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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 15:34 
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Menschen sind aber nicht so wie das Gesinnungssystem uns das erzählen möchte, weil Menschen sehr inkonsequente Wesen sind.

Und die These, das jeder Anhänger von Mask Leuten im Schlaf die Kehle durchschneiden würde ist extrem gewagt. Mask ist der Gott der Diebe, nicht der Gott des Mordes und er ist es auch nie gewesen. Jeder Akt der Aneignung fremden Eigentums ohne den Konsens des Eigentümers ist ein Dienst an Mask (im Gegensatz zum Schwarzmarkt, der Waukeens Domäne ist weil der Handel hier von beiden Seiten gewollt ist) und das gilt auch für den guten Robin Hood.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 15:39 
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Zitat:
ganz klar böse.


Hier fängt es doch schon an.
Was ist das, "ganz klar böse?"

Es klingt, als gebe es das "Böse" an sich, überschaubar, klar abgetrennt und in sich schlüssig.
Doch ist dem nicht so.
Die Qualität, wie Mask vorgeht, ist nicht so binär zu beantworten und hängt stark von dem ab, der sich die Frage stellt.

Ein Tyrkleriker wird wohl Mask, Cyric und Bane alle über einen Kamm scheren als Feinde der wahren Ordnung und ihnen ihren Stempel verpassen.
Ein Diener Shars wird zu Mask, Cyric und Bane ein völlig differenziertes Bild haben, da er nicht durch die "gute Brille" schauen muss.

Was ich damit sagen möchte:
wie so oft bei Gesinnungen ist die Bandbreite, was gut oder böse ist, enorm. Ja, selbst bei einer klaren Gesinnung, zB neutral böse, kann da alles Mögliche darunter fallen.
Ich habe bei dir den Eindruck, dass du die bösen Götter auch ein wenig mit der guten Brille (Lathanders?) siehst und damit keine klare Trennung möglich ist.
Überleg dir mal, von wieviel Fanatismus und Eifer ein Sharit oder ein Baneit getrieben ist. Nun überlege dir, wieviel Fanatismus und Eifer ein Maskarraner besitzen muss?
Der skrupellose Meuchelmörder wird wohl NB sein. Aber nicht jeder Anhänger Masks ruft zu Attentaten auf. Es soll auch eher diebisch geprägte Diener Masks geben. Müssen diese nun zwangsläufig böse sein?

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 15:45 
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Ein Priester ist eine religiöse Amtsperson, Teil der klerikalen Hierarchie der jeweiligen Glaubensgemeinschaft und kein Laie. Die jeweils in diesem Zusammenhang akzeptierten Professionen bzw. Ausrichtungen unterscheiden sich von Klerus zu Klerus.

Zur Frage des Paladins: Der ist bei uns stets rechtschaffen gut. Eine Variante, die in den Reichen häufiger anzutreffen ist, wäre der sogenannte "Kreuzritter", für den es in der dritten Edition jedoch keine eigene offizielle Klasse gibt (zumindest im P&P ist die Konversion jedoch sehr leicht), wenn man von der Variante in "Tome of Battle" absieht, die allerdings ein Subsystem ins Regelwerk integriert.

Allgemein sollte man das Gesinnungssystem nicht als Maß aller Dinge überhöhen, es teilt die möglichen Weltanschauungen in neun verschiedene Kategorien, deren Aufgabe eine regeltechnische ist, nämlich die Festlegung der Auswirkungen gesinnungsabhängiger Zauber und Effekte. Innerhalb dieser Kategorien gibt es immer noch viele Varianten, die sich schlicht aus der Persönlichkeitsstruktur und dem jeweiligen Moralkodex ergeben. In der Literatur finden sie unter anderem deshalb Verwendung, weil die Angabe eine grobe Einschätzung erlaubt, welche Weltanschauung ein NSC hat oder welche innerhalb einer Organisation repräsentiert sind.

