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 Betreff des Beitrags: Vor langer Zeit ... Besuch aus den Schatten
BeitragVerfasst: Sa 6. Mär 2010, 01:15 
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Das Dunkel zwischen den Bäumen war beinahe vollkommen. Der silbrige Schein des Mondes konnte nur an wenigen Stellen das dichte Blätterdach durchdringen und den laubbedeckten Boden in eine fahle bleiche Helligkeit tauchen. Die Gestalt, die bewegungslos zwischen den uralten riesen verharrte wäre kaum zu erkennen gewesen, wäre da nicht das geisterhafte Licht gewesen, dass die Spitze des langen Stabes umspielte, auf den sie sich stützte. Unter der weiten Kapuze war ein bläuliches Schimmern zu erkennen, die Augen des Wesens.

Mit einem tiefen Atemzug durchbrach der Elf seine Bewegungslosigkeit. Die Kapuze schob sich etwas hoch, so dass man die kantigen Gesichtszüge im Lichte des Stabes hätte erkennen können, wenn denn jemand zugegen gewesen wäre, ausser einer einsamen Eule, die die Gestalt schon seit einer Weile beobachtete. Der Elf hob den Blick zur Eule und musterte sie nun seinerseits eine Weile. Fast schien es, als ob zwischen den Beiden eine Art stummen Gespräches stattfinden würde.

„Ich gehöre nicht hier her mein Freund“, die leise Stimme des Elfen war kaum mehr als ein Flüstern im Wind, „nicht mehr.“
„Schuhuuu…“, es war als wollte die Eule auf ihre Art antworten.
„Einst, vor langer Zeit, da war dies meine Heimat, doch auch an mir geht der Fluss der Jahre nicht ohne Spuren vorbei“, ein schmunzeln huschte über die asketischen Züge, „Nun jedenfalls dreht sich das Rad auch ohne mich weiter, selbst wenn ich mich seinem Lauf nicht mehr anschließe.“
Der Elf stellte seine Stab vor sich auf dem Boden ab, lehnte sich den oberen Teil gegen die Halsbeuge und stützte sich mit beiden Händen auf der Mitte ab.

Auch ohne den Schatten der Kapuze war ein leichtes glimmen um seine Augen zu sehen.

„Weißt du mein Freund, die Schatten sind zu meinen Freunden geworden und diese Welt ist nicht mehr das, was sie einst für mich war“, er löste eine Hand und zog sich die Kapuze wieder tiefer ins Gesicht. Sein Blick löste sich von der Eule und wanderte langsam durch den Wald, bis er schließlich an den schimmernden Lichtern der Stadt hängen blieb.

„Ich erinnere mich“, seine Stimme wirkte abwesend, distanziert und leise, „dies dort war nicht mein Leben, aber dennoch freut es mich zu sehen, dass die Stadt noch steht.“

Mit einem Lächeln auf den verborgenen Zügen wandte er sich wieder ab und schritt langsam in den dunklen Wald.

„Einst habe ich auch über euch gewacht, doch meine Zeit als Wächter liegt in den Schatten verborgen.“

Eine kleine Lichtung tat sich vor ihm auf, durchflutet von silbernem Mondlicht. Der Elf trat aus den Schatten, doch die kalten Strahlen schienen keinen Halt an ihm zu finden. Es schien, als würden sie von dem dunklen Mantel abgleiten, als würde der Mantel über einen eigenen Willen verfügen und versuchen seinen Träger weiter in die schützenden Schatten des Waldes zu hüllen.

In der Mitte der Lichtung blieb der Elf stehen und richtete seinen Blick nach oben, zum Mond. Seine Kapuze fiel dabei zurück und enthüllte lange silberne Haare.

„Ich habe nicht viel Zeit in dieser Welt, und selbst diese ist nur geliehen“, sein Blick senkte sich wieder und seine Augen suchten den Rand der Lichtung ab bis sie an einem besonders alten Baum haften blieben.

„Die Bilder erscheinen mir so unwirklich und fern“, er stützte sich wieder auf seinem Stab ab, „manchmal glaube ich dieses Leben war nur ein Traum, doch wer kann schon sagen was Traum und was die Realität ist?“

„Ich erinnere Mich an einen alten Turm, an eine Stadt in den Bäumen. An einen verzauberten Wald … und doch verblassen all diese Bilder in den Schatten.“

Seine Augen schienen eine Weile den Fokus zu verlieren, als würden sie in eine andere Welt blicken.

