Aasimar

Aus Rivinpedia
Version vom 29. April 2026, 15:51 Uhr von Jiaoshou (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aasimar

Zweitname
Heimatregion Mulhorand, Unther, Schachenta
Größe ♂ 152 cm bis 198 cm
♀ 140 cm bis 185 cm
Gewicht ♂ 56 kg bis 127 kg
♀40 kg bis 111 kg
Lebensspanne meist bis zu 80 Jahre
Hautfarbe Blass bis Dunkelbraun, Smaragdgrün, Gold, Silber
Haarfarbe Rot, Blond, Braun, Schwarz, Silber
Augenfarbe Pupillenloses blasses Weiß, Gold, Grau, Topasfarben
Merkmale Menschlicher Körperbau, celestische Abstammung
Bevorzugte Klasse Paladin
Sprache Handelssprache, Sprache der Heimatregion
Zweitsprachen Celestisch, jede
Häufige Gesinnung
RG NG CG
RN N CN
RB NB CB


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Aasimar sind Träger eines außergewöhnlichen Erbes, das auf himmlische Wesen oder sogar direkte göttliche Einflüsse zurückgeht. In ihnen manifestiert sich eine seltene Verbindung zu den Kräften des Guten, die ihnen sowohl große Möglichkeiten als auch erhebliche Lasten auferlegt. Viele Aasimar tragen ein natürliches Leuchten oder eine besondere Ausstrahlung in sich, die sie von gewöhnlichen Sterblichen unterscheidet und sie für andere sofort als „anders“ erkennbar macht. Diese Andersartigkeit führt nicht selten dazu, dass sie in konservativen oder von Aberglauben geprägten Gemeinschaften auf Misstrauen, Ablehnung oder offene Feindseligkeit stoßen. Unter solchen Bedingungen kann es vorkommen, dass ein Aasimar den Glauben an sein eigenes Ideal verliert und einen dunkleren Weg einschlägt.

Die Herkunft der Aasimar liegt in der Verbindung von Menschen mit Wesen aus den himmlischen Ebenen, insbesondere mit sogenannten guten Externaren. Dazu zählen unter anderem Celestische Wesen, Couatl, Lillend oder auch Diener und Manifestationen wohlwollender Gottheiten. In manchen Fällen nehmen diese Wesen mithilfe von Magie eine sterbliche Form an, um überhaupt mit Menschen Nachkommen zeugen zu können. Auch wenn es gelegentlich Berichte über ähnliche Blutlinien bei anderen Völkern gibt, gelten diese Mischformen nicht als echte Aasimar im klassischen Sinn der Reiche.

Aasimar erscheinen äußerlich meist menschlich, tragen jedoch fast immer ein auffälliges Merkmal, das ihre außergewöhnliche Abstammung verrät. Diese Merkmale sind individuell verschieden, folgen jedoch häufig bestimmten archetypischen Ausprägungen:

  • goldene Augen
  • silbernes Haar
  • smaragdfarbene Haut
  • Federn an den Schultern
  • Federn im Haar
  • perlmuttschillernde Augen
  • kräftig schallende Stimme
  • glänzende topasfarbene Augen
  • silberne oder goldene Haut
  • schillernde Schuppen an kleinen Hautpartien

Aasimar sind sich bewusst, dass sie besonders sind, selbst wenn sie ihre wahre Herkunft nicht kennen. Viele Aasimar aus einer aussetzenden Blutlinie wissen nicht einmal, welches Geschöpf ihre Linie ursprünglich hervorgebracht hat. Zwei Aasimar aus derselben Blutlinie haben häufig dieselben charakteristischen Merkmale.