Es erfüllt mich mit Unverständnis, mit welcher Engstirnigkeit hier teilweise bezüglich der Gesinnungen argumentiert wird, auch wenn passende Konzepte jeweils skizziert werden. Bei einem Konzept, das auf den "Speciality Priests" beruht, hätte das seine Richtigkeit, da diese, wenn vorhanden, die "Kerngruppe" eines Klerus bilden und damit immer die Hauptströmung repräsentieren - dort ist die Gesinnung daher zumeist klar auf eine festgelegt. Abseits davon gibt es in den Glaubensgemeinschaften der Reiche allerdings jede Menge Vielfalt, gerade in den großen Kirchen, in denen sich Flügel leichter herausbilden und etablieren als in kleinen Gemeinschaften.
Das ist keine exklusive Festlegung Rivins, sondern schlicht die Wiederherstellung der Settingsgegebenheiten, die bei Wizards of the Coast durch die im Umfang erheblich gekürzten Settingsveröffentlichungen zur dritten Edition unter den Tisch gefallen sind, was daran so markerschütternd sein soll, entzieht sich meinem Verständnis.

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Hauptcharakter - Gilavain Throasar Dlaerathem
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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 15:51 
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Kelindahr hat geschrieben:
Nicht immer muss ein (...) Gläubiger einen Gott zur gänze verehren sondern tut es indem er einen bestimmten Aspekt des Gottes verehrt.


dankö, jetzt hab ich endlich ein argument für mich, wie eve und ihre schutzgottheit überhaupt noch zusammenpassen können, nach all dem unsinn den sie wohl in seinen augen verzapft :)
(das und das er wohl eh über jeden anhänger glücklich sein muss den er noch hat ^^)

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:06 
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Beiträge: 1955
Vollführt Eve in ihrer Freizeit eigentlich auch die Riten?

Einen Kleriker zu spielen mag dem einen vielleicht interessant erscheinen, aber eigentlich steckt da noch eine ganze Menge mehr dahinter.

Die "bösen" Götter zum beispiel haben ja durchaus ihre ganzen Riten.
Die Gargaroskleriker die in Blut baden und es nicht abwaschen, eine Aurilklerikerin die einmal im Jahr ein Wesen mit einem Kältezauber umbringen muss, den Ritus der Enthüllung von Gargauth, der immerwährende Pakt Velsharoons bei dem einige intelligente gute Kreaturen geopfert werden müssen, die jagden Malars und natürlich die Feiertage von Tyrannos an denen Cyriker, Kinder, Paladine, Einhörner... geopfert werden.

Auch wenn ich mit den meisten dieser Glaubensrichtungen und ihrem Vorhandensein nicht vertraut bin sollte man sich dennoch fragen ob man nicht das ein oder andere Ritual seiner Kirche vergisst.

Ich habe sowieso das Gefühl das die Götter eher als Nebensache auf dem Server angesehen werden, ebenso wie die Religion in Realität.
Dabei ist es noch keine 20 Jahre her als die Götter frei auf Abeir Toril gewandelt sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:06 
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Die Gesinnung

Die Gesinnung gibt NICHT das Handeln eurer SC vor!

Die Gesinnung gibt das Motiv vor, aus denen heraus ihr so oder so handelt und die Gesinnung beinflusst, wie ihr Ereignisse einschätzt.

Folgende Aussage einem SL gegenüber ist einfach falsch: "Mein Char machte dies weil er diese oder jene Gesinnung hat."

Richtig ist: "Mein Charakter macht es hier und jetzt so und so, weil ich von seiner Gesinnung her dieses Motiv XYZ her ableite."

So kann z.B. jeder Char, egal welche Gesinnung, Liebe empfinden und zeigen ... nur wie er es tut, wie lange diese anhält und vor allem was er sich davon für sich verspricht sind teils grundverschieden.

Ebenso kann jeder Char, egal welcher Gesinnung, Brutalität zeigen ... nur in welchen Maße und wann und wo genau ist teils grundverschieden. Ebenso ob sich danach selber Vorwürfe macht oder nicht.

