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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 21:28 
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Während der Korporal Yars sich dem Abschied an seinen Kameraden widmete trat in Verlauf dessen auch der Rekrut Mayia hinzu und nahm Abschied von seinem Vorgesetzten, den er selten sah und kaum kannte, dennoch den Respekt des Rekruten schnell erlangte.

_________________
Meine Wanderer und Sesshaften Rivins:
Misheru Mayia - Gestorben
Ka'rail Cor'ess - Ein Läufer des Waldes
Gorn Nomthar - Der illuskische Tempusit von Nebenan
Nobunada Jeliky -
Dante der Schmied - (vorerst)Gildenloser Schmied


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Sa 22. Mai 2010, 20:17 
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Beiträge: 1085
Wohnort: Schattenebene
Ich kann nicht atmen, wenn ich darüber nachdenke
und tue ich es doch, möchte ich ersticken aber kann es nicht.

Du wirst mir fehlen... jeden Augenblick lang,
in jeder Erinnerung an gemeinsame Gespräche,
an die Ruhe, die du vermittelt hast,
an die Stille, die ich dir manchmal schenken durfte.

Du hast Akzeptanz gezeigt, dein Blick verriet niemals Mißtrauen.
Damit hast du mir ein Geschenk gemacht,
dass nicht viele geben können...

Du warst ohne Preisgabe deines Selbst gut...
gut zu mir.

Du hinterlässt eine Lücke, die spürbar ist,
eine Leere, die noch lange wehtun wird.

Ich danke dir dafür, dass ich dich kennen durfte...
ich danke dir dafür, dass du mich kennenlernen durfest...

und geblieben bist, solange es ging.

Kahri



_________________
"...All das ist noch nicht einmal eine Generation her, wieso wiederholt sich alles?"

"Weil das Vergessen einfacher ist, als das Ertragen des Erfahrenen, weil falsche Sicherheit wichtiger ist, als stetige Vorsicht, denn siehe Wölfe sind unter die Lämmer gekommen aber sie jagen nicht, deshalb hält man sie für Hunde."


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: So 23. Mai 2010, 06:55 
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Beiträge: 3061
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Vor einigen Tagen irgednwo an einem fremden Ort....

.... standen sie urplötzlich, ihr Geist konnte noch nicht begreifen, was geschehen war, wie sie hier herkamen. Die einen waren licht und hell, die anderen finster und schwarz. Doch alle hatten gegen das selbe Wesen gekämpft, die selbe Bedrohung abgewendet.

Doch nicht alle konnten bestehen. Auch sie konnten ins Leben zurück kehren. Alle...bis auf einen. Über ihnen öffnete sich ein Riss? Ein Zugang zu einer anderen Welt.... Helms Wachendes Auge blickte gütig auf seinen Priester herab und rief ihn zu sich. Zu ergriffen war die sonst so wortgewandte Bardin. Nur zwei Worte brachte sie hervor in diesem Moment, die jedoch nicht weniger aufrichtig waren als eine ganze Rede.

"Fahre wohl."

Nur zwei Tage später im Tempel des Helm....

Sie stand vor dem Sarg. Trotz allem Unrecht, das sie empfunden hatte, wenn er mit ihr sprach in letzter Zeit, wollte sie sein Opfer würdigen. Jegliches Gefühl der Verkennung war vergessen und sie atmete tief durch. Sie stand hier schweigend, doch im Inneren hatte sie so viel zu sagen.


"Du warst auf deine Art ein guter Mensch.
Ich trauere schon viel länger um dich,
denn der Tod hatte dich verändert.
Doch so wird es wohl allen ergehen.

Trotz allem habe ich nicht den vergessen,
den ich einmal kennenlernen durfte.
Jeder kannte und sah dich anders,
ein letzter Blick blieb mir verwehrt.

So vieles zwischen uns zu sagen,
doch all das blieb unausgesprochen.
Nun ist es wohl zu spät und
wir können nur daraus lernen.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute,
Zufriedenheit und neue Zuversicht.
Vertrauen und den Weg ins Licht zu finden,
dort wo du jetzt bist."


