinge und unterhielt sich lachend mit Dirth der für seine Scherze und Witze bekannt war. Corfan unterhielt sich während der Reise mit Conan.
„Sei dir stets darüber im klaren welchen Weg zu gehen willst denn nur dann siehst du was auf dich zukommt.“

Im selben Moment geschah es......

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BeitragVerfasst: Sa 14. Jun 2008, 15:43 
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(fortsetzung des letztens Posts)

Ein leises surrendes Pfeifen. An Conan flog ein Bolzen vorbei und traf hinter ihm mit einem dumpfen Knirschen sein Ziel. Er drehte sich reflexartig um und sah gerade noch wie Dirth leblos zu Boden sank. Der Bolzen hatte ihm die Rechte Gesichtshälfte aufgerissen. Geron bäumte sich auf und warf Soran ab der hart zu Boden stürzte und liegen blieb bevor das Pferd panisch davonrannte. Soreya schrie auf und fiel mit dem Rücken gegen die Felswand. Conan lief daraufhin zu seiner Mutter die erschrocken die Felswand hinauf sah. „Corfan!! Pass auf!!“ sie deutete panisch nach oben und Conan sah ebenfalls hinauf. Weiter oben löste sich ein schwerer Felsbrocken der ungefähr einen Durchmesser von 2 Metern haben musste. Conans Vater hingegen erkannte erst im letzten Moment die Gefahr. Das Geräusch von Metall das zusammengedrückt wird und ein lautes Knirschen waren zu hören als der Fels Corfan traff und unter sich begrub. Danach herrschte sekundenlang Grabessstille. Soreya und Conan sahen zu dem riesen Fels der nun die Straße blockierte bis Conans Mutter schliesslich zum Felsen rannte. „Nein!!! Bitte das darf nicht sein!!“ Sie kniete vor dem Felsen nieder und Zog an einem Arm der unter ihm hervorragte. Conan sah zu seinem Bruder der weinend an einem Baum gekauert saß und ebenfalls verstört zum Fels hinüber sah. Er wusste nicht was ihn mehr geschockt hatte, dass sein Vater tot unter einem Fels zerquetscht lag, oder das er seine Mutter weinend im Schmutz knien sah. Einige Minuten lang war nur das weinen seiner Mutter zu hören. Conan selbst stand nur regungslos da. Doch dann vernahm er ein Geräusch.
Ein Pfeifen das immer lauter zu werden schien. Er lauschte angestrengter und erkannte dann was es war....Musik! Und sie schien aus den nahen Wäldern zu kommen. Dann sprang eine Gestallt aus dem nahen Unterholz. Ein kleiner recht dürr wirkender Mann. Er trug Braune Kleidung und leichte Stiefel. In seinen Händen hielt er eine Flöte. Mit rhythmischem hüpfen von einem Fuß auf den anderen sprang er belustigt aus dem Wald und spielte mit seinem Instrument eine schnelle fröhliche Melodie. Belustigt springend und tanzend bewegte er sich musizierend um den schweren Fels herum. Soreya sah mit Tränen überströmten Gesicht zu dem Mann auf, dieser nahm schliesslich während er tanzte die Flöte aus dem Mund und stimmte passend zu der zuvor gespielten Melodie einen Gesang an.


Der Fels er löst sich von der Wand der Junge der ist fort gerannt
Der Vater jedoch der blieb dort stehen und konnte fortan nicht mehr gehen.

Und so singe ich das Lied vom Mann der unterm Fels nicht Atmen kann.

Erneut ein kurzes spiel mit der Flöte dann setzte er seinen Gesang fort.

Welch Pech hat den Vater wohl ereilt das er nun unter dem Fels verweilt
Die Mutter liegt weinend vor dem Stein und glaubt das kann doch gar nicht sein.
Der Junge der lauscht dem Gesang des Mannes der noch hüpfen kann.

Und so singe ich das Lied vom Mann der unterm Fels nicht Atmen kann.

Während Conan dem etwas wirren Gesang des Barden lauschte hatte er nicht bemerkt das 3 weitere Gestallten die Straße entlang kamen. Einer von den dreien entpupte sich als Zweg. Der zweite war wiederum ein Halbork der mit einer Schweren Zweihandaxt bewaffnet war. Der dritte war ein Mensch mit einer Armbrust. Die drei unterhielten sich angeregt.
„Du hattest recht bei Tag kann man besser zielen.“ Meinte der Zwerg zu dem Menschen.
„Der ist nur noch Matsch hoho seht euch das an du hast ihn voll erwischt!“ Gab der Mensch dem Zwerg zurück.
Schließlich kamen sie am Fels an von dem Soreya sich zu Conan zurückgezogen hatte. Der Zwerg kniete sich nieder und sah unter den Fels. „Der hat nicht mal gemerkt was ihm passiert HAHA!! So ein sauberer Treffer gelingt mir kein zweites mal!“
Ein leises lachen ging von dem Menschen aus „Oh man der ist Platt hehe aber....bist du dir sicher das du Corfan erwischt hast?“ Zufrieden nickend richtete sich der Zwerg wieder auf. „Völlig...aber...HEY HÖR ENTLICH MIT DEM GETANZE AUF REY!!!“
Die Musik verstummte und Rey der Barde hielt inne. „Du bist ein Kunstbanause Gorin!!!“
„GENUG!! Machen wir unsere Arbeit!!“ Befahl der Mensch und richtete seine Armbrust auf auf Conan und seine Mutter die gerade zu Soran gegangen waren.. „Was machen wir mit dem Weib Kalash?“ der Mensch antwortete. „Soll sich Grom mit ihr vergnügen“ Der Halbork grunste zufriede und begann Soreya anzustieren.
Rey begann wieder zu singen.

„Grom hält seine Lust nicht verborgen er wird’s dem weib jetzt besor....“

„IST JA GUT REY!!!“ schrie Gorin. Grom hingegen blieb verwirrt stehen und sah fragend zu Kalash, dieser nickte ihm zu „Machs kurz!“

„ Im innern tanz Grom einen Reigen denn er wird das Weib gleich bestei......“

„WIR HABEN ES VERSTANDEN REY!!!“

Während sich die Gestallten stritten sprach Soreya zu Conan. „Du nimmst jetzt deinen Bruder und rennst zurück zur Stadt, ihr seht nicht zurück und haltet nicht an.“ Conan sah sie wütend an. „Nein wir bleiben u...“ „Du wirst deinen Bruder nehmen und laufen Conan!“

„Eh wie sollen wir dem Kerl eigentlich beweisen das wir Corfan geplättet haben?!“ Meinte Gorin als Grom an ihm vorbei ging in Kalashs Richtung.
„Wir rollen den Stein zur Seite und nehmen sein Schwert“
Grom war nun bis auf ein paar Schritte an Soreya heran gekommen. „Los lauft Conan, und seht nicht zurück“ Sie gab ihren Söhnen noch mal einen Kuss auf die Stirn und drehte sich zu Grom um. Conan war immer noch nicht bereit zu gehen doch sein kleiner Bruder zerrte nun an seinem Arm und seine Mutter blieb einfach nur stehen. Er begriff nicht was sie vor hatte, was sie vor hatte, er konnte sie doch nicht einfach alleine lassen und das Schwert durfte ebenfalls nicht verloren gehen. „Komm schon Conan wir müssen weg“ drängt Soran.
„Um die zwei Knaben kümmere ich mich!“ Gorin zog eine Streitaxt aus seinem Gürtel und ging auf Conan und seinen Bruder zu. Das war der Moment indem Conan sich entschloss zu laufen. Er und Soran sprangen über Dirths Leichnahm und liefen die Straße zurück.
Sie hielten erst an als sie die wiederhallenden Schreie ihrer Mutter aus der ferne vernahmen.
Sie hielten an um zu Weinen.

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BeitragVerfasst: Mo 1. Dez 2008, 01:46 
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Die Sonne war schon untergegangen als Conan in seinem Zimmer in der alten Wache saß und einen Brief verfasste. Es klopfte an der Tür.

„Ja?“

Von draußen betrat Walindor den Raum.

„Unten wartet ein Wächter auf dich Conan.“

Er legte seinen Federkiel beiseite und lehnte sich nachdenklich zurück.

„Wächter?“

Walindor nickte sachte. "Ein Soldat."

Conan schrieb daraufhin weiter und gab während dessen Antwort.

„Sagte er denn was er will?“

Gab Conan nun mehr oder minder gelangweilt von sich.

Walindor schien kurz zu zögern ehe er sagte.

„Naja er sagte ein Herr Kartzer hätte ihn geschickt du hättest einen Termin bei ihm und er sagte es sei nicht wichtig.“

Als der Name fiel brach Conan seinen Federkiel ab.

„Ich habe einen Termin bei Kartzer?“

Walindor nickte.

„Und es sei nicht wichtig.“

Conan zerknüllte das nun vollgeschmierte Pergament und warf es beiseite bevor er ein neues ansich heran zog.