Und jeder Char, egal welcher Gesinnung, kann Gnade zeigen ... nur eben ob aus innersten Herzen heraus, aus Nächstenliebe oder eiskalter Berechnung heraus ... das beeinflusst seine Gesinnung mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:11 
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Die Gesinnung ist einfach nur ein Spiegel der wiedergibt wie ein Charakter sich bislang verhalten hat. Wer meint sich wegen eines bestimmten Verhaltenskodex', seiner Aufgabe als Priester oder sonstwegen eine bestimmte Gesinnung konstant halten zu müssen kann sich schnell in der Position fühlen es als Richtweiser zu benutzen. Für uns normalsterbliche gilt einfach das wir nach unseren Taten beurteilt werden.

Die Gesinnung meines Chars beeinflusst mich kein Stück, ich richte mich nach dem Hintergrundkonzept (der Vergangenheit meines Chars), den jüngsten Erlebnissen und Erfahrungen und handle gegebenen Falls situationsbedingt.

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Zuletzt geändert von Hoelper am Di 15. Jun 2010, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:11 
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DIe Gesinnung sagt garnichts über irgendwelche Motivationen aus...

Die Gesinnung zeigt nur an wie die Person sich zuletzt vermehrt verhalten hat, sie sagt garnichts darüber aus wie sich jemand in der Zukunft verhalten wird, sie ist ein Groberrichtwert wie eine Person sich verhalten könnte weil sie sich in der letzten Zeit eben so verhielt. Mehr ist es nicht.

Weder ist sie ein Dogma noch kann man irgendwas zukünftliches aus Ihr ableiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:20 
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Nintuta hat geschrieben:
[...]natürlich die Feiertage von Tyrannos an denen Cyriker, Kinder, Paladine, Einhörner... geopfert werden. [...]



Das haben wir keineswegs vergessen :D

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Viel Glück!
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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:23 
Das Böse ist in D&D keine Frage eines philosophischen Standpunktes, es sind real existierende Faktoren es gibt sogar bestimmte Zauber und Talente die nur gegen Böses wirken.

Was ist böse?
- Egoismus als Lebenseinstellung, im Sinne von sich nur um sich selbst zu kümmern, was auch beinhaltet sich um anderen zu kümmern wenn es nicht als Selbstzweck an sich gilt sondern dazu dient sich selbst Vorteile zu verschaffen
- Sich das Recht abzuleiten Schwächeren zu schaden nur weil sie schwächer sind als man selbst
- Sich das Recht abzuleiten Schwächere unterwerfen und über sie herrschen zu dürfen nur weil sie schwächer sind als man selbst
- Spaß und Freude daran zu haben anderen fühlenden Wesen zu schaden sie zu verletzten, zu töten, sie zu quälen oder zu foltern
- Das Meinung zu sein das der Zweck die Mittel heiligt
- Keinen Respekt/keine Achtung vor dem Leben/dem Wert/den Gefühlen/der Würde anderer Wesen zu haben
- Bösen Gottheit oder anderen von Natur aus bösen Wesen wie Dämonen, Teufeln, roten Drachen zu helfen

Was ist gut?
- Altruismus als Lebenseinstellung, im Sinne von sich aktiv für andere einzusetzen aber nicht um sich selbst Vorteile zu verschaffen sondern als Selbstzweck an sich
- Die Schwächeren als Stärkerer zu schützen anstatt ihnen zu schaden als Selbstzweck an sich
- Sich das Recht abzuleiten das Böse im Zaun zu halten und zu beherrschen wenn nötig damit es niemandem schaden kann
- Spaß und Freude daran zu haben anderen fühlenden Wesen zu helfen, sie zu heilen und ihre Leiden zu lindern
- Liebe und Freundschaft zu verbreiten
- Den Zweck niemals die Mittel heiligen zu lassen
- Grundsätzlichen Respekt/Achtung vor dem Leben/dem Wert/den Gefühlen/der Würde anderer Wesen zu haben
- Guten Gottheiten oder anderen von Natur aus guten Wesen zu helfen

Natürlich kann es auch vorkommen dass ein guter Charakter böse handelt oder ein böser Charakter gut, aber dann verschiebt sich in der Regel auch die Gesinnung.
Und neutrale Charakter liegen in den meisten Fällen irgendwo dazwischen in ihrem handeln und denken.