Am Ende tritt sie noch einmal an den Altar. Es ist nicht das erste Mal, doch sie hinterlässt erneut... einen Handschuh - das Symbol des Schutzes, des Wachenden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: So 23. Mai 2010, 13:13 
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Beiträge: 7658
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Am Abend tritt ein Mann mit blondem Haar in roter, gutbürgerlicher Kleidung in den Tempel und betrachtet den dort aufgestellten Sarg. Er sagt nichts. Spricht niemanden an. Nickt nicht einmal einem der Priester im Tempel zu. Er steht einfach nur da und blickt zum Sarg. Fast wirkt es so als stünde er schon immer dort und würde auch noch viele Menschenalter hindurch dort verweilen. Wie eine Statue, ohne eine Regung, fast sogar als habe er vergessen zu atmen, steht er dort und blickt zum Sarg. Eine Weile vergeht. Eine Stundenkerze brennt herab. Die tiefe Kontemplation einiger Priester wechselt sich mit der anderer ab. Schichtwechsel der Totenwache. Ein Priester spricht ihn an. Stille. Kein Wort. Keine Regung. Und doch scheint es als sei alles gesagt. Der Priester geht wieder. Personen treten ein und beten. Gehen wieder. Freunde des Korporals kommen herein und verabschieden sich. Sehen sie die blonde Salzsäule? Es ist einerlei. Der Mann antwortet nicht. Er nickt nicht. Er blinzelt nicht. Er steht nur da und blickt zum Sarg. Der Abend wechselt zur Nacht. Die Adepten entschwinden gähnend und erschöpft in ihren Zellen. Der Mann steht weiter dort. Die Priester, die Totenwache halten, beachten ihn nicht mehr. Er ist zur Einrichtung geworden. Er steht dort und blickt zum Sarg. Zwei Größen, zwei Konstanten, in der Ewigkeit des Tempellebens. Der Sarg und der Blonde. Dann irgendwann - ohne dass irgendjemand etwas bemerkt hätte, ohne dass eine Bewegung erkennbar gewesen wäre - fehlt etwas. Etwas ist falsch. Etwas ist weg. Eine Größe ist verschwunden. Ebenso abrupt wie sie auftauchte ist sie wieder weg. Ohne etwas zu sagen. Ohne dass eine Träne vergossen oder eine andere Anwesenheit, als die der anderen Konstante, wahrgenommen worden wäre, ist er Weg. Die Statue, die am Abend geliefert und in der Nacht wieder abgeholt wurde. War es ein Mensch der dort stand, oder hat sich jemand einen finsteren Spaß erlaubt? Hat man ihn bemerkt? Hat man gesehen wie er eintrat, oder ging? War jemand zugegen der bezeugen kann, dass dort etwas lebendiges war? Eine Konstante ist wieder weg. Geblieben ist die andere. Der Sarg. Auch er wird bald schon wieder verschwinden. Eine Prozession wird kommen. Worte werden gewechselt werden. Es wird auffallen dass der Sarg nicht mehr da ist. Es wird auffallen, dass er weggeschafft wird. Ebenso wie es auffiel, dass er hereingebracht wurde. Das Lebende und das Tote. Zwei Konstanten im Tempel. Die Ruhe und die Prozession. Es dauert nicht mehr lange.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Mo 24. Mai 2010, 21:19 
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Die Nachricht wird verbreitet, dass die Trauerfeier Khemed Pashars, Priester Helms, Korporal der Statdgarde Rivins, in zwei Tagen stattfinden soll. Als Ort nennt man den Helmtempel, zur achten Abendstunde.

((Mittwoch, 26. Mai 2010, 20 Uhr))


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Mi 26. Mai 2010, 20:12 
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Damian Kane von den Höfen besuchte die Trauerfeier ebenfalls, schweigend in der letzten Reihe und bis zum Ende der Totenwache ausharrend.


((leider kann man schwer mit zwei Chars anwesend sein))

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Mi 26. Mai 2010, 22:18 
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Beiträge: 2062
Den Wert eines Menschen erkennt man erst wenn er von einem geht.

