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 Betreff des Beitrags: Auszug des geheimen Reise-Diariums des Freiherrn von Veith
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2011, 12:14 
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[Nur eine kleine Idee zum Spaß. Ich weiß noch nicht, ob und wie weit es noch weitergehen wird]


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Aufstellung als was Objecti und Preziosen Ich, Konradt von Veith, mitgefuhrt, alß ich aufbrochen von Baldurians Thor gen Tieffwasßer am zwo unnd zwainzigsten Tag Flammleiten im Iar LXXX der flammenden Hanndt, zu dem Ennd um damit ain gueten Gemahl und Partie fur mein Tochter unnd liebs Kinndt, Karolynnen von Veith, zuo suochen, vornehmiglich unnter denen von - Thymoria siech unnd hülff!! - Klammgreyffen, insonderhait den ältisten Jocopo, wo nit etwann aber unnter denen von Hochthurmbs oder denen zu Dämmerkhlingen; Alß die folgenden, unntergebracht in drey Behültnüss:


Item Conterfey der Karolynnen von Veith, mein uber alles geliebt Tochter, das sÿ zeigt im Lebensallter von ain- unnd zwainzig Iar mit ihr schön gulden schimmerndt Haar und nach der neuesten Manir im attkattla-rotten Sammet, um den Hals das new erstanndtne Gschmeidt unnd Kleinod. Die Nasen ist anders gestallt als in natura

Item Zauber-Ring als kann erlewchten die ganze Cammer wiewohl es wär auch schwarzeste Nacht; Unnd kann heilen die Schwindtsuocht

Item ii Tapisserien gewürckhet auß Silber und Seidenzeüg die zeigen den Kampf Sharii gegen die Mondmaiden, um damit außzustaffirn die Cammer unnd etwann zuo geben als Geschenckh wiewohlen nur an die von Klammgreyffen

Item Silber Tischzeüg, mitsammt der beyden gulden Pokal, wovon ain ieder besetzet mit zwon Rubinkarfunkeln unnd die Kandellaber (sollen machen ain guet Liecht auf denen Tappisserien)

Item Mein silbern Ordens-Collane von denen Münnzern von Baldurians Thor

Item der Erbb-Degen der familia mit der brochenen Klingen die bleibet unsichtbar in der Scheiden

Item Mein Amn’scher Anzug als wie auch mein dicke Schauben mit Kehlmarder gegen die Khälten


Als mein Knecht ist mitkomben der Pobion, der seyn Kindtheit in Tieffwasser hat zuebracht, gleichwohl er hett Angst vor Wasser als wie ain klains Feüywerwürmlin.

Um dem vorzubeügen in Tieffwasser ein gar schimpflichs, unehrnhaftlich Billdt zuo geben von denen von Veith, vonwegen zu vermainen, sÿ reyseten mit nur ain Diener, so ist zuo sagen, als ob der Irmya als zwoten Diennerinn auf See schlecht ist geworden, unnd ist zum Kelemwohr gangen.

Aufbruch gueter Dinge, mit Opffer an die Seehexen 5 fl., auff der Gezeÿtenschwalben

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 Betreff des Beitrags: Re: Auszug des geheimen Reise-Diariums des Freiherrn von Vei
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2011, 16:25 
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Oh Schicksals gräulichs Antlitz! Das gantze Schiff ist kumben in ain gross-mächtiglichs Unwetter, mit Donnerschlag und Blitze-Zuckhen wie aus der Meerhexen Umberliae dreizackiglich Arsch, dreymal gelobt sey sÿ, sey sÿ, sei sÿ! Immer noch ist mein Handt ganz zitternd beym Schreyben. Hat gekrächzet das gantze Schiff als ob es wollt ausainander fallen und unns allesammt unnd den Erbb-Degen hinzuo ertraenckhen. Ich selbsten hab muessen viermaln vomitirn, der Pobion mehrmaln und ist im Gsicht ganz grien angelauwffen unnd hat darzuo geschrien wie ain Jungkfrauwn was geraubt von ain Troll, alswie in dem Stueck in der Opera. Beinah hätt ich lachen muossen, wann nicht gewesen wär das Unwetter und alles nass unnd vertigo unnd auff unnd ab &&