Edit: Und die Gesinnung sagt sehr wohl etwas über die Motivation aus und nicht über die Handlung, sonst würde ein Cyrik Anhänger der permanent lügt und anderen hilft damit man ein falsches Bild von ihm bekommt irgendwann gut, das wird er aber nicht weil seine Motivation anderen zu helfen darin liegt dieses falsche Bild aufrecht zu erhalten.


Zuletzt geändert von Angelus am Di 15. Jun 2010, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:25 
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BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:27 
Kelindahr hat geschrieben:
Was ist Dazwischen?


Die neutralen Gesinnungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:28 
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Entschuldige, aber das ist mir alles zu Schwarz und Weiß und wird der Persöhnlichkeit eines Menschen in keiner Weise auch nur ansatzweise gerecht.

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BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:35 
Kelindahr hat geschrieben:
Entschuldige, aber das ist mir alles zu Schwarz und Weiß und wird der Persöhnlichkeit eines Menschen in keiner Weise auch nur ansatzweise gerecht.


Wie gesagt, manchmal handeln Charaktere mit guter Gesinnung auch böse und umgekehrt, dazu noch die Achse von chaotisch und rechtschaffend und man hat eine komplexe Persönlichkeit.

Die Gesinnung gibt aber, unabhängig einzelnen Handlungen, einen konkreten Kern der Persönlichkeit des Charakters wieder, daher verändert sich eine Gesinnung auch in der Regel nicht durch nur eine Tat, sondern wenn Stück für Stück, so wie sich auch die Charaktere von Menschen meist Stück für Stück verändern und nicht vollständig auf einen Schlag.

Also ich finde das mit dem System ziemlich gut dargestellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:37 
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Das führt jetzt etwas zu weit, dass es extrem gutes und extrem böses eigentlich nicht gibt, sollte bekannt sein, in der klassischen Fantasy werden diese Extreme jedoch als existent betrachtet und die Hinwendung zu ihnen bildet sich im Regelfall im Gesinnungssystem ab. Das System ist dabei notwendigerweise vereinfachend, da es einen Regelmechanismus mit den benötigten Daten füttert und kein differenziertes Persönlichkeitsbild wiedergeben soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:44 
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Nintuta hat geschrieben:
Vollführt Eve in ihrer Freizeit eigentlich auch die Riten?


manche der "alltäglicheren" durchaus; sprich die auf dem schlachtfeld.
was die "interessanteren" riten angeht: der anblick wird uns wohl zum glück erspart bleiben solange kein tempel / schrein in der nähe gebaut wird, oder (woher auch immer) plötzlich 6 andere anhänger in rivin auftauchen ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:46 
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Zitat:
Entschuldige, aber das ist mir alles zu Schwarz und Weiß und wird der Persöhnlichkeit eines Menschen in keiner Weise auch nur ansatzweise gerecht.

Deshalb neigen die Menschen auch in der masse stark zu NN :mrgreen:
Im grunde kann ich in der frage aber tarpa nur lebhaft zustimmen:
Zitat:
Das führt jetzt etwas zu weit, dass es extrem gutes und extrem böses eigentlich nicht gibt, sollte bekannt sein, in der klassischen Fantasy werden diese Extreme jedoch als existent betrachtet und die Hinwendung zu ihnen bildet sich im Regelfall im Gesinnungssystem ab. Das System ist dabei notwendigerweise vereinfachend, da es einen Regelmechanismus mit den benötigten Daten füttert und kein differenziertes Persönlichkeitsbild wiedergeben soll.





Zitat:
Ich habe sowieso das Gefühl das die Götter eher als Nebensache auf dem Server angesehen werden, ebenso wie die Religion in Realität.
Dabei ist es noch keine 20 Jahre her als die Götter frei auf Abeir Toril gewandelt sind.

Amen

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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 16:53 
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Angelus hat geschrieben:
Das Böse ist in D&D keine Frage eines philosophischen Standpunktes, es sind real existierende Faktoren es gibt sogar bestimmte Zauber und Talente die nur gegen Böses wirken.

