Kategorie:Menschen

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Mensch

Zweitname
Heimatregion Verschiedene Materielle Ebenen
Größe ∅ 165 cm bis 185 cm
Gewicht ∅ 60 kg bis 100 kg
Lebensspanne meist bis zu 80 Jahre; ein Alter von bis zu 1200 Jahren kann von magisch begabten Einzelpersonen durchaus erreicht werden
Hautfarbe Blass bis Dunkelbraun
Haarfarbe Rot, Blond, Braun, Schwarz; im Alter wird es normalerweise Grau oder Weiß
Augenfarbe Blau, Braun, Grau, Grün, Haselnussbraun
Merkmale anpassungsfähig, zahlreich
Bevorzugte Klasse Jede
Sprache die Handelssprache, regionale Sprache
Zweitsprachen
Häufige Gesinnung
RG NG CG
RN N CN
RB NB CB


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Menschen sind in den Vergessenen Reichen kein einheitliches Volk mit festen Unterrassen, sondern unterscheiden sich stark in Aussehen, Herkunft und Kultur. Es werden sieben große ethnische Gruppen besonders hervorgehoben; moderne Überblicksdarstellungen nennen neun weithin anerkannte Gruppen und verweisen zugleich auf weitere, regional begrenzte Ethnien.
Auf Toril prägen daher vor allem Geschichte, Wanderungen und regionale Traditionen das Bild der Menschen. Ihre Lebensweise, Kleidung, Sprachen, Bauformen und sogar ihre Esskultur unterscheiden sich von Region zu Region teils erheblich und Menschen übernehmen oft die Gepflogenheiten der Völker, mit denen sie am engsten zusammenleben.
Viele der kleineren menschlichen Ethnien Faerûns sind das Ergebnis von Migration, Eroberung und jahrhundertelanger Vermischung. Deshalb sind klare Grenzen zwischen einzelnen Gruppen selten; in manchen Regionen sind daraus eigene Mischkulturen mit einer eigenständigen Identität entstanden.

Überblick

Menschen zählen zu den vielseitigsten Völkern Faerûns. Sie sind über den ganzen Kontinent verbreitet und treten in sehr unterschiedlichen Lebensräumen auf, von den nördlichen Grenzlanden bis zu weit südlichen und östlichen Reichen. Gleichzeitig lassen sie sich nicht so klar in einheitliche Subrassen einteilen wie viele andere humanoide Völker, weil ihre kulturelle Vielfalt stärker von Herkunft und Umgebung als von festen körperlichen Merkmalen geprägt ist.
Gerade diese Wandlungsfähigkeit erklärt, warum Menschen in Faerûn so viele konkurrierende Königreiche, Stadtstaaten, Glaubensrichtungen und Stammesverbände hervorgebracht haben. Ihre Geschichte ist von dauernder Bewegung, Vermischung und regionaler Anpassung bestimmt, weshalb ihre Identitäten oft weniger biologisch als historisch und kulturell zu verstehen sind.

Andere ethnische Gruppen

Neben den großen menschlichen Gruppen existieren in Faerûn zahlreiche weitere Ethnien, die meist nur in bestimmten Regionen oder historischen Zusammenhängen eine größere Rolle spielen. Viele von ihnen sind eng mit bestimmten Landschaften verbunden und haben sich über lange Zeit hinweg durch Isolation oder Wanderung entwickelt.

Bedine

Die Bedine sind nomadische Wüstenbewohner aus dem Süden Anaurochs. In älteren Beschreibungen waren sie in mehr als hundert Stämme gegliedert, die nur lose miteinander verbunden waren und mit Außenstehenden meist nur über Handel in Kontakt kamen. Meistens sind jene dunkelhäutig, dunkelhaarig und kriegerisch; ihre Heimat war die raue Wüste, in der sie sich über Generationen behaupteten.
Ihre Herkunft wird auf zakharische Nomaden zurückgeführt, die 339 DR durch ein Portal nach Anauroch gelangten und sich dort mit nesserischen Überlebenden vermischten. Die Bedine bewahrten ihre gesprochene Sprache Midani, verloren jedoch die ursprüngliche Schrift und übernahmen später das Thorass-Alphabet. Ihre Kultur erscheint daher als Mischung aus zakharischem Erbe und den Einflüssen des Anauroch.

