Status: Online
Direktverbindung: rivin.de:5121
(Spielerliste:) 0 /42

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Mi 30. Jul 2008, 17:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Vor einige Zeit…

Irgendwo in einem Riviner Gebäude, tief in einem Kellergewölbe, wo eine lange, von Kerzen erhellte, Treppe nach unten führte, befand sich ein Raum. Dieser war mit einem langen Tisch, an dem zahlreiche Stühle drum herum standen, ausgestattet. Einige waren besetzt, mit Personen die alle vermummt und verhüllt waren.
Um den Wein, der auf dem Tisch zu kosten war, wurde der Schleier zweckmäßig kurzzeitig gelüftet. Die Gespräche waren durcheinander, jeder unterhielt sich mit dem nächsten, bis zu dem Augenblick, als eine Gestalt die lange Treppe hinunter kam. Die Gestalt trug eine Rüstung und eine silberne Maske. Der Umhang kroch die Treppe wie eine Schlange Stufe für Stufe hinterher. Die anderen Anwesenden standen sofort auf und waren still, bis diese Gestalt am Tisch angelangt war und sich setzte. Eine Geste erfolgte, die anderen durften sich setzen. Einen Augenblick später saßen alle Personen im Raum wieder auf ihren Stühlen und sahen mit angespannter Miene der silbernen Maske entgegen.

„Geht, ich brauche euch nicht mehr, die meisten sind tot, durch meine Hand. Es waren die besten von euch, ihr anderen habt versagt. Ich brauche euch nicht mehr. Kehrt zurück und berichtet das ich die Dinge alleine in die Hand nehmen werde.“
„Und du! Sag das ich Abner treffen will, einen Tagesritt östlich von Rivin, er weiß wo.“

Er deutete auf den Mann der links von ihm saß. Er solle gleich verschwinden um seine Aufgabe zu erfüllen. Die anderen wagten es nicht etwaige Frage oder sich gegen den Befehl zu stellen. Sie erhoben sich und gingen. Einige schüttelten den Kopf, andere tuschelten auf dem Weg der Treppe nach oben.

Es war ein Rückschlag, man hatte ihm schwache, zu nichts im Stande bringende Leute gesandt. Die, die er dicht um sich scharte, genossen seine Macht und lehnten sich auf. Sie wollten sich in seinen Errungenschaften sudeln und wollten noch mehr. Sie dachten, sie wären ihm gewachsen, nein sie dachten sie könnten ihn sogar übertrumpfen. Doch die Klinge sagte etwas anderes.

Alleine am Tisch, zog er sich mit der linken Hand die Maske vom Gesicht und schmiss sie gegen die Wand. „Es ist vorbei, die brauche ich nicht mehr...ich verschwinde von hier.“

Dann sattelte er ein schwarzes Pferd und ritt in den Osten.

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Fr 1. Aug 2008, 18:19 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Eine kleine Hütte, einen Tagesritt von Rivin entfernt, rastete er und verblieb dort eine Weile, bis ein alter Freund ihn besuchen kommen würde. Die Hütte war alt, es kam wohl lange niemand mehr hier vorbei. Sicherlich war dies kein Wunder, da diese Route nicht üblich war. Niemand wusste wer diese Hütte erbaute und sie dann verließ.
Doch nach einigen Tagen kam eine andere Person, eine die er nicht erwartet hatte.
Bedeutet das etwa, dass er jetzt sterben würde? Es kann nur das bedeuten, denn wenn er so etwas wie Furcht und Respekt vor jemanden hat, dann vor dieser Person. Ein Nebel breitete sich mitten im Haus aus und eine knochige Gestalt trat aus ihm heraus. Das weiße lange Haar war glatt nach hinten gekämmt, die Stirn war hoch und faltig. Die Gestalt hatte riesige Augen die ihn anstarrten und aussahen, als ob sie gleich aus ihren Höhlen fallen würden. Es war ein abartiger Blick, ein Beweis dass die Schönheit der Jugend verwelkt war.

„Mein Lord, ihr seit Persönlich hergekommen?“

„Ja, ich wollte mich Selbst vergewissern, über die Ereignisse“

„Verzeiht, ich habe versagt, ich bin nicht würdig. Sie zerstörten unseren Posten, wir konnten ihn nicht halten. Und der so genannte Scimitar, hat in den Slums die Macht ergriffen.“

„Mein Schüler, du richtest den Blick nicht weit genug. Denke nach, sie zerstörten deine Festung, Die Bewohner der Slums waren immer sicher unter deiner Führung. Sieh jetzt hin, eine unorganisierte Bande, Ja Diebe sie richteten ein Massaker an, in einer Suppenküche. Welch ein Spektakel, von einem strategisch unwichtigen Punkt. Meinst du dass während der Zeit der Zentairm in Rivin so etwas vorgekommen wäre?“

Nein mein Lord, doch was soll ich jetzt tun, diese Stadt ist es nicht Wert…“

„Schweig still, du hast ja keine Ahnung. Diese Stadt hat Mächtige Personen hervorgebracht, sie ist wichtig und genau ab jetzt, zu diesem Zeitpunkt hast du freie bahn. Niemand ist mehr um dich der deine Pläne falsch ausführt, du musst es selbst tun, hörst du? Ich erwarte dich, deine Macht hast du verloren, ich muss deine Ausbildung intensivieren, ich habe viel zeit in dich investiert.

