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"So höret mich an, ihr sterbliches Volk Berichten will ich von uralter Zeit
Dereinst vom Zeiten Anfang erzähle ich, Drum reinigt vom Weine die trübe Sicht. Von Herzen, aus gläsernen Scherben gemacht Vom purpurnen Kriegsblut in Schmerzen erdacht
Sie war wie das lodernde Feuer rein Den Göttern teuer, in lichtendem Sein Mit Haar aus glitzerndem Silber gewebt. Vom Krieg zur Herrin des Lichtes erwählt.
Er war so dunkel wie ewige Nacht Mit schwarzen Augen und gottgleicher Macht Von düster Schönheit, das wehende Haar Mit brennendem Geiste, lodernd und klar.
Auf den Schlachtfeldern der Zeiten Gesäumt von Toten auf blut'gen Weiden Trafen sie sich, Feuer und Dunkelheit Die blutigen Waffen zum Kampfe bereit.
Zwei Klingen aus Sonne und Mondgestein Gold und Silber in Funken vereint. mit Kampfgeschrei im Tanze versunken Die Körper in quälenden Wunden ertrunken.
Funken sprühten über blutiges Spiel Während um sie herum die Letzten fiel'n Sie schlugen einander in Hass und Wut Sturmwind ihren Schrei in die Welten trug.
Doch plötzlich ein Zauber uralter Zeit Wandelte das blutige Schlachtenkleid. Augen trafen sich in des Feuersbrunst Und Erinnerungen nutzten die Gunst.
Zögerlich wurden die Schwerter gesenkt Der Hass und der Schmerz von Liebe ertränkt. Einander liebend vor sehr langer Zeit Vom Kriege entzweit, im Herzen nur Leid.
Zwei blutige Waffen, sie tanzen nicht mehr. Sprühen keine Funken, der Wind scheint so leer Hände liegen auf glühenden Wangen Von weit her hört man, das Kriegsengel sangen.
Oh grausame Götter, schmerzender Trug Alles möge kochen im blutigen Sud die Krähen, sie lachen und kreischen umher die Toten tanzen, die Waffen so schwer.
Er küsst sie verzweifelt, solange entbehrt Ihr Körper, er war so lange verwehrt Das Auge verschlossen, das Herz verrät Mut Er wirft die Klinge, sein Schwertarm ruht.
Die Götter zürnen, der Krieger beraubt. All die Schlachten, nur verwehender Staub Entfesseln Stürme und Natterngeflecht Verwünschen ihren nun fliehenden Knecht.
Die Götter, sie können der Liebe nichts tun Doch ein Anderer lässt sein Schwert nicht ruhen Sie sieht ihn noch fallen in seiner Pein Doch selbst hier im Tode, ist sie noch sein.
Das Schwert nahm beide für immer hinfort Zu einem besseren friedlichen Ort So starben Feuer und Schatten zu gleich In Liebe vereinigt, im ewigen Reich.
Lasst euch gesagt sein, euch Menschengeschlecht Das Liebe nicht stirbt, im Schlachtengefecht. Drum nehmt die Geschichte, erinnert euch das Liebe der Preis ist am End des Leids."
Kahri
((mit freundlichen Grüßen einer an sich dichterisch sonst völlig unbegabten Seele))
_________________ "...All das ist noch nicht einmal eine Generation her, wieso wiederholt sich alles?"
"Weil das Vergessen einfacher ist, als das Ertragen des Erfahrenen, weil falsche Sicherheit wichtiger ist, als stetige Vorsicht, denn siehe Wölfe sind unter die Lämmer gekommen aber sie jagen nicht, deshalb hält man sie für Hunde."
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