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Am heutigen Tag etwa zur neunten Morgenstunde sahen einige Bewohner des Hafenviertels einen Mann durch das Viertel schreiten. Der Mann war offenbar noch sehr jung, doch war sein Kopf kahl rasiert. Auch ein Bart war bei ihm nicht zu sehen.
Eines der Dinge, die Aufmerksamkeit auf den Mann richten durften, war die seltsame Art, wie er sich voranbewegte. Sein Gang war schlurfend und schleppend wie bei einem gebrechlichen Mann. Immer wieder sah er sich ausgibig nach allen Seiten um, wobei sein Blick etwas ängstlich, nervös oder verwirrt wirkte. Manches Mal wirkte es gar, als würde er das Gleichgewicht verlieren und auf der Stelle umfallen und auf dem Asphalt landen, doch fing er sich immer wieder rechtzeitig.
Bei näherem Hinsehen war zu erahnen, daß nicht die Nachwirkungen eines Saufgelages sondern eher wohl ein schlechter und kränklicher Allgemeinzustand die Folge hierfür waren. Der Mann war leichenblass und unter seiner Kleidung, die aus einem schlichten schwarzen Schnürhemd und einer ockerfarbenen Hose bestand, zeichnete sich ein dürrer, knochiger Körper ab.
Manch ein Verbrecher hätte annehmen können, daß dies auszunutzen geradezu einlädt und er den Mann überfallen sollte. Dagegen sprach jedoch die zweite Besonderheit, die dieses Schauspiel bot. Der Mann war nämlich nicht alleine, sondern in gemessenem Abstand zu ihm schritt stetig Jade Khalid, die Kommandantin der Hafenwacht.
_________________ Marek (als Antonius Starken): Wir sind in Rivin. Wo soll man hier vertrauenswürdige Leute finden?
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