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Der Traum von einem Kind zum Erwachsenen.
Die Vergangenheit.
Miras und Lucian waren Angeln an einem Fluß, irgendwo in der nähe Luskans. Beide hatten sie Feuerrotes Haar, das im Wind wild umher fiel.
„Hey Lu, ich glaube ich habe einen, ganz dicken Brocken!“
Miras Gesicht war von einem Lächeln geziert, endlich hatte er etwas am Haken und das vor den Augen seines älteren Bruders.
„lass die Sehne etwas lockerer, damit du ihm Spielraum gibst, und er dir nicht abreißt“
Lucian fixierte den Moment als Miras seinen Fang machte und staunte nicht schlecht, als er den Fang an land zog....
„so ein mist, es ist ja nur ein großer Ast, der sich an meinem Haken verfangen hat“
Miras Gesichtsausdruck war traurig und auch enttäuscht. Lucian hingegen musste auf einmal so herzhaft lachen, das er sich den bauch halten musste, der ihm schon wehtat. Er legte sich auf den Rücken breitete seine Arme auf der Wiese aus und hörte einfach nicht auf zu lachen.
Miras war kleiner und zierlicher als sein großer Bruder, doch das hielt ihn nicht ab, Lucian böse anzufunkeln.
„das ist gemein von dir Lu, ich wollte unbedingt auch mal einen Fisch fangen, Vater wäre stolz, wenn ich unser Abend Essen nachhause gebracht hätte“.
Lucian hörte langsam auf zu lachen und blickte seinen kleinen Bruder an, eigentlich tat es ihm wirklich leid, er hätte es Miras von herzen gegönnt.
„na was solls, Vater kommt bald nach Hause, wir sollten langsam Heim gehen“
„und was gibt es jetzt zu Essen?“
„keine Ahnung, ich glaube wir haben noch etwas Brot“
Dann gingen beide Richtung Haus, wo sie wohnten, doch bevor sie ankamen, begegneten sie vier jugendliche Wegelagerer. Der Sprecher von ihnen sah Lucian an und sprach:
„Hey du, du bist doch bei Delorians Bande, ihr wart in unserem Revier. Das duldet unser Boss nicht! Du wirst dafür bezahlen!“
Lucian sah kurz zu Miras und deutet mit einem deut an, das er verschwinden sollte.
„Los Miras, lauf zurück nach Hause, ich erledige das schon!“
„Aber Lu die sind zu viert, dass schaffst du nicht, ich werde dir helfen“
„nein lauf jetzt!“ Lucian nahm seine Angelrute und machte sich zum Kampf bereit, während Miras so schnell er nur konnte zurück nach Hause lief.
Eine Kerzenstunde später kam Lucian ebenfalls nachhause, doch er sah furchtbar aus. Blaue Flecken und schrammen zierten sein Gesicht und seinen Körper. Miras saß schon am Esstisch und stopfte sich ein stück Brot in sich hinein, ihre Mutter sah Lucian erbost an und schrie ihn an. Dann ging sie auf ihn zu und verpasste ihm eine zusätzliche tracht Prügel.
„Lucian, wie oft soll ich dir noch sagen, dass du dich nicht prügeln sollst, du bist ein tauge nichts, die Schande unserer Familie, ständig steckst du in Schwierigkeiten, ich schäme mich einen solchen Sohn zu haben!“
Lucian senke seinen Blick, und sagte für einen Moment nichts, eher dann doch die Worte ergriff.
„Ich werde gehen Mutter und nicht wiederkommen“
Seine Mutter war alles andere als erfreut darüber, sie sah ihn wütend und wollte ihn noch einmal schlagen, doch ihr wurde bewusst, dass er nicht mehr aushalten würde. Und beließ es bei ihren Worten.
„Wenn du jetzt das Haus verlässt, dann brauchst du wirklich nie wieder kommen! Wo willst du eigentlich hin, zu diesem Delorian!? Diesem Dieb!? Nichts als Ärger bringt er der Stadt und du willst genauso sein!? Komm dieser Familie nie wieder unter die Augen!“
Das waren die letzten Worte die er von seiner Mutter hörte, ehe er sich abwandte und sein Heim verließ.
Die Zukunft.
„Miras, mein Bruder. Ich habe einen Auftrag für dich.“
„Was soll ich tun, Lucian?“
„Ich will das du mir Kahris Herz bringst, ich brauche es, ich will es. Niemand ausser mir soll es haben.“
„Aber Lucian, dass kannst du doch nicht von mir verlangen, dass wäre ein weiterer Auftrag den ich niemals erledigen kann, wie soll ich das Herz von ihr, für dich erobern?“
Lucian sah ihn an und schrie ihn cholerisch und unkontrolliert an.
„tu es, du was ich dir sage, mach schon!“
Die Bilder sind verschwommen, nichts ist mehr klar zu sehen. Die Szene wechselt sich.
Miras und Lucian standen an einer Klippe, am Strand von Rivin. Der Wind tobte, es war stürmisch und es regnete, die Wellen waren unruhig und tobte mit dem Wind um die Wette. Vier Fuß vom Abgrund entfernt, Miras mit leichter beweglicher Kleidung und Lucian in einer schwarzen Rüstung, mit einem langen dunkelroten Umhang.
„Hast du mein Herz bekommen Miras?“
Miras sah ihn fassungslos und ängstlich an, er wusste nicht was er sagen sollte, sollte er Kahri überzeugen ihn zu lieben, oder wollte er das er ihr das herz herausschneidet? Er konnte sich bei Lucian einfach nicht sicher sein, er ist anders, so anders als früher.
„nein, ich ähh habe es nicht. Es ist auch nicht möglich“
Lucians Augen veränderten sich, die grünen Augen, die oft so kalt wirkten, wurden Reptilien artig, wie bei einer Schlange gelblich und die Puppillen formten sich zu schlitzen. Er griff Miras, mit einem festen Griff am Kragen und schleuderte ihn über die Klippe. Miras konnte sich im letzten Augenblick am Rand mit einer hand festhalten, es überraschte ihn, dass Lucian so weit gehen würde. Doch viel weiter darüber konnte er nicht nachdenken, er musste sich hochziehen.
„Bitte, Lucian....zieh mich wieder rauf. Ich werde es dir ganz sicher holen, ich verspreche es dir!“
Lucian ging zum Rand der Klippe und sah zu seinem Bruder hinunter, kalt. Die dunkle Rüstung und der Wind der ihm in den Rücken wehte so das sein Haar und Umhang leicht über den Abgrund flatterte, ließe es von einem Seitenprofil so aussehen, als Ob er damit Miras einschließen würde.
„Du hast versagt, ich brauche dich nicht mehr.“
Miras hielt sich mit letzter Kraft fest und sah zu ihm hinauf und schrie seine letzten Worte.
„Wir sind Brüder, du kannst mich nicht töten..Lucian wir sind Brüüüder!!!!“
Lucians Gesicht änderte sich nicht mehr, er hob den eisernen Stiefel und verlagerte das Gewicht dann auf Miras Handrücken, dem keine Chance mehr blieb sich festzuhalten. Er stürzte in die Tiefe und Lucians Worte lauteten.
„Jetzt nicht mehr“
Erwache, erwache endlich! Es war ein Traum.
Er Riss die Augen auf und...
_________________ "They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian "You don't have to love me but you will respect me" - Lucian
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