„Die andere Seite ruft mich … viel Zeit bleibt mir nicht … und doch … wundere ich mich ob die Gestalten meiner Träume noch existieren und doch wundere ich mich, ob das Werk, dass ich auf dieser Seite getan habe zu etwas gut war.“

So stand die Gestalt auf der Lichtung, auf den Stecken gestützt und im silbernen Licht des Mondes, das sein Haar wie flüssiges Silber erscheinen ließ.

Wer genau hinsah, würde vielleicht bemerken, dass sein Körper auf eine schwer zu fassende Art unwirklich erschien. Fast als wären die Schatten, die die Falten seines Umhanges bildeten das Reale und das, was das Auge im Licht erkennen konnte das Trugbild.

Dennoch, wer ihn einst kannte würde die Gestalt wiedererkennen, er würde sie erkennen als Sirion Arrilar, so wie ihn seine Freunde kannten, bevor er zu einem der mächtigsten Magier wurde und bevor er zu dem wurde was er jetzt war … ein Schatten seiner selbst.

„Ob noch jemand von den alten Gefährten hier ist?“ der Blick seiner schimmernden Augen verlor sich in der Ferne.


[Bitte seht die Geschichte als ein wenig Off-RP an *g* es freut mich, dass Rivin immer noch existiert – es ist ja wirklich schon eine ganze Weile her … vielleicht erinnert sich ja noch jemand an Sirion. Ich hoffe die kleine Geschichte stört niemanden *schmunzelt*]

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 Betreff des Beitrags: Re: Vor langer Zeit ... Besuch aus den Schatten
BeitragVerfasst: Sa 6. Mär 2010, 23:28 
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Registriert: Mi 10. Okt 2007, 23:09
Beiträge: 757
Wohnort: Zirndorf
Von Everlina wandert eine Gestalt gen Rivin.
Sie trägt einen weissen Umhang mit Kapuze und eine helle Robe.
Das Mondlicht scheint durch die Bäume auf die Gestalt und ihren Weg.
Es zeichnet ein lebendiges Muster auf den Umhang in welchem Licht und
Schatten miteinander ringen.
Die Gestalt hält auf einer großen Lichtung inne, die wie eine Narbe
im urtümlichen Wald wirkt.
Vor einiger Zeit mögen hier alte, mächtige Bäume gestanden haben,
tagsüber wird nun dort sogar Handel getrieben, doch nachts liegt sie verlassen, leer und still.
Der Blick der Gestalt wandert über die Schatten am Rand der Lichtung.
Plötzlich schlägt eine Hand die Kapuze zurück.
Aus einem kleinen Beutel am Gürtel nimmt sie eine Schachtel,
öffnet sie und taucht einen Zeigefinger hinein.
Während sie das Schächtelchen wieder verstaut reibt sie sich mit dem
nun glänzenden Finger die Augen.
Daraufhin bricht sich das Mondlicht in goldenen Iris, die erneut
den Rand der Lichtung absuchen und schliessliche einen Punkt fixieren.
Mit der rechten Hand auf dem Griff einer alten Klinge
stören die folgenden Worte die nächtliche Ruhe der Lichtung:
"Amin Varar En'Coia, Nandaro Ar'Mellon en Tarishani Ar'Coronal Telesiem.
Amin essa Tachil'en Isilmar, vano n'e Uial, Halya !

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"Warum hat mir niemand gesagt, daß Sisyphos im Urlaub ist
und warum hat mir vor allem niemand gesagt, daß ich seine Urlaubsvertretung bin?!
Hätte mich jemand gefragt, hätte ich abgelehnt..."

Char(s): Nardil Frethesh - Tachil'en Isilmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Vor langer Zeit ... Besuch aus den Schatten
BeitragVerfasst: Di 16. Mär 2010, 23:03 
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Beiträge: 3
Im Licht des Zaubers erscheint die Gestalt verändert. Wo das normale Auge nur Schatten und Zwielicht zu erkennen vermag, so durchdringt die Magie den schützenden Schleier und enthüllt die Wahrheit.

Langsam wendet der in einen langen schwarzen Umhang gehüllte Elf den Kopf zu dem Neuankömmling. Silbrige Runen schimmern auf dem seidig schimmernden Gewand, wirken beinahe lebendig und scheinen die Form ständig zu verändern.

"Laßt eure Waffe dort wo sie ist Freund", in den Augen, die im Schatten der Kapuze glimmen scheint der Sternenhimmel selbst zu leuchten, "Ich bin keine Gefahr für euch und die euren."
Er wendet den Kopf wieder ab und sein Blick verliert sich erneut in der Ferne.
"Lange vor euch führten mich meine Schritte bereits durch diese Wälder", die tiefe, ruhige Stimme hat einen etwas melancholischen Klang, wirkt etwas hohl, als wäre sie nicht vollständig real, "Lange bevor eure Stadt zu dem wurde was sie nun ist."