Der Capitanio hat zuo lenckhen vermuocht das Schiff durch den Oceanus in den ainzig Hafen an der Küste, der da traegt den Namen Rhywinn. Die ganze Mannschafft hat gemacht ain Frewdentantz als ob sÿ kumben wern in Sharessi oder Thymoriae Schoß und haben gekuesset die Holtzplanckhen. Ich aber vermainete zuo Pobion, was fur ain schlechts Omen die Götter unnserer Reyß beschereten. Darauf meinnt er, dass ain Mitreysender (ain Elffenmensch, der nicht konnt sprechen in unnserer lingua) den Groll der Meereshexen auffs Schiff gezogen hett, nicht aber auff unnsern Hanndel fuer main liebs Karolynnen, worauff ich, Konradt von Veith, ihme zuo verstehen gegeben, dass er von denen Göttern so vil verstehete als ain Schneckhen vligen kunnt. Wo doch nemblichen die Meereshexen hett können den Elffen allain mit ainer großen Wellen gezielt in den Oceanus weckhschwappsen, nit aber den Konnradt von Veith unnd den Erbb-Degen && bedrohen het muesßen.

Alsdann haben wir in Rhywinn die Nacht zuobringen muessen. Dem Pobion hab ich mein Reysetruhen in die Herberg tragen heißen, und sodann am Schiff uebernachten um zuo schutzen die drey Behältnüß, Preziosen, && vor der Mannschafft unnd Raubern. Wollt nicht unnd hat damit getrohet, wieder grien zu werden, ich aber habe ihme widerumben besser erkannt unnd nit nachgeben.

War so neblig, dass ich main aigen Hanndt nicht zuo sehen vermuocht, auch nit die Thürmbe unnd Temmpell der Stadt. Die Herberg, zuo der mich ain haimisch Fischersmann oder Spitzbuobe fuer zwey Küpfferling gefuhret, war unnter main Rang, hat ouch geheißen recht trefflich Die Flunnder, aber zuweillen es ward schon spat, dunnckhel unnd neblig, ich hab die Unnterkunfft für ain Nacht (fur zuovil Geldt) in Kauff genumben. Dahero sitz ich arms Männlein itzt in main düftiglich, windig Cämmerl unnd schreyb mit zittrig Finngern. Die von Klammgreyffen (Thymoria siech her unnd hülff!!) sollen sich nicht denckhen vonwegen die von Veith waeren so leicht auffgehallten unnd hetten nit die Mittel…Morgen reysen wir, so die Götter ihren Segen geben, wieder mit aufgeblähetem Segel auff dem Oceanus dahin schwimmend. Der Pobion soll vorher noch in der Stadt ain Mittel gegen das Vomitirn suochen, was macht gantz schwächlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auszug des geheimen Reise-Diariums des Freiherrn von Veith
BeitragVerfasst: Mi 27. Jul 2011, 14:17 
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Immer noch sitz ich armer Kynrad von Veith fuer mein Tochter unnd Familia Glueck unnd Ehr in Rywinn fest. In der Frue bin ich zum Capitanio hinunnter der hat gemeynet dass Tau unnd Schiff seyn kaputt unnd dauert ein Tag damit es wieder fahren kunnt. Vermuocht der Capitano doch kain guet bestueckts Schiff zuo lencken, wie sollt er dann – bey die Götter! – ain hinniges manövern? Dahero hab ich allso ain ander Tag unnd Nacht in Rywinn zuobingen muessen.

