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 Betreff des Beitrags: [Chargeschichte] Eine Lotusblüte im Wind
BeitragVerfasst: Mo 22. Jun 2009, 12:14 
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Registriert: Fr 14. Sep 2007, 11:54
Beiträge: 3398
((Die passende Musk dazu http://www.youtube.com/watch?v=yAoTtfJV ... re=related

Die vorangegengenen Texte findet hier hier:

http://www.rivin.de/forum/viewtopic.php ... &start=600 ))

Der Bote aus Rivin erreichte das Gasthaus in Farnheim, steig ab und betrat das Haus durch die hohe Tür für Langbeine.

Biba, die gnomische Bürgermeisterin Farnheims, saß am Kamin und säuberte ihre Pfeife.

"Mylady, ich beringe etwas aus Rivin .. für die Dame Risai." Der Bote hielt eine kleine Schatulle in der Hand.

Biba erhob sich. "Gebt es mir, ich werde es ihr bringen. Lasst euch von Jakob derweil etwas zu essen und zu trinken geben. Wäre ja ein Unding euch hungrig den Weg zurück nehmen zu lassen."

---

In einer kleinen Senke am Dorfrand steht die verwunschene Quelle des Dorfes. Am Rand der Senke hatte die Nymphe, die darin wohnte, es erlaubt, das die Shou einen Schrein errichtete.

Biba fand Risai dort im Sommerregen kniend vor. Die Pfeife im Mund wartet sie still ab, bis die Frau ihre GEbete an die Ahnen zu Ende gesprochen hatte.

"Ich habe etwas aus Rivin für dich, es kam vorhin per berittenen Boten."

Als sich Risai erhob, trat Biba zu ihr und reichte die kleine Schatulle zu ihr hoch.

Darin fand Risai eine Medallie und ein Dankesschreiben der Stadt. MAn dankte ihr darin ihren Einsatz bei der Befreiung der Höfe, dem Kampf am Schnitterpass und ihre Führung der Forstklingenorks in der Schlacht um Rivin.

Risai leiß die Medallie in der Schatuelle, legte das Schreiben wieder hnein und reichte beides Biba. "Stellt es irgendwo in euer Gasthaus."

"Du scheinst nicht glücklich über den Dank der Stadt."

Risai schüttelte leicht den Kopf: "Ich habe mitgeholfen einige Tausend Leben zu bewahren. Aber was wiegt das bei einer Schuld vieler Zehntausend, die ich auf Befehl des Kaisers und seiner Minister ausgelöst hatte?"

Biba legte den Kopf leicht schräg und blickte hoch zu Risai: "Es ist ein Anfang, oder nicht? Du hast keinen Felsstein um den Hals, der dich an dein altes Leben bindet. Erzähl mir nichts, ich sehe doch das du alles vermeidest was dir ein neues Leben und Glück bringen könnte.

Du sagtest mir einmal, du fühlst dich wie die Lotusblüte, die der Wind fortgerissen hat .... denkst du nicht es wird Zeit, dass die Blüte endlich ihr Ziel erreicht? Dank darüber nach."

Mit diesen Worten drehte sich Biba um und ließ die Shou alleine in der Senke und dem Regen zurück.

---

"Nach jeder Nacht kommt ein neuer Tag, nach jedem Unglück auch neues Glück."
Sprichwort aus KaraTur


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 Betreff des Beitrags: Re: [Chargeschichte] Eine Lotusblüte im Wind
BeitragVerfasst: Fr 18. Dez 2009, 11:55 
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Registriert: Fr 14. Sep 2007, 11:54
Beiträge: 3398
Der Schnee fiel in kleinen Flocken und bedeckte sanft die kargen Bäume des lichten Waldes sowie die sich durch den Wald windende Strasse. Alles wirkte still und friedlich, im kalten Griff des Winters gefangen.

Der alte Holzsammler schritt schwer beladen die Strasse entlang, das große Bündel an Ästen drückte seinen Rücken tief nach unten. Schritt für Schritt kämpfte er sich gegen die Stille und die Kälte voran, bei jedem Ausatmen eine Wolke aus Atem vor sich herschiebend.