Chulter

Die Dschungel von Chult sind die Heimat großgewachsener, ebenholzfarbener Menschen, deren Vorfahren vor Jahrtausenden von einer weit südlich gelegenen Insel nach Norden auf die chultische Halbinsel kamen. Vor etwa zweitausend Jahren gab es in Chult zahlreiche Stämme; unter ihnen waren die Chulter und die Eshowe die beiden einflussreichsten Gruppen. Zwischen beiden Völkern entbrannte ein langer, blutiger Krieg, der erst mit der Vernichtung der Eshowe endete, nachdem ihre aus dunkler Macht geborene Waffe, der Schattenriese, sich gegen sie gewandt hatte. In den folgenden Jahrhunderten gingen die Chulter daran, die übrigen Stämme der Halbinsel zu einer gemeinsamen chultischen Kultur zu verschmelzen. Diese Kultur besitzt eine gemeinsame Sprache und eine vergleichsweise einheitliche soziale Ordnung.

Die Chulter schreiben Chultan mit dem drakonischen Alphabet, das schon vor der Gründung Mezros in Gebrauch war und sich dann unter den anderen Stämmen verbreitete. Ihre wichtigste Gottheit ist Ubtao, dem nachgesagt wird, ihre Ahnen nach Chult geführt und Mezro im Jahre –2637 DR gegründet zu haben. Die verbliebenen Eshowe verehren Eshowdow, einen verdorbenen Schatten Ubtaos, der mit Shar verbunden ist.

Durpari

Die Durpari sind die vergleichsweise klein gewachsenen, dunkelhäutigen Bewohner von Durpar, Estagund, Veldorn und Var the Golden. Sie leben seit sehr langer Zeit an den Küsten des Goldenen Wassers und waren dort schon vor dem Aufstieg des Imaskari-Reiches ansässig. Nach dem Fall Imaskars gerieten ihre Reiche in Auflösung, und über Jahrhunderte wurden Durpari-Stämme immer wieder von den Mulanern Mulhorands unterdrückt, versklavt oder vertrieben. Erst als der mulanische Einfluss in der Region nachließ, konnten sich wieder dauerhafte Durpari-Reiche etablieren. Mit Ausnahme der kurzen Eroberung Estagunds im Jahr 551 DR blieben sie danach weitgehend unabhängig und handelten vor allem untereinander und mit ihren Nachbarn.
Die Durpari sprechen eine gleichnamige Sprache, die sich aus drakonischen, mulhorandischen und raurischen Elementen entwickelt hat, und verwenden das Thorass-Alphabet. Ihre Religion ist auf die Adama ausgerichtet, ein kleiner Götterkreis, in dem gewöhnlich unter anderem Selûne, Oghma, Gond, Torm und Waukeen genannt werden.

Ffolk

Die Bewohner der Mondscheininseln nennen sich selbst Ffolk, auch wenn von den ursprünglichen Stämmen, die diesen Namen trugen, nur noch wenig erhalten ist. Das heutige Ffolk ist im Kern eine isolierte tethyrische Gruppe, die von einer großen Einwanderungswelle aus den Westlichen Herzlanden im Jahr 467 DR abstammt. Die alten Ffolk hatten den nördlichen Inseln bereits zuvor an die Illusker überlassen, betrachten diese aber dennoch weiterhin als Eindringlinge.
Anders als ihre Festlandverwandten sprechen die Ffolk Illuskan, schreiben aber weiterhin mit der Thorass-Schrift. Ihre Kultur ist stark von druidischen Traditionen geprägt.