Ist gar nicht so klain als wie ich anfänglich vermeynet, liget aber hässlich auff der steilen Felsklippen unnd kain einzig Straßen isst ebenmässig, alle gehen auff unnd ab sodass man gehen muoss alswie ain Esel mit drey Beynen so wie die eingebohrn Fischer, darzuo gibt es kaum Sesselträger. Hatt einige Türm unnd Tempell, aber nicht besonders schöne. Ain große Burgkh erhebt sich auff der Anhöhen, aber ist verfallen unnd ligt in ain Viertell dass voller Pöbel, Huren unnd Gesindel unnd ich dahero nicht visitirt. Alldieweil herrscht an der Grenzen zuo diessem Vierttel auch ain Unruh unnd revoluzio. Allain der Huegel – nein, die zackige Klippen – mit den Bautten der Magistratii der Stadtt ist ain wenig ansehlich unnd von ainer klainen Grazie, aber die Palazzi sind allesamt klain unnd haben kain Arcadiae unnd kaum Gärtten, nicht zu vergleichen mit zuohauß. Auch kenn ich kain familia von Rang, die hier ansässig wer. An Tempell hab ich nur besuocht den Tempell der gelobbten Waukiehen, wiewoll ich nicht darbei gehabt main Collane von den Münnzern, die auff dem Schiff befindlich, was het gemacht sicherlich ain groß Aufsehen unnd Bewunderung unnter den Einhaimischen, die da kain solch ehrlich Orden nicht kennen.

Will kainen Tag länger verbleyben an diesem Ortt der hatt zwischen den Hugeln, wo meyn nottdurfftiglich Herberg gelegen, ain furchterlich schlecht Lufft, die sich nicht beweget. Auch hab ich kain Aug zuomachen kunnen die gantze Nacht vor Sorge sintemalen auff der Straßen hatt sich erhoben ain groß Geschrey unnd Radau vor ain Taverna odder Spelunken wo die Huren, Diebe, Piratten unnd Rauber verkehren bis in die Frue unnd machen ihr Handel, - salva venia! – Fikkifukki, Korpulirn unnd widerlich spiellen &&

Der Pobion hatt besorget ain Medicin gegen das Vomitirn, von deme ich gleich genummen gegen die Lufft, unnd hatt auch vermeynet, die Mannschafft hett dem Elffen gedrohet unnd in den Rywinner Umerblien-Tempell gezwuongen zum Opffer weil ouch sie der Mainung, er hett das Unwetter verantworttet. Der Pobien hatt auch gekoufft ain Phiola mit Gifftwasser vom Schlangenfluss, der bei Rywinn in den Oceanus hineinn (unnd dann unnter dem oberen Oceanus weytter nach Norden) fließet, unnd auff dem Bhaal unnd Sierick gekämpffet, unnd darbey haben vergifftet sein Wasser in der Phiola. Ich habs ihme nicht gesagt, dem Pobion, um ihn nicht an der Ehr zu kränckhen, aber er isst ain ziemlicher Idiota odder Schwachkopff, wo doch ieder weiß, dass Bhaal unnd Sierick vil weitter obben an der Brucken gekämpfft haben, nicht hier unnten in Rywinn, wo die Rywinnier kunnten trinckhen das Wasser ohne problema (weillen das Gifft auff dem Weg dorthinn abstürbet). Genauso hättens ihme verkauffen koennen ain Kuhpippi als heilig Necktar der Suhn, dem Trottel, der versteht nichts von Göttern unnd der Wellt, unnd nicht kennt keine libri noch Billdung. Aber allentweilen er ist ain ainfälltig Buob, er ist doch ouch guetmuettig unnd treuw.

Anietzo muoß ich außlöschen main Licht. Draußen ist schon wiedder liderlich Volckh, Radau, Messerstecherey unnd Allarma. Sie sollen mich nicht merckhen unnd Verdacht schöpffen, wiewoll ich bisdahero incognito. Ich will Mission unnd Glueck fur main herzenliebs Karolynnen unnd die familia nicht leichtferttiglich auffs Spiell setzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auszug des geheimen Reise-Diariums des Freiherrn von Veith
BeitragVerfasst: Mi 27. Jul 2011, 19:28 
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Oh Calamitas, Nefandum, ihr Götter! Alter Konradynn gib mir Rath! Alle Behältnüß seint weg! Unnd der Pobien, oh Treuwloser! Ich vermags kaum zuo schreyben! Ich Armseeliger, Unglueckseeliger, Ohnmächtiger!