((Ich danke allen Beteiligten für die Beerdigung, es hat mich wirklich gerührt. Danke das ihr Khemed wie einen Helden geehrt habt, ich selber habe ihn nie als solchen gesehen, aber ihr habt mir noch einmal die Augen geöffnet.

Ich hatte mit diesem Char sehr viel Spaß und es ist meiner erster Charakter der auf Rivin einen würdigen Tod gefunden hat. Ich hoffe ihr hattet genau so viel Spaß mit ihm :) ))

((Ps.: Ihr könnt hier gerne noch Erinnerungen an Khemed unterbringen, tobt euch aus))


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Mi 26. Mai 2010, 22:37 
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Er war der, der an ihn glaubte, auch wenn sein Herz verdorben war.

    Über Cashard und Khemed

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Mi 26. Mai 2010, 22:57 
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Desmond hat geschrieben:

((Ps.: Ihr könnt hier gerne noch Erinnerungen an Khemed unterbringen, tobt euch aus))




rückblick: in zehn jahren, im ruhestand und wenn rivin nur noch eine weitere erinnerung für sie ist, wird man von eve norton vielleicht folgendes zu hören bekommen wenn sie nach dem namen gefragt wird (und wenn sie dann noch leben sollte):

pashar...khemed pashar von der damaligen garde rivins ?
ich kannte ihn eigentlich kaum als menschen, nur als gardisten. als wächter.
unserem jeweiligen damaligen wirken in rivin entsprechend, hatten wir kaum möglichkeiten wirklich viel übereinander zu erfahren. ausser all diesen kleinen inoffizielen berichten natürlich.

aber, aye....ich würde sagen das er ein "guter" mann war.

vielleicht hatte er nie die möglichkeit, die geschicke der stadt öffentlich in seinem sinne mitzubestimmen.
aber allein dadurch das er da war und den leuten auf seine weise zuversicht und eine vision gab....lenkte er sie wohl im weniger offensichtlichen teil mit.

ich würde sagen er war ehrlich und gerade heraus;
eine verdammte, wohltuende seltenheit in dieser hafenstadt.
zugleich fromm...aber nicht ohne verstand oder verständnis für andere.

dafür konnte ich ihn respektierten. das meine ich wenn ich von einem "guten mann" spreche.
und vielleicht war pashar nicht nur ein guter mann....
nein, ich denke man könnte ihn durchaus auch einen "grossen" nennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 02:45 
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Beiträge: 7658
Wohnort: Ducttape-Hausen
Als Grim wieder in der Kaserne ankam war er unzufrieden. Es war eine Tradition gewesen. Er hatte sich mit Korporal Dalendon und einigen Kameraden besaufen und über die Erinnerungen an Korporal Pashar reden wollen. Bis auf Dalendon war keiner gekommen. Nur diese rothaarige Wolkenmeer war hinterher dazugestoßen, doch sie kam nicht mehr dazu etwas über Pashar zu berichten. Die ganze Tradition für die Katz.
Grim wusste was folgen würde. Er kannte es. Es war jedes mal so wenn er der Jahrelang gelebten Tradition nicht nachkam. Die Jahre in der Armee Arrabars hatten ihn geprägt. Er wusste dass er sich nun, nach der Trauerfeier, von den Erinnerungen hätte losreden müssen. In Chondath hatten sie es immer so gemacht, wenn ein Kamerad gefallen war. Jeder erzählte wie er ihn kennen gelernt hatte, wie er gelebt hatte, was man über ihn berichten konnte. Er hatte es heute nicht durchziehen können und nun würde ihn die Erinnerung nicht schlafen lassen.

Er dachte an sein erstes Zusammentreffen mit Pashar.
Sie standen gemeinsam am Stützpfeiler der Stallungen im Torviertel und hielten Wache. Sie unterhielten sich um die Kälte zu vergessen und die Langeweile fern zu halten. Grim wusste noch wie erstaunt er gewesen war als Khemed ihm seine Geschichte erzählte. Sie war nichts besonderes gewesen. Eine Geschichte wie es sie zu tausenden allein in Chondath und sicher auch in vielen anderen Teilen Faeruns gab. Aber sie war seiner eigenen Geschichte so ähnlich. Sohn eines Händlers. Ausbildung im stehenden Heer. Kleine Karriere in Handelskarawanen. Rivin. Seltsam wie wenig Gemeinsamkeiten man trotz einer so ähnlichen Vergangenheit haben konnte.