Der Nebel verschwand und damit die Knochige Gestalt in ihr. Einige Augenblicke der Stille richtete er sich auf, schweißgebadet, nicht sicher, ob es ein Traum oder die Wirklichkeit war. Hatte er geschlafen, oder konnte es der Wirklichkeit entspringen? Eines war sicher, er musste sich ihm noch einmal stellen. Seine macht wurde ihm entzogen, ein eindeutiger Beweis des Versagens.

Einige Tage vergingen und es klopfte an der Tür, es war kein geringerer als sein alter Freund der Halb Ork, den man Abner nannte. Seine Gestalt war so mächtig, alleine sein Kreuz passte nicht durch die Tür, er musste seitlich hineintreten, Seine Zähne waren so lang und dick, wie die eines kräftigen Mannes Mittelfinger.

„ Du wolltest mich sehen, was gibt es das ich hier in diese dreckige Gegend kommen muss“ Raunte die Gewaltige Stimme Lucian entgegen.

„Ich will von dir wissen, ob man mich als Verräter sieht und ob meine Rückkehr mein sicherer Tot bedeutet?“

„ Seine Lordschaft sieht in dir weiterhin einen Hoffnungsträger, ebenso wie ich es tue, doch gibt es genug andere die deine Bevorzugung nicht verstehen und Eifersüchtig sind. Sie würden versuchen dich zu töten, wenn sie die Gelegenheit dazu bekämen“

„Wie die Ratten stellen sie sich in seinen Schatten um sein Auserwählter zu werden. Noch bin ich es und ich bleibe es, ich kehre zurück, du wirst mich zum Moondsee begleiten, ich brauche Rückendeckung von dir. Doch nun raste von deiner langen Reise erst einmal“

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Do 27. Nov 2008, 16:34 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
- Ein anderer Abschnitt, die Schlacht um Rivin -

Lucian ging in ein Haus, das von außen so herunterkommen war, das man denken könnte, das dort kein Leben eine Nacht verbringen könnte. Doch hinter einer verborgenen Tür im Innen-raum des Hauses ist eine lange Treppe die in einen Keller führte der prachtvoll eingerichtet worden war. Überall sind Kerzen, Wandteppiche und Huren die auf bekannte und ausgewähl-te Kunden warteten.

„Meister, was ist in Rivin los, was sollen wir tun“ sprach eine der Huren, mit ängstlicher Stimme.
„Schweig still und rede wenn ich dich dazu auffordere!“


Lucians launische art bekamen die Mädchen zu spüren und das nicht zu knapp. Er suchte hier Entspannung, doch vergebens, nichts konnte ihn auflockern. Das der Hafen eingenommen wurde, passte nicht in seinen Plan, viel Gold und viele Schulden die man an ihn Zahlen muss-te gehen mit den einmarschierenden Orks verloren. Auch der Trumpf das der Orden der gefal-lenen Feder dort für Ordnung sorgen wird, so das er in ruhe seinen Geschäften nachgehen konnte, sichte vor sich hin.
In einem Sesselartigen Thron machte er es sich gemütlich und trank aus einem Kelch der ge-füllt war von einem Edelwein, wie es ihn wohl nur in dem Freudenhaus gibt und vielleicht im gefallenen Abenteurer.
Dann sah er zu einer blonden Hure, dessen Haut so glatt war und die Lippen rosig und voll, das ihm ein grinsen widerfährt und seine Laune sich besserte.
„Du!“ ruft er ihr energisch entgegen. „komm her“ und die Stimme senkte sich als er sie zu sich bittet.
Er lies sich von ihr im Thron verwöhnen und sie war wirklich begabt, doch auch wenn der Zufriedene Gesichtsausdruck ihr zu verdanken galt, so spielte sich in seinem kopf etwas ganz anderes ab. Der Krieg, die Entscheidung mit Männern und Frauen Seite an Seite zu kämpfen, die ihn einst töten wollten…

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Fr 23. Jan 2009, 17:34 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Lucian ging durch die Gassen und ständig fühlte er wie man ihn verfolgte, wie er beobachtet wurde. Ihm wurde schnell bewusst, dass die Garde dahinter steckt, doch warum? Was glauben sie, würde er anstellen, oder was hatte er bereits getan. Es war unmöglich, dass jemand etwas herausgefunden hatte.
Seine Gedanken verfolgen ihn bei Nacht und bei Tag, er merkte wie er gereizt reagierte und unberechenbar wurde. Vielleicht lag dies auch an der Miliz, wofür man ihn ständig verantwortlich machte, wenn sich jemand daneben benimmt. Es war deutlich zu verstehen, dass er nur ihr Kommandant ist, nicht ihr Vater. Es machte ihn krank das die Masse mit dem Finger auf ihn zeigte, so als ob sie Ihm sagen, „wir haben es gewusst, du hast etwas im schilde, alle wussten es.“

Keine Seele gleicht der anderen, darum ist es ja auch so spannend zu sehen wie sie zu Grunde geht.