Gieng des morgens zum Schiff hinunnter unnd dort vermoucht ich weder den Pobien noch das werthvoll Familienkleinod zuo finnden. Soffort hab ich scharff befragt die Mannschafft, ob sie verantworttlich, main Behältnüß umgeladen, oder gesehn wers gewesen unnd wohin der Pobien! Unseelige! Wolleten kainer etwas wissen, noch gethan oder gehört haben, selbst der Capitanio nicht, unnd sagten, es wer wild zuegegangen die gantze Nacht mit Frauwn auff dem Schiff unnd Zuetrinckhen unnd keiner hett Acht geben weillen alle gantz trunckhen gewesen. Nur main guets friedlich Gemuet hatt mich zurückhalten können, denen hundertmal verfluochten unnd nichtsnutziglichen Piratten unnd Korsarios wie ain Wampÿhr an die Gurgel zu springen und darzuo auff die Nasen zuegeben! Haben sÿ sich doch ohn ieden Zweyffel böswilliglich gegen mich verschwohren!

Allso hab ich soffort an die Hafenguardia mich gewandt unnd zuo erkennen geben muessen, wer ich wer, damit die Schergen fleißiglich das Schiff durchsuochen mochten unnd nicht denckhen, ich wer irgendain niederer Hanndler oder Kauffmann. Den halben Tag haben sÿ gesuocht, aber sÿ haben dero Erbb-Degen && nirgentwo zuo finnden vermuocht auff dem gantzen unglueckseelig hinnich Schiff nit. Der Capitanio hat wild geschimpfft ich wer ain -- , weillen er nit das Schiff durchsuochen lassen, sondern vil mer auslauffen wollt, unnd dessentwegen wurd es fasst hanndtgreifflich, hat mir aber geholffen die Guardia (denen ich gegeben ain ieden Büttel 2fl.). Ich wollt noch mehr durchsuochen lassen das Schiff, aber die nichtsnutzigen Guardia Trabanten wollten ihrem Muessiggang fröhnen unnd vermeineten, es wer genug gesuocht unnd sie muessten den Capitano darvonsegeln lassen. Oh weh! Was nur, wenn die Behältnüß doch versteckht auff dem Schiff, das nun dahinn schwimmt auff Tieffwasser und auff immer verschwindt? Ich mag nicht darvon denckhen noch schon gar nicht schreyben! Ohn Vermögen fur die Hochzeytt fur main liebs Karolynnen unnd Zukunfft der Veith unnd ohn Diener sitz ich nunmehro hier fesst! Warumb haben die Götter mich, Kynrad vonn Veith, unnd die gantze familia so sehr verfluocht!

Da erinnerete ich mich an die Phiolen vom gottlichen Gifftwasser, welche der Pobion gekaufft, unnd ob es daraus nicht etwann ain Zusammenhang wer, dass namentlichen der Sierick mir ubel mitspiellt unnd mich mit ain Illusio oder gar Fluoch belegt oder den Pobien die Behältnüß zuo stehlen angestifftet unnd gar ander böswillig Thaten machen heißt, oder ihme gar das Leben genomben. Massen dießer Conclusio will ich morgen in der Stadt nach einem Mann des Sierick suochen den Fluoch auffzuheben. Wenn aber nicht, so will ich, Kynrad von Veith, als Famillienhauppt derer von Veith, höhrt höhrt, ihr Götter, mich unnd die gantze familia mit Hautt, Haar unnd Bluot künfftig seynen bittersten Feinden verschreyben.