Er dachte an die Trainigseinheiten mit Pashar.
Er hatte nicht viele Trainigseinheiten vom Korporal besucht. Damals unterstand er noch Rabental. Aber eine blieb ihm im Gedächtnis. Grim wusste selbst nicht warum. Es war in der Arena gewesen. Er wusste nicht mehr wen er als Sparringspartner hatte, aber Pashar stand dabei und achtete auf die Bewegungen. Grim hatte seinen Gegner damals vollkommen unter Kontrolle. Der Junge hatte kaum etwas entgegenzusetzen. Doch Pashar hatte es zumindest geschafft dem Knaben zu zeigen wie man ein Schild benutzte. Grim hatte Pashar beobachtet. Der Korporal hatte viel Übung, dass sah man ihm an, aber seinen Hieben fehlte der Schwung. Pashar war scheinbar kein herausragender Kämpfer, aber er wusste wovon er sprach und hatte seine Männer unter Kontrolle. Er wäre ein fähiger Offizier und Feldherr geworden.

Er dachte an gemeinsame Einsätze.
Pashar hatte damals das Komando über die Sondereinsatztruppe zum Schutz der Debatte in den Slums. Ihre Truppe stand in loser Reihe vor den Kandidaten. Auf Befehl des Korporals wurden die Schilde blitzschnell hochgezogen und die Kandidaten in Deckung gebracht. Ein Bolzen aus dem gegenüberliegenden Hausfenster verfehlte dank dieses Manövers sein Ziel. Eine Rauchgranate verhinderte weitere Angriffe und im Schutz der Schilder zog die Truppe rückwärts, die Kandidaten im Rücken mit den Schildern absichernd, von dannen.
Als die Jerovic nochmal sprechen wollte ließ Pashar die Häuser räumen und die Gardisten sich auf eine weise aufstellen, die schnelle Reaktionen sowohl auf Annährungsattentäter als auch auf Fernkämpfer zuließ. Jerovic wurde Stadträtin, doch ohne Pashars Führung wäre sie an diesem Abend nicht einmal lebend nach Hause gekommen.

Er dachte an die Debatte im Hafen.
Pashar hatte Grims Glauben angezweifelt. Seinen Glauben. Lächerlich. Man konnte ja einiges an ihm anzweifeln - er war sich darüber im klaren dass er in seiner Kindheit einiges getan hatte, was nicht in die Lehre seines Glaubens passte... damals hatte er seinen Weg noch nicht gefunden - aber sein Glaube war über alle Zweifel erhaben. Und nicht nur das. Nein, Pashar bestand auch darauf dass der baneitische Glaube Rivin ins verderben stürzen würde. Verblendeter Narr. Wie konnte ein fähiger Stratege und Disziplinierter Krieger nur so verwirrt sein? Pashar war zu weich mit Verbrechern gewesen. Der Glaube an Bane hätte ihn klar sehen lassen. Er hätte erkannt dass es keinen Sinn hat diese undisziplinierten Chaoten mit Sammthandschuhen anzufassen. Er wäre stark geworden. Vielleicht hätte er dann sogar heute noch am Leben sein können. Pashar hatte Grims Dasein in Frage gestellt. Noch heute wurde Grim wütend wenn er daran nachdachte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 09:15 
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Maltus spazierte in der Nacht nach der Trauerfeier zu Ehren des Korporals Khemed Pashar durch die Straßen Rivins. Er hatte sich natürlich nicht, wie zuvor angekündigt, in ein Meer aus Alkohol gestürzt. Viel eher war der Gardist Myrias Rat nachgekommen und hatte versucht, keine Dummheiten anzustellen. Einen Augenblick lang dachte er zwar darüber nach, aber sein vorgetäuschter Wutausbruch auf der Brücke war bereits genug gewesen. Er wollte es schließlich nicht übertreiben.