Gur

Die Gur, auch „Selûnes Kinder“ oder „das Volk der Straße“ genannt, sind die Nomaden der Westlichen Herzlande. Viele von ihnen leben in erweiterten Familienverbänden und ziehen in bunt zusammengewürfelten Karawanen von Ort zu Ort, wo sie Handel treiben, Gelegenheitsarbeiten annehmen oder mit kleinen Waren handeln. Andere haben sich in den ärmsten Vierteln größerer Städte niedergelassen und kämpfen dort trotz alter Vorurteile um ein Auskommen.
Nach verbreiteter Gelehrtenmeinung stammen die Gur von den Rashemi ab und haben sich im Lauf der Zeit mit anderen Völkern vermischt. Sie sprechen untereinander einen alten Dialekt des Rashemi und verwenden für die Schrift das Thorass-Alphabet; gegenüber Nicht-Gur sprechen sie meist Chondathan. Viele Gur gelten als begabte Seher und Wahrsager und verehren neben Selûne häufig auch Savras.

Halruaaner

Als Netheril fiel, flohen viele seiner Bewohner vor den Phaerimm nach Westen, doch eine andere Gruppe unter Führung des Erzmagiers Raumark entkam mit großen Flugschiffen nach Süden. Diese Flüchtlinge ließen sich im geschützten Becken von Halruaa nieder und vermischten sich dort mit der kleinen einheimischen Bevölkerung der Tashalaner. Aus dieser Verbindung entstand das magiebasierte Reich Halruaa, das bewusst die Fehler seiner nesserischen Vorfahren vermeiden wollte.
Die halruaanische Sprache ist im Kern ein moderner Dialekt des alten Netherese; auch das drakonische Alphabet blieb in Gebrauch. Religiös verschob sich die Tradition der Region im Laufe der Zeit vom nesserischen Pantheon hin zu Göttern wie Mystra und Azuth, daneben in geringerem Maß Savras und später Velsharoon. Eine kleine Gruppe von Leira-Verehrern wanderte früh nach Nimbral aus, doch die Beziehungen zwischen Halruaa und Nimbral blieben insgesamt selten und locker.

Imaskari

Die Imaskari sind die sagenumwobenen Bewohner eines Reiches, dessen Länder heute im Raurin und in den Ebenen des Purpurnen Staubes untergegangen sind. Ihr Imperium war für seine mächtigen Magier und für die Errichtung großer Portale zu anderen Welten berüchtigt, über die sie zahllose Sklaven herbeischafften. Über ihre Kultur ist nur wenig sicher überliefert; bekannt ist vor allem, was ihre Nachfolger und Gegner an Fragmenten bewahrt haben.
Die Imaskari sprachen Roushoum, eine Ursprache, aus der später unter anderem Durpari, Teile der raurischen Sprachfamilie, Raumvira und verschiedene tuiganische Dialekte hervorgingen. Ihre Schrift ist längst außer Gebrauch und findet sich heute nur noch auf alten Artefakten und in den Ruinen ihres Reiches.

Lantanner

Die Lantanner leben auf den Inseln Lantan, Suj und Orlil vor der nordwestlichen Küste der chultischen Halbinsel. Sie sind für ihre großen grünen Augen, ihr kupferfarbenes Haar und ihre pergamentfarbene Haut bekannt und werden außerhalb ihrer Heimat selten gesehen, meist nur an Bord von Handelsschiffen. Ihr Handelsnetz reicht entlang der Küsten der Spurlosen See, der Glänzenden See und der Großen See bis in entferntere Länder.
Sie sprechen Lantannisch und benutzen ebenfalls die Drakonische-Schrift. Da sie nicht als direkte Nachfahren Netherils gelten, vermuten einige Gelehrte, dass halruaanische oder nimbralische Händler dieses Alphabet nach Lantan brachten. Religiös steht Gond im Mittelpunkt des lantannischen Glaubens und manchmal wird ihnen sogar zugeschrieben, den Wundermacher in das Faerûnische Pantheon eingeführt zu haben.