„Der Zeitpunkt war so nahe, ich hätte gerettet werden können, doch sie zierte sich und entschied sich für jemanden der nicht gerettet werden muss.“ „Jetzt ist sie schuldig, ja sie ist der Grund warum ich wieder erkenne, dass es Stärke ist die keine Schwäche dulden darf um aus sich hinaus zu wachsen.“

Vor vielen Monden. Am Mondsee

„Lord Meribaal, ihr wolltet mich sehen?“
„Ja mein dunkler Schüler, Ihr habt in Rivin versagt, das sagt man euch hier nach. Die Truppen mussten abziehen und die, die übrig geblieben sind, sind geflohen.“

Der Zorn in Lucian war kaum zu übersehen. „Es war nicht meine schuld, das Grafenbündnis und der Verrat den man an mir begangen hat...“

„spart euch eure Worte, es ist mir gleich was ihr dazu zu sagen habt. Hätte ich mich nicht Persönlich für euch verbürgt, würdet ihr nun exekutiert werden. Ihr werdet nun gehen, Ihr seid am Mondsee nicht mehr Willkommen, achtet auf euren Rücken, es gibt einige die euren Kopf haben möchten um eure Position zu erlagen.“

Lucian ballte die Fäuste, man gab ihm die Schuld, für etwas worauf er gar keinen Einfluss hatte. Er war außer sich, in Rage, kaum noch zu halten. Er warf das Bastardschwert Banes, dass für ihn angefertigt wurde, sowie die Rüstung der Zentarim, die er aus Wut auszog, vor die Wachen Meribaals.
Ich werde gehen, man beschuldigt mich zu unrecht, die verantwortlichen werden dafür büssen, mit ihrem Leben!“

Dann wendete sich Lucian um und ging aus dem Tor, er sattelte das Pferd und ritt davon, so schnell wie das Pferd nur konnte, er erstickte einfach in dieser Gegend, er konnte nicht länger bleiben und er durfte es auch nicht, sämtliche Emotionen stiegen in ihm hoch, doch eine ist geblieben und wurde immer stärker. Der Hass in ihm wuchs ins unermessliche, er begriff einfach nicht wie man ihm so misstrauen konnte, wo Loyalität einen solch hohen Stellenwert für ihn hatte.

Nach einigen Pferdemeilen, begegnete er seltsamer weise eine dunkle, in grün gehaltene Wolke die wie aus dem nichts vor ihm auftauchte, das Pferd wurde unruhig und es war glück, dass es ihn nicht abgeworfen hatte.

Aus der Rauchwolke stieg der alte knochige, dürre Magier hervor, es war Meribaal. Doch warum, warum suchte er ihn noch einmal auf?
„Lucian, ich habe mich verbürgt, dass sagte ich euch bereits. Ich will das ihr euch eine gewisse Zeit nimmt, ich gebe euch und euer Potenzial nicht auf, dafür habt ihr schon zuviel geleistet, außerdem weiß ich besser als die anderen um die Problematik die in Rivin herrscht bescheid.“

Lucians Gedanken waren eindeutig, woher soll der alte Mann den er einst so geschätzt hatte schon wissen was er geleistet hatte, er zog selbst von Rivin ab, nur um ihn später als Sündenbock dastehen zu lassen.
Er nickte dem alten Magier zu und ritt dann fort...

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Mi 4. Feb 2009, 13:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Die Verzweiflung die jeden „Menschen“ überkommt


Lucian saß leicht bekleidet vor seinem Kamin in einem Unterschlupf, nahe der Slums. Sein Oberkörper war freigelegt und zwei Frauen waren an seiner Seite. Natürlich bezahlte er sie dafür um so etwas wie Geborgenheit oder wärme Simuliert zu bekommen.

Es sind nun schon ein Paar Tage vergangen und er hatte nicht wirklich weiter darüber nachgedacht, was die Bereinigung des Problems anging. Doch ausgerechnet jetzt erfasste ihn dieser Gedanke, warum hat er bis zu seinem Tod nichts gesagt? Nicht einmal Janald war so stur zu sprechen, als er dem Tode ins Auge blickte. War es Hoffnung, verschont zu bleiben? Gnade oder der Gedanke, tun und lassen können, was man wollte und doch davon kommen?

Dann begann Lucian zu grinsen, denn diese Naivität, belustigte ihn. Eine kleine Befriedigung, die seinen innerlichen schmerz besänftigte.

Alles verlief planmäßig wie er es sich vorgestellt hatte, früher oder später ging alles auf. Die dinge haben sich geändert, es ist nicht mehr wichtig, wer böse oder gute Absichten hat, wer seiner Meinung das recht zu existieren hat, alles ist in dieser Stadt chaotisch, Die Helden tun böses um das gute wieder nach vorne zu bringen, ihre Ausrede dafür „Gerechtigkeit“ Die Tyrannen tun gutes um die „Annerkennung“ zu bekommen die sie für sch selbst als angemessen sehen..

Kann man über diesen dingen stehen? Wer weiß, soweit vorausplanen würde Lucian nicht tun, nicht in diesem fall, alles verändert sich, alles entwickelt sich, Perfektion ist die, die Ihr Leben in einem Buch schon vorausgeschrieben haben.

Der nächste Gedanke der ihn keine ruhe lässt, sind zwei Frauen. Die eine die ihm ähnlicher ist, als sie sich eingesteht und sich selbst etwas vormacht und die andere die ihm gedroht hat. Er würde viel lieber an die erste denken, es hatte ein hauch von Romantik, wie er es vor der Zeit Rivins empfunden hatte. Doch er konnte den Hass in sich nicht verdrängen, denn er nährte sich und breitete sich immer weiter aus, verstärkt wurde es von dieser Frau die er von Anfang an skeptisch betrachtet hatte. Sie stand ebenfalls in den diensten Meribaals und fühlte sich in Selbstsicherheit, sie drohte Lucian seinen Platz einzunehmen und ihn zu töten. Sie besaß die Frechheit, dies vor den Augen seiner Männer zu tun. Das wird er ihr nicht vergessen. Dieser Hass wird ihn stärker machen.