Doch dann stoppte er und wagte den Blick nach vorne zu richten. Ein gleichmäßiges Pochen unterbrach die Stille des Winterwaldes. Hufe, ein Reiter näherte sich, langsam. Hier, zu dieser Zeit und Kälte? Der Schnee machte das Reiten nicht ungefährlich, er verdeckte die vielen Schlaglöcher.

Mit dem großen Holzbündel konnte er sich kaum zwischen die Bäume flüchten, er musste sich also dem Reiter stellen.

Eigentlich hatte er nichts von Wert, das wusste ein jeder. Aber man hörte ja immer öfter von wilden Räuberbanden, ja gar Monsterhorden, welche die Ländereien um Farnheim und Rivin unsicher machten. Vorsichtig, damit der Bündel nicht hinab fiel und er alles wieder zusammen sammeln müsste, löste sich seine Linke davon und suchte in seiner Weste nach dem Messer. Vor 30 Jahren war er einmal Messertanzmeister, kein Räuber oder Ork würde ihn leicht besiegen können, jawohl.

Langsam atmend stand der alte Holzsammler auf dem zugeschneiten Weg und blickte nach vorne. Das Geräusch der Hufe wurde lauter, der Reiter näherte sich der letzten Biegung die beide voneinander trennten.
Seine Hand verkrampfte sich um den Griff des Messerknaufs.

Dann tauchte der Reiter auf.

Auf einem schwarzen Pferd saß eine schmale Gestalt, fest gegen die Winterkälte in Leinentücher und Felle gewickelt. Mehrere eingepackte Klingenwaffen waren am Sattel befestigt, ein großer Speer mit breit geformter Klinge ragte hinter der Gestalt empor. Am auffälligsten aber war der seltsam runde, an den Rändern nach unten gezogene Strohhut, der das Gesicht verbarg und so vor dem eisigen Wind abschirmte. Mund und Kinn der Gestalt waren von einem dicken roten Schal verhüllt.

Mit einem fast schon seufzenden Ausatmen entspannte sich der alte Mann. Kein Ork und kein Räuber.

Als der Reiter nur noch wenige Schritte entfernt war hob er seine Hand: „Meinen Gruß Marshall.“


Der Reiter zog am Zügel und blickte zum Alten. Risais rote Haare spitzten unter dem runden Strohhut hervor und sie musste einige der Haarsträhnen aus dem Gesicht schieben. Dann zog sie den Schal nach unten: „Ni hou, Tjorsten. Ich hoffe es geht dir gut, und der Familie?“

„Jaja, danke der Nachfrage. Wir sind an solche kalten Winter ja gewöhnt.“

„Auf dem Weg zurück zum Ulmengrund?“ „Aye, ich muss diese Ladung noch heim bringen, dann kann ich mich für heute der Hausarbeit widmen.“

Risai nickte: „Richte deiner Frau und den Kindern bitte meinen Grüße aus. Ich werde nächsten Zehntag sicher Zeit haben, meine bestellten Leinentücher abzuholen.“

„Ich wird’s ausrichten, Mylady. Und ihr .... was treibt euch und eurer Pferd in diese Kälte?“

„Die Pflicht. Es soll sich eine Bande herumtreiben, und einige Ställe der Bauern wurden geplündert. Ich will daher die Höfe zwischen uns und dem Fluss überprüfen. Hast du irgendwelche Spuren gesehen, Tjosten-san?“

„Nein, ich war etwa den halben Weg bis zum Heckenrosenhof und hab nix auffälliges bemerkt. Alles war ruhig und still im Farnheimer Wald.“

Risai blickte sich um, nickte dann dem Alten dankend zu: „Dann komm gut heim. Ich werde dem Hof einen Besuch abstatten. Sicher ist sicher.“

Der alte Holzsammler nickte und machte sich dann auf dem Heimweg.

Risai zog den Schal wieder hoch und den Hut etwas herunter, dann trabte sie auf ihrem Pferd langsam und still weiter die Strasse gen Rivin entlang durch den Winterwald. Kurze Zeit später war sie wieder allein auf dem Weg umhüllt von der winterlichen Stille.


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