Ich seh auß main Cammer, es kommt die Dunckhelheyt, allso muoß ich hinauß auff die gefährlich Straßen, die Herberg der Statdt, unnd seyn sie noch so dunckhel, abgehn unnd suochen ob wer den Pobien gesehn oder was weyß, ohn main ungluecklich Geschickh preißzugeben. Ohnedieß hat zuvil Gesindt durch den tausendtmahln verfluochten Capitano unnd seyn Geschrey im Hafen gemerckhet, was mir wiederfahren. Aber was bleybt mir Armen anders uber wo ich doch muoß retten die gantze familia? Morgen will ich ouch bey denen Magistrati unnd Guardiaobersten vorstellig werden damit zu befordern ihre ernstliche Hilff, obwohlen ich nichts als main Reyßgewandt hab unnd dahero main Rang schwerlich unnter Beweyß zuo stellen vermöcht, ouch gantz ohnmächtig Freündt in der Statdt bin.

In caso die Kleinod noch in Rywinn befindlich seint, werd ich sie retten, sonsten will ich nicht der Kynrad von Veith seyn! Mögen die Götter mir helffen!

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Zuletzt geändert von Lothlann am Mi 23. Nov 2011, 17:56, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auszug des geheimen Reise-Diariums des Freiherrn von Veith
BeitragVerfasst: Fr 29. Jul 2011, 17:05 
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Das ißt der IV Tag in Rywinn. Main Himmel hat sich verdunckhlet, mir isst gantz anders unnd ich kann nimmer mehr schlafen noch findt ich Ruh. Das kann niemals nicht seyn alles das Werckh der Beschabien, der Lügenprintz muoß wegen main Gedanckhen, dass ich nicht anerkenn unnd veracht hab das Gifftwasser, gewirckhet haben ain mächtig Zauber auff mich unnd die mainen, hat mich im Bunde mit der Tiefenhexen hergefuhret nach Rywinn um zuo nemen mir all main Schatz unnd Diener. Ist mir ouch erschinen in der Nacht ain grauslich totter Schedel, ich weiß wohl, das isst das Signum deß Siehrick, der nicht gehabt hat kain Kieffer unnd trotzdem hat geklappert. Die Indicia seind alle deütlich. Ich furcht nunmero sehr um main Karolynnen in Baldurians Tor. Mystria beschutz dieße wortt unnd halt sie geheimb vor dein Feindt [eine eigenartige Rune] Hab geschickht ain Botten der schwimmet auff ain Schiff nach Baldurians Tor zuo entrichten main Karolyn sie sollt sich versteckhen bey ihr Magdt Egwynnien im Hauß damit sie nicht finnden kann nicht der Siehrick noch Helffer [ein weiteres Runenzeichen].

Zuo main Leydt niemanndt wollt gesehen oder kannt haben den Pobion. Bin den gantzen Abend gangen durch die schlimmesten Gassen unnd die Rauberkerle unnd wilden Weybbspersona haben mir alle Augen gemacht als wolltens mich aufschlitzen. Aber ich hab nicht gehabt Fuorcht noch Verzagen. Hab mir mueßen bey dero Geltverleyer borgen Ducati um zuo kauffen ain Hartschieren oder Laibwachter der hat gesagt er wer ehemalen gewesen von der Milicia, das isst ain ander Guardia, ain schmutziger Kerl mit treuwlos gebogen Nasen unnd tieffen, falschen Augen, aber ich hab nicht gehabt kain Wahl.

Wiewohl ich hab heuwt gefunnden ain geheimben Mann des Siehrick, zuo dem mich gefuhret ain Sember von der Strassen der hat gestunckhen nach seyn Pfeiffen fur 3fl. War geheimb in der stinckhesten Gassen inn der gantzen Statdt inn ain Hauß unnterm Dach weillen er unnd sein zwielichtig Gott nicht offentlich aufftretten durfften. War ain weyser, gebieterisch Mann mit weyße Haar unnd strengem Blick der ist eingefahren directo in die Seel (ich hab gefurchten um main Karolynn darumben dass es geheimb bleibet) unnd die Kammer war verdunckhelet daß ihn niemandt kunnt sehen. Ich hab gefordert er soll auffheben den Fluoch den seyn Gott uber mich gesprochen, unnd mir zurueckgeben den Erbb-Schatz kosts waß wollt. Unnd er hat vermeynet, wiewohlen ich doch gewusst um die Launen seines Meysters unnd ich ain Mann von Billdung, Stanndt unnd Wissen, wieso het ich dann das Gifftwasser veracht unnd ain Gott wissentlich heraußgeforderet? Ich sey dahero verfluocht fur mainn Hyperbia. Dann hab ich gefragt wie es dem Pobien ergangen, unnd er hat gemeynet, (als het er vermuocht main Gedanckhen zuo lesen!), warumb ich schimpflich uber den Pobion denckhen sollt, er het dero Behältnüß gestohlen, was fur ain Mensch ich wer unnd daß der Pobien schon lang tot wer. Oh armer treuwer Pobion. Nie het ich zweiffeln durffen allain anietzo es ißt zuo spat.