Diese Wirren Gedanken, plagen ihn Tag und Nacht und die Nacht verbringt er allein, nie würde er eine Hure bei sich nächtigen lassen.

„Lucian bist du im stande zu lieben?“ Eine Frage, auf die, die Antwort so einfach wäre

„ Ich bin fähig zu hassen, also werde ich auf menschliche weise auch lieben können“ Eine Antwort die man erwartet haben könnte, doch in Lucians Kopf spielte nur der Gedanke. Wäre er kein Mensch, braucht er auf solche Fragen keine Antwort haben. Emotionen bringen ihn nur in Verwirrung, ständig dieses Chaos im inneren.

Die Finsternis in seiner Seele hat ihn ergriffen. Er wusste nicht mal mehr ob seine Pläne Chaotisch sind. Ob er nicht vom rechtschaffenen Gläubiger zu einem Chaotischen Tyrann wurde.

„Hörst du denn nie auf dein Bauchgefühl?

„Wenn ich auf mein Bauchgefühl hören würde, wären einige schon tot, und wenn und das soll nur ein Beispiel sein, Männer auf ihr Bauchgefühl hören würden, würden sie ihre Frauen ständig Betrügen. Man sollte auf seinen Kopf hören, denn er ist zum denken da. Wenn eine liebenswerte Frau zu Hause wartet, sollte man daran denken, welch glück man hat. Und nicht dank eines Gefühls es vergessen.“

„ja ähh..ja“

„Du bist vielleicht dumm..geh mir aus den Augen“

Wirre Gedanken, immer und immer wieder, sie hören nicht auf und eine Selbsterkenntnis ist nicht in Sicht.

Erwache endlich Lucian, hörst du? Erwache!

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Do 5. Feb 2009, 16:33 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Der Traum von einem Kind zum Erwachsenen.

Die Vergangenheit.


Miras und Lucian waren Angeln an einem Fluß, irgendwo in der nähe Luskans. Beide hatten sie Feuerrotes Haar, das im Wind wild umher fiel.

„Hey Lu, ich glaube ich habe einen, ganz dicken Brocken!“

Miras Gesicht war von einem Lächeln geziert, endlich hatte er etwas am Haken und das vor den Augen seines älteren Bruders.

„lass die Sehne etwas lockerer, damit du ihm Spielraum gibst, und er dir nicht abreißt“

Lucian fixierte den Moment als Miras seinen Fang machte und staunte nicht schlecht, als er den Fang an land zog....

„so ein mist, es ist ja nur ein großer Ast, der sich an meinem Haken verfangen hat“

Miras Gesichtsausdruck war traurig und auch enttäuscht. Lucian hingegen musste auf einmal so herzhaft lachen, das er sich den bauch halten musste, der ihm schon wehtat. Er legte sich auf den Rücken breitete seine Arme auf der Wiese aus und hörte einfach nicht auf zu lachen.

Miras war kleiner und zierlicher als sein großer Bruder, doch das hielt ihn nicht ab, Lucian böse anzufunkeln.


„das ist gemein von dir Lu, ich wollte unbedingt auch mal einen Fisch fangen, Vater wäre stolz, wenn ich unser Abend Essen nachhause gebracht hätte“.

Lucian hörte langsam auf zu lachen und blickte seinen kleinen Bruder an, eigentlich tat es ihm wirklich leid, er hätte es Miras von herzen gegönnt.

„na was solls, Vater kommt bald nach Hause, wir sollten langsam Heim gehen“

„und was gibt es jetzt zu Essen?“

„keine Ahnung, ich glaube wir haben noch etwas Brot“

Dann gingen beide Richtung Haus, wo sie wohnten, doch bevor sie ankamen, begegneten sie vier jugendliche Wegelagerer. Der Sprecher von ihnen sah Lucian an und sprach:

„Hey du, du bist doch bei Delorians Bande, ihr wart in unserem Revier. Das duldet unser Boss nicht! Du wirst dafür bezahlen!“

Lucian sah kurz zu Miras und deutet mit einem deut an, das er verschwinden sollte.

„Los Miras, lauf zurück nach Hause, ich erledige das schon!“

„Aber Lu die sind zu viert, dass schaffst du nicht, ich werde dir helfen“

„nein lauf jetzt!“
Lucian nahm seine Angelrute und machte sich zum Kampf bereit, während Miras so schnell er nur konnte zurück nach Hause lief.

Eine Kerzenstunde später kam Lucian ebenfalls nachhause, doch er sah furchtbar aus. Blaue Flecken und schrammen zierten sein Gesicht und seinen Körper. Miras saß schon am Esstisch und stopfte sich ein stück Brot in sich hinein, ihre Mutter sah Lucian erbost an und schrie ihn an. Dann ging sie auf ihn zu und verpasste ihm eine zusätzliche tracht Prügel.

„Lucian, wie oft soll ich dir noch sagen, dass du dich nicht prügeln sollst, du bist ein tauge nichts, die Schande unserer Familie, ständig steckst du in Schwierigkeiten, ich schäme mich einen solchen Sohn zu haben!“

Lucian senke seinen Blick, und sagte für einen Moment nichts, eher dann doch die Worte ergriff.