Für Maltus war das tragische Ende seines ehemaligen Korporals ein Grund zur Freude. Ein rechtschaffener Narr weniger auf dieser Welt. Der Rekrut wusste zwar nicht, was die genauen Umstände seines Todes waren, aber er konnte es sich lebhaft ausmalen. Ein heldenhafter, heroischer Abgang, so etwas stand diesem Helmfanatiker gut zu Gesicht. Vielleicht noch ein paar tapfere letzte Worte, ehe er seinem Untergang entgegen trat, und schwupps, weg war er. Wahrscheinlich hatte sich Khemed auch noch der Illusion hingegeben, dass ein solcher Tod ehrenhaft sei. Hätte er einen Funken Vernunft besessen, so hätte er andere vorgeschickt, anstatt sich selbst in den Tod zu stürzen. Aber vielleicht geschah es auch ganz anders. Maltus konnte es nur erahnen.

Zugegeben, der Korporal war eine strammer Kerl gewesen. Maltus konnte gut nachvollziehen, weshalb seine Mitmenschen so betroffen von seinem Tod waren. Aber letztendlich hatte sich Khemed sein Schicksal selbst zuzuschreiben. Er war eine ehrliche Haut gewesen, ein Mann, der falschen Idealen wie Loyalität oder Pflichtgefühl folgte. Er hatte sich einem närrischen Gott verschrieben, hatte sein Schicksal in fremde Hände gelegt und diesen Fehler nun mit seinem Leben bezahlt. In diesen Augenblicken rottete sein Körper vor sich hin, und schon bald würden seine Taten vergessen sein.

Hätte Maltus eine Möglichkeit gesehen, seinen ehemaligen Korporal zu retten, so hätte er sie ganz bestimmt ergriffen. Aber Khemed war hoffnungslos verloren, denn seine Besessenheit machte ihn taub für die reinigenden Lehren des Prinz der Lügen und blind für das herrliche Antlitz der Schwarzen Sonne. Ein Jammer. Dennoch, Maltus hatte kein Mitleid mit Khemed. Er war schwach gewesen, nicht körperlich, sondern im Geiste, und deshalb hatte er den Tod verdient. So war nunmal der Lauf der Dinge in dieser grausamen Welt. Khemed hatte es nicht verdient, von Maltus erlöst zu werden.

Der Rekrut kam an einer Hausecke im Abenteuerviertel zum Stillstand und sah zum nächtlichen Himmel hinauf. Ein sachtes Lächeln der Überheblichkeit lag auf seinen blassen Lippen, während sich in seinem Kopf wirre Gedanken bildeten, die nur Maltus selbst verstand...oder vielleicht nicht einmald das.

"Sieh' her. Ich zeige dir, wie man es richtig macht."

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"Coors is the best beer. I would piss Coors if I could, you can believe that happy crappy."
- The Kid

Chars (Wiki):
Maltus Rosendorn
Pjerald Zwillingsfang


Zuletzt geändert von Faboor am Do 27. Mai 2010, 09:18, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 09:18 
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Beiträge: 3061
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In der gestrigen Abschiedszeremonie war jegliche Enttäuschung und jegliches Bedauern in dem was Sarina in letzter Zeit mit Khemed erlebt hatte, vergessen. Schließlich darf man nicht nur wenige Augenblicke betrachten, sondern muss eine Sache....eine Situation.... und besonders einen Menschen als Ganzes sehen. So fielen die Worte, die sie als Stadträtin vor der Trauergemeinde zwischen den Reden der Gardisten sprach, umso einfühlender aus, jedoch auch von eigener aufrichtiger Trauer begleitet.

"Irgendwo in Calimhafen hat eine Mutter ihren geliebten Sohn verloren. Hier bei uns verloren einige einen guten Vorgesetzten, einen treuen Kameraden oder einen loyalen Freund.

Sein Verlust wird eine Wunde hinterlassen, die noch lange schmerzen...oder gar nie heilen wird. Wir hörten.... oder sahen gar wie er fiel. Er brachte ein Opfer, um viele andere Leben zu retten.
Doch wir sahen auch wie Helms Auge wachsam und zugleich gütig auf seinen Priester herabblickte. Er rief ihn zu sich. So bleibt uns der Trost, dass er nicht verloren ist.

