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Die junge Tymorpriesterin stand mitten im Schwerttor und hatte die Augen gesschlossen. Der Verkehr der Reisenden, Bauern und Staädter ging an ihr vorbei und irgendwie wagte es keiner, sich darüber zu beschweren das die Priesterin einfach mitten im Weg stand, wie eine Klippe im Strom.
"Genau hier ist es, an dieser Stelle.
Es war ihr all die Tage, vielleicht Zehntage vorher nicht aufgefallen. Kein Wunder, ihre Fähigkeiten mit der Welt der Geister in Kontakt zu treten waren noch immer rudimentär. Zudem fehlte ihr die Ausbildung durch einen erfahrenen Geistrufer. Noch konnte Tikali die Geister nicht willentlich direkt aufspüren, noch konnte sie ihre Seele nicht ohne sehr große Anstrengung auf die Reise schicken.
Daher war es mehr eine Gefühl, ein Pricklen vielleicht. Nein, es war ein Unwohlsein .... so als habe man plötzlich keinen festen Boden mehr unter den Füßen und Falle in die Tiefe.
Und es war genau hier .... und auch nicht ... es war überall, an jedem von Rivins Toren.
Wie eine Grenze, eine Barriere, die Sterbliche überschreiten konnten. Aber ihr Schutzgeist spürte es, von dort kam das Unwohlsein wann immer sie durch eines der Tore trat.
Tikali atmete mittlerweile sehr schwer und riss die Augen wieder auf. SIe musste etwa ein, zwei Schritt machen ... entweder nach Rivin hinein oder hinaus. Dann war das Gefühl verflogen.
Kein Zweifel, es war hier. An der Grenze von Rivin.
Aber was war es?
_________________ I. Glück ist die Belohnung, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, aufzustehen und mutig zu handeln. II. Unglück ist der Anreiz, aus seiner Lethargie zu erwachen und sein Glück zu ergreifen. Unglück ist nicht das Gegenteil, sondern nur das Fehlen von Glück.
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