„Ich werde gehen Mutter und nicht wiederkommen“

Seine Mutter war alles andere als erfreut darüber, sie sah ihn wütend und wollte ihn noch einmal schlagen, doch ihr wurde bewusst, dass er nicht mehr aushalten würde. Und beließ es bei ihren Worten.

„Wenn du jetzt das Haus verlässt, dann brauchst du wirklich nie wieder kommen! Wo willst du eigentlich hin, zu diesem Delorian!? Diesem Dieb!? Nichts als Ärger bringt er der Stadt und du willst genauso sein!? Komm dieser Familie nie wieder unter die Augen!“

Das waren die letzten Worte die er von seiner Mutter hörte, ehe er sich abwandte und sein Heim verließ.


Die Zukunft.

„Miras, mein Bruder. Ich habe einen Auftrag für dich.“

„Was soll ich tun, Lucian?“

„Ich will das du mir Kahris Herz bringst, ich brauche es, ich will es. Niemand ausser mir soll es haben.“

„Aber Lucian, dass kannst du doch nicht von mir verlangen, dass wäre ein weiterer Auftrag den ich niemals erledigen kann, wie soll ich das Herz von ihr, für dich erobern?“

Lucian sah ihn an und schrie ihn cholerisch und unkontrolliert an.

„tu es, du was ich dir sage, mach schon!“


Die Bilder sind verschwommen, nichts ist mehr klar zu sehen. Die Szene wechselt sich.


Miras und Lucian standen an einer Klippe, am Strand von Rivin. Der Wind tobte, es war stürmisch und es regnete, die Wellen waren unruhig und tobte mit dem Wind um die Wette.
Vier Fuß vom Abgrund entfernt, Miras mit leichter beweglicher Kleidung und Lucian in einer schwarzen Rüstung, mit einem langen dunkelroten Umhang.

„Hast du mein Herz bekommen Miras?“

Miras sah ihn fassungslos und ängstlich an, er wusste nicht was er sagen sollte, sollte er Kahri überzeugen ihn zu lieben, oder wollte er das er ihr das herz herausschneidet? Er konnte sich bei Lucian einfach nicht sicher sein, er ist anders, so anders als früher.

„nein, ich ähh habe es nicht. Es ist auch nicht möglich“

Lucians Augen veränderten sich, die grünen Augen, die oft so kalt wirkten, wurden Reptilien artig, wie bei einer Schlange gelblich und die Puppillen formten sich zu schlitzen. Er griff Miras, mit einem festen Griff am Kragen und schleuderte ihn über die Klippe. Miras konnte sich im letzten Augenblick am Rand mit einer hand festhalten, es überraschte ihn, dass Lucian so weit gehen würde. Doch viel weiter darüber konnte er nicht nachdenken, er musste sich hochziehen.

„Bitte, Lucian....zieh mich wieder rauf. Ich werde es dir ganz sicher holen, ich verspreche es dir!“

Lucian ging zum Rand der Klippe und sah zu seinem Bruder hinunter, kalt. Die dunkle Rüstung und der Wind der ihm in den Rücken wehte so das sein Haar und Umhang leicht über den Abgrund flatterte, ließe es von einem Seitenprofil so aussehen, als Ob er damit Miras einschließen würde.

„Du hast versagt, ich brauche dich nicht mehr.“

Miras hielt sich mit letzter Kraft fest und sah zu ihm hinauf und schrie seine letzten Worte.

„Wir sind Brüder, du kannst mich nicht töten..Lucian wir sind Brüüüder!!!!“

Lucians Gesicht änderte sich nicht mehr, er hob den eisernen Stiefel und verlagerte das Gewicht dann auf Miras Handrücken, dem keine Chance mehr blieb sich festzuhalten. Er stürzte in die Tiefe und Lucians Worte lauteten.

„Jetzt nicht mehr“

Erwache, erwache endlich! Es war ein Traum.

Er Riss die Augen auf und...

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Mi 11. Feb 2009, 16:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Es zieht sich zusammen


Die letzen Ereignisse waren zuviel, er konnte den Prozess in ihm kaum noch aufhalten, es scheint zu spät. Er hatte mit Kahri kaum ein Wort wechseln können, es kochte in ihm und er wollte nicht mit ihr sprechen, oder sie ansehen, sie verwirrte ihn nur.
Jeder hatte Vorurteile, sie sehen die Miliz nicht als Gönner, nein sie sehen sie als Feind. Wir spenden und helfen den Bedürftigen, wir sind für sie da und als dank ernten wir Spott, von den alten Leuten, die sich als Held sehen und sich niemals so bezeichnen würden. Wie bescheiden, sie doch sind. Und dann von den Namenlosen, die versuchen wie ein Held zu sein und dazu noch unbescheiden sind.
Er bekam Kopfschmerzen, dieser ganze kranke kram. Ständig muss er sich auf ihre Seite stellen, doch gedankt und akzeptiert wurde es nie. Wann stellen sie sich auf seine Seite, wann?

Und dann dieser Zwerg, er ging zu weit. Doch das kümmerte Lucian wenig, ihn in der Arena zusammenzuschlagen diente einzig und allein seinem Vergnügen. Aber die Ränge, die die auf uns herabschauten, die Garde die es einen dreck scherte das ein unbewaffneter Diplomat, von einem Zwergen geschlagen wird, nur weil er zur Miliz gehörte. Innerhalb eines Zehntages wurde Looys Nase mehrfach gebrochen.