Mazticer

Maztica liegt weit westlich von Faerûn, jenseits von Evermeet, und wird von den meisten Faerûniern pauschal als ein einziges Land betrachtet. Tatsächlich gibt es dort mehrere menschliche Ethnien: Azuposi, Hundemenschen, Grünvolk, Metahel, Nahopaca, Nexalans und Payits. Von diesen sind die Nexalans die einzige Gruppe, die dauerhaft nach Faerûn gelangte; daher sind alle dort lebenden Mazticer, die aus Maztica stammen, Sprecher des Nexalan.
Nexalans schreiben mit dem drakomischen Alphabet und gelten als vergleichsweise groß, schlank und von rötlich-bronzener Färbung, mit behaarungsarmen, kantigen Gesichtszügen. Ihre Kultur ist eng mit den Staaten Pezelac, Huacli, Kultaka und Nexal verbunden.

Narer

Die Narer sind die Nachkommen der Überlebenden der katastrophalen Zerstörung Narfells. Sie bestehen aus zahlreichen nomadischen Stämmen, die die trockenen Grasländer östlich der Giantspire Mountains und nördlich des Rawlinswood bewohnen. Körperlich sind sie meist klein, stämmig, dunkel gebräunt und tragen ihr langes, rabenschwarzes Haar häufig bis auf die Schultern.
Die Narer gehören zu den besten Reitern Faerûns und sind für ihre Zucht der schweren Nar-Pferde berühmt. Ihre alte Sprache Narfelli ist verschwunden; heute sprechen sie Damaran und nur wenig Handelssprache. Schriftkundigkeit ist selten, und wenn Narer schreiben, nutzen sie meist Dethek-Runen.

Nesserer

Die Nesserer gehören zu den bekanntesten Völkern der frühen Menschheitsgeschichte Faerûns. Das alte Netheril wurde im Jahr –3859 DR von dunkelhaarigen, hellhäutigen Menschen gegründet, die an den Ufern des Narrow Sea lebten, eines Gewässers, das heute unter den Sanden Anaurochs liegt. Zur Blütezeit umfasste Netheril ein riesiges Gebiet, darunter die unter Anauroch begrabenen Lande, Kolonien bis an die Trackless Sea und schwebende Städte über weiten Teilen des Kontinents.
Der Untergang kam schrittweise: Der Niedergang Low Netherils wurde vor allem durch die zermürbenden Zauber der Phaerimm beschleunigt, während der Zusammenbruch High Netherils mit Karsus’ verhängnisvollem Zauber verbunden ist. Aus den Überresten gingen mehrere Linien hervor, darunter die Bewohner der Moonsea-Region und die späteren Vaasans; außerdem überlebten wenige isolierte Nachfahren in Randgebieten und in den Schattenlanden. Netherese Traditionen, Sprachen und Nachfolgereiche prägen Faerûn bis in die Gegenwart hinein.

Raumviraner

Die Raumviraner stammen von den Bewohnern des alten Reiches Raumathar ab und haben nur noch wenig von dessen einstiger Größe bewahrt. Sie leben vor allem in der Region um den Lake of Mists und sind in ihrer körperlichen Erscheinung den Rashemi sehr ähnlich, was auf die lange enge Verbindung beider Völker hinweist. Raumviraner sind meist größer als ihre westlichen Nachbarn, zugleich aber kräftig gebaut, dunkeläugig und mit dichtem schwarzem Haar versehen; ihr hellerer Teint deutet auf altes Sossrim-Erbe hin.
Ihre Sprache ist Raumvira, die eng mit Rashemi, Zwergisch und einem nördlichen Dialekt des Imaskari verwandt ist. Geschrieben wird sie mit Dethek-Runen, die ihnen vor der Gründung Raumathars von den Siremun-Zwergen der Firepeaks vermittelt wurden.