Wiewoll der Priester hat mir ouch geben ain Hoffnung, nemlichen der Pobien sey nicht zum Tode gekummen durch den Willen deß mächtigen Siehrick. Unnd weillen der Pobien die Reliquia vom Gifftwasser gekaufft het unnd allso dem Siehrick die Ehr erwiesen het an dem Tag an dem er umbgekummen, het auch der Siehrick ain Gefallen daran, den Mörderer (bey deme vermeyntlich auch die Behältnüß befindlich) zuo finnden unnd den Pobien zuo rächen. Hat mir auch Warnung geben unnd scharfflich auffgetragen, ich sollt nicht vorstellig werden weder bey dero Guardia noch bey denen Magistratii, die nicht ausrichten kunnten gar nichts gegen die Macht unnd den Willen der Götter, unnd dass ich sollt morgen wieder zuo ihme kummen allain zuo dem End dass er mich fuhret zuo dem Mörderer unnd Dieb.

So wahr ich bin der Freyherr Kynrad von Veith von die Münntzer zuo Baldurians Tor, ich werd die Vendetta machen unnd rächen ohn Gnadt die Schmach fur main familia, das Leben des treuwen Pobion, den Freffel am Siehrick unnd wiederherstellen den Familienschatz unnd die Ehr derer von Veith! Ich kann vor gerechtigem Zorn unnd wildem Eyffer kain Aug zuo machen unnd findt kain Schlaf. Main Händt seind gantz kalt.


"Der geimbe Mann des Siehrick/Cyric" ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Auszug des geheimen Reise-Diariums des Freiherrn von Veith
BeitragVerfasst: So 31. Jul 2011, 10:51 
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Biß hierhero ich kunnt nicht schreyben unnd het kain Zeytt noch Ruh. Bin geheimb auff dem Schiff nach Baldurians Thor. Ich hab - Weillen der [durchgestrichen] Main liebs Karolynnen, du bist alles waß mir blieben, mögen die Götter ihr schutzend Hanndt uber dich hallten alleweil. Du bist die Sunn unnd ich nichts alß dein Schatten.

Bin wieder gangen allain, das ißt ohn main Ainspannigen, zu dero Priester am nächsten Tag der mich gefuhret zuo finnden den Mörderer unnd Dieb in das schmutzig Vierttel unnter der alten Burgkh in ain verfallen Hauß wo ich geklopffet an ain Tür. Hat auffgemacht ain Mann den ich soffort erkannt. War niemannt anders alß derer von Duarte Bastardo von ain Dienner. Ich hab ihn woll erkannt von dem Besuochen in dem Palazzo Duarte unnd hat ouch offt begleittet den Lobian von Duarte hochstselbsten alß seyn Laibdienner. Unnd alß er auffgemacht hat die Tur hab ich gesehen an seyn Hanndt meyn Zauberring. In main Wut ich hab ihm gesagt Bastardo!, unnd die von Duarte seind alle gezeügt von der hässenlichsten Halborkhmuttern, gestossen dass er zurueck gefallen unnd gekugellt in sein Unnterschlupff unnd nicht gewusst ob Tag oder Nacht, unnd dass ich alles weyß unnd Rache machen wuerd. Da het er versuocht auff dem Boden zuo ziehen seyn Dolch, was aber verhindert der Priester durch ain magische Gesten dass er nicht vermuocht het raußziehn sein Klingen. Hat dessentwegen der Dienner den Priester angesehen ohn Verständnüß unnd gemeynet „Aber Saer …. „ aber der Priester hat lautter geschrien ich sullt nemen seyn Schwertt unnd rächen um auffzueheben den Fluoch. Ich war gantz voller Zurrn unnd hab genummen das Schwertt unnd dero Dienner Duarte erstochen mit ain Lungenfuchs. Oh main Karolynnen! Nie mehr werd ich seyn derselbe, dein geliebbter guetmuettiger Vater, der nicht ain Fliegen etwas anthun kunnt. An main Händt klebet nunmero das Bluot unnd ich kann nicht vergessen das erbarmungswurdig Röcheln unnd letzten Blickh, der hat getöttet all main Eyffer unnd mich hinfüro verfolget.