Das Gespräch, dass durchaus ernst gemeint war und erst kurz vor der eskalation in der Arena stattfand kümmerte Conan herzlich wenig, er will Lucian Provozieren. Doch er könnte Lucian Persönlich nie seelisch verletzen, dazu fehlt ihm die letzte Boshaftigkeit. Aber mit der Verantwortung der Miliz und die last die damit verbunden ist, damit könnte er ihn Provozieren.

Lucian schloss die Augen um nachzudenken. Er versuchte sich zu erinnern an die letzten vergangenen Wochen. Was war es, womit fing es an, dass es weiter und weiter diese Spannung zwischen Garde und Miliz gibt. Dann öffnete er sie und ihm war bewusst, dass Die Garde es einzig und allein auf Looy abgesehen hat. Er war ihnen ein Dorn im Auge und solange er weiterhin für die Miliz tätig ist. Solange wird man Lucian für alles Verantwortlich machen.

„Scheiße“


Was würde wohl der nächste Schritt sein? Sie schützen den Zwergen natürlich. Doch würde Lucian ihn töten, oder gar töten lassen? Wäre er dazu im Stande? Ja Verdammt. Doch lohnt sich dieser Zwerg? Nein, es wäre eine Beleidigung, seine Zeit damit zu verschwenden.

Nach dem der letzte Kampf in der Arena zu Ende ging und die ohnehin angeschlagene Eve Norton, vor Erschöpfung im Sand der Arena Kniete, riss er sich nocheinmal zusammen. Er konnte auf den Hinweg zu Eve, sowie auf dem Rückweg niemanden ansehen, sein Blick hätte Völker vernichtet und aus diesem Grund sollten sie alle Eve, die blutend wie ein abgestochenes Kalb, ansehen. Statt seinen Gesichtsausdruck. Er schaffte sie in die Taverne und liess jemanden kommen, der sich um ihre Wunden kümmert, dass war das einzige was er für sie tun konnte zu dem Zeitpunkt.

„Lucian, lasse endlich los von deinen Gefühlen, lasse deine Emotionen fallen, nur du bist wichtig. Schwäche ist etwas für die, die geführt werden müssen, du bist Stark, du bist ein Führer, ein Herrscher“. Eine Weibliche Stimme, mit süßlichem Klang, so ertönte die Stimme in seinem Kopf. Ständig spricht sie zu ihm, ob bei Nacht oder bei Tag.

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Mo 23. Feb 2009, 16:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Die Nacht war schon fortgeschritten und Lucian kam Blutüberströmt in eines seiner Unterschlüpfe. Er wollte eigentlich die Nacht bei Kahri verbringen, doch das ging nicht, nicht mit dem ganzen Blut und den Wunde die ihn mit heiligen Waffen zugeführt wurden. Auch sein äußeres Erscheinungsbild war wieder eine Zumutung, seine Haut war blass und die feinen Adern zeichneten sich am ganzen Körper wie im Gesicht ab. Seine Augen hatten eine Orange-gelbe Farbe angenommen und die Puppillen waren schlitze wie bei einem Reptil. War es nur eine Einbildung oder zeichnete sich Seine schwarze Seele nach außen ab, als er sich in einem Spiegel betrachtete?

Er zog sich die dunkle Rüstung aus und versorgte Seine Wunden, er verzog dabei das Gesicht, dieser stechende schmerz, diese Empfindungen zu spüren war ihm ein greul. Doch gleichzeitig, hatte er Zufriedenheit in sich, denn die heiligen Krieger waren ihm unterlegen und sie konnten seinem Zorn nicht standhalten. Keine Droge dieser Welt, konnte ihn mehr berauschen, als das Gesicht der Verzweiflung zu erblicken, wenn ein an seinen Gottglaubender Paladin vor seine Füße sinkt. Und er das letzte ist was er zu Gesicht bekam

Er erinnerte sich kurz daran, wie flink und agil sein Partner neben ihm war. Die gezielten Stiche in Organe die den sofortigen Tot brachten, oder die Frau, die eine Kraft in sich hatte, wie er es bei einem Menschen noch nie gesehen hatte, war sie überhaupt ein Mensch? War sie das, was er war nur in einer erweiterten Form, mächtiger als er?

Auch wenn er sich sicher war, trotze er dem Glauben, denn das passte ihm einfach nicht, dass jemand die gleiche Finsternis in sich trug und sie besser zu nutzen wusste.

Sie waren ein siegreiches Team, sie verstanden sich blind und mussten kaum sprechen, angesichts der Tatsache, dass sie nicht reden konnten, war es gute Arbeit, professionell, doch Lucian war unzufrieden, trotz dem Erfolg. Denn als sie am Ziel angekommen waren und der Mann, der so friedlich im Bett lag, schutzlos, nichts ahnend von seinem baldigen ableben und der Einleitung einer neuen Ära, bereitete er ihm einen schnellen Tod, keinen langsamen, keinen Qualvollen, nein es ging schnell, sauber und präzise....eigentlich Langweilig. Er dachte sich nur, bitte lass es mich noch einmal machen. Geschehen ist Geschehen und er wird nie wieder ins Leben zurückkehren können, dafür hatte die mysteriöse Frau gesorgt. Wieder etwas, dass sie Ihm voraus hat.

