|
In der gestrigen Abschiedszeremonie war jegliche Enttäuschung und jegliches Bedauern in dem was Sarina in letzter Zeit mit Khemed erlebt hatte, vergessen. Schließlich darf man nicht nur wenige Augenblicke betrachten, sondern muss eine Sache....eine Situation.... und besonders einen Menschen als Ganzes sehen. So fielen die Worte, die sie als Stadträtin vor der Trauergemeinde zwischen den Reden der Gardisten sprach, umso einfühlender aus, jedoch auch von eigener aufrichtiger Trauer begleitet.
"Irgendwo in Calimhafen hat eine Mutter ihren geliebten Sohn verloren. Hier bei uns verloren einige einen guten Vorgesetzten, einen treuen Kameraden oder einen loyalen Freund.
Sein Verlust wird eine Wunde hinterlassen, die noch lange schmerzen...oder gar nie heilen wird. Wir hörten.... oder sahen gar wie er fiel. Er brachte ein Opfer, um viele andere Leben zu retten. Doch wir sahen auch wie Helms Auge wachsam und zugleich gütig auf seinen Priester herabblickte. Er rief ihn zu sich. So bleibt uns der Trost, dass er nicht verloren ist.
Wir können ihn hier unter uns am Leben halten, indem wir uns erinnern an seine Taten und jeden uns bedeutenden Moment mit ihm. "
Dann legte sie einige weiße Lilien auf den Sarg mit weiteren sanft gesprochenen Abschiedsworten.
"Menschen treten in unser Leben und begleiten uns für eine Weile. Manche bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen. Fahre wohl, wahrer Wächter Rivins."
Auch in den Tagen vor und nach der Beisetzung mochte man immer wieder sehen, wie die Zeilen, die sie so zertreut hier und dort aufschrieb, Gestalt annahmen. Schließlich hörte man sie ein Instrument spielen, dass sie längere Zeit nicht mehr in den Händen gehalten hatte. Doch gerade die tieferen Klänge der Theorbe waren es, die der melancholischen Ballade auch eine gewisse Kraft gaben. Man mochte sie einige Male in den Straßen hören. So war es wohl eine Art, wie ein Barde auch so ergreifende Dinge verarbeitet - in Musik. ((Quelle: Queen - No one but you - frei übersetzt))
Eine Hand über dem Wasser Ein Engel, der nach dem Himmel greift. Regnet es im Himmel? Möchtest du, dass wir weinen?
Und überall die gebrochenen Herzen, in jeder einsamen Straße. Niemand konnte sie erreichen, niemand, nur du.
Einer wie der andere, nur die Guten sterben jung. Sie fliegen nur zu nah an die Sonne, das Leben geht weiter - ohne dich.
Eine weitere schwierige Situation, ich versinke in Traurigkeit. Und ich finde mich selbst - denkend: "Was würdest du tun?"
Ja - es waren solche Taten, die für immer jede Schuld beglichen. Du wirktest ein Wunder, du fandest einen Weg.
Einer wie der andere, nur die Guten sterben jung. Sie fliegen nur zu nah an die Sonne, wir werden uns erinnern - für immer.
Und nun muss das Fest enden, ich glaube, wir werden nie verstehen. Der Sinn deines Gehens, er war so voraus bestimmt.
So bestellen wir eine weitere Runde, heben unsere Gläser ein weiteres Mal Dort ist ein Gesicht am Fenster, und ich werde niemals, nie Leb' Wohl sagen.
Einer wie der andere, nur die Guten sterben jung. Sie fliegen nur zu nah an die Sonne. Wir weinen um nichts, wir weinen um niemanden. Niemanden, nur dich.
_________________ Luna Novar - Verfechterin des Glücks & Verteidigerin der Selbstbestimmung Sara Abendstern - Die häuslichste Bardin Rivins Faen Celefân - Das letzte Einhorn auf Reisen, schon wieder
|