Wir können ihn hier unter uns am Leben halten, indem wir uns erinnern an seine Taten und jeden uns bedeutenden Moment mit ihm. "


Dann legte sie einige weiße Lilien auf den Sarg mit weiteren sanft gesprochenen Abschiedsworten.

"Menschen treten in unser Leben und begleiten uns für eine Weile. Manche bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen. Fahre wohl, wahrer Wächter Rivins."

Auch in den Tagen vor und nach der Beisetzung mochte man immer wieder sehen, wie die Zeilen, die sie so zertreut hier und dort aufschrieb, Gestalt annahmen. Schließlich hörte man sie ein Instrument spielen, dass sie längere Zeit nicht mehr in den Händen gehalten hatte. Doch gerade die tieferen Klänge der Theorbe waren es, die der melancholischen Ballade auch eine gewisse Kraft gaben. Man mochte sie einige Male in den Straßen hören. So war es wohl eine Art, wie ein Barde auch so ergreifende Dinge verarbeitet - in Musik. ((Quelle: Queen - No one but you - frei übersetzt))

Eine Hand über dem Wasser
Ein Engel, der nach dem Himmel greift.
Regnet es im Himmel?
Möchtest du, dass wir weinen?

Und überall die gebrochenen Herzen,
in jeder einsamen Straße.
Niemand konnte sie erreichen,
niemand, nur du.

Einer wie der andere,
nur die Guten sterben jung.
Sie fliegen nur zu nah an die Sonne,
das Leben geht weiter - ohne dich.

Eine weitere schwierige Situation,
ich versinke in Traurigkeit.
Und ich finde mich selbst - denkend:
"Was würdest du tun?"

Ja - es waren solche Taten,
die für immer jede Schuld beglichen.
Du wirktest ein Wunder,
du fandest einen Weg.

Einer wie der andere,
nur die Guten sterben jung.
Sie fliegen nur zu nah an die Sonne,
wir werden uns erinnern - für immer.

Und nun muss das Fest enden,
ich glaube, wir werden nie verstehen.
Der Sinn deines Gehens,
er war so voraus bestimmt.

So bestellen wir eine weitere Runde,
heben unsere Gläser ein weiteres Mal
Dort ist ein Gesicht am Fenster,
und ich werde niemals, nie Leb' Wohl sagen.

Einer wie der andere,
nur die Guten sterben jung.
Sie fliegen nur zu nah an die Sonne.
Wir weinen um nichts,
wir weinen um niemanden.
Niemanden, nur dich.

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Luna Novar - Verfechterin des Glücks & Verteidigerin der Selbstbestimmung
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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 09:42 
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Beiträge: 1881
BildEin blauer Schmetterling sucht sich seinen Weg...Bild

Blauer Schmetterling

Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Wind geweht,
Ein perlmuttener Schauer,
Glitzert, flimmert, vergeht.
So mit Augenblicksblinken,
So im Vorüberwehn
Sah ich das Glück mir winken,
Glitzern, flimmern, vergehn.

(Hermann Hesse)


Bild

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Achtung: Dr. Jekyll heißt nun Menschi


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben eines Gardistens
BeitragVerfasst: Do 27. Mai 2010, 11:38 
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Beiträge: 640
Es heißt, für einen jeden in dieser Welt wirft Tymora bei der Geburt eine Schicksalmünze. Für manchen bedeutet der Ausgang des Wurfes Schicksal und Glück zu gleich.

Und manchmal beutet das Schicksal des Einzelnen auch zugleich das Glück vieler.

"thanátos mónon eisin pýlä" ... der Tod ist nur ein Tor.

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I. Glück ist die Belohnung, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, aufzustehen und mutig zu handeln.
II. Unglück ist der Anreiz, aus seiner Lethargie zu erwachen und sein Glück zu ergreifen. Unglück ist nicht das Gegenteil, sondern nur das Fehlen von Glück.


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