Dennoch lief alles nach Plan, der nächste Schritt wurde eingeleitet und nun hält es nichts mehr auf. Und er selbst hat sich verändert, dieser Mord machte ihn stärker, mächtiger, gefährlicher.

Doch blieb sein wunder Punkt noch immer die eine Frau...Kahri. Sie ahnte nicht in was für eine Gefahr sie schwebt, denn Lucian wusste noch nicht wie er mit Darkk umgehen wird. Er will nicht das Kahri von seiner Seite weicht, und auf der anderen Seite, könnte Darkk sein Verbündeter sein.

Als er im Bett lag eingewickelt in verbänden, sprach er zur Decke „Beide leben lassen, oder beide sterben? Das gleiche Wiederholen, wie früher? Darkk misch dich nicht ein! Kahri gehört mir!“ Dann lachte er kurz und schlief vor Erschöpfung ein, der Schlaf den er brauchte um wieder klarer zu werden, berechenbarer.

Sein Wahnsinn sollte endlich enden, nicht ins unberechenbare verfallen, wie so oft in letzter Zeit.

Dann träumte er, nicht von dem geschehenen, oder von der Vergangenheit, nein. Von der Zukunft und seinem Opfer, dieses elende Miststück, dass ihn aus dem Weg haben will nur um in die Gunst seines Meisters zu gelangen. Seine Muskeln spannten sich im schlaf an und ein hasserfülltes Gesicht ist in seinen Zügen zu erkennen.

„Du bist als nächste dran, vergessen habe ich dich nicht, ich vergesse nie!“

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Di 17. Mär 2009, 11:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr 12. Okt 2007, 21:28
Beiträge: 205
Auf einem Lufthauch, welcher wie Pixieflügel durch das Zimmer schwebte, trug einen altbekannten Geruch zu ihm ans Bett...

Vanille und Neroli

Ein Flüstern durchzog den Raum, hallte wieder und wieder wie ein Echo und klang eher als würde ein Geist sprechen, doch nicht einmal ein Schatten war zu sehen...

Geliebter, rufe nach mir, wenn deine Stunde dunkel ist. Rufe nach mir... Rufe nach mir....Rufe nach mir...

_________________
...und es ist, was es ist - sagt die Liebe :)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2009, 20:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Die zierliche Seite des Lucian Grave

Es war ein Moment der so erregend war wie ich ihn lange nicht mehr verspürte. Ich war auf dem Weg zum Sumpf um mich selbst von der derzeitigen Situation zu vergewissern. Der Krieg, Drakovia, Namyri und die Drow. Ich ahnte noch nicht, dass ich etwas verlieren würde.

Als ich am Außenposten der Garde angekommen bin und ihn wie so oft umging, um mir diese Gesichter die mich zu Tode langweilten nicht ansehen musste, spürte ich seine Anwesenheit. Ja er folgte mir, kein Zweifel es war Amir. Der Wüstenwind. Er folgte mir. Allein dieser Gedanke war so aufregend, dass ich ein kribbeln in den fingern spürte. Er war sicher hin und hergerissen in seinen Gefühlen. Er sah in mir einen Freund, einen Freund die gemeinsam so viel erlebt haben, zuerst die Rivalität und dann diesen Band von Zusammenhalt. Doch was wird davon bleiben?

Meine Schritte wurden mal langsamer und dann wieder schneller, ich lauschte die seinen und sie änderten sich genau dann wenn ich meine geändert habe. Ich sah ihn schon vor mir, dieses verwahrloste äußere dieser ungepflegte Bart und doch diese Güte und unerschöpfte Ehre die er in sich trug.

Ich bin am Sumpf und näherte mich der kleinen Brücke die zum Riss führte, ich halt es nicht mehr aus, ich musste mich umdrehen. Ich musste ihn ansehen ich musste in sein Gesicht blicken und die Enttäuschung ablesen, wie er erkannt haben muss, das ich das schrecklichste Wesen sein musste, das er kennen lernte und das er so sehr vertraut hat.
Als ich mich auf der Brücke langsam umdrehte, traf mich auch schon sein Blick, Amirs Zerrissenheit von Wut und Enttäuschung war in seinen Augen abzulesen er wollte Antworten von mir hören, er wollte, dass es endet.

Amir erhob seine Stimme und machte mich in seinen Worten für viele dinge in Rivin verantwortlich, in seiner Überzeugung trug ich die ganze Schuld für das ganze hier. Ohh wie es mein Blut zum kochen brachte, wenn man mir so viel verdiente Aufmerksamkeit schenkt und auch wenn es keine Zuschauer gab, so genoss ich den Augenblick des Ruhmes. Ich hätte ihm tage zuhören können, ja ich hätte ihn einsperren sollen und wann immer es mir beliebt war, könnte ich ihn besuchen und seine schreie seine Wut, seinem Hass lauschen. Doch ich musste mich besinnen, denn er deutete an mich zu verraten, mich zu hintergehen, er will es hier und jetzt beenden. Ich darf keine Zeit mit ihm verlieren, er bedeutet mir nichts, solange er verrat im Sinn hat.