Ich hab soffort genummen den Ring von dem totten Finger unnd gesuocht die Behältnüß weillen der Priester gereyniget sein bluotig Schwertt. Oh weh! Kunnt den Erbb=Schatz aber nirgendwo finnden. Darauff hab ich angefahrn den Priester wo die Behältnüß wern unnd dass er mich doch wollt fuhren zu dem Dieb unnd helffen wie ich dem Siehrick! Darauff er nur, warumb ich so ein ungeschickhter Mensch sey unnd den Knecht erstochen bevor ich ihn nicht scharff befragt het wo die Behälntüß seind. Ah, main grosser Zorrn! Ihr Götter! Das ißt alles das Werckh des schrecklichen Lugenprintzen dem man nicht sollt trauhen niemals! Ich hab verfluocht den Priester unnd gedroht, ich werd ihn verrathen an die Guardia unnd auffdeckhen die ublen Machenschafften. Hat mir aber entgegnet, ich unnd nicht er sey der Mörderer unnd zudem ißt mir doch um Karolynnen so lieb unnd das es ihr doch wohlergehen sollt. Unnd außerdem hett ich doch anietzo ain Indicia dass dero Behältnüß bei denen von Duarte unnd ich sollt nicht schon wieder mir zum Feyndt machen den Siehrick unnd verschmähen seyn göttliche Hülff.

Hab mir ausszogen main schmutzig bluotbesudelt Westen um kain Verdacht auff mich zuo lenckhen unnd bin geflohen zurueck in main Herberg. Inn dero Vierttel geht selten die Guardia um unnd auch hat er nicht gemacht kein lauttes Lärmen alß er zum Tod kummen unnd war allain. Die Guardia wird mich nicht finnden, unnd selbst in caso ißt doch verantworttlich die Statdt unnd Gericht Baldurians Thor weillen ich ehrnhaffter Burger von durten. In main Kammer hab ich mich versteckhet bis zum Abend, alß ich bestiegen hab ain Karacken alllwo ich mich anietzo befindt unnd schreyb, zurueck nach Baldurians Thor. Ich werd Männer kauffen den Lobien von Duarte zur Red stellen unnd main Recht unnd Ehr ainklagen, anndernfalls will ich ihme offentlichen die Fehd ansagen unnd Schaden stifften wo mir möglich.

Wenn ich doch nur weyß dass es main Karolynnen guet gehet unnd sie sehen kunnt um mir zuo geben Krafft. Das arme Geschöpff weyß nichts von der Wellt die ißt schlecht unnd den Launnen der Götter unnterworffen. Nie het ich dacht die Götter vermuochten mich, Kynrad von Veith, Mann der libri (ain Stiffter der zweythöechsten Klassen zuo Kertzenburgkh!) unnd der Ehr, machen ain Schwert fuhren voller Zorrn niederstechen die Feyndt die ich niemalen hab verdienet. Die Wut frisst an main Hertz wie die Wölff an dem totten Hirschen. Bald mach ich selbsten die metamorphosia zum Wolff. Bin geworden ain Rächer vor die Götter. Hohr, du Herr der drey Donner, unnd Schahr, main Schicksal vertrauw ich eüch an.


[hier endet das geheime Diarium]

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