Volkseigenschaften

  • Veränderung der Attribute: +2 Weisheit, +2 Charisma.
  • Dunkelsicht: Aasimar können im Dunkeln bis zu 18 Meter weit sehen.
  • Celestische Resistenz: Säure-, Kälte- und Elektrizitätsresistenz 5.
  • Zauberähnliche Fähigkeiten:
    • Licht als Hexenmeister der gleichen Stufe (Einmal pro Tag)
  • Scharfe Sinne: +2 auf Lauschen- und Entdeckenwürfe.
  • Stufenanpassung +1

Geschichte

Die Ursprünge der Aasimar in Faerûn sind eng mit den direkten Eingriffen der Götter in die Welt der Sterblichen verknüpft. Insbesondere in Mulhorand, wo Gottheiten einst in körperlicher Form wandelten, kam es zu Verbindungen zwischen göttlichen Wesen und Menschen. Aus diesen ersten Generationen entstanden mächtige Blutlinien, deren Nachkommen über die Jahrhunderte hinweg immer stärker "verwässerten", ohne jedoch ihre himmlische Prägung ganz zu verlieren. So entwickelten sich die Aasimar als entfernte Erben dieser Verbindungen. Mit der Zeit verbreiteten sie sich über Faerûn, oft ohne Kenntnis ihrer eigenen Herkunft, wobei Regionen nahe Mulhorand bis heute eine (vergleichsweise!) hohe Zahl solcher Geburten aufweisen.

Anschauungen

Aasimar wachsen häufig mit einem Gefühl der Distanz zu ihrer Umgebung auf. Selbst wenn sie äußerlich kaum von Menschen zu unterscheiden sind, nehmen andere ihre Andersartigkeit instinktiv wahr. Diese subtile Fremdheit führt oft zu Misstrauen oder überzogenen Erwartungen. Viele Aasimar reagieren darauf mit Zurückhaltung und innerer Disziplin, während andere bewusst versuchen, den Idealen gerecht zu werden, die man mit ihrer Herkunft verbindet.
Ihr angeborenes Gespür für Moral und Gerechtigkeit lenkt viele von ihnen auf einen tugendhaften Pfad, doch dieser Weg ist keineswegs vorbestimmt. Während manche Aasimar versuchen, als Vorbilder zu leben, empfinden andere den ständigen Druck als Last. Gerade jene, die Ablehnung oder Ungerechtigkeit erfahren haben, können sich von ihrem ursprünglichen Ideal entfernen und sogar ins Gegenteil verkehren. In solchen Fällen wird ihre Gabe zu einer gefährlichen Verzerrung ihres eigentlichen Potenzials.
Viele Aasimar empfinden eine stille Bewunderung für celestische Wesen, verbunden mit dem Wunsch, ihrer Herkunft gerecht zu werden. Einige berichten sogar von Visionen oder Eingebungen, die sie als Führung durch ihre Ahnen deuten.

Aasimar Klassen- und Rollenwahl

Aasimar fühlen sich oft zu Aufgaben berufen, die mit Schutz, Glauben oder moralischer Verantwortung verbunden sind. Daher wählen viele von ihnen Laufbahnen wie Kleriker oder Paladine, in denen sie ihre innere Überzeugung in konkrete Taten umsetzen können. Andere wiederum drücken ihre besondere Wahrnehmung durch Kunst und Musik aus und werden zu einfühlsamen Barden. In seltenen Fällen zieht es Aasimar in die Abgeschiedenheit der Natur, wo sie als Druiden oder Waldläufer wirken.
Bevorzugte Klasse: Paladin. Der innere Drang, gegen Unrecht vorzugehen, ist bei vielen Aasimar stark ausgeprägt.
Prestigeklassen: Gotteskrieger, Göttliche Schüler und Oberpriester gehören zu den häufigsten weiterführenden Wegen.

Aasimar Gesellschaft

Aasimar existieren selten in größeren Gemeinschaften. Ihre Entstehung ist unregelmäßig und unabhängig voneinander, weshalb sie meist vereinzelt unter anderen Völkern aufwachsen. Begegnungen zwischen Aasimar sind daher selten, aber oft von einem sofortigen, wortlosen Verständnis geprägt.
Mangels einer eigenen Kultur orientieren sich die meisten an der Gesellschaft, in der sie leben. Dennoch entsteht bei vielen das Gefühl, weder vollständig dazuzugehören noch völlig getrennt zu sein. In seltenen Fällen bilden sich lose Netzwerke oder Zufluchtsorte, an denen Aasimar Unterstützung finden oder Informationen über ihresgleichen austauschen.
Würde sich jemals eine eigenständige aasimarische Gemeinschaft etablieren, wäre sie vermutlich stark von Idealen wie Mitgefühl, Ordnung und dem Schutz der Schwachen geprägt.