„Danke Walindor du kannst wieder gehen.“

Er nickte und verlies den Raum wieder. Ungefähr eine Stunde später als Conan sein Pergament schon wieder fast gefüllt hatte klopfte es erneut und Walindor trat wieder ein.

„Was gibt es denn Walindor?“

Und wieder zögerte er.

„Naja…der Wächter steht immer noch unten.“

Wütent sah Conan auf.

„Und?!“

Erschrocken zurückweichend erwiderte Walindor.

„Er lässt dir ausrichten es sei immer noch nicht wichtig.“

Ruckartig stand Conan auf und griff nach Umhang und Schwert eher er um den Schreibtisch herum und an Walindor vorbei zur Tür hinausging. "Wenn es nicht wichtig ist wollen wir Herrn Kartzer nicht weiter warten lassen."

….eine halbe Stunde später….

Der Wächter hatte Conan in das Regierungsgebäude der Stadt gebracht wo er ihn durch zahlreiche Gänge an eine aus hellem Ahorn gefertigte Tür führte auf der ein Schwarzer Schild abgebildet war.
Conan musterte die Tür misstrauisch als der Wächter daneben Stellung bezog anklopfte und einen Schritt hinter Conan machte.
Stirnrunzelnd blickte dieser erst den Gardisten an dann die Tür. Dann hörte er wie eine sanfte Stimmte ihn ruhig und gedehnt mit den Worten. „Ja bitte?“ herein bat.
Conan sah den Gardisten etwas verunsichert an bevor er die Tür öffnete und eintrat.

Der Raum den er nun betrat erinnerte ihn ein wenig an sein altes Büro nur das er die Bedeutung der Gegenstände die hier den Raum zierten nicht kannte obgleich er sofort wusste das der Besitzer dieses Büros einen Hang zur Sentimentalität hatte ähnlich wie es bei ihm der Fall war. Schwerter Bilder Splitter von Rüstungen und diverse Schmuckstücke waren überall im Raum zu sehen. Der längliche Raum selbst war in ein düsteres Licht getaucht und an seinem Ende stand ein breiter Schreibtisch hinter dem ein hochlehniger Stuhl oder „Thron“ stand indem ein Mann der im Verhältnis zu dem Stuhl indem und dem Schreibtisch an dem er saß fast klein wirkte und gerade etwas schrieb.
Der Mann selbst war von schmalem Körperbau und hatte ein schmales Gesicht mt einer leichten Adlernase. Er trug einen Spitzbart und hatte Schwarzes Haar. Er wirkte beinahe dürr jedoch gewann man sehr schnell den Eindruck das etwas mehr Fleisch auf den Rippen gar nicht zu ihm gepasst hätte.
Durch das Hohe Fenster in der Wand hinter dem Stuhl fiel fahles Mondlicht und warf gespenstische Schatten auf den Schreibtisch.
Conan trat entschlossen näher was der Mann wohl zum Anlass zu nehmen schien von seinem Pergament aufzusehen.

„Aaaah…Herr Amraphendt. Ich freue mich das ihr die Zeit gefunden habt mich zu besuchen.“

Sprach der Mann weiterhin mit ruhiger gedehnter Stimme.

„Es hätte durchaus gereicht….wenn ihr mich Morgen mit eurer Anwesenheit beehrt hättet oder übermorgen. Jaaaa…das hätte es.“

Conan richtete sich zu seiner vollen größe auf.

„Ich war gerade in der nähe und dachte es sei vielleicht wichtig. Herr“

„Ich hoffe doch Baldrick war nicht zu energisch als er euch aufsuchte….er hat bisweilen gewisse Angewohnheiten die ich ihm nicht austreiben kann….“ Kartzer lächelte vielsagend. „….leider.“

Conan schüttelte den Kopf..
„Er hat nur eine Menge geduld bewiesen.“

Kartzer lehnte sich zurück.
„Schön….nun da ihr schon mal hier seid Herr Amraphendt…wie lange ist es nun schon her das….ihr euren Dienst beenden musstet?“

Ohne einen Augenblick nachzudenken antwortete Conan knapp. „ etwas mehr als ein Jahr Herr“
Kartzer nickte bedächtig.

„Doch schon recht lange…..aber ihr habt immer noch hohe Ambitionen.“

„Wenn ihr es so nennen wollt Herr.“

Kartzer nickte erneut.

„Ich habe vor mit der Stadtgarde einen wandel zu vollziehen um die Kräfte die wir noch habe so effektiv wie möglich zu Aufrechterhaltung der Ordnung einzusetzten.“

Angespannt runzelte Conan die Stirn.

„Ihr habt vor den Oberbefehl zu übernehmen Herr?“

„Nun ich muss gestehen das ich schon seid längerem mit meinem Posten im diplomatischen Gefolge des Fürsten nicht zufrieden bin. Daher beabsichtige ich die Übernahme der Gardeführung. Zu meiner Schande muss ich jedoch gestehen das ich alleine nicht so schnell zum Erfolg kommen werde wie ich es mir wünschen würde.“

„Das ist verständlich Herr schliesslich kennt euch kaum jemand in dieser Stadt.“

„Ja das geht mir meistens so…aber um wieder zum Thema zurückzukommen….euch würde nicht zufällig jemand einfallen der für meine Zwecke geeignet wäre?"

Ein schmales lächeln glitt über Conans lächeln und machte klar wie er über diese Frage dachte.
„Janald Dalendonl Herr“

Kartzer hob eine Augenbraue und griff nach einem Pergament das in einem Stapel auf seinem Schreibtisch lag.

„Der Mann der für den Teufel verantwortlich war?“

Conan nickte während Kartzer das Pergament studierte.

„Er ist Teilhaber am gefallenen Abenteurer. Hat eine Tochter. 2 Tote Frauen. Ehemaliger Leutnant der Stadtwache.“

„Ja Herr“

Kartzer legte das Pergament beiseite und lehnte sich mit dem Ellenbogen auf eine Armlehne.

„Nach allem was ich bisher über ihn weis ist er wohl das was man einen gewissenhaften Menschen nennt."

Verwirrt runzelte Conan die Stirn und trat einen Schritt näher.

„Herr?“

Mit ruhiger Stimme und einem erklährenden Unterton lehnte sich Kartzer nach vorne Verschränkte die Hände ineinander und stützte sich mit den Unterarmen auf die Tischkannte.
„Ich meine das Herr Dalendon sich in manchen Situationen vielleicht nicht so durchsetzt wie man es vieleícht von euch erwarten würde.“

„Er hat feste Grundsätze Herr und ist diesen treu.“

„Ja….“ Er lehnte sich wieder zurück. „Aber sind es auch die richtigen? Ein Waldläufer Mielikkis….“

„Er ist der richtige Herr.“

Kartzer nahm daraufhin seinen Federkiel in die Hand und schrieb weiter.

„Ich teile euch dann mit wann ihr euren Dienst wieder antreten könnt Herr Amraphendt.“

„Helm mit euch Herr“ Conan salutierte.

Kartzer blickte erneut auf.

„Achja…..“ Kartzer blickte zur Tür überlegte kurz notierte etwas auf einem Zettel und schob diesen über den Tisch zu Conan.
„Was könnt ihr mir zu diesem Mann sagen?“

Conan trat näher nahm den Zettel auf und lass den Namen. Er hob überrascht den Kopf und sah Kartzer misstrauisch an.
„Was wollt ihr denn von ihm Herr?“

„Er könnte für mich ein paar Dinge erledigen.“

„Dinge? Herr er gehörte einst zu….“ Kartzer unterbrach ihn scharf.

„Ja und genau deswegen ist er denke ich für die Aufgaben die ich für ihn habe recht gut geeignet.“

„Ich traue ihm nicht Herr.“

Kartzer schrieb weiter. „Gut mehr wollte ich von euch auch nicht wissen Feldwebel…..“

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BeitragVerfasst: So 28. Dez 2008, 02:32 
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Vor etwa 2 Jahren…..

In dem halb verdunkelten Büro des Leutnants der Stadtgarde zu Rivin wurde zu später Stunde immer noch gearbeitet, während draussen ein Gewitter tobte das durch das große Fenster hinter dem Schreibtisch recht gut zu verfolgen war. Conan saß an seinem Schreibtisch und stellte einen Dienstplan für das Abenteurerviertel zusammen als es an der Bürotür klopfte. Conan sah auf.

„Ja?!“

Die Tür öffnete sich und Korporal Tenser trat ein ging geordnet in die Mitte des Raumes nahm Haltung an und Salutierte.

„Sir, ihr sagtet ihr wolltet unterrichtet werden wenn der neue Gefangene eingetroffen ist.“

Conan legte den Federkiel beiseite lehnte sich zurück und stützte sich mit einem Ellenbogen auf eine Armlehne.

„Ihr habt ihn in den Kerker gebracht?“

„Ja sir.“

„Sehr gut.“

Ein Blitz erhellte die Silouette der Stadt hinter Conan.