Was ist böse?
- Egoismus als Lebenseinstellung, im Sinne von sich nur um sich selbst zu kümmern, was auch beinhaltet sich um anderen zu kümmern wenn es nicht als Selbstzweck an sich gilt sondern dazu dient sich selbst Vorteile zu verschaffen
- Sich das Recht abzuleiten Schwächeren zu schaden nur weil sie schwächer sind als man selbst
- Sich das Recht abzuleiten Schwächere unterwerfen und über sie herrschen zu dürfen nur weil sie schwächer sind als man selbst
- Spaß und Freude daran zu haben anderen fühlenden Wesen zu schaden sie zu verletzten, zu töten, sie zu quälen oder zu foltern
- Das Meinung zu sein das der Zweck die Mittel heiligt
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Was ist gut?
- Altruismus als Lebenseinstellung, im Sinne von sich aktiv für andere einzusetzen aber nicht um sich selbst Vorteile zu verschaffen sondern als Selbstzweck an sich
- Die Schwächeren als Stärkerer zu schützen anstatt ihnen zu schaden als Selbstzweck an sich
- Sich das Recht abzuleiten das Böse im Zaun zu halten und zu beherrschen wenn nötig damit es niemandem schaden kann
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Natürlich kann es auch vorkommen dass ein guter Charakter böse handelt oder ein böser Charakter gut, aber dann verschiebt sich in der Regel auch die Gesinnung.
Und neutrale Charakter liegen in den meisten Fällen irgendwo dazwischen in ihrem handeln und denken.

Edit: Und die Gesinnung sagt sehr wohl etwas über die Motivation aus und nicht über die Handlung, sonst würde ein Cyrik Anhänger der permanent lügt und anderen hilft damit man ein falsches Bild von ihm bekommt irgendwann gut, das wird er aber nicht weil seine Motivation anderen zu helfen darin liegt dieses falsche Bild aufrecht zu erhalten.


Deine Beschreibungen sind im Grundsatz korrekt, stellen jedoch lediglich die extremen Variationen der bezeichneten Gesinnungen dar. Ein Charakter stellt zuerst ein Individuum dar, aus dessen Motiven, Perspektiven und Handlungen sich in der Summe die Gesinnung ableitet. Ein Charakter mit einer bösen Gesinnung empfindet nicht zwangsläufig Freude an der Folterung, oder den Qualen eines anderen Lebewesens, bekämpft unter Umständen sogar andere böse Wesen und Charaktere. Er muss nicht einmal egoistische Beweggründe haben, vor allem bösartige Fanatiker könnten sogar aus einem verblendeten Standtpunkt heraus zu der Ansicht gelangt sein, dass ihre Handlungen einem höheren, möglicherweise sogar gut gemeintem Zweck dienlich sind, der einzelne Opfer rechtfertigt.

Im umgekehrten Falle ist es ebenfalls denkbar, dass ein guter Charakter zu dem Schluß kommt, dass der Zweck die Mittel heiligt. Du beschreibst dies selbst bereits mit der Aussage:
Zitat:
Sich das Recht abzuleiten das Böse im Zaun zu halten und zu beherrschen wenn nötig damit es niemandem schaden kann.

Denn hier entsteht die entscheidene Frage, welche Mittel gerechtfertigt sind, um das Böse im Zaum zu halten, und zu beherrschen, damit es niemandem schadet. Und begonnen mit dem bösen Kreaturen, könnte ein guter Charakter eines Tages entscheiden, aus anfänglich guten Motivationen, dass es im Sinne einer positiven Weltordnung ist, alle Wesen zu beherrschen und zu kontrollieren, damit sie garnicht erst bösartige Handlungen begehen können. Relativ schnell wird ein Charakter mit guter Gesinnung hier zum Tyrann, der anderen Wesen seine Moralvorstellungen mit allen Mitteln aufzwängt, sich eines Tages sogar dazu entschließt, dass einzelne Opfer gerechtfertigt sind, schließlich dienen sie dazu, die Macht aufrecht zu erhalten und damit die postive Weltordnung zu erhalten.