Sprache und Bildung

Aasimar wachsen in der Regel mit den Sprachen ihrer Umgebung auf und übernehmen die kulturellen Gepflogenheiten ihrer Herkunftsregion. Eine eigene Sprache besitzen sie nicht. Allerdings entwickeln viele von ihnen ein Interesse an Celestisch, insbesondere wenn sie mehr über ihre Abstammung erfahren.
Bildung ist unter Aasimar weit verbreitet, da viele von ihnen eine natürliche Neigung zu Wissen und Verständnis besitzen. Ausnahmen bilden lediglich jene, die bewusst ein einfacheres oder naturverbundenes Leben führen.

Aasimar Magie und Wissen

Obwohl Aasimar keine eigene magische Tradition besitzen, zeigt sich ihre Herkunft in einer natürlichen Affinität zu göttlicher Magie. Viele bevorzugen Zauber, die Heilung, Schutz oder das Zurückdrängen finsterer Kräfte ermöglichen. In seltenen Fällen gelingt es ihnen, direkten Kontakt zu celestischen Wesen aufzunehmen und von diesen verborgenes Wissen zu erlangen, das sie meist mit großer Sorgfalt bewahren.

Aasimar Götter

Die religiösen Überzeugungen eines Aasimar richten sich häufig nach seiner Herkunft oder den Einflüssen seines Umfelds. Viele fühlen sich zu jenen Gottheiten hingezogen, die mit Licht, Ordnung und Schutz assoziiert werden. In Regionen wie Mulhorand ist die Bindung an das dortige Pantheon besonders stark ausgeprägt, während Aasimar in anderen Teilen Faerûns lokale oder persönlich passende Gottheiten verehren.
Einige Aasimar empfinden zudem eine direkte Verbindung zu ihrem himmlischen Ursprung und sehen ihre Existenz selbst als Teil eines größeren göttlichen Plans.

Beziehungen zu anderen Völkern

Aasimar bewegen sich oft zwischen den Welten. Gegenüber Menschen fühlen sie sich zugleich verbunden und entfremdet. Am ehesten finden sie Verständnis bei anderen Wesen gemischter Herkunft, insbesondere bei Halbelfen und Halborks, die ähnliche Erfahrungen des Dazwischenstehens teilen.
Die langlebigen Völker wie Elfen oder Zwerge begegnen ihnen meist mit Akzeptanz, ohne jedoch eine besondere Bindung zu entwickeln. Genasi erscheinen vielen Aasimar als zu fremdartig, um eine tiefere Verbindung aufzubauen.
Ein besonders angespanntes Verhältnis besteht häufig zu Tieflingen. Beide tragen das Erbe andersweltiger Mächte in sich, doch während Aasimar sich dem Licht verbunden fühlen, sehen sie in Tieflingen oft eine Spiegelung dessen, was sie selbst hätten werden können.

Aasimar Ausrüstung

In ihrer Ausrüstung unterscheiden sich Aasimar kaum von anderen Völkern ihrer Umgebung. Allerdings bevorzugen viele Waffen und Gegenstände, die symbolisch oder tatsächlich dem Kampf gegen das Böse dienen, insbesondere solche mit der Eigenschaft Heilig.

Tiere und Haustiere

Aasimar haben keine einheitlichen Vorlieben für bestimmte Tiere, da sie in unterschiedlichen Kulturen aufwachsen. Dennoch berichten viele von einer ungewöhnlich schnellen Akzeptanz durch Tiere, insbesondere solche mit einer Verbindung zu höheren Ebenen. In manchen Fällen zeigen sich sogar instinktive Bindungen zu bestimmten Tierarten, die mit ihrer Abstammung in Zusammenhang stehen könnten.

Quelle

  • Races of Faerûn, S. 112 - 114
Meine Werkzeuge