Er nickte zufrieden und stand langsam auf.

„Danke ihr könnt wegtreten.“

Tenser salutierte und verlies den Raum wieder geordneten Schrittes. In alle Ruhe und ohne Hektik legte Conan seine Rüstung an löscht die Lichter und machte sich auf den Weg in die untersten und zugleich am schwersten bewachten Räumlichkeiten der Kaserne, den Kerker.
Er näherte sich schliesslich dem vergitterten Durchgang zur Kerkertreppe wo Korporal Igor Wappner Wache hielt.

„Helm zum Gruße Sir“

Wappner Salutierte was Conan ebenso tat.

„Der Wachsame zum Gruße Wappner.“

„Ihr seid zum Verhör hier Sir?“

Igor verzichtete wie immer darauf Haltung anzunehmen was Conan nicht im geringsten störte denn er wusste was er an diesem Mann hatte.

„In der Tat Korporal in der Tat der neue Heftling wurde heute hergebracht.“

„Ohja Sir allderdings verschliesst sich mir weshalb ihr ein solche Interesse ab diesem Mann habt..“

Conan lächelte schmal und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
„Irgendwann vielleicht werdet ihr es erfahren.. Darf ich nun weiter?“

Hastig trat der Korporal beiseite und gab den Weg frei,

„Natürlich Sir natürlich.“

Conan Salutiert nochmals und ging gemessenen Schrittes nach unten. Als er den langen Weg nach unten hinter sich gebracht hatte näherte er sich einer Massiven Tür aus Eisen die sich öffnete. Dahinter stand ein Soldat der Haltung annahm und Salutierte.

„Zum Gruße Sir“

Conan nickte nur knapp und trat ein. Ein kräftiger aber allerdings stark gebeugter Korporal der eine Kapuze trug humpelte herran und riss eine brennende Fackel von der Wand und hielt sie hoch während er seinen Kopf hob. Der Schein der Fackel fiel auf Conans Gesicht und auf das des Korporals.

„Er ist in der hinteren Zelle ganz wie ihr es gewünscht habt Sir.“

Die linke Gesichtshälfte des Korporals war mit Brandnarben verunstalltet und das linke Auge wurde durch eine Milchglasfarbene Kugel ersetzt und das sprechen schien ihm schwer zu fallen.

„Sehr schön Korporal hervorragend ich würde dann gerne zu ihm.“

„Wie ihr wünscht Sir.“

Der Korporal ging voran gefolgt von Conan und zwei Soldaten die jeweils mit einem gescheidetem Langschwert bewaffnet waren.
Aus den Zellen an denen sie vorbei gingen war meistens nur ein Jammern zu hören oder ein flehen. Hier und da streckten sich schmutzige Hände durch die Gitter nach den Stiefeln der vorbei schreitenden Soldaten.
Schliesslich standen sie vor einer Zellentür. Der Korporal schloss auf trat beiseite und machte Conan und den beiden Soldaten Platz die in den schwach beleuchteten Raum eintraten.
In der Mitte dieses raumes stand ein kleiner Schemel und am Boden dahinter waren einige Eiserne Fußfesseln angebracht. Ungefähr 4 Meter weiter vor einer Niesche in der die einzigen Lichtquellen , nämlich zwei Kerzenleuchter die dem Raum gespenstische Konturen verliehen zu sehen waren, stand ein Schreibtisch mit einem Stuhl.
Einer der Soldaten schloss die Tür während der zweite sich auf den Weg zu einer zweiten Tür machte die auf der anderen Seite des Raumes zu sehen war. Conan nahm unterdessen am Schreibtisch Platz. Die zweite Tür wurde geöffnet und der Soldat ging in den dunklen Raum dahinter. Kurz darauf kam er mit einem Mann in Heftlingskleidung wieder herraus der laut schimpfte und protestierte.

„Ich will wissen weshalb ich eingesperrt wurde!!! Das ist Willkür!! Korruption!! Ich will mit deinem Idiotischen Vorgesetzten sprechen und zwar sofort!! Los lass mich los du Rüpel!!!

Der Mann wurde auf den Schemel gezwungen und fest gekettet.

„Habt ihr mich verstanden?“

„Ich denke euer Wunsch wurde schon erfüllt Herr Centar.“

Mit ruhe und bedacht kamen diese Worte über Conans Lippen. Der Mann verstummte augenblicklich und sah zu Conan dessen Gesicht er wohl nicht erkennen konnte da die Beleuchtung hinter Conans Rücken sein Gesicht im Dunkeln lies.
„Woher kennt ihr meinen Namen? Und wer seid ihr?“

„Wir sind uns schon mal begegnet Herr Centar und eben jene Begegnung ist nun der Grund weshalb ihr hier sitzt und die Chance habt eure Untaten zu gestehen, leugnen ist zwecklos.“

„Ihr redet wirr ich würde mich an euch erinnern!“

Conan lehnte sich entspannt zurück.

„Ein Geständnis würde es euch leichter machen, aber ich helfe euch auf die Sprünge. Ihr habt vor etwa 2 Jahren einen Überfall auf eine Handelskaravane geplant und durchgeführt die zwischen Baldurs Tor und Rivin unterwechs war.“

„Völliger Unsinn!!!“

„Ihr wurdet gesehen….“

„Unmöglich!!“ Wurde Conan unterbrochen ehe er weiter sprach.

„….von mir.“

„Und weiter?? Das soll mich nun überzeugen?? Irgendein niemand in der Provinzgarde einer kleinen Handelsstadt der Angst hat mir sein Gesicht zu zeigen behauptet er habe mich gesehen? Wenn das alles ist seid ihr dümmer als ich gedacht habe!“

Einer der beiden Gardisten der hinter Centar Stellung bezogen hatte trat einen Schritt vor und versetzte Centar einen so heftigen Tritt in die Nieren das dieser vom Schemel flog und versuchte sich zu winden woran ihn die Ketten hinderten.

„Ihr seid nicht in der Position hier irgendwen zu beleidigen Herr Centar.“

Gequält erwiderte Centar der von den beiden Gardisten nun wieder auf den Schemel gezwungen wurde:

„Kommt wenigstens selbst her und schlagt zu….“

„Es gibt Dinge die will ich euch ersparen, aber um wieder zu dem Grund zurück zu kommen weshalb ihr hier seid....leugnen ist zwecklos Herr Centar. Helm kennt alle eure Sünden. Bei diesem Überfall kamen mehr als 20 Menschen ums Leben“

„Ihr habt keinerlei Beweise.“

Conan lächelte schmal „Die brauche ich auch nicht..“ und nickte einem der Gardisten zu woraufhin dieser den Kerker verlies.

„Nun Herr Centar mir ist duchaus bekannt das ihr zwar keinen dieser Morde begangen habt aber ihr habt bei der Durchführung und Planung eine wichtige Rolle gespielt.“

„Bei einer Verhandlung kommt ihr damit niemals durch!“

Die Kerkertür öffnete sich und der Gardist der eben den Raum verlies kam zurück, in seiner Begleitung befand sich ein Mann in Ketten der nur mit ein paar Lumpen bekleidet war und dessen Gesundheitszustand wohl nichtmehr der beste war. Unsanft wurde diese zu Grunde gerichtete Gestallt in den Kerker gestoßen und fiel schliesslich zwischen Centar und Conans Schreibtisch zu Boden.

„Terk?!“

„Dieser Mann war ebenfalls bei besagtem Überfall beteiligt und hat gestanden. Er erklärte sich darüber hinaus sogar dazu bereit euch der gnade Tyrs auszuliefern.“

„Nein…!!!“

Der Heftling namens Terk hob seinen Kopf um den sich sein langes schmutziges Haar schlang. Er musste schon lange hier unten sein.

„Das ist er…Herr Amraphendt.“

Centars Blick löste sich Augenblicklich von Terk und fiel auf Conan.

„Ihr….das kann nicht sein!! Ihr wurdet vor mindestens 20 Jahren getötet ich weiß es!!!“

„Man hat euch zu einer längeren Kerkerstrafe verurteilt Centar….ihr werdet vor eurem 70ten Lebensjahr kein Sonnenlicht mehr erblicken.“

Conan stand auf ging zu Centar und flüsterte ihm leise ein paar Worte zu.

„….wird sich irgendjemand euer erinnern ähnlich wie ihr euch gerade meines Vaters erinnert habt? Helms Gnade denen die sie verdient haben….ihr werdet als Bettler in irgendeiner Seitenstraße verhungern sofern ihr in 30 Jahren noch am Leben seid Centar.“

Die Kerkertüren schlossen sich…..


Der Wahnsinn ist nur eine schmale Brücke…die Ufer sind Vernunft und Trieb.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Di 30. Dez 2008, 02:51 
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In einem Dunklem Raum irgendwo in den Slums saßen 3 Gestallten an einem Runden Tisch auf dem eine Gläserne Karaffe die mit Wein gefüllt war stand sowie ein beträchtlicher Haufen Goldmünzen.