Ohne es selbst zu bemerken, wird der gute Charakter, der niemals bösartige Absichten hegte, hier selbst zu einem schlimmeren Tyrann, als jeder Charakter mit egoistischen Beweggründen, eine Entwicklung, die sich früher oder später auch in seiner Gesinnung niederschlagen wird, die dann zum Bösen tendieren muss. Und der gute Charakter wird selbst bis zum Schluß dem Glauben folgen, dass er immer noch dem Guten dient, obgleich er die gesamte Menschheit versklavt.

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~Shadow is a man who never loses his virginity - because he never loses.~


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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 17:02 
Mit der Aufzählung wollte ich nicht sagen das ein Charakter alle diese Punkte erfüllen muss, aber es sind Punkte an denen man sich orientieren kann, natürlich hat nicht jeder böse Charakter Spaß daran zu foltern, und natürlich kann in einer bestimmtem Situation auch für einen guten Charakter der Zweck die Mittel heiligen, aber wie gesagt...es geht um den Kern des Charakters bei der Gesinnung.

Das aus einer guten Motivation heraus Handlungen erfolgen können die zu einer bösen Gesinnung führen bezweifle ich ja gar nicht, gerade bei RG und CG Charakteren kann es passieren das diesen den fanatischen Glauben annehmen das nur die Ordnung bzw. nur das Chaos zum guten führen kann...dann beginnen sie Ordnung bzw. Chaos in den Mittelpunkt zu stellen und nicht mehr das Gute an sich und bewegen sich mit der Zeit immer weiter in Richtung RN bzw. CN, wenn für sie dann noch irgendwann der Zweck die Mittel heiligt geht es unter Umständen noch weiter in Richtung böse...


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 Betreff des Beitrags: Re: Klerikergesinnungen
BeitragVerfasst: Di 15. Jun 2010, 17:03 
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Registriert: Sa 28. Mär 2009, 11:17
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Zitat:
Ich habe sowieso das Gefühl das die Götter eher als Nebensache auf dem Server angesehen werden, ebenso wie die Religion in Realität.
Dabei ist es noch keine 20 Jahre her als die Götter frei auf Abeir Toril gewandelt sind.


Letzteres habe ich schon mehrmals gesagt. Deswegen spiele ich im Moment meinen Kleri nicht. Ich bin recht demotiviert wegen der Art und dem Umfang wie Kleriker bzw Priester in Rivin behandelt werden. Man will ihnen ausreden, ihren göttlichen Aufgaben nachzugehen. Das ist eine Dreistigkeit sondergleichen, muss ich mal sagen. Die Gilden mögen zwar gewisse Rechte haben, aber sich über die Götter stellen zu wollen, das geht deutlich zu weit. Es kann nicht sein, dass es den Leuten hier so egal ist, wenn man mehreren Spielern den Spielspaß an einem Char nimmt.

Wer Rechte haben will, sollte auch Pflichten in Kauf nehmen. Wer Vorteile möchte, sollte sich auch mit Nachteilen arrangieren. Dazu gehört auch, auf Dinge, die im Setting und in unserer Spielwelt nunmal existieren, einzugehen. Man sollte sie nicht einfach ignorieren, weil man keine Lust hat, sich damit auseinanderzusetzen oder weil sie ein lästiges Hindernis bei irgendwelchen Vorhaben sind.

Ich glaube, manche sind sich gar nicht darüber im Klaren, welchen Vorteil es auch bedeuten kann, wenn man die Unterstützung eienr Kirche hat. Immerhin sind die Diener eines Gottes die direkten Vertreter dessen auf Abeir Torils Boden. Es sollten viel mehr Leute sich mit der Bedeutung von Priestern und ihren Göttern auseinandersetzen.

Bis dahin bleibt mein Kleri auf Eis gelegt. Eher würde ich einen elfischen oder mehr Natur-orientierten Kleri spielen. Aber in Rivin selbst werden mir die Götter einfach viel zu sehr ignoriert. Es gehört einfach zum guten Ton im RP dazu, auch Instanzen wie Kirchen im RP aufzugreifen und auf sie zu reagieren, sie ins RP mit einzubeziehen. Ich würde mir wünschen, dass sich Spieler und SLs darüber Gedanken machen und das unterstützen würden. Immerhin will man ja selbst im RP auch selbst wahrgenommen und bei Zeiten unterstützt werden. ;)

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