Shaaraner

Die Grasländer der Shaar sind die Heimat nomadischer Stämme langgesichtiger, gelblich häutiger Menschen. Die östlichen Shaaraner gerieten einst unter die Herrschaft calishitischer Mächte, wurden später jedoch wieder in ihre nomadische Lebensweise zurückgedrängt. Andere Shaaraner siedelten sich entlang der Glänzenden See und des Sea of Steam an und gründeten oder prägten dort Reiche wie Lapaliiya und die ständig wechselnden Grenzkönigreiche. Auch die Bevölkerung von Sespech geht zu einem großen Teil auf Shaaraner zurück.
Shaaran wird mit Dethek-Runen geschrieben, die schon vor dem Aufstieg des Shoon-Imperiums von den Goldzwergenhändlern der Great Rift übernommen wurden. Ein eigenständiger shaaranischer Götterkreis ist kaum belegt; die überlieferte Kultur war stark von Oralität und der Assimilation durch mächtigere Nachbarn geprägt.

Shou

Die Shou sind eines der vielen Völker Kara-Turs und zugleich das zahlenmäßig bedeutendste und machtvollste. In ihrem Aussehen ähneln sie den Tuigan, mit gelblich-bronzener Haut, schwarzem Haar und breiten, flachen Gesichtszügen. Ihr Reich reichte in seiner Blüte weit nach Westen, bis an die östlichen Ufer des Brightstar Lake.
Heute erscheinen Shou-Händler westlich von Semphar nur noch selten, auch wenn ihr Kaiser eine Gesandtschaft in Elversult unterhält und ein schiffsähnliches Portal auf dem Sea of Fallen Stars nutzt. Religiös verehren die Shou die Celestial Bureaucracy und schreiben ihre Sprache mit dem drakonischen Alphabet.

Sossrim

Die Sossrim sind die Bewohner des fernen Sossal, eines kalten Landes zwischen Great Glacier und Great Ice Sea. Ihre Haut ist schneehell, ihr Haar silbern und fein wie Eiszapfen, wodurch sie sich vollständig an ihre arktische Umwelt angepasst haben. Sie sprechen Damaran und benutzen Dethek-Runen.
Religiös verehren sie meist die Götter des Faerûnischen Pantheons, wobei ein vergleichsweise milder Aspekt Aurils besonders verbreitet ist. Historisch kämpften sie während der Orcgate-Kriege an der Seite von Mulhorand, Raumviranern und Rashemi und bewahrten danach lange ihre Eigenständigkeit.

Tashaler

Die ursprünglichen Stämme der chultischen Halbinsel, heute als Tashaler bekannt, waren einst der saurischen Schöpfer-Rasse unterworfen. Nach dem Zusammenbruch dieser Zivilisation erlangten sie ihre Freiheit zurück, doch ein Teil der Bevölkerung begann die Schlangen zu verehren, denen sie einst gedient hatte, was den Aufstieg der Yuan-Ti begünstigte. Andere wandten sich von ihren alten Herren ab und gründeten eigene Reiche zwischen der Shining Sea und der Great Sea.
Heute ist tashalische Kultur vor allem auf die Mitte der chultischen Halbinsel und die Insel Tharsult konzentriert. Tashalans sprechen Tashalan und verwenden das Dethek-Alphabet; religiös verehren sie sowohl das Faerûnische Pantheon als auch die Götter der Yuan-Ti, wobei Talona und Savras besonders prominent sind.

Tuiganer

Die Tuigan sind die nomadischen Stämme der Endless Wastes und der Qoya-Wüste; der Name bezeichnet ursprünglich nur einen der größeren Stämme, wurde aber auf die gesamte Gruppe übertragen. Sie stammen aus den Steppen östlich von Faerûn und Kara-Tur und sind für ihre Reitkunst, ihre militärische Schlagkraft und ihre mobile Lebensweise bekannt. In älteren Darstellungen erscheinen sie oft als kriegerisch und schwer zu befrieden, aber auch als fähig, sich unter einer starken Führung schnell zu einer ernsthaften Macht zu vereinen.
Tuiganische Dialekte sind regional verschieden und enthalten Einflüsse aus Shou-, Raumviran- und Imaskari-Sprachen. Die Stämme benutzen seit langem das Thorass-Alphabet, das über Händler aus dem Osten nach Faerûn gelangte. In ihren religiösen Vorstellungen spielen Akadi, Gruumbar und mehrere Tier-Totems, vor allem Pferd und Tiger, eine Rolle.