Er will mich töten, ein Ende setzen und dann alles verraten. Ich war verblüfft, natürlich zeigte ich es ihm nicht. Doch die Neugier war zu groß in mir, hält er sich tatsächlich so Stark das er mich töten könnte? Habe ich ihn nicht lang genug beobachtet um seinen Fortschritt einzuschätzen? Oh es war ein so starkes Verlangen das herauszufinden, dass es gar kein Zurück mehr gab. Ich stimmte ihm zu, es müsse enden. Ich tat es jedoch nur um mein Verlangen zu befriedigen.

Er zog seinen exotischen Säbel und machte sich bereit, ja es ist so weit, gleich würde das Blut in strömen fließen und ich gebe zu ich war unsicher, ich wusste nicht wie ich ihn einschätzen soll. Meine Stimme erhob sich, sie kam tief aus meiner Kehle und würde ich mir selbst gegenüberstehen, hätte ich wohl selbst Angst bekommen, es war ein Ton der das personifizierte Böse verkörpern hätte können, kaum zu glauben das es meine Stimme war, die so dröhnte und die Erde zum beben brachte. Direkt hinter Amir erschien das von mir beschworene. Ein Ungetüm von einem Untoten das aus dem Sumpf kam, ein Skelett mit roten Augen und einer riesigen Hellebarde.


Der Kampf hatte begonnen, Amir war so sehr auf mich fixiert das er das Skelett kaum wahr nahm, dass ihm schwere Treffer zufügte, ich sah wie das Blut spritze und dachte ich müsste nicht einmal selbst kämpfen, es würde wohl bei vielen als feige gelten und unehrenhaft nicht selbst zu kämpfen, obwohl es doch eine persönliche Angelegenheit ist. Aber was bedeutete das für mich schon? Hauptsache ein Sieg.
Amir lief unbeirrt auf mich zu mit gehobenem Säbel und ich war gezwungen mein Schwert zu ziehen, er war so voller Blut, das es mich wunderte das er überhaupt noch stehen konnte, dass Skelett hat ihn fast in stücke geschlagen und ich brauchte nicht mehr viel tun. Mein Schwert parierte seinen Säbel und es reichten nur wenige gezielte Schläge um ihn zu Boden zu strecken. Als er langsam zu Boden ging trafen sich unsere Blicke, seine schönen und von Verzweiflung verzierten braunen Augen die mich ansahen, es war so erregend, wie das Blut überall aus den Wunden rausrinnte und die Enttäuschung über diese Niederlage und den glauben jemanden vertraut zu haben, den man hassen sollte. Dann lag er vor meinen Füßen und war tot. Doch ich musste sicher gehen und stieß mit dem Schwert in sein Genick. Ich denke es klingt barbarisch oder mörderisch. Aber so war es nun mal. Ich kann mich kaum noch erinnern wohin ich die Leiche brachte, ob es in Drakovia war in dem glauben er könnte als Nebelwesen wieder erweckt werden, oder in Rivins Sümpfen um als Untoter noch einmal mit mir zu kämpfen, oder das er einfach tot bleibt.

Ich dachte eine weile darüber nach ob ich so etwas wie Trauer empfinden würde, aber das tat ich nicht, warum auch, Amir war der einzige der meine Spielregeln verletzen wollte. Ich empfinde nichts, außer der unendlichen Erregung, als sein Herz aufhörte zu schlagen.

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Auf Teufel komm raus
BeitragVerfasst: Mi 23. Sep 2009, 13:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 12. Dez 2007, 01:41
Beiträge: 1013
Wohnort: Hamburg
Der Teufel in Ketten, lass die Hunde los!

Die Schattenstränge die wie Schlangen aussahen zierten seinen Körper, umspielten ihn, liebkosten ihn. In einem Raum den kaum einer außer ihm kannte. Dort lehnte er an einer Wand, das Schwert fest umschlungen. Verzweifelt in seinem Schmerz, gebrandmarkt und verraten. Die Wunde die man ihm diesmal zugefügt hatte saß tief. Sicher wahrscheinlich hatte er es verdient, wenn man den Standpunkt der anderen betrachtet, doch seinen großartigen Plan, der ein ganzes ergibt, wie konnten sie es verstehen? Sie würden es nicht verstehen, niemals.

Vertrauen war es, dass er ihnen schenkte, doch sie legten ihn in Ketten. Oder hat er ihr Vertrauen missbraucht? Das war ganz egal, denn seine Wahrheit ist die richtige. Oder waren es alles lügen und glaubte er nur einfach viel zu fest an sie um die Dinge so hinzudrehen wie es ihm passte?
Nimm endlich Rücksicht auf andere würde der Engel ihm sagen. Nur warum? Jetzt wusste er warum, man hat ihm seine Grenze gezeigt, eine Schwäche offenbart. Das Herz reißt in tausend Stücke, sein Kopf droht zu explodieren. Er würde sich trotzdem niemals ändern, nicht der Glaube ist der Grund, sondern die Art Das Leben zu leben wie es einem Spaß macht.

„Menschlichkeit ist etwas das jeder Mensch in sich trägt, egal was für ein Scheusaal er doch ist. Er muss nur einen Beweis erhalten“.

Die Schlangen krochen um die Ketten und zerrten an sie, wie an seiner Seele, Tag für Tag. Blut muss fließen für die Freiheit und der Befriedigung.

_________________
"They have a choice. They can live in my new World or die in their old one. - Lucian
"You don't have to love me but you will respect me" - Lucian


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Impressum

Deutsche Übersetzung durch phpBB.de