"Das is alles nichmehr so einfach ich kann kein Material mehr aus der Rüstkammer mitgehen lassen das fällt auf!"

Eine der drei Gestallten gestikulierte drohend mit einem Dolch in die Richtung des Mannes der diese Worte vonsich gab.

"Wir haben eine Abmachung getroffen und bedauerlicherweise besagt diese Abmachung das ich euch ein Körperteil meiner Wahl entfernen darf wenn ihr nicht euren Soll erfüllt."

Der Vermumte legte den Dolch beiseite und schenkte sich aus der Karaffe ein.

"Und soweit wollen wir es doch nicht kommen lassen oder?"

Nervös rückte der Mann auf seinem Stuhl umher.

"Das wird jedoch nicht einfach"

Ruhig trank der vermumte von seinem Wein stellte den Becher ab und leckte sich genüßlich die Lippen ab.

"Das ist mir egal."

Die dritte Gestallt am Tisch die sich als Frau entpupte erhob sich unaufgefordert verlies den Raum und kehrte kurze Zeit später mit einer Schatulle zurück die sie auf den Tisch stellte.

"ich sammle diese wunderschönen schmzuckstücke die ihr Gardisten so gern an euren Fingern tragt. Und euer Ring gefällt mir besonders."

Die Frau öffnete die Schatulle und darin lagen 5 Idetifierungsringe der Garde eingebetet in ein Kissen. Jedoch lies eine leere Vertiefung darin vermuten das noch ein Platz frei war.

"Ich denke wir haben uns verstanden?"

Gerade in diesem Moment warf sich von aussen etwas schweres gegen die Eingangstür.

"Verflucht sie haben uns gefunden!!"

Die drei sprangen auf und eilten um den Tisch herum zur anderen Tür neben der eine geladene Armbrust lehnte. Während der Vermumte und der vermeindliche Gardist durch die Tür stürmten ergriff die Frau die Armbrust und feuerte auf den ersten Gardisten der auf der anderen Seite des Raumes durch die Tür brach dessen rechte Gesichtshälfte von dem Bolzen aufgerissen wurde.
Schreiend fiel dieser zu Boden und 3 weitere Gardisten sprangen über ihren Kameraden hinweg und eilten den 3 flüchtigen hinterher.
2 Soldaten die daraufhin folgten kümmerten sich um den verletzten und trugen ihn weiter in den Raum.
Aus dem Gang durch den die drei Gesuchten geflüchtet ware war Kampflärm zu vernehmen während ein weiterer Mann in der Uniform eines Feldwebels den Raum gemessenen Schrittes betrat. Die Arme selbstsicher hinter dem Rücken verschränkt näherte er den Raum dabei musternd dem Runden Tisch bis sein Blick auf den verletzten fiel der vor schmerz kreischend seine Hände auf sein Gesicht presste und nur mit Mühe von den beiden anderen Soldaten unter Kontrolle gehalten werden konnte.

"Bringt ihn in das Lazarett und zwar schnell"

"Wir versuchen es Sir"

Die beiden schleiften den verletzten hinaus der dem schmerz wohl erlag und der Bewustlosigkeit anheim fiel.
Leise ächtzend setzte sich der Feldwebe seitlich an den Tisch und legte die Füße über kreuz samt der schweren Stiefel auf die Kante der Tischplatte.
Weiterhin ertönten schreie aus dem Gang was den hoch dekorierten Gardisten allerdings wenig zu interessieren schien denn dieser roch nur prüfend an dem Wein in der Karaffe und schenkte sich schliesslich in eine der Becher die noch auf dem Tisch standen nach.
Schliesslich verstummte der Kampflärm und Schritte waren aus dem Gang zu vernehmen. Kurz darauf führten 2 Gardisten den Vermumten und den zweiten Mann herrein dessen Kutte nun Starke Risse aufwies und unter der sich die Rüstung der Stadtgarde zeigte.
Die Gardisten liessen von beiden ab und der vermumte fiel hustend zu boden während der entanrte Gardist auf die Knie fiel.
Prüfend fiel der Blick des Feldwebels auf die beiden während er einen Schluck von dem Wein genoß. Einer der beiden Soldaten ging daraufhin wieder in den Gang zurück.

"Vortrefflicher Geschmack, könnte schwören wir hatten letzte Woche einen ähnlichen im Vorrat."

Die der Soldat der eben den Raum verlassen hatte kam mit dem dritten Gardisten der den flüchtenden gefolgt war aus dem Gang, in ihrer Mitte die schlaffe Gestallt der Armbrustschützin.

"Ah dann wären wir ja nun vollzählig."

Mit wenig vorsicht und ohne rücksicht auf die schweren verletztungen der Frau wurde sie neben ihren beiden Gefährten auf den Boden fallen gelassen.

"Dann können wir uns ja nun dem Geschäftlichen widmen wenn man es so nennen will. Zu beginn sollten wir uns von eurer netten Gefährtin verabschieden die wenn mich mein Gedächtniss nicht Täuscht bereits wegen mehrfachen Mordes verurteilt wurde und bereits einmal dem Galgen entging....."

Der Feldwebel nickte zweien der Soldaten zu die daraufhhin die schwer verletzte auf ihre Beine zwangen.

"Diozenz von Westheim..."

In aller Seelenruhe griff der Feldwebel in seine Tasche holte eine Pergamentrolle heraus und verlass das darauf festgehaltene Urteil..

"....ihr wurdet vor einem Gericht unter Führung eines Richters im dienste Tyrs zum Tode verurteilt. Das Urteil ist bei Festnahme durch die Stadtgarde zu vollstrecken."

Er rollte das Pergament wieder zusammen.


"Mögen die Götter eurer Seele gnädig sein"

Sie wurde wieder auf die Knie gezwungen. Ein Soldat trat zurück. Der andere zog seinen Anderthalbhänder holte aus und beendete das Leben der verurteilten mit einem gezielten Schlag. Die Leiche wurde in eine Decke eingewickelt.

"So.....nun zu den anderen beiden...."

Der Blick des vermumten verharrte auf dem eingepackten Leichnahm.

"Ääh..."

Weitere Pergamente verliesen die Tasche des Feldwebels und wurden gelesen.

"Oh....ihr seid Herr von Westheim nichtwahr?"

Diese Worte die mehr nach einer Frage klang die Mann einem Händler auf dem Markt stellt wurden an den vermumten Gerichtet.

"Ich lese gerade das ihr der Ehemann von Frau Westheim seid.....beinahe bedauerlich."

Der Feldwebel hüstelte knapp.

"Ich denke im angesicht dieser Umstände sollten wir das Verhör was Zeit und Ort angeht verschieben."

Er leerte seinen Becher und erhob sich.

"Bringt sie in den Kerker und schickt jemanden her der hier aufräumt."

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Do 22. Jan 2009, 18:46 
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Hastigen Schrittes betrat Conan die alte Wache.

„Mach mein Gepäck fertig Feywush ich bin heute Nacht nicht in der Stadt.“

Feywush Finke der Wirt der alten Wache war gerade damit beschäftigt einen Krug zu polieren als er auf Conans Worte hin überrascht den Kopf zu ihm umwandte.

„Du willst die Stadt verlassen?“

„Ja, frag nicht sondern mach bitte einfach.“

Dann verschwand Conan auch schon die Treppe nach oben und öffnete die Tür zu seinem Zimmer. Dort saß Walindor an einem Tisch und las in einem Buch doch als Conans Gestallt herreinkam und die Tür hintersich schloss sah er auf.

„Äh…Ino ist im Bett und das schon seid mehr als 3 Stunden ich schwö….“

„Keine Zeit Walindor ich muss heute Nacht noch weg. Such mir eine Karte mit den Gebieten Nördlich von Rivin.“

Verblüfft sah Walindor zu wie Conan in einen Schrank griff und dort eine Satteltasche heraus holte sowie einen dunkelblauen Reiseumhang.

„Nun mach schon ich habe nicht soviel Zeit.“

Schliesslich stand Walindor auf holte einige Karten aus einer Truhe die neben der Tür stand und breitete nach kurzem suchen eine davon auf dem Tisch aus. Conan hatte sich die gepackte Satteltasche dann über die Schulter geworfen und holte ein Pergament aus seiner Tasche das er entrollte und neben die Karte legte. Dann beugte er sich nun auch über den Tisch mit der Karte die einen Teil der Schwertküste nördlich von Rivin da stellte.

„Mitten in der Nacht und da draußen treiben sich auch noch Orks herum.“

„Ich weis Walindor.“

Antwortete Conan mit gleichgültigem Ton während er mit seinem Finger über die Karte fuhr und mit dem Blick immer wieder zu dem Pergament hinüberschweifte.

„Hm….mit etwas Glück bin ich heute Abend wieder hier.“

Er rollte die Karte wieder ein und steckte sie zusammen mit dem Pergament wieder ein.

„Was soll ich denn sagen wenn jemand fragt wo du bist? Kahri oder jemand von der Garde?“

„Die Garde weis bescheid und der Rest….braucht es nicht zu wissen. Sie wird ohnehin nicht fragen. Pass auf Ino auf…“

Mit diesen Worten schloss er hinter sich die Tür. Kurze Zeit später verlies ein Reiter auf einem schwarzen Pferd durch das Schwerttor die Stadt und ritt gen Norden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtretten.
BeitragVerfasst: Do 5. Feb 2009, 13:26 
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In seinem Zimmer in der alten Wache das Conan gemietet hatte saß er in seinem Stuhl vor dem Kamin den Kopf schwer auf seine rechte gestützt. Er beobachtete leicht lächelnd seine Tochter wie sie völlig frei und unbeschwert auf dem Kaminvorleger mit einem Kätzchen spielte das sie Loony getauft hatten. Er sah ihr gerne dabei zu es erinnerte ihn daran das es Dinge gab für die es lohnte zu kämpfen, für die es lohnte so zu sein wie er. Wie sie dort um ihn herumtollte dem Kätzchen hinterher, wie sie dabei lachte.
Wenn doch nur alles so einfach wäre. War er eigentlich der einzige der diese einfachen Dinge zu schätzen wusste? Kinder und Familie. Ja es war vielleicht nicht jedem dieses Glück vergönnt nein nicht mal er selbst konnte sagen er hätte eine intakte Familie. Ino wuchs ohne eine eigene Mutter auf, doch es schien sie nicht zu stören….oder vielleicht doch? Was wusste er denn schon was in seiner Tochter wirklich vor ging. Aber sie schien so glücklich. Es war egal denn sie war sein Kind und was ihm nicht geschadet hatte würde ihr auch nicht schaden. Es galt immer der selbe Grundsatz…alles was dich nicht zerstört macht dich stärker. Und er war stark. In ein Unglück nach dem anderen hatte er sich gestürzt sich dabei mit dem Gedanken beruhigend zum Schluss gestärkt daraus hervorzugehen. Ganz egal wie schmerzhaft es gewesen war oder ob er immer noch darunter litt. Sicher er hatte vielleicht das ein oder andere Problem….

„Du solltest das nicht als Problem bezeichnen sieh es lieber als eine Art Geschenk.“

Die sanften und nachdenklichen Gesichtszüge die seinem Lächeln den Ausdruck von Glück und Zufriedenheit vermittelten verschwanden.

„Du gehorchst stets den Gefühlen die am stärksten ausgeprägt sind. Sieh in deine Vergangenheit und denke darüber nach was für ein Mensch du gewesen bist.

„Du kommst jeden Abend Heim zu deiner Tochter und bist unzufrieden. Wenn dich nicht gerade ein Erfolgsgefühl übermannt vergehst du ihn Sehnsucht….deine Gedanken drehen sich dann nur um 2 Personen in deinem Leben und du weist das sich das niemals ändern wird. Du denkst an sie und deine Selbstkontrolle schwindet!“

„Deine Triebe müssen kontrolliert werden. Nicht alles was du tust wenn du die Kontrolle verlierst ist gut.“

„Was soll schon falsch daran sein wenn du ihr auf diese Art zeigst wie sehr du sie liebst.“

„Du hast schon mal die Kontrolle und deswegen eine Frau verloren.“

„Wut und Freude Hass und Liebe das sind zweierlei Dinge.“

„Du musst die Kontrolle behalten. Sieh doch was passiert wenn er bei ihr ist. Dir selbst Schmerz zuzufügen ist nicht der Weg.“

„Schmerz lässt dich nur die Dinge klarer sehen.“

„Du musst die Kontrolle behalten.“

„Ich will aber nicht!“
Zischte er leise und Ino hielt inne

„Papa?“

„Ist schon in Ordnung meine kleine…“
Er stand auf.

„Es ist besser wenn du nun Schlafen gehst.“

„Ich will aber noch nicht....“

„Es ist schon spät…komm ich bringe dich ins Bett.“

„Darf Loony bei mir schlafen?“

„Hm…na gut….ausnahmsweise.“

Grinsend kniete Ino sich zu Loony hinunter und nahm das Kätzchen auf den Arm ehe sie wieder aufstand und in Richtung Schlafzimmer ging.

„Kommt Kahri auch noch?“

Conan öffnete seiner Tochter die Tür die die Katze auf dem Arm trug.

„….ich weis es nicht meine kleine….ich weis es nicht…“

Vorsichtig schob er sie mit der Hand in das Zimmer und half ihr ins Bett wo er sie zudeckte. Loony legte sich auf die Decke.

„Gute Nacht Papa.“

„Gute Nacht meine kleine“
Sanft strich er Ino das Schwarze Haare von der Stirn und gab ihr einen Kuss. Dann verlies er das Zimmer und schloss leise die Tür.

„Das ist dein Los.“

„Ich trage es gern.“

„Du sorgst dich ständig und wirst nur mit Worten abgespeist.“

„Nur Worte?“

Schwäche zeigen heißt verlieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Mi 11. Feb 2009, 19:01 
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Irgendwo in den Silbermarken stand eine Taverne die dem stürmischen Wetter das um sie herum tobte trotze und eine Insel in dem unwirklichen Schneechaos dazustellen schien. Der Kamin rauchte und es brannte Licht. Davor standen angebundene Pferde. Die verhüllte Gestallt stand in seinen Mantel gehüllt einige Meter davon entfernt und betrachtete das Schild das über der Tür hing und im Schneesturm hin und her schwang.

„Ich habe dich gefunden.“

Mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze öffnete der Mann die Tür und betrat den Schankraum der vollkommen leer war. Lediglich auf der Theke lag der Wirt der zu schlafen schien. Langsam zog er seinen Mantel aus und warf ihn über einen Stuhl. Dann fand sein Blick die Treppe nach oben. Er verschränkte seine Arme hinter dem Rücken und machte sich langsamen und gemessenen Schrittes auf den Weg nach oben…….


Grey der Schattenschlitzer hatte man ihn genannt ehe er dazu gezwungen war aus Tiefwasser zu flüchten. Aber was bedeuten schon Namen, er hatte es wieder einmal geschafft seine Verfolger abzuhängen und so konnte er den restlichen Abend in Ruhe hier in seinem Zimmer verbringen und darüber nachdenken welches sein nächstes Ziel sein sollte. Er stand in dem nur von ein paar Kerzen beleuchteten Raum und wollte gerade seinen Lederwams ablegen als er von draußen langsame und schwere Schritte vernahm. Er stand mit dem Rücken zur Tür und wandte leicht den Kopf zur Seite, dort erkannte er unter der Türritze einen Schatten der ihm sagte das draußen jemand stand. Man hatte ihn doch nicht etwa gefunden? Das konnte unmöglich sein er hatte keine Spuren hinterlassen!
Sein Atme beschleunigte sich als ihm einfiel das seine Waffen auf der andere Seite des Zimmers am Bettpfosten hingen. Welch verdammte Nachlässigkeit von dir!
Dann wurde die Tür leicht aufgestoßen und die Umrisse eines hoch gewachsenen Mannes dessen Langes Haar ihm auf die Schultern fiel stand in der Tür.

„Ihr habt mich nun also gefunden mh?“

Er versuchte bemüht gelassen zu klingen doch im Angesicht dessen was er glaubte das ihm nun bevorstand gelang ihm das nicht wirklich. Er hatte nicht mal den Mumm sich umzudrehen.

„Es war nicht einfach.“

Kam die ruhige Antwort von der Tür.

„Und….jetzt? Wollt ihr einem unbewaffneten Mann etwas antun? Wenn ich mich jetzt umdrehe werde ich dann feststellen das ihr ein Messer bei euch tragt?“

Er spannte seine Muskeln an nun fest dazu entschlossen zu kämpfen und erneut zu entkommen.

„Ich werde kein Messer brauchen……“

Der Kampf hatte nicht lange gedauert und Grey hatte gleich zu beginn als er sich umdrehte erkannt das es keinen Zweck hatte sich zur Wehr zu setzten, so hatte er doch gleich nach dem ersten Schlag die Orientierung verloren. Im weiteren Verlauf indem er mit dem ihm Körperlich überlegenen Mann rang hatte er es fast geschafft an seinen Dolch heran zu kommen der zu Boden gefallen war doch diese Hoffnung währte nicht lange. Nun lag er bäuchlings neben seinem Bett und spürte wie sein Gegner ihm das Knie zwischen die Schulterblätter bohrte während sein Kopf nach hinten gezogen wurde. Dann lauschte er den Worten die sein Feind in sein Ohr sprach.

„Strafe sei dem Frevler gewiss denn er war der der Sünde beging und er sei der der Buße tun muss. Der Tot durch die gerechte Klinge sei nur jenen vorbehalten die wahrhaft bußfertig sind. Seid ihr bereit eure letzte Reise anzutreten?“

Gepresst stieß Grey eine Verwünschung gegen den Mann aus in dessen Händen nun sein Leben lag.

„Ihr werdet bis zur letzten Sekunde die Gelegenheit haben über eure Taten nachzudenken bis ihr erlöst worden seid.“

In der Stimme die mit ihm sprach lag keine Wut kein Hass sondern nur der Tonfall eines Mannes der helfen wollte. Dann spürte er wie ihm ein nasses Tuch auf Mund und Nase gepresst wurde. Und während ihm die Luft die noch in seinen Lungen verblieben war den letzten klaren Gedanken gewährte erkannte Grey welches Leid seine Opfer zu ertragen gehabt hatten. Bis seine Muskeln erschlafften.


„Herr….in deine Hände befehle ich meinen Geist.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Sa 14. Feb 2009, 23:44 
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Durch eine weitläufige Halle mit hohen Fenstern schritten zwei Männer in Richtung eines Altars. Einer der beiden war mit einer Kutte bekleidet und bereits vom Alter gezeichnet während der zweite einen Kettenpanzer trug und wohl erst Anfang 20 war. Den Blick nach vorne gewand ging der ältere Mann langsam in Richtung des Altars der dem Gott der Wächter geweiht war während der zweite mit zu Boden gerichtetem Blick nebenher ging.

„Du hast dich als recht fähig und nützlich erwiesen. Deine Aufgaben in den Silbermarken hast du zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt.“

„Ich stelle meinen Nutzen und meine Fähigkeiten weder in ein besonderes Licht noch stelle ich sie in frage Herr.“

„Du hast bisweilen jedoch immer noch die Schwäche dich zu sehr von deinen Gefühlen leiten zu lassen. Das macht dich manchmal recht unberechenbar.“

„Ein Makel den ich auszuräumen versuche Herr.“

„Ein Makel der sich die letzten Jahre als du für mich an der gesamten Schwertküste tätig warst nicht ausräumen konntest.“

„Was wollt ihr damit sagen Herr?“

„Wir haben über dich beraten was dein Ersuchen angeht das dich erst hierher getrieben hat.“

„Ihr habt darüber entschieden ob ihr mich als euren treuen Diener in die Dienste der Kirche stellt?“

„In der tat junger Herr Conan. Das Konzil hat entschieden das ihr für einen Gotteskrieger Helms nicht die nötige Selbstdisziplin habt.“

Conan blieb stehen und hob seinen Blick zu dem Mann der ebenfalls innehielt.

„Das kann nicht euer ernst sein Herr ich habe die letzten Jahre mein Leben nach den Richtlinien der Kirche geführt!“

Einige der Umstehenden Priester sahen von ihren Gebeten die sie an die Statue hinter dem Schrein entrichteten auf und blickten zu den beiden Männern auf dem Kreuzgang.

„Du hast dir dabei selbst ein Bein gestellt. Wir zweifeln auch nicht an deinem Glauben denn du bist zweifellos ein treuer Diener doch verlierst du manchmal den klaren Blick den ein Diener der Kirche Helms braucht. Du lässt sich von Gefühlen blenden und wir sind zu der Ansicht gelangt das das eine deiner Eigenschaften ist die sich nicht korrigieren lassen.“

„Das….das kann ich einfach nicht glauben…..“

„Und dennoch wirst du es akzeptieren.“

„Aber Herr ich…..“

Der alte Mann hob seine Hand und Conan verstummte augenblicklich.

„Du wirst Richtung Süden geschickt. Wir erwarten von dir das du in einer kleinen Handelsstadt namens Rivin fortan deine Pflicht erfüllst. Nun geh.“

Scheinbar nach Worten suchend und schwer Atmend sah Conan unverständlich zu Boden.

„Das kann ich einfach nicht…“

„Ich sagte du sollst gehen!“

Der Ton des alten wurde schärfer.

Conan sah nochmals auf…..dann wandte er sich um und eilte blind vor Wut und Enttäuschung dem Ausgang entgegen. Der alte stand Conan hinterher blickend auf dem Kreuzgang als ein gerüsteter der dem Gespräch wohl gelauscht hatte an seine Seite trat.

„Ich würde es natürlich niemals wagen eure Entscheidungen anzuzweifeln Herr doch seid ihr euch wirklich sicher das das die richtige Entscheidung war?“

„Nein das bin ich nicht. Doch wird er auch dort wo ich ihn hinschicke den Zweck erfüllen der ihm zugedacht ist.“

„Weshalb habt ihr ihn dann fort geschickt?“

„Er wird irgendwann einmal mit sich selbst zu kämpfen haben. Er wird zweifelhaft sein und dennoch loyal zu sich selbst und seinem Umfeld. Deswegen ist hier nicht sein Platz.“

„Er wird es nicht verstehen.“

„Noch nicht“

"Und weshalb Rivin Herr?"

"Diese Stadt befindet sich stets im Umbruch, genau wie er selbst. Er wird dort schnell aufsteigen und er wird dort das suchen was er hier nicht finden wird und er wird nicht lange suchen müssen."

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Di 17. Feb 2009, 23:16 
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Ich lausche dem Gesang. Doch empfinde ich dabei oder stehe ich dem gleichgültig gegenüber.

In der großen Halle des Helm geweihten Tempels betete ein Mann in schlichter einfacher Kleidung vor einem kleinen Seitenaltar. Seine Knie ruhten auf der scharfen Kante einer Steinbank und sein Haupt hielt er gesenkt. Mit geschlossenen Augen die Hände zum gebet gefaltet verharrte er nun schon mehr als 9 Stunden so. Seine Lippen bewegten sich lautlos und er gedachte seiner Vergangenheit. Welche glücklichen Stunden er durchlebte und welche schmerzlichen Stunden er durchlitt. Er wägte ab…

Welche Opfer hatte er gebracht für seinen Glauben…..wie viele Momente hatte er derer er sich gerne erinnerte? War es das alles wert? Hätte er nicht doch das Leben eines normalen Mannes leben sollen?

Seine Kindheit bis zu jenem einen Tag als sich alles änderte…. Er hatte gelitten.

Seine Jugend bis zum Tag an dem er zu lernen begann…..Er hatte gelitten.

Seine Ausbildung streng…enthaltsam…grausam?...bis zu jenem Tag an dem er abgelehnt wurde…..Er hatte gelitten.

Kriege….Schmerzen…Tot….der Dienst für seinen Herren….Er hatte gelitten.

Die Geburt seines Kindes….sein Blut…..ein Moment des Glücks….der ewig währen sollte….

Ihr Leib mit dem der Wind spielte….leblos….kalt….endgültig…..wie hatte er doch gelitten.

Er hatte treue Freunde und Liebende gehen sehen…..er hatte erneut gelitten.

Warum tust du dir das an?

Was dich nicht umbringt macht dich Stärker.

„Ruhe im Gebet.....der einzige Quell für Kraft….Kraft durch Glauben….“
Begann er zu murmeln.


Das ist das alles nicht Wert!!!

Wäge ab…..

„Ruhe im Gebet.....der einzige Quell für Kraft….Kraft durch Glauben….“

Lebe endlich! Lebe wenigstens einmal!

Überdenke deine Vergangenheit.

„Ruhe im Gebet!!! Der einzige Quell für Kraft!!! Kraft durch Glauben!!!“

Du wirst mich nicht los ich bin du!!!

Das ist dein Leben.

„Ruhe im Gebet!!! Der einzige Quell für Kraft!!! Kraft durch Glauben!!!“

„Helm in deine Hände befehle ich meinen Geist!“

Der letzte Gedanke galt seinem Kind. Zu wie viel wunderbarem ist der Mensch doch fähig….und wie wenig hat er daraus gemacht.

Du hast soviel gesehen soviel getan und bist doch ein Feigling geblieben.

….kein Feigling….jemand für den es sich noch lohnt zu Leben.

Dann brach der Mann vor dem Altar zusammen und begann zu Weinen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Di 3. Mär 2009, 21:38 
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Schwarz die Nacht, die mich umgibt,
Die heulend an die Felsen bricht.
Sieh, wie ich dem Sturme trotz,
Werd Zeuge meiner Kraft!

Wo die andren niederknien,
Staub, Verachtung sich verdienen,
Stehe ich, komm sei mein Zeug:
Blutend, aber ungebeugt!

Nie werden sie mich brechen,
Niemals meinen Geist bestechen!
Nie werd ich mich verneigen,
Niemals ihnen Demut zeigen!
Nie sollen sie mich ergreifen,
Niemals meine Feste schleifen!
Sieh ich bin, Helm sei mein Zeug',
Blutend, aber ungebeugt!

Viel gefochten, viel erlitten,
Jeden Atemzug erstritten.
Hart umkämpft, die Feste mein,
Die Kreise meiner Kraft.
Alt, so steh'n die hohen Zinnen,
Trotzen aller Zeiten Wirren.
So auch ich, Helm sei mein Zeug':
Blutend, aber ungebeugt!

Nie werden sie mich brechen,
Niemals meinen Geist bestechen!
Nie werd ich mich verneigen,
Niemals ihnen Demut zeigen!
Nie sollen sie mich ergreifen,
Niemals meine Feste schleifen!
Sieh ich bin, Helm sei mein Zeug':
Blutend, aber ungebeugt!

Ich fürcht nicht glühend Eisen,
Noch fürcht ich Pein.
Ich bin mein eigen Herr,
Werds immer sein.
Und wenn ich dir auch blutend zu Füßen lieg,
Weißt du genau: Ich bleibe unbesiegt!

Alles, was ich mir erstritten ...
meine Banner, himmelhoch ...
Auch wenn alle Mauern zittern ...
Bleib ich Herr auf meinem Thron,
Ja, für immer!

Viele sah ich nieder gehn,
Zuviele um je zu verstehen.
Doch habe ich nicht einen Tag auf diesem Pfad bereut.
Soll'n sie auf mich runtersehen,
Es schert mich nicht, ich bleibe stehen!
Auch du, mein Freund, ich bin dein Zeug',
Sei blutend aber ungebeugt!

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Si non confectus, non reficiat.



Killinger hat geschrieben:
„Ich bitte vielmals um Entschuldigung."

Dehmütig senkte er sein Haupt.


Markus (Factor I)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Sa 7. Mär 2009, 22:05 
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„Die Truppen sind gesammelt Herr, wir werden in kürze marschfertig sein.“

„Sehr gut Feldwebel ich erwarte in bälde eine Erfolgsmeldung.“

Knapp salutierend wandte sich Conan von seinem Komandanten ab und verlies das Büro. Aufrechten Schrittes marschierte er den Gang entlang und öffnete die Tür die auf den Kasernenhof führte. Als er seinen ersten Fuß nach draußen gesetzt hatte hörte er das gleichmäßige Scheppern angelegter Kettenpanzer deren Träger Haltung annahmen. Rund 50 Mann hatten Formation bezogen und begrüßten somit ihren Truppenführer. Aus der ferne vernahm Conan die undeutliche Stimme eines Korporals der den Soldaten Befehle zubrüllte.

„HAAAB…ACHT!“

Der Korporal drehte sich mechanisch zu Conan um und trat auf ihn zu. Er salutierte kurz und erstattete Meldung.

„Truppen bereit und marschbereit Sir. Vollständige Bewaffnung sichergestellt. 50 Mann stehen sofort zur verfügung.“

Conan salutierte ebenfalls und nickte dem Korporal zu.

„Wir werden mit seiner Lordschaft die Schlacht führen ich erwarte daher keine strategischen Genialitäten von Seiten der Milliz.“

„Natürlich Sir ich verstehe.“

„Ich werde mit einem kleinen Trupp den Pass frei machen und dafür Sorge tragen das das Hauptheer ohne Probleme Stellung beziehen kann. Ich erwarte euer kommen.“

„Jawohl Sir zu Befehl.“

Der Korporal salutierte und wandte sich wieder ab.
Und erneut machte Conan sich auf den Weg in eine Schlacht die gewonnen werden musste. Wie viele denn noch? Er hatte dieses mal darauf verzichtet sich von seiner Tochter zu verabschieden denn sie sollte sich keine Sorgen machen. Es war immer das selbe….jedes mal.

…...die nahenden Orks würden versuchen sie wieder von der Hochebene zu vertreiben um sie daran zu hindern hier das Heerlager aufzuschlagen! Etwas weiter rechts von ihm tauchte ein Ork im hohen Gras auf der jedoch sofort von einem Pfeil gefällt wurde. Conan duckte sich unter dem Schlag eines zweiten Orks weg stieß ihm das schwer in die Seite und lief mit Mühe weiter. Er hatte schon eine Menge einstecken müssen und sein rechtes Bein schmerze stark doch darauf konnte er keine Rücksicht nehmen. Kampflärm erfüllte die Nacht und es war schwer noch die Übersicht zu behalten als eine riesenhafte massige Gestallt mit einer Axt hinter einem Baum hervortrat. Der Ork war bei weitem nicht so ungeschickt mit seiner Waffe wie die bisherigen. Knapp verfehlte die schartige Schneide seinen Arm und glitt an seiner Rüstung ab, daraufhin stieß Conan seinem Gegner die Schulter in den Brustkorb woraufhin dieser etwas zurückwich und Conan Raum schaffte für seinen ersten schlag der dem Ork die Seite aufriss. Doch die Wunde störte sein Gegenüber nicht der noch frisch war und nicht angeschlagen war….auserdem hatte dieser keinen Tagesmarsch hinter sich und war ihm an Masse überlegen. Das waren alles Dinge die er mit seinem Fähigkeiten wett machen musste. Genau diese Gedanken schossen ihm durch den Kopf als der Schafft der Streitaxt sich in seine Magengrube Bohrte und ihn in die Knie gehen lies. Als nächste spürte er wie sich etwas in sein Haar krallte und ihn nach oben riss. Der schmerz der durch seinen Schädel fuhr hätte ihm beinahe das Bewusstsein geraubt doch er schaffte es noch seinen Dolch aus dem Gürtel zu ziehen und dem Ork in den Unterarm zu stoßen so das dieser dazu gezwungen war ihn loszulassen. Das Monster heulte auf vor schmerz und lies seine Streitaxt fallen um sich den Dolch aus dem Arm zu ziehen. Er selbst fiel zu Boden und sah sich nach seinem Schwert um. Nach kurzer Zeit sah er es etwa 2 Meter weiter im Gras liegen. Ächtzend schleppte er sich in die Richtung wo er seine Klinge entdeckt hatte als ihn etwas am Umhang packte. Das Geräusch reisenden Stoffs war zu hören und Conan konnte weiter. Seine Hand schloss sich um den Griff seiner Waffe und er wandte sich wieder seinem Gegner zu der erneut mit erhobener Axt auf ihn zustürmte. Den ersten Schlag lies Conan mit seinem Schwert zur Seite hin abgleiten. Dann stieß er seinem gegenüber das Schwert in die Schulter. Doch dieser Griff nach ihm und bekam seine Tasche zu fassen.

„Nein…das Bild!“

Wütend führte Conan einen Schlag nach dem Arm des verduzten Orks mit dem er die Tasche in hielt, doch verfehlte er. Dann sah der Ork sich verwirrt um und begann in Richtung des Lazaretthügels zu laufen. Conan folgte ihm gar nicht darauf achtend was um ihn herum geschah. Immer wieder nach hinten sehend lief der Ork den Hügel hinauf einen steinigen Pfad entlang. Er rannte der wuchtigen Gestallt einige Minuten hinterher bis sie schließlich auf einer kleinen Steinplattform ankamen wo es für den Ork keinen Ausweg mehr gab. Links und vor ihm war eine Felswand und rechts von ihm ein Abhang an dessen Fuß sich der schlängelnde Fluss seinen Weg bahnte. Der Ork warf die Tasche die er immer noch bei sich hatte gegen die Felswand hinter sich wo sie am Abgrund liegen blieb. Dann hob er seine Axt und in seinen Augen sah Conan das sich der Kampf hier entscheiden würde.
Zwischen den beiden gab es einige Schlagwechsel unter denen Beide schwere Treffer einstecken mussten. Conans Rechtes Bein das ohnehin schon angeschlagen war wurde von der Axt des Orks aufgeschlitzt so das er sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, doch der Ork hatte mit einer schweren Kopfverletzung zu kämpfen. Bis er in einem Augenblick der Unaufmerksamkeit seine Deckung vernachlässigte und Conan ihm mit einem gezielten Schlag den Hals aufschlug und dem Ork somit den Todesstoß versetzte.
Stöhnend richtete Conan sich auf und lies die Schultern hängen während er den Feind der vor ihm danieder lag.

So steh ich hier komm sei mein Zeug, blutend aber ungebeugt.

Dann verlies ihn die Kraft…er knickte ein und fiel nach hinten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Di 5. Mai 2009, 21:03 
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Am Rande eines weitläufigen Platzes in dessen Zentrum ein hohes Holzgerüst mit einer Falltür stand über der ein frisch gedrehter Strick baumelte wartete ein alter mit einem Kettenpanzer gerüsteter Mann auf eine ganz bestimmte Person. Die Sonne tastete mit ihren Strahlen über die ersten Dächer hinweg und vertrieb den Schatten der sich über den gesamten Platz gelegt hatte Stück für Stück. Um den Galgen in dessen Mitte hatte sich eine große Menschenmasse angesammelt die gespannt und aufgeregt zu dem Mann hinauf sahen der gerade von einem Henker die hölzernen Stufen hinaufgeleitet wurde und dessen Hände und Beine gebunden waren.
Aufgebrachte Rufe und Beschimpfungen schlugen dem gebeugten Mann entgegen der kurz seinen Blick hob und von der Sonne geblendet zu dem Strick sah der in einer frischen Morgenbrise hin und her schwang.
Der gerüstete am Rande des Platzes betrachtete sich dieses Schauspiel mit ruhiger Mine als ein Junger Mann etwa im Alter von 16 Jahren mit langem schwarzen Haar an seine Seite trat. Der schmal gebaute Junge trug ein leichtes Kettenhemd und sah daher recht schlicht gekleidet aus. An seiner Seite trug er ein Bastardschwert das für jemanden seiner Größe schon beinahe etwas zu wuchtig aussah.