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 Betreff des Beitrags: Re: Vor langer Zeit ... Besuch aus den Schatten
BeitragVerfasst: Do 23. Jun 2011, 23:46 
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Beiträge: 3
Leise und kaum hörbar, so wie das flüstern einer leichten Brise wurde seine Stimme: "Diese Welt kennt mich nicht mehr", ein wenig bedauern klang in seinen Worten.
"So ist der Lauf der Dinge, die Menschen vergessen ..."
Langsam streckte sich die Gestalt, stellte den Stab vor sich und ließ ein letztes Mal den Blick über die wenigen Lichter wandern die zu dieser Zeit in der Ferne noch schimmerten. "Meine Zeit ist um ... mein Andenken vergessen ... so soll es sein und so soll es bleiben."
An der Spitze seines Stabes begann langsam ein Licht zu glimmen, zuerst nicht mehr als ein winziger Punkt. Zu dem sich dann aber immer mehr kleine Punkte gesellten, bis sie schließlich ein Bild des Sternenhimmels darstellten, das langsam, kaum merklich rotierte.
Der Blick seiner verborgenen Augen senkte sich langsam von der Stadt auf den laubbedeckten Boden des Waldes. Ein leichtes Schmunzeln versteckt in den Schatten der Kapuze spielte um seine Lippen, als sich das diffuse Licht seines Stabes an einem Stück grünen Kristalls brach.
Ein Stück Kristall in der Form eines Fingers.
"Und dennoch war ich einst ein Teil von all dem ..."

[OOC: Einen Versuch auf ein bischen Nostalgie-RP bin ich mir noch schuldig ;) Ich hoffe wieder, dass es niemanden stört! - Vielleicht findet sich ja doch noch einer der alten Weggefährten *winkt*]

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 Betreff des Beitrags: Re: Vor langer Zeit ... Besuch aus den Schatten
BeitragVerfasst: Do 7. Jul 2011, 00:53 
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Registriert: Sa 27. Okt 2007, 14:46
Beiträge: 7
Mit einem beherzten "Rumms" knallt der Humpen auf die Theke. "Luft rauslassen", schnarrt der hochaufgeschossene Mann, streicht die blonden Flechten aus seinem Gesicht und beginnt ungeduldig mit den Fingerspitzen seiner Panzerhandschuhe auf das wurmstichige Holz zu trommeln.

Sein Blick wamdert durch den Schankraum, blaue Augen mustern die zerlumpten Gestalten gieriger Söldner, schmierige Schieber und verzweifelte Frauen, die für eine Handvoll Münzen die Gasse hinter der Taverne zu ihrem Schlafzimmer erklären. Ein zufriedenes Lächeln zieht über seine Züge. Dies ist seine Welt, Hakons Königreich. Das einzige, das er je besitzen wird - das er je besitzen möchte. Ein Leben auf der Straße, auf dem Schlachtfeld und in der Taverne.

"Lasst es euch schmecken, Ale von der Schwertküste, wenn ihr von dieser fernen Gegend schon gehört habt", sagt der Wirt und stellt ein schäumendes Gebräu vor dem Krieger ab. Ungläubig schaut der auf die Theke. "Das habe ich, wenn es auch lange her ist."

Die Schwertküste, Rivin. So viele Jahre waren vergangen, so viel geschehen. Konnte es sein, dass dieses Städtchen immer noch existierte? Ein tiefer Zug aus dem Becher und Erinnerungen kehrten zurück. Old Frankys - eine Taverne, eine Taverne mit einer Stadt drumherum, eine Stadt mit einem Umland voller Abenteuer und Überraschungen.

"Weißt du Wirt, hätte es einmal einen Ort gegeben, der mich hätte halten können, es wäre ein Kaff an der Schwertküste gewesen, in dem sich Drachen und Balor die KLinke in die Hand gegeben haben, jeder finstere Gott einen Tempel unterhielt und in dem selbst Elfen und Drow ihre Scharmützel pflegten." Ein lautes Lachen entsteigt der Kehle des Kriegers als er an verlorene Lieben, geschätze Freunde und wohlausgesuchte Feinde zurückdenkt.

"Klingt nach einem ziemlichen Drecksloch", erwiedert der Mundschenk mit einem Achselzucken.

"Ja", brummt Hakon, "aber eine gewisse Zeit meines Lebens war es mal mein Drecksloch!"


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