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BeitragVerfasst: Di 23. Feb 2010, 08:57 
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Registriert: Fr 14. Sep 2007, 11:54
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Immer wieder von einem auf den anderen Fuß tretend versuchte Jarl die Kälte der Nacht aus seinem Körper zu vertreiben. Chrolwin war überfällig, schon seit einer geschlagenen Stundenkerze.

Wie gerne hätte er einen Rauchstengel angezündet, aber der Platz um den alten, verkohlten Baum wurde immer wieder von Passanten - oder gar der Gardepatroullie genutzt und dann musste er sich in den Schatten der knorrigen Borke zurückziehen.

Die schweren Stiefel verrieten die Gardisten schon lange bevor Jarl sie sehen konnte und schnell wich er zurück in den Schatten des toten Baums. Leichter Sprühregen hatte eingesetzt und daher marschierten die Patroullie mit gesenkten Köpfen am Baum vorbei, in Gedanken schon zuhause.

Endlich waren sie weg. Jarl lehnte sich an die Rinde und seufzte. Das Geschäft kam wohl nicht zustande, Chrolwin war immer noch nicht aufgetaucht.

Da legte sich plötzlich eine Hand auf seine Schulter und im ersten Moment hätte Jarl beinahe laut losgeschrieen. Weil aber nichts weiter passierte, beruhigte er sich. Chrolwins Humor .... eine Kakerlake hatte mehr.

"Du Trottel." zischte Jarl und drehte sich um.

Da war wirklich eine Hand. Und Jarl erkannte sie aufgrund einer Narbe als die von Chrolwin.

Allerdings fehlte der Rest .... oder besser .... der Rest musste im Baum stecken .... IM BAUM.

Die beiden Gardisten standen an der Ecke der Kräuterfrau und blickten auf als ein Mann an ihnen vorbei rannte. "Der hat's aber eilig." "Kein Wunder bei dem Wetter."
Da ansonsten alles ruhig blieb, ließen sie den späten Heimkehrer seines Weges rennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ...
BeitragVerfasst: Fr 5. Mär 2010, 08:54 
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Die junge Tymorpriesterin stand mitten im Schwerttor und hatte die Augen gesschlossen.
Der Verkehr der Reisenden, Bauern und Staädter ging an ihr vorbei und irgendwie wagte es keiner, sich darüber zu beschweren das die Priesterin einfach mitten im Weg stand, wie eine Klippe im Strom.

"Genau hier ist es, an dieser Stelle.

Es war ihr all die Tage, vielleicht Zehntage vorher nicht aufgefallen. Kein Wunder, ihre Fähigkeiten mit der Welt der Geister in Kontakt zu treten waren noch immer rudimentär. Zudem fehlte ihr die Ausbildung durch einen erfahrenen Geistrufer.
Noch konnte Tikali die Geister nicht willentlich direkt aufspüren, noch konnte sie ihre Seele nicht ohne sehr große Anstrengung auf die Reise schicken.

Daher war es mehr eine Gefühl, ein Pricklen vielleicht. Nein, es war ein Unwohlsein .... so als habe man plötzlich keinen festen Boden mehr unter den Füßen und Falle in die Tiefe.

Und es war genau hier .... und auch nicht ... es war überall, an jedem von Rivins Toren.

Wie eine Grenze, eine Barriere, die Sterbliche überschreiten konnten. Aber ihr Schutzgeist spürte es, von dort kam das Unwohlsein wann immer sie durch eines der Tore trat.

Tikali atmete mittlerweile sehr schwer und riss die Augen wieder auf. SIe musste etwa ein, zwei Schritt machen ... entweder nach Rivin hinein oder hinaus. Dann war das Gefühl verflogen.

Kein Zweifel, es war hier. An der Grenze von Rivin.

Aber was war es?

_________________
I. Glück ist die Belohnung, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, aufzustehen und mutig zu handeln.
II. Unglück ist der Anreiz, aus seiner Lethargie zu erwachen und sein Glück zu ergreifen. Unglück ist nicht das Gegenteil, sondern nur das Fehlen von Glück.


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 Betreff des Beitrags: Re: ...
BeitragVerfasst: Mi 17. Mär 2010, 13:06 
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Registriert: Fr 14. Sep 2007, 11:54
Beiträge: 3398
Manchmal muss man zurückkehren an den Ort, an dem es begann, um eine Sache zu Ende zu bringen ... oder um Verantwortung weiter zu geben.

Der weiße Bär trottete durch den Wald nördlich von Rivin und nahe der Küste.
Seine Begleiterin hatte seit Tagen nicht gesprochen. Und nun lag ihr Zeil kurz vor ihnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Mär 2010, 16:58 
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Registriert: Fr 14. Sep 2007, 11:54
Beiträge: 3398
Ein Landschaft ohne Licht und Dunkelheit. Scharfkantig und schroff recken sich steinerne Felsformationen in einen grauen Himmel. Sie werfen keine Schatten ... denn für dunkle Schatten ... bräuchte man helles Licht.

Hier werden die Albträume geboren. Selbst Götter träumen ... also muss es auch für sie Albträume geben.

Und manche Alpträume haben sich selbst geboren.

Die Welt hier trägt keinen Namen. Namen haben Macht, Namen geben Schicksal, Namen geben Form.

Es gibt hier kein Leben, aber Existenz. Keinen Tod, aber Existenz. Ohne Tod kein Leben, keinen Wechsel, keine Zeit.

Aber jede Existenz hat ein Ziel. Und Hunger, es zu erreichen.

"Sie wird stärker. Sie lernt und hat Hilfe dabei."

"Ja, sie hat Hilfe. Freunde, sogar Gegner .... und alle helfen, auf die eine oder andere Art."

"Dann .... werden wir ihr diese Hilfe einfach nehmen."


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