„Du kommst fast zu spät Junge.“ Meinte der ältere mit ruhigem doch ernstem Unterton.

„Entschuldigt Herr….“ Unterwürfig senkte der Junge sein Haupt und sah starr zu Boden. „…..der Quartiermeister hat…..“

„Gewöhne es dir ab anderen die Schuld für deine Fehler zu geben Junge.“ Unterbrach ihn der ältere.

„Ja Herr.“

„Hast du bereits einmal eine öffentliche Hinrichtung miterlebt Junge?“

„Nur aus noch weiterer Entfernung Herr.“

„Dann hör auf die Pflastersteine zu zählen und sieh nach vorne.“ Befahl er dem Jungen der daraufhin seinen Blick hob und zum Galgen hinüber sah der nun in Goldenes Sonnenlicht getaucht zu sein schien.

„Wenn mir die Frage gestattet ist Herr….was hat dieser Mann verbrochen?“

In der Ferne konnte er erkennen wie der Henker dem gefangenen einen Sack über den Kopf zog und ihm den Strick um den Hals legte.

„Er hat eine Reihe von Menschen getötet…….doch in wenigen Minuten ist das was er getan hat nicht mehr von Bedeutung.“

„Weshalb Herr? Die Menschen bleiben tot auch wenn ihr Mörder hingerichtet wurde.“

„Da hast du natürlich vollkommen recht Junge…..aber in ein paar Augenblicken ist nur noch sein eigener Tot wichtig. Verurteilt und vollstreckt von einem hohen Gericht in aller Öffentlichkeit für jeden der es zu sehen der es zu sehen wünscht.“

Der Junge richtete sich auf und verschränkte seine Arme hinter dem Rücken…jedoch war er immer noch einen Kopf kleiner als der etwa 1,80 m große Mann neben ihm.

„Ist das der Grund weshalb wir dieses Gesindel nicht sofort richten wenn wir es gefasst haben?“

„Nein…..es liegt nicht an uns über solch schwere Vergehen zu Urteilen und selbst er hat eine Verhandlung verdient auch wenn wir bereits wissen wie es enden wird. Wir vollstrecken das Urteil.“

„Ich verstehe Herr.“

„Nun pass auf junge und beobachte die Menschen.“

Die Zuschauer die sich versammelt hatten wurden nach und nach stiller als die Anklageschrift und das Urteil verlesen wurde. Es herrschte nun eine vollkommene Ruhe und alle harrten gespannt auf ihren Plätzen obwohl jeder wusste was nun kommen würde.

„Gleich ist es soweit……“

Es war lediglich ein kurzer Augenblick als der gefesselte nach unten absackte und dann so schien es ruck haft wieder nach oben gerissen wurde. Es knirschte und das Seil schwang hin und her…straff gezogen von dem Mann der nun in der Luft baumelte. Erneut ein kurzer Augenblick stille indem sich jeder davon zu überzeugen schien das es wirklich vorbei war….dann brach ein Jubelgeschrei aus und erfüllte den ganzen Platz. Die Menschen rissen die Arme in die Höhe und brachten somit ihre Freude über das eben geschehene zum Ausdruck.

„Sie konnten den Augenblick seines Todes miterleben…hören…und sehen….fast als bräuchten sie einen Beweis.“

„Das Volk ist wirklich erst dann zufrieden wenn sie wirklich erlebt haben wie jemand vor dem sie sich solange fürchten mussten stirbt. Wäre es gerecht gewesen ihn einfach zu richten ohne ihm die Möglichkeit zu geben sich zu Verteidigen?“

„Seine Opfer hatten diese Möglichkeit wahrscheinlich auch nicht Herr.“

„Und das ist es was den Unterschied ausmacht Junge.“

Die beiden wandten sich von der jubelnden Menge ab und verließen den Platz über eine Seitenstraße.

„Erfülle niemals deine Pflicht aus persönlichen Gründen den diese beruhen meist auf Rachsucht Hass und dem Gefühl Vergeltung üben zu müssen. Du bist der Wächter…..nicht der Schlächter."

„Das ist nicht einfach Herr….“

„Handle aus dem unerschütterlichen Willen heraus deine Pflicht zu erfüllen und nicht aus dem Gefühl von Rache und Hass.“

„Ich will es versuchen Herr…....ich will es versuchen.....“

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 Betreff des Beitrags: Re: Ihr dürft wegtreten.
BeitragVerfasst: Mi 8. Jul 2009, 19:20 
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Als Conan den Kasernenhof betrat und einem heraneilenden Soldaten seine Reisetasche in die Hand drückte näherte sich auch Igor Wappner und begleitete ihn auf seinem Weg. Der Soldat eilte durch eine Nebentür in das Gebäude.

„Ihr hattet eine angenehme Reise?“

„Ich habe den Tod gesehen….“

Ratlos drein schauend wusste Igor wohl nicht was er darauf erwidern sollte und beschloss daher ein anderes Thema anzuschneiden.

„Der Gefangene ist denke ich bereit für euch. Wie lange wollt ihr euch mit ihm beschäftigen Sir?“

Conan schritt mit hinter dem Rücken verschränkten Armen die Treppen des Kasernenhofs hinauf zum Wachgebäude..

„Ich habe Zeit.“

„Ich bin mir allerdings nicht sicher ob er wirklich noch Informationen preis geben kann….ich an seiner stelle hätte es nicht riskiert solche Verletzungen davon zu tragen.“

„Die Sache mit dem Bein traf ihn unerwartet. Solch harte Methoden ohne Vorwarnung haben wenig Potential den Geist gefügig zu machen.“

„Können wir es uns leisten uns soviel Zeit zu lassen?“

„Die Frage ist mehr ob wir es uns leisten können die Sache nur halbherzig anzugehen.“

Die Soldaten die auf dem Gang Wache hielten salutierten während Wappner und Conan die Tür in den Ostflügel der Kaserne durchschritten.

„Er wird wohl nicht mehr ohne Hilfe laufen können. Womit wollt ihr einem Krüppel denn noch drohen der genau weis das ihn draußen der Tot erwartet?“

„Es geht mehr darum ihm vor Augen zu führen was ihn hier drinnen erwartet wenn er nicht Kooperiert. Das einzige was er noch hat ist sein Leben in der Zelle und selbst dieses versucht er möglichst angenehm zu gestallten.“

Die beiden standen schließlich abwartend vor der Gittertür die den Weg in den unteren Kerker versperrte und sahen zu dem Soldaten dahinter der stumm schweigend die Tür aufschloss.

„Er ist nun seid mehreren Tagen ohne Nahrung und Wasser.“

Der Soldat schritt voran nachdem er eine brennende Fackel von der Wand nahm und die beiden damit die Treppe hinab führte.

„Wir werden sehen wie erfolgreich wie jetzt mit ihm sind.“

„Wünscht ihr das jemand dabei ist Sir?“

„Nein…..ich rede allein mit ihm.“

Sie erreichten einen Gang und traten vor eine Eiserne Tür. Der Soldat mit der Fackel schloss diese Tür auf öffnete sie jedoch nicht. Zufrieden nickend salutierte Conan knapp während der Soldat neben der Tür Posten bezog.. Dann öffnete er sie. Schweigend nahm Conan der Wache die Fackel ab und betrat den Raum hinter der nun geöffnete Türe. Es war ein relativ kleiner Raum dessen einzige Einrichtung aus einer wackligen Holzpritsche bestand. In die Wand war eine keine Halterung für die Fackel eingelassen wo diese dann schließlich auch ihren Platz fand. Die Tür schloss sich mit einem rostig wirkendem Quietschen und so lies er Igor vor der Tür stehen.
Der Helle schein der Fackel beleuchtete nun den ganzen Raum und eine zusammengekauerte in lumpen gehüllte Gestallt die neben der Pritsche lag hielt sich schützend den Arm vor das Gesicht und sah zu Conan auf.

„Wir werden die nächsten Stunden miteinander verbringen. Nehmt euch meinen Rat zu Herzen und versucht euch eure Kraft einzuteilen. Denn ihr werdet sie brauchen.“

„Leere Worte….“

Mit schweren Schritten ging er an dem Gefangen vorbei und setzte sich auf die Pritsche die mit Ketten an der wand befestigt wurde. Während er in seine Tasche Griff und ein kleines Notizbuch herausholte stieß er den vor ihm liegenden mit einem Stiefel kurz in die Seite und zwang ihn dazu sich von ihm weg zu rollen.

„Ich habe Zeit und Geduld…..“

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