Turami

Die Turami stammen von den alten Bewohnern der südlichen Küsten des Sea of Fallen Stars ab. Als die Mulan nach Westen zogen, wurden die Turami entlang der Küste verdrängt, bis sie in den Raum des heutigen Turmish ausweichen konnten. Körperlich sind sie meist groß und muskulös, mit dunkler Mahagonihaut, flachen Gesichtszügen und lockigem Haar. Heute bilden sie die Hauptbevölkerung Turmishs und kleinere Minderheiten in Chessenta, Unther und Mulhorand.
Sie sprechen Turmic und übernahmen das Thorass-Alphabet von calishitischen und chondathanischen Händlern. Ein eigenständiger turamischer Götterkreis ist historisch nicht belegt; verehrt wird überwiegend das Faerûnische Pantheon.

Ulutiun

Die Ulutiun leben seit Langem in den polaren Regionen Faerûns, stammen aber eigentlich von Migranten aus den nördlichen Gebieten Kara-Turs ab, die vor Jahrtausenden über die Polkappe nach Westen zogen. Sie sind kurz gewachsen, dunkelhaarig, breitgesichtig und hellbraun. Ihre Sprache heißt Uluik und erhielt erst in jüngerer Zeit eine Schriftform auf Grundlage des Thorass-Alphabets.
Die Ulutiun gliedern sich in mehrere Gruppen. Die westlichen Ice Hunters sind vermutlich älter als die Ankunft von Netheresen und Illuskern; sie verehren Naturgeister und werden von Schamanen geführt. Die östlichen Gruppen am Great Glacier tragen andere Stammesnamen und bevorzugen robuste Fellrüstungen sowie Waffen, die für Jagd und Raubzug in arktischer Umgebung geeignet sind.

Vaasaner

Die Vaasans gehen auf zwei Wanderungswellen zurück, die sich in der Moonsea-Region niederließen. Zunächst kamen Flüchtlinge aus den Netherese-Nachfolgestaaten Asram, Anauria und Hlondath und gründeten Reiche wie Teshar, Yûlash und Northkeep. Später kamen chondathanische Siedler aus Sembia, den Dalelands und dem Vast hinzu und prägten die Stadtstaaten der Region maßgeblich. Vaasa selbst wurde erst später vom Mondsee-Gebiet aus besiedelt, nachdem sich der Great Glacier zurückzog.
Vaasans sind meist hell- bis olivhäutig, dunkelhaarig und bärtig. Sie sprechen Damaran und schreiben mit Dethek-Runen; religiös verehren sie vor allem die Götter des Faerûnischen Pantheons, mit besonderer Betonung auf Bane sowie, in geringerem Maß, Cyric und Auril.

Zakharaner

Zakhara liegt weit südöstlich von Faerûn und wird als eigener Kontinent betrachtet, auch wenn es geographisch mit den anderen Großregionen verbunden ist. Die Zakharaner sind eher klein gewachsen, braunhäutig und dunkelhaarig und sprechen Midani. Im Land des Schicksals selbst sieht man sie außerhalb ihrer Heimat nur selten, doch in den südlichsten Teilen Faerûns sind zakharanische Händler nicht ungewöhnlich.
Mindestens zwei zakharanische Gruppen gelangten über Portale nach Faerûn und sind dort heute in größerer Zahl als die übrigen anzutreffen: die Bedine und die Calishiten.

Quelle

  • Races of Faerûn
  • Player’s